(Minghui.org) Das Einreichen von Erfahrungsberichten zur 23. Schriftlichen Fa-Konferenz in Festlandchina ist seit einigen Tagen möglich. Kürzlich haben Mitpraktizierende ihre Erfahrungen in diesem Prozess mit uns geteilt. Hier möchte ich kurz ansprechen, wie ich vom Schreiben eines Erfahrungsberichts profitiert habe.
Nach dem Abschluss meines Studiums kehrte ich in meine Heimatstadt zurück, um dort zu arbeiten. Seit einigen Jahren lebe ich nun bei meinen Eltern und praktiziere gemeinsam mit ihnen Falun Dafa. Meine Mutter und ich beteiligen uns jedes Jahr an den beiden von Minghui organisierten Aufrufen zur Einreichung von Beiträgen: dem Aufruf zum Welt-Falun-Dafa-Tag und dem für die Fa-Konferenz in Festlandchina.
Manchmal schreibe ich den ersten Entwurf, den meine Mutter anschließend überarbeitet; ein anderes Mal ist es umgekehrt. Häufiger jedoch hat jede von uns eigene Erkenntnisse, über die sie berichten möchte. Dann schreiben wir jeweils einen eigenen Entwurf und überarbeiten anschließend gegenseitig unsere Beiträge. Wenn wir schließlich mit allem zufrieden sind und keine Fehler mehr finden, reichen wir die Berichte bei Minghui ein.
Im Prozess des Schreibens gewinne ich oft unerwartete Erkenntnisse, wenn ich auf Erlebnisse bei meiner Kultivierung zurückblicke.
Beim Schreiben erkenne ich zum Beispiel manchmal plötzlich, dass ich zwar glaubte, eine bestimmte Anhaftung in einer Angelegenheit bereits losgelassen zu haben, sich dahinter jedoch noch eine andere verbarg. Diese hatte ich damals nicht bemerkt, weil die andere Anhaftung deutlicher zutage trat. Außerdem habe ich festgestellt, dass es selbst in Situationen, von denen ich dachte, ich hätte sie gut gemeistert, noch bessere Möglichkeiten gegeben hätte, damit umzugehen – Möglichkeiten, die noch mehr im Einklang mit dem Fa standen.
Meine Mutter hatte schon vor geraumer Zeit begonnen, ihren Beitrag zu verfassen. Vor einigen Tagen äußerte sie plötzlich Zweifel. Sie fragte sich, ob ihr Bericht zum Thema passe. Ich teilte ihr meine Erkenntnisse mit, die ich beim Schreiben ähnlicher Artikel gewonnen hatte. Sie betonte jedoch, dass sie keine vergleichbaren Erfahrungen gemacht habe.
Ich hatte den Eindruck, dass sie – beeinflusst durch ihren Beruf als Lehrerin – ihren Erfahrungsbericht mit einer zu konventionellen Denkweise plante. Sie konzentrierte sich darauf, strikt am Thema zu bleiben. Sie sah das Schreiben nicht als Gelegenheit, über ihren eigenen Entwicklungsprozess nachzudenken und sich dabei wirklich zu erhöhen. Sie bestätigte meine Einschätzung. In den letzten Tagen meinte sie zu mir, dass ihr durch das Schreiben nun etwas bewusst geworden sei. Früher habe sie bei manchen Angelegenheiten geglaubt, im Einklang mit dem Fa zu handeln. In Wirklichkeit habe sie sich jedoch in der Situation nicht kultiviert. Diese Erkenntnis sei ihr jetzt ganz von selbst gekommen. Den Schreibstil oder die Vorgehensweise habe sie dazu nicht verändert.
Wir sollten nicht nur unsere eigenen Beiträge einreichen, sondern auch andere Praktizierende ermutigen und sie dabei unterstützen.
Als dieses Jahr zum Welt-Falun-Dafa-Tag am 13. Mai aufgerufen wurde, Beiträge einzureichen, ermutigte ich die Mitpraktizierenden, ihre Erlebnisse aufzuschreiben und einzureichen. Zunächst meinten sie, über nichts berichten zu können. Ihre Erfahrungen seien es nicht wert, aufgeschrieben zu werden. Sie wussten auch nicht, wie sie es anstellen sollten. Ich schlug vor, dass sie mir ihre Geschichten diktieren. Ich würde sie dann aufschreiben.
Bald überschlugen sich die Erfahrungen nur so. Nach einer kurzen Rücksprache entschied ich mich, lediglich einen Teil davon bei Minghui einzureichen; den Rest wollte ich für eine andere Gelegenheit aufbewahren. Es war das erste Mal, dass ich Mitpraktizierenden außerhalb meiner Familie half, Texte zu überarbeiten.
Während dieser Zeit teilte mir mein Vorgesetzter mit, dass ich für eine Gehaltserhöhung ausgewählt worden sei. Nur wenigen in unserer gesamten Abteilung kam das zugute. Ich weiß, dass dies eine Bestätigung und Ermutigung des Meisters ist!
Nach dem Aufruf zur Einreichung von Beiträgen für die Schriftliche Fa-Konferenz in Festlandchina nahm ich mir aufgrund meiner Arbeit und anderer Verpflichtungen nicht wirklich die Zeit, über einen Beitrag gründlich nachzudenken. Voreilig kam ich zu dem Schluss, dass ich dieses Jahr keine Themen für einen Beitrag hätte. Warum also etwas schreiben? Falls andere Praktizierende Hilfe bei der Ausarbeitung ihrer Berichte benötigen sollten, würde ich ihnen selbstverständlich gerne zur Seite stehen.
Später hatte ich einen Traum: Ich war in einem Prüfungsraum. Als ich mit meiner Arbeit fertig war und sie abgeben wollte, fragte ich mich: „Sind das wirklich schon alle Fragen?“ Ohne weiter darüber nachzudenken, gab ich die Arbeit ab. Erst danach wurde mir klar, dass ich nur die Fragen auf der Vorderseite beantwortet hatte, die Rückseite war völlig leer geblieben. Mit anderen Worten: Die Arbeit, die ich abgegeben hatte, war unvollständig.
Als ich aufwachte, wurde mir klar, dass meine Einstellung falsch gewesen war. Schon mehrmals hatte ich einen Erfahrungsbericht eingereicht und es war tatsächlich so: Solange mein Herz sich am Fa ausrichtete, flossen die Ideen während des Schreibprozesses nur so. Dieser Traum war eine Erinnerung des Meisters an mich, diese Aufgabe gewissenhaft zu erledigen.
Ich schreibe diesen Artikel, um die Mitpraktizierenden in Festlandchina zu ermutigen, sich aktiv an der Fa-Konferenz zu beteiligen und Beiträge einzureichen. Das Schreiben ist keine Zeitverschwendung; vielmehr dient es als Rückschau und Zusammenfassung des zurückgelegten Kultivierungsweges. Gleichzeitig erhält man Erkenntnisse darüber, wie man den weiteren Weg beschreiten kann. Sobald dieser Artikel fertig ist, werde ich damit beginnen, meinen eigenen Beitrag für die Schriftliche Fa-Konferenz in Festlandchina zu konzipieren und auszuarbeiten. Mein Ziel ist, einen vollständigen und sorgfältig ausgearbeiteten Erfahrungsericht einzureichen.
Das ist mein Verständnis auf meiner derzeitigen Ebene. Bitte weist mich auf Unangemessenes hin.