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76-Jährige wegen ihres Glaubens im Gefängnis körperlich und seelisch misshandelt

20. September 2026 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Eine 76-jährige Frau aus der Stadt Harbin, Provinz Heilongjiang, die wegen ihres Glaubens an Falun Dafa eine sechsjährigen Haft im Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang antreten musste, wird dort täglich misshandelt,

Sun Shuyun war am 20. Mai 2023 festgenommen und am 25. November desselben Jahres zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Anfang 2024 wurde sie in das Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang überstellt. Sie beantragte eine erneute Prüfung ihres Falls, aber der für das Gefängnis zuständige Staatsanwalt reagierte nie darauf.

28 Tage lang zum Sitzen auf einem kleinen Hocker gezwungen

Am 2. Februar 2024 wurde Sun aus der Abteilung für „strenge Überwachung“ in die Gruppe 606 der 8. Abteilung verlegt. Da sie sich weigerte, Falun Dafa abzuschwören, brachten die Wärter sie in den Waschraum und zwangen sie, auf einem kleinen Hocker von 15 cm Höhe und 10 cm Breite zu sitzen, dessen konkave Sitzfläche eine nagelgroße Ausbuchtung hatte.

Folter-Illustration: Auf einem kleinen Hocker sitzen

Die Sitzfolter, die täglich von 4 Uhr bis Mitternacht andauerte, erstreckte sich über 28 Tage. In dieser Zeit war es Sun verboten, zu duschen, die Zähne zu putzen oder Wäsche zu waschen. Liang Xue, der Leiter des Büro 610 im Gefängnis sowie Wärter Xiao Lijuan wiesen andere Insassinnen an, sie in Zwei-Personen-Schichten zu überwachen.

Die für die Gruppe 606 verantwortliche Zellenleiterin Dong Xiaofeng drohte ihr: „Wir lassen dich so lange sitzen, bis dein Hintern verfault und dein ganzer Körper mit offenen Wunden übersät ist. Wenn du krank wirst, muss deine Familie für die Behandlungskosten aufkommen. Wenn du stirbst, werfen wir deine Leiche einfach über die Gefängnismauer!“

Während andere Insassinnen Wintermäntel trugen, durfte Sun nur dünne Kleidung tragen. Zudem war ihr oft der Gang zur Toilette verwehrt. Sie verrichtete ihre Notdurft in der Waschschüssel, die ihr eigentlich zur Gesichtspflege diente, woraufhin die Insassinnen ein Loch in die Schüssel schlugen.

Gesicht bedeckt – beinahe erstickt

Nach der „Sitz-Folter“ wurde Sun Anfang März 2024 in eine Zelle verlegt. Sie durfte diese nicht verlassen und mit niemandem sprechen.

Zellenleiterin Dong wurde Ende März 2024 der Gruppe 503 zugeteilt, kehrte jedoch Anfang August 2024 zur Gruppe 606 zurück. In der zweiten Nacht nach ihrer Rückkehr zur Gruppe 606 bemerkte sie, dass Sun mit gekreuzten Beinen auf dem Bett saß.

Dong befahl Sun, die Beine auszustrecken. Als diese sich weigerte, wies Dong andere Insassinnen an, sie niederzudrücken. Als Sun vor Schmerz aufschrie, griff Dong nach einer Decke und presste ihr diese auf Mund und Nase. Sun bekam keine Luft mehr.

Im verzweifelten Versuch, sich zu befreien, packte Sun instinktiv Dongs Handgelenke, die sich daraufhin violett verfärbten. Erst dann entfernte Dong die Decke von ihrem Gesicht.

Sie meldete Sun bei den Wärtern und beschuldigte sie, sie in die Handgelenke gebissen zu haben. Sun hatte jedoch nur noch einen lockeren Schneidezahn, der unmöglich Bissverletzungen verursachen konnte.

Zwangsmedikation

Im Sommer 2024 wurde eine neue Insassin mit dem Namen Liu Haiyan in das Gefängnis eingeliefert. Sie ging jeden Abend um 20 Uhr zur Zellenleiterin Dong, um ihre Medikamente gegen Depressionen abzuholen. Eines Tages fragte eine andere Insassin beiläufig, welche Medikamente sie denn abhole, woraufhin diese herausplatzte: „Meine und die von Sun Shuyun.“

Die andere Insassin wunderte sich: „Welche Medikamente nimmt Tante Sun denn ein?“

Liu erwiderte: „Ich dachte, ihr wüsstet das alle?“

Dann bat sie die andere Insassin eindringlich: „Sag bloß niemandem, dass ich dir das erzählt habe.“

Erst da erfuhr Sun, dass Dong andere Insassinnen angewiesen hatte, leber- und nierenschädigende Medikamente unter ihren morgendlichen Reisbrei zu mischen. Nun war ihr klar, weshalb sie an Harnbeschwerden und einem aufgeblähten Bauch litt. Vor ihrer Inhaftierung waren ihre Haare schwarz gewesen, doch im Gefängnis waren alle grau geworden. Sie vermutete, dass dies ebenfalls mit den Medikamenten zusammenhing.

Zu Boden gestoßen und am Kopf verletzt

An einem Sonntag im Oktober 2024 stritten sich zwei Insassinnen darüber, wo sie ihre Waschschüsseln abstellen konnten. Jede Insassin erhielt für den täglichen Gebrauch zwei Schüsseln.

Sun bot den beiden an, ihre Schüsseln an ihrem Platz unterzubringen. Zellenleiterin Dong behauptete jedoch, dass jede nur eine Schüssel behalten dürfe. Sun korrigierte sie und sagte, sie werde bei der Zellenleiterin Chen Yang (die für alle Zellen im sechsten Stock zuständig war) noch einmal nachfragen.

Als Sun auf die Zellentür zuging, stieß Dong sie so heftig, dass sie zu Boden stürzte und mit dem Kopf aufschlug. Sie konnte sich eine ganze Weile lang nicht bewegen. Dong war im Begriff, weiterhin auf sie einzuschlagen, wurde jedoch von der Praktizierenden Wang Yabin daran gehindert.

Die Insassinnen trugen Sun zu ihrem Bett. Diese kniete sich mit geschlossenen Augen hin, beugte sich nach vorn und legte den Kopf auf das Bettlaken, unfähig zu sprechen. Als es ihr ein bisschen besser ging, verkündete sie, dass sie Dong bei den Wärtern melden werde. Dong wies andere Insassinnen an, sie daran zu hindern, das Bett zu verlassen. Sun rang mühsam nach Luft. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich bereits seit zwei Tagen im Hungerstreik.

Am Nachmittag bildete sich eine eigroße Beule an ihrer Stirn. Dong drohte damit, sie in Einzelhaft zu sperren. Eine Woche später brachte die zuständige Wärterin Sun schließlich zur Behandlung in ein externes Krankenhaus.

Wegen des Praktizierens der Falun-Dafa-Übungen geschlagen

Mitte Februar 2025 wurde Sun in den Waschraum gezerrt und dort gezwungen, sich hinzusetzen, weil sie die Falun-Dafa-Übungen praktiziert hatte. Als sie im Waschraum anfing, die Übungen zu praktizieren, riss Dong sie an den Haaren und schlug auf sie ein. Am 18. Februar 2025 wurde sie in ihre Zelle zurückgebracht. Dong und andere Insassinnen schlugen sie jedes Mal, sobald sie die Falun-Dafa-Übungen praktizierte. Außerdem drückten sie dioe Praktizierende mit aller Kraft auf das Bett, wobei ihr Kopf und Oberkörper über die Bettkante hinausragten.

Einmal verdrehte Dong ihr die Arme so heftig auf den Rücken, dass sie unsägliche Schmerzen litt.

Am 20. Juni 2025 wurde die Gruppe 606 mit der Gruppe 605 zusammengelegt. Dong behielt dabei die Aufsicht über alle Insassinnen. Sie stiftete die Insassin Zhu Yimin an, Sun zu misshandeln.

Als am 17. Juli 2025 eine Inspektionstruppe der Zentralregierung das Gefängnis besuchte, um bei den Insassinnen eine Umfrage durchzuführen, ob sie von anderen Insassinnen schikaniert würden. Sun füllte den Fragebogen aus und gab darin unmissverständlich an, dass Dong sie ständig misshandelte.

Die Inspektionstruppe kam ein weiteres Mal vorbei und machte vor Suns Zelle Halt. Ohne die Zelle zu betreten, fragten sie durch die Tür, ob sie etwas zu melden habe. Dong verneinte und behauptete, dass Sun psychisch krank sei. Sun, die infolge der Misshandlungen einen schweren Hörverlust erlitten hatte, konnte Dongs Lüge nicht rechtzeitig widerlegen. Daraufhin ging die Inspektionstruppe wieder.

Daraufhin erlaubte Dong Sun zwar, die Falun-Dafa-Übungen zu praktizieren, behielt sie dabei jedoch konstant im Auge. Zudem verspotteten sie und andere Insassinnen Sun mit unflätigen Beschimpfungen, was ihr endloses seelisches Leid zufügte.

Wegen der Einreichung einer Beschwerde geschlagen

Im Februar 2026 reichte Sun eine Beschwerde bei der stellvertretenden Gruppenleiterin Sha ein. Darin forderte sie, dass Dong für die an ihr verübten Misshandlungen zur Rechenschaft gezogen werden und eine Untersuchung eingeleitet werden sollte, um zu klären, wer ihren Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens einbehalten hatte.

Zudem bat sie um ein Gespräch mit der neu ernannten Gruppenleiterin Guo, die sie jedoch ignorierte.

Am 28. März 2026 gelang es Sun gegen 14 Uhr, ihre Zelle zu verlassen. Vor Guos Büro rief sie laut: „Falun Dafa ist gut! Falun Dafa wird zu Unrecht verfolgt!“

Mehrere Insassinnen eilten herbei, um sie aufzuhalten. Wang Yingxin und Li Bo hielten ihr den Mund zu, während andere sie zu Boden drückten. Zhu Yimin packte einen ihrer Arme, und Zhang Yanjie schleifte sie an den Füßen weg. Wang Tang versetzte ihr einen Faustschlag.

Diese Insassinnen waren von Dong eigens dafür ausgebildet worden, Sun „zu bändigen“, indem sie jeden Samstag Schulungen abgehalten und sie instruiert hatte, wie sie unter gewissen Umständen mit Sun umgehen sollten.

Seit Haftantritt in der Zelle eingesperrt

Die Zellenleiterinnen Dong und Chen verboten Sun, ihre Zelle zu verlassen, woraufhin diese dies dem zuständigen Wärter meldete. Als dieser ihr die Bedingung stellte, zu garantieren, dass sie außerhalb der Zelle mit niemandem sprechen würde, stimmte Sun zu. Daraufhin wies der Wärter Chen an, die Beschränkung aufzuheben, aber Chen weigerte sich. Folglich hat Sun ihre Zelle seit ihrer Einlieferung ins Gefängnis kein einziges Mal verlassen dürfen. [Die Gefängnisleitung räumte den Zellenleiterinnen bei der Misshandlung von Sun einen gewissen Spielraum ein, da sie auf die Insassinnen angewiesen war, um die Verfolgung durchzuführen.]

Dong und Chen zwangen sie außerdem, jeden Tag stundenlang auf einer kleinen Bank zu sitzen, was zu Durchblutungsstörungen führte. Ihre Beine waren stark abgemagert, während ihr Bauch so stark aufgebläht war, dass sie wie im fünften Monat schwanger aussah.

Frühere Berichte:

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