(Minghui.org) Im August 2022 verfolgte mich eine Gruppe von Polizisten und brachte mich gewaltsam zur örtlichen Polizeiwache. Warum? Weil ich Falun Dafa praktiziere. Sie durchsuchten meine Wohnung und beschlagnahmten alles, was mit Falun Dafa zu tun hatte, darunter Bücher sowie das Porträt des Meisters. Ich war bestürzt und wütend.
Als sie mich verhörten, sagte ich ihnen, dass Falun Dafa in China schon immer legal gewesen sei, dass die Bürger das Recht auf Glaubens- und Meinungsfreiheit hätten und dass ihr Vorgehen gegen die Menschenrechte verstoße. Mir war es wichtig, sie erst einmal auf den Boden der Tatsachen zu holen.
Ein junger Beamter wurde daraufhin wütend und schrie: „Wie erklären Sie dann den Vorfall der Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens?“ Ich schreckte auf und erkannte, dass diese Beamten von der Propaganda der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) getäuscht worden waren. Und statt ihnen gutherzig entgegenzukommen, hatte ich sie knallhart mit sachlichen Fakten konfrontiert. Ich milderte meinen Ton, und die angespannte Atmosphäre lockerte sich.
Ich sagte: „Ich mache mir einfach nur Sorgen um Ihre Sicherheit.“ Diese Worte kamen aus der Tiefe meines Inneren und so füllten sich meine Augen mit Tränen. Die beiden Polizisten beendeten das Verhör. Ganze 15 Tage wurde ich gesetzwidrig festgehalten.
Als ich nach Hause zurückgekehrt war, bedauerte ich, dass es noch viele Dinge gab, die ich diesen Polizisten nicht erklärt hatte. Ich fragte mich, ob ich zur Polizeiwache zurückkehren und ihnen die ganzen Umstände über die Verfolgung erklären sollte. Doch nach Jahren der Verfolgung war die Polizeiwache in meinen Augen wie eine Tigerhöhle, welche ich nicht freiwillig betreten wollte. Dennoch ließ mich das Gefühl nicht los, ich sollte hingehen. Ich sagte mir: „Ich bin eine Falun-Dafa-Praktizierende und dies sind zu errettende Lebewesen! Gerade jetzt (es war inmitten der COVID-Pandemie) mussten sie sicher und gesund bleiben.
Unter dem Vorwand, mit einem bestimmten Beamten über etwas sprechen zu wollen, ging ich zur Polizeiwache. Da der besagte Polizist beschäftigt war, sprach ich mit den Polizisten in der Eingangshalle über die wahren Hintergründe der Verfolgung. Ich erzählte ihnen, dass am Ende der Kulturrevolution jene Polizisten, die sich aktiv an der Verfolgung beteiligt hatten, heimlich nach Yunnan gebracht und hingerichtet wurden. Ihre Familien erhielten lediglich eine Mitteilung, dass ihre Männer und Väter im Dienst ums Leben gekommen seien. Ich erklärte, dass Falun-Dafa-Praktizierende danach streben, gute Menschen zu sein, geleitet von den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Ich sagte den Polizisten auch, dass sie in Zukunft nicht zur Rechenschaft gezogen würden, wenn sie sich nicht aktiv an der Verfolgung von Falun Dafa durch die KPCh beteiligten. „Auf diese Weise können Sie sich selbst und Ihre Familien schützen“, fügte ich hinzu. Einige Polizeibeamte nickten und erklärten sich bereit, entsprechend zu handeln.
Ganze viermal ging ich zur Polizeiwache. Fast jeder Beamte, mit dem ich sprach, hörte mir zu. Die Jüngeren nannten mich oft „Schwester“ und behandelten mich auch so.
Im August 2024 wurde ich erneut bei der Polizei angezeigt, als ich Informationen über Falun Dafa verteilte. Die Polizeiwache, zu der ich gebracht wurde, wollte meinen Fall nicht bearbeiten, deshalb wurde ich an die örtliche Polizeiwache weitergeleitet, bei der ich gemeldet war. Als ich dort ankam, begrüßte mich ein Beamter mit betrübter Miene und sagte: „Warum wurdest du schon wieder festgenommen?“ Er fügte hinzu: „Was ist mit deiner Mutter, ist sie jetzt allein zu Hause?“
Da meine Mutter zu alt war, um sich verständlich zu machen, riefen die Beamten eine Verwandte an und baten diese, zur Wache zu kommen. Als die Verwandte herbeigeeilt war, sagte der Beamte leise zu ihr: „Gehen Sie zu ihr nach Hause und räumen Sie alle auffälligen Sachen weg. Wir werden bei ihr gemäß des ‚Protokolls‘ bald eine Durchsuchung durchführen.“
Die Verwandte antwortete: „Dafür ist keine Zeit! Wie wäre es, wenn Sie stattdessen einfach meine Wohnung durchsuchen?“ Der Ausbilder stimmte zu.
Der sogenannte „Strafverfolgungsprozess“ erforderte eine vollständige Videoaufzeichnung. Ich wurde mit Handschellen gefesselt und von drei Beamten zu einem Fahrzeug begleitet. Mir fiel auf, dass sie inzwischen Zivilkleidung trugen. Das Auto kam bei der Wohnanlage meiner Verwandten an. Um die Aufmerksamkeit der Nachbarn nicht auf sich zu ziehen, verdeckten die Polizisten meine Handschellen mit ihrer Kleidung.
Nachdem sie das Haus meiner Verwandten betreten hatten, zogen sie wieder ihre Uniformen an und begannen, vor der Kamera „das Gesetz durchzusetzen“. Sie zeigten auf einen Kleiderschrank und fragten: „Sind das Ihre Kleider?“ Als meine Verwandte dies bejahte, durchsuchten sie den Schrank, das Bücherregal und andere Bereiche. Allen war klar, dass das alles nur „zur Show“ diente.
Zurück auf der Wache war ein junger Kriminalbeamter mir gegenüber anfangs sehr unfreundlich. Seine kühle Haltung berührte mich jedoch keineswegs und ich sagte: „Eigentlich sind Sie ein freundlicher Mensch.“
Er war überrascht und sagte: „Ich bin freundlich?“, woraufhin ich: „Ja, Sie sind sehr freundlich!“ Danach behandelte er mich höflich.
Wenn ich auf diese Erlebnisse zurückblicke, wird mir zutiefst bewusst, dass sich das Verhalten der Polizisten änderte, sobald ich mich selbst veränderte. Diese kostbaren Lebewesen verdienen es, errettet zu werden.