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Existiert das Göttliche?

20. September 2026 |   Von Xiao Ge

(Minghui.org) Existiert das Göttliche? Die Antworten auf diese Frage fallen von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich aus. Jiang Xiaorou, eine bekannte chinesische Internet-Influencerin, musste dies auf schmerzliche Weise erfahren.

Jiang, die aus der Provinz Hunan stammte, erlangte Bekanntheit durch Inhalte, die sich gegen Aberglauben richteten und übernatürliche Phänomene untersuchten. Ihr kühnes Vorgehen fand schnell Anklang und sie gewann in kurzer Zeit 1,28 Millionen Follower. Unter dem Vorwand, „Aberglauben zu widerlegen“, weitete Jiang ihre Aktivitäten schrittweise aus, von der Erkundung verlassener Gebäude bis hin zu anderen Unternehmungen.

Um zu beweisen, dass es „keine Gottheiten auf der Welt“ gebe, zertrümmerte sie einmal öffentlich mit einem Hammer eine angeblich geweihte Guanyin-Statue. Vor laufender Kamera prahlte sie sogar gegenüber ihren Followern: „Wartet ab und seht, wie lange ich lebe. Sollte mir tatsächlich etwas zustoßen, lade ich euch zu einem Festessen ein, einverstanden?“ Viele Internetnutzer kommentierten das Video und warnten sie davor, das Göttliche auf diese Weise zu beleidigen. Doch sie wollte nicht hören.

Am 15. Juli 2026 wurde Jiang in einen verheerenden Verkehrsunfall verwickelt. Trotz mehr als 20-tägiger intensivmedizinischer Behandlung erlag sie schließlich ihren schweren Verletzungen. Sie wurde nur 24 Jahre alt. Viele Internetnutzer äußerten sich bestürzt: „Das Zertrümmern einer Guanyin-Statue zieht Vergeltung nach sich.“ Ein anderer bemerkte: „Selbst wenn der Bodhisattva dich nicht bestraft, werden andere Gottheiten oder Geister dich nicht ungeschoren lassen, denn das Göttliche existiert tatsächlich.“

Beispiele aus der Geschichte

Jiangs Unglück war die Folge ihrer Arroganz und ihrer Respektlosigkeit gegenüber dem Göttlichen, eine Lektion, die schon im alten China gelehrt wurde. Laut den Aufzeichnungen von Mingxiang Ji beherbergte der Mingxiang-Tempel in der Stadt Fengzhou (in der heutigen Provinz Shaanxi) einst mehrere vergoldete Buddha-Statuen. Während der Kriegswirren zur Zeit der Südlichen Dynastien kratzten verzweifelte Flüchtlinge das Gold von den Statuen, um Lebensmittel und andere lebensnotwendige Güter zu kaufen, bis die Statuen schließlich vollständig entblößt waren. Kurz darauf litten diejenigen, die das Gold abgekratzt hatten, unter einem „unerträglichen Juckreiz am ganzen Körper“. In ihrer Qual kratzten sie mit Gegenständen an ihrer Haut, bis das Fleisch frei lag, doch der Juckreiz blieb bestehen. Sie kratzten weiter, bis die Knochen sichtbar wurden, und starben schließlich auf tragische Weise auf der Straße. „So offenbarte sich das Unheil, das die Zerstörung der Buddha-Statuen nach sich zog“, schloss das Buch.

Im Jahr 648, während des Feldzugs der Tang-Dynastie gegen Kucha (im heutigen Xinjiang), entdeckte ein für die Lagerhäuser zuständiger Offizier namens Xue Guxun nach der Eroberung Kuchas durch die Tang-Armee eine goldene Buddha-Statue in einem Tempel. Er kratzte das Gold mit einem Messer ab; innerhalb weniger Tage fielen ihm sämtliche Haare der Augenbrauen aus. Als die Armee nach Yizhou zurückkehrte, bereute Xue sein Handeln vor der Buddha-Statue und nutzte das abgekratzte Gold für eine gute Tat. Kurz darauf wuchsen seine Augenbrauen auf wundersame Weise wieder nach.

Lehren für die Moderne

Über 2.000 Jahre lang glaubten die Chinesen daran, dass „Gutes mit Gutem belohnt wird und Böses Böses nach sich zieht“. Doch nach der Machtübernahme durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) wurde die traditionelle Kultur als Teil der „Vier Alten Dinge“ diffamiert und durch Kampagnen wie die Kulturrevolution zerstört. Dieser kulturelle Umbruch dauert bis heute an; ein Beispiel hierfür ist die seit Juli 1999 andauernde Unterdrückung von Falun Gong durch die KPCh, einer spirituellen Praxis, die auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht beruht.

Indem sie blindlings der Verfolgungspolitik gegen unschuldige Falun-Gong-Praktizierende folgten, mussten viele KPCh-Funktionäre die Konsequenzen dafür tragen. Pan Shi, der Leiter der Polizeiwache Liucheng im Kreis Chaoyang (Provinz Liaoning), hatte über Jahre hinweg Falun-Gong-Praktizierende verfolgt. Er ignorierte die freundlichen Worte der Praktizierenden und erhielt vom „Büro 610“ der Stadt Chaoyang eine Auszeichnung als „herausragendes Vorbild“ für seine üblen Taten. „Ich fürchte keine Vergeltung. Ich werde sie (die Falun-Gong-Praktizierenden) so oft schlagen und verhaften, wie ich will“, prahlte er. „Ich halte für immer zur Partei.“ Weniger als zwei Monate nach diesen Äußerungen starb der einst gesunde Beamte plötzlich an seinem 41. Geburtstag.

Jiang Ping, ein Polizeibeamter der Brigade für Innere Sicherheit der Stadt Bazhong in der Provinz Sichuan, ignorierte ebenfalls die Worte der Falun-Gong-Praktizierenden, die ihm nahelegten, die Beteiligung an der Verfolgung einzustellen. „Ich habe persönlich so viele von euch festgenommen, und ich führe immer noch ein angenehmeres Leben als ihr. Wo bleibt die karmische Vergeltung? Ich glaube nicht daran“, sagte er. Kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest 2019 brach Jiang plötzlich zusammen und starb.

Jiang Renwu, der Leiter der Brigade für Innere Sicherheit in der Stadt Yueyang (Provinz Hunan), verspottete wiederholt Falun-Gong-Praktizierende mit den Worten: „Ihr sagt alle, dass mich Vergeltung treffen wird, aber warum ist das noch nicht geschehen?“ Im Oktober 2019 wurde bei Jiang Krebs diagnostiziert; er verstarb kurz darauf.

Eine Suche nach dem Begriff „Ich habe keine Angst vor Vergeltung“ auf der chinesischsprachigen Website Minghui.org ergab 1.826 Treffer. Dies zeigt, wie stark die Lehren der KPCh manche Beamte beeinflusst und dazu gebracht haben, Unschuldigen zu schaden – mit verhängnisvollen Folgen.

Aus Fehlern lernen

Wenn man einen klaren Verstand bewahrt, können aufrichtige Gedanken und Taten das Schicksal eines Menschen zum Positiven wenden. Ein Beispiel hierfür ist ein Beamter der Brigade für Innere Sicherheit im Kreis Butuo (Provinz Sichuan), der einst eine Falun-Gong-Praktizierende zu einer Geldstrafe von über 10.000 Yuan (etwa 1.300 Euro) verurteilt hatte. Kurz darauf überschlug sich sein Auto bei einem Unfall. Obwohl er nur leichte Verletzungen davontrug, beliefen sich die Reparaturkosten auf mehr als 10.000 Yuan.

Eine Falun-Gong-Praktizierende wies ihn darauf hin, dass dieser Unfall eine göttliche Warnung vor karmischer Vergeltung sei. Sowohl die Geldstrafe als auch die Reparaturkosten hätten jeweils über 10.000 Yuan betragen. Sollte er sein Verhalten nicht ändern, könnte er beim nächsten Mal womöglich sein Leben verlieren! Der Leiter der Brigade für Innere Sicherheit begriff sofort, bedankte sich bei der Praktizierenden und versprach, sein Verhalten zu ändern.

Ein anderer Beamter, Leiter einer Polizeiwache, hatte sich aktiv an der Verfolgung beteiligt und zahlreiche Falun-Gong-Praktizierende festgenommen. Praktizierende erklärten ihm eindringlich die wahren Umstände bezüglich Falun Gong und rieten ihm, sich nicht mehr an der Verfolgung zu beteiligen, doch er weigerte sich, auf sie zu hören.

Später erkrankte dieser Beamte an Krebs; die Heilungschancen waren gering. In seiner Verzweiflung erinnerte er sich plötzlich an die Worte von Falun-Gong-Praktizierenden: Der Glaube an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht könne das Leben retten. Nachdem er in seinem Büro einige beschlagnahmte Dafa-Broschüren gelesen hatte, keimte in ihm Hoffnung auf.

Der Beamte fand ein Exemplar des Zhuan Falun und beschloss, darin zu lesen. Er erlernte die Übungen von einem Praktizierenden und begann, Falun Gong zu praktizieren. Von da an unterstützte er Falun-Gong-Praktizierende auf vielfältige Weise. Sein Krebsleiden heilte aus, und auch beruflich lief für ihn alles reibungslos.

Von der Antike bis zur heutigen modernen Gesellschaft, ob bei einer 24-jährigen Influencerin oder bei Beamten, die an der Verfolgung von Falun Gong beteiligt sind, zeigt sich ein gemeinsames Muster: Dem eigenen Gewissen zu folgen, bringt Segen, während eine Abkehr davon zu Unglück führen kann.