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76-Jährige wegen Aufklärung über die Verfolgung von Falun Dafa zu jahrelanger Haft verurteilt

25. September 2026 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Die Familie von Li Yuxiang erfuhr am 8. September 2026, dass ihre 76-jährige Angehörige in Tianjin in das örtliche Frauengefängnis eingeliefert worden war. Sie war zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden, nur weil sie Falun Dafa praktiziert.

Ihre unrechtmäßige Verurteilung resultierte aus ihrer Festnahme in ihrer Wohnung am 5. Juli 2024 durch 16 Polizisten der Polizeistation Nanlou und der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Wuqing. Die Beamten hatten sie ins Visier genommen, nachdem sie herausgefunden hatten, dass sie Briefe an ein Gericht und eine Staatsanwaltschaft in der Provinz Jiangsu verschickt hatte. Darin forderte die Praktizierende sie auf, sich nicht mehr an der Verfolgung von Falun Dafa zu beteiligen.

Keiner der Beamten zeigte seinen Ausweis oder einen Durchsuchungsbefehl. Während einige Beamte Li auf dem Sofa festhielten, durchsuchten die anderen ihre Wohnung und beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher sowie ihr Mobiltelefon.

Danach brachten sie die Praktizierende zum Verhör auf die Polizeiwache des Bezirks Wuqing. Sie war derart verängstigt, dass ihr Blutdruck gefährlich hoch anstieg und sie noch andere Symptome hatte. Sie wurde noch am selben Tag gegen Kaution freigelassen.

Zwei Jahre später, am 9. April 2026, teilte die Staatsanwaltschaft des Bezirks Wuqing Li überraschend mit, dass Anklage gegen sie erhoben worden sei und sie bald vor Gericht stehen werde. Am 15. April erhielt sie von der Staatsanwaltschaft eine Ankündigung, dass ihr Gerichtstermin für den 23. April anberaumt worden sei.

Nach der ersten Anhörung musste Li am 12. Mai erneut vor dem Bezirksgericht Wuqing erscheinen. Staatsanwalt Gao Jin riss ihr die Verteidigungsschrift aus der Hand und erlaubte ihr nicht, sie vorzulesen.

Der Vorsitzende Richter Li Haifeng ließ bei beiden Anhörungen keine Zuschauer zu. Lis Schwester und Schwager wurden vor dem Gerichtsgebäude weggeschickt. Lis Tochter, die ohne ihr Einverständnis als Zeugin der Anklage aufgeführt worden war, wurde während der zweiten Anhörung in den Saal gerufen und aufgefordert, ihre Mutter dazu zu bewegen, sich schuldig zu bekennen.

Li, die stark schwerhörig ist, hatte während des Prozesses Schwierigkeiten, alles deutlich zu verstehen. Dennoch gelang es ihr klarzustellen, dass sie gegen kein Gesetz verstoßen hatte, als sie Briefe verschickte, um die Öffentlichkeit über die Verfolgung von Falun Dafa zu informieren.

Am 13. Mai wurde Li in ihrer Wohnung festgenommen und in die Haftanstalt des Bezirks Wuqing gebracht. Die Polizei beschuldigte sie, nach den beiden Gerichtsverhandlungen Briefe an den Staatsanwalt und den vorsitzenden Richter geschickt zu haben.

Am 29. Mai reichte Lis Familie bei der Zentralen Disziplinarkommission sowie den Disziplinarkommissionen von Tianjin und Peking Beschwerde gegen den Staatsanwalt und den vorsitzenden Richter ein. Am 8. September erfuhren ihre Angehörigen von ihrer Inhaftierung. Derzeit ist Li in der sechsten Abteilung inhaftiert. Ihre Familie macht sich Sorgen um ihr körperliches und seelisches Wohlergehen.

Durch das Praktizieren von Falun Dafa die Gesundheit wieder erlangt

Lis Schwiegereltern starben im Alter von etwas über 40 Jahren, kurz nachdem sie deren Sohn geheiratet hatte. Daraufhin zogen sie und ihr Mann seine drei Schwestern und seinen Bruder groß.

Als Li 40 Jahre alt war, erkrankte ihr Mann und starb. Zu diesem Zeitpunkt lebten sein Bruder und eine seiner Schwestern noch bei ihnen. Li heiratete nicht wieder und arbeitete hart, um die Familie zu ernähren.

Die Härten des Lebens zehrten an Lis Gesundheit. Sie litt an einer Herzerkrankung, hohem Blutdruck und weiteren Beschwerden. Nachdem sie Anfang 1998 begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, verschwanden all ihre Beschwerden. Ihre zuvor purpurfarbene Gesichtsfarbe normalisierte sich, und sie gewann ihre Vitalität zurück.

Lis Tochter, bei der einige Jahre zuvor Krebs diagnostiziert worden war, wurde durch die Verurteilung ihrer Mutter zusätzlich traumatisiert.

Früherer Bericht:

76-Jähriger droht Gefängnisstrafe, nur weil sie Falun Dafa praktiziert