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Verzerrte Vorstellungen und Anschauungen erkennen und loslassen

26. September 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in der Provinz Liaoning, in China

(Minghui.org) Mir ist aufgefallen, dass Gleichaltrige – junge Praktizierende in China heute – vielen falschen Vorstellungen und Anschauungen folgen, die ihnen von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) eingeimpft wurden, wie beispielsweise die Ideologie des Atheismus und die Theorie, dass sich die Menschen aus Affen entwickelt hätten. Diese verzerrten Vorstellungen sind schwer zu erkennen, da wir mit ihnen aufgewachsen sind.

Hinzu kommt der Einfluss moderner Unterhaltungsmedien und der Popkultur, die das Denken der Menschen enorm prägen.

Durch das Lesen von Artikeln auf Minghui, die diese Vorstellungen analysieren, habe ich viele davon identifiziert, die ich selbst akzeptiert hatte. Indem ich darauf hinweise, hoffe ich, anderen Praktizierenden dabei zu helfen, dies zu erkennen und zu beseitigen.

Viele der Anschauungen, die wir heute haben, begannen sich in uns zu bilden, als wir noch klein waren. Als ich in der Grundschule war, ließ ich meine Gedanken abschweifen, weil ich im Mathematikunterricht nicht aufpassen wollte. Damals wusste ich, dass der Lehrer zwar meine Spielsachen beschlagnahmen konnte, nicht aber meine Gedanken. Und so träumte ich von Dingen, die mir gefielen, und diese Neigung blieb mir erhalten. Diese Neigung – alles Unangenehme zu vermeiden und einfach nur Spaß zu haben – ist der Antrieb, der Menschen dazu motiviert, kurze Videos anzuschauen und Online-Spiele zu spielen.

Es gibt ein altes Sprichwort: „Sich mit Belanglosem zu beschäftigen, führt zu mangelndem Ehrgeiz“, und daran glauben wir traditionell. In der modernen Gesellschaft werden Unterhaltung und Spielen in der breiten Masse stark gefördert. Viele sind süchtig danach geworden und glauben, dies sei der Weg zu einem guten Leben. Der Ausdruck ‚im Moment zu leben‘ normalisiert die Vorstellung, dass man Spaß haben sollte, solange man kann, und sich keine Gedanken über die Folgen machen muss. Diese Anschauungen scheinen harmlos, sind aber in Wirklichkeit schädlich.

Weltliche Trends können uns falsche Anschaungen einflößen. In China nehmen Schüler der Mittel- und Oberstufe ihre Noten ernst, da die Prüfungsergebnisse über ihre Zukunft entscheiden können. Als ich in der Grundschule war, waren mir meine Noten eigentlich egal, aber dieser Wunsch, mich auszuzeichnen, wurde sehr stark, als ich in die Mittelstufe kam. Wenn wir vielleicht erkennen könnten, wann und warum wir bestimmte Anschauungen entwickelt haben, wäre es für uns leichter, sie zu beseitigen, denn wir wüssten, dass wir nicht mit ihnen geboren wurden, sondern dass sie uns aufgezwungen wurden.

Der Meister spricht über die Anschauungen, die heutzutage unter den Menschen verbreitet sind:

„So sind die Menschen eben heutzutage; wenn etwas passiert, schieben sie zuerst die Verantwortung von sich. Egal ob es an ihnen liegt oder nicht, sie schieben die Verantwortung von sich.“ (Zhuan Falun 2019, S. 205)

Ich hätte nie gedacht, dass diese Passage auf mich zutrifft, bis mir klar wurde, dass ich instinktiv Ausreden vorbrachte, um mich aus jedem auftretenden Problem herauszureden. Der Impuls, ‚Verantwortung zu vermeiden‘, ist eine tief verwurzelte Anschauung unter den Menschen heutzutage.

Anschaungen sind trügerisch und stehen im Widerspruch zu den universellen Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Anschauungen sind falsch, aber die Menschen entscheiden sich dafür, an sie zu glauben, und weigern sich, sie loszulassen. Zum Beispiel denken wir gerne: „Diese Entscheidung ist gut für mich“, wenn wir eine treffen. Aber wir täuschen uns selbst, denn ganz gleich, was wir denken, könnte es sich am Ende als schlechte Entscheidung herausstellen, und wir werden die Konsequenzen tragen müssen. Schlechte Entscheidungen entspringen oft unseren Anschauungen. Wenn sich ein Praktizierender von seinen Anschauungen beherrschen lässt, wird er zu einem gewöhnlichen Menschen.

Der Meister sagt:

„Ganz gleich wie die gewöhnlichen Menschen auch denken mögen, es sind nur die Gedanken der gewöhnlichen Menschen. Aus der Sicht der Lebewesen auf höheren Ebenen entwickelt sich die Gesellschaft der Menschen nur nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Deshalb ist das, was du in deinem Leben machst, nicht aufgrund deiner Fähigkeiten arrangiert.“ (Zhuan Falun, S. 354)

Um nicht in die Falle des menschlichen Denkens zu tappen, muss ein Praktizierender einem höheren Maßstab folgen, und das ist das Fa.

Ich hatte einmal das Gefühl, von Einsamkeit und Langeweile geplagt zu werden, und wenn mich solche Gefühle überkamen, hatte ich damit zu kämpfen. Im Studium wählte ich im Sportunterricht Badminton. Ich kannte niemanden in dieser Klasse, deshalb trainierte ich schließlich alleine, weil ich nicht mit den Jungen trainieren wollte. Zu sehen, wie alle anderen Mädchen mit ihren männlichen Partnern trainierten, gab mir ein Gefühl der Trostlosigkeit.

Eines Tages dämmerte es mir, dass „es ist schlecht, sich einsam zu fühlen“ ebenfalls eine menschliche Vorstellung ist. Tatsächlich bewahrte mich das Alleinsein davor, mich in Missverständnisse und Streitigkeiten zu verstricken und schlechte Gewohnheiten anzunehmen. Wenn Einsamkeit und Langeweile Wesen wären, müssten sie ehrliche Wesen sein, die sich nicht verstellen, um zu gefallen.

Die meisten Menschen glauben, dass Interessen und Hobbys etwas Gutes sind. Doch viele verlieren schon nach wenigen Monaten das Interesse, und das gesamte Geld, das in das neue Hobby investiert wurde, ist verschwendet. Man kann sich bei der Ausübung seines Hobbys sogar verletzen. Wenn ‚ein Interesse haben‘ ein Wesen wäre, wäre es nicht besonders ehrlich, denn es macht nicht so viel Spaß, wie es den Anschein hat. Seit ich zu dieser Erkenntnis gelangt bin, habe ich keine Schwierigkeiten mehr, mit Einsamkeit und Langeweile umzugehen; ich habe mich mit diesen Wesen versöhnt.

Das Erkennen von Anschauungen hilft mir auch dabei, die Prüfung von Qing zu bestehen. Als ich an der Uni war, mochte mich ein junger Dozent. Eines Tages trug ich ein Haarband mit Schleife im Unterricht. Es war zufällig Valentinstag, und da dachte er fälschlicherweise, ich wäre an ihm interessiert.

Anfangs mochte ich ihn nicht besonders. Eines Tages kam er mir nahe, als er meiner Nachbarin zeigte, wie man etwas macht, und ich begann, ihn zu mögen. Dass ich dieses romantische Gefühl anfangs nicht loswerden konnte, lag daran, dass ich die Anschauung hatte: „Er wird gut für mich sein“, was es mir schwer machte, die Prüfung zu bestehen. Als ich dies losgelassen hatte, spürte er keine Emotionen mehr von mir, verlor allmählich das Interesse und gab auf.

Nebenbei bemerkt: Als weibliche Praktizierende ist es besser, wenn wir uns nicht übermäßig herausputzen, um ähnliche Situationen zu vermeiden. Nach diesem Vorfall habe ich aufgehört, Make-up und Stirnbänder zu tragen, und ziehe mich nur noch leger an.

Anschaungen können uns daran hindern, uns in andere hineinzuversetzen. Wenn wir unsere Anschauungen aufgeben und aufhören, andere danach zu beurteilen, werden wir erkennen, dass andere nach einer anderen Logik handeln und dass ihre Handlungen auf der Grundlage dieser Logik ganz natürlich sind. Wenn wir unsere Anhaftungen loslassen, können wir andere besser verstehen, aufgeschlossener sein und ein größeres Herz haben – all das macht es uns leichter, Prüfungen zu bestehen.

Das Aufdecken und Beseitigen unserer Vorstellungen erleichtert es uns, Prüfungen zu bestehen und uns in der Kultivierung zu verbessern, genauso wie die Lehre im Zhuan Falun uns hilft, unsere Vorstellungen auf verschiedenen Ebenen zu erkennen und damit umzugehen.

Das Obige ist mein derzeitiges Verständnis. Bitte weist mich auf alles hin, was nicht im Einklang mit dem Fa steht.