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Auf meinem Weg der Kultivierung – 30 Jahre lang

26. September 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Im Juli 1996 begann ich mit der Kultivierung im Falun Dafa. Ich schäme mich ein wenig dafür, dass ich den Anforderungen an mich als Praktizierende noch nicht gerecht geworden bin. Ich habe nie einen Erfahrungsbericht für die jährliche China-Fahui eingereicht, weil ich immer der Meinung war, dass ich mich nicht gut genug kultiviert hätte und nichts zu berichten hätte.

Ich war jedoch tief bewegt, als ich den „Aufruf zur Einreichung von Berichten für die 22. China Fahui“ auf Minghui.org las. Ich dachte mir: Ganz gleich, wie gut oder schlecht ich mich bisher kultiviert habe, ich sollte diesem Aufruf nachkommen. Auf diese Weise kann ich meine eigenen Lücken wirklich erkennen, in der Kultivierung aufholen und die drei Dinge wirklich gut machen, bevor die Fa-Berichtigung endet.

Ich möchte Folgendes mit dem Meister und den Mitpraktizierenden teilen.

Dafa hat mir den Weg gezeigt

Ich war seit meiner Kindheit schwach und kränklich, hatte aber einen starken Wunsch nach spiritueller Entwicklung. Oft fragte ich mich, was der Sinn des Lebens sei, besonders nachts, wenn ich über den Tod nachdachte. Ich hatte Angst und fragte mich, wohin ich nach meinem Tod gehen würde.

Während meiner Studienzeit litt ich unter zahlreichen gesundheitlichen Problemen, darunter Nervenschwäche, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und vielem mehr. Da ich über längere Zeit nicht gut schlafen konnte, waren auch mein Herz, meine Leber und meine Nieren beeinträchtigt.

Nach der Geburt meines Kindes bekam ich außerdem rheumatische Schmerzen und wurde empfindlich gegenüber Wind und Kälte. Mein ganzer Körper tat weh, und ich litt häufig unter Atemnot. Hinzu kam, dass meine Ehe in die Brüche ging.

Gerade als ich völlig entmutigt war und alle Hoffnung verloren hatte, hatte ich das große Glück, auf Falun Dafa zu stoßen. Noch am selben Tag lernte ich die Übungen und spürte, wie sich etwas in meinem Bauchbereich drehte, als ich beide Handflächen über meinen Unterbauch hielt. Ich besorgte mir sofort das Buch Zhuan Falun. Durch das Lesen des Buches verstand ich, warum Menschen Unglück und Prüfungen erleiden und was der wahre Sinn des Lebens ist. Ich wusste, dass mein Kind und ich gerettet worden waren, und mein Herz war von unbeschreiblicher Freude und Glück erfüllt.

Meine Kollegen waren überrascht über die Veränderungen, die sich daraufhin bei mir zeigten. Ich erzählte ihnen, dass ich nicht mehr ins Krankenhaus gehen müsse und durch Falun Dafa nun den wahren Sinn des Lebens verstanden habe.

Damals war es noch möglich, in Gruppen zu üben und gemeinsam das Fa zu lernen. Wir tauschten uns häufig über unsere Erfahrungen bei der Kultivierung aus, insbesondere darüber, wie man Anhaftungen loslässt, sodass sich unsere Xinxing schnell verbesserte.

Ich arbeitete damals in einer Behörde der Kommunistischen Partei (KPCh), in der es viel Korruption gab. Die Menschen schmiedeten Intrigen gegeneinander, und es herrschte kaum ein Gefühl für Recht und Anstand. In einem solchen Umfeld war es für mich sehr schwierig, meine Aufrichtigkeit zu bewahren.

Nachdem ich mit dem Praktizieren von Falun Dafa begonnen hatte, bemühte ich mich, nach den Maßstäben des Fa zu leben. Versuchungen wie Geschenke, Bestechungsgelder und persönliche Gefälligkeiten ließen mich unbeeindruckt, und ich hielt bei meiner Arbeit konsequent an Ehrlichkeit und Fairness fest. Meine Leistungen wurden von der Führung und auch von meinen Kollegen anerkannt und gelobt, und bei den jährlichen Leistungsbeurteilungen wurde ich wiederholt als „hervorragend“ bewertet.

Wenn ich von der Arbeit nach Hause kam, widmete ich mich dem Lernen des Fa und dem Praktizieren der Übungen. 1998 begann ich, das Fa auswendig zu lernen, und so war ich stets vom Fa erfüllt – ganz gleich, ob ich im Bus saß oder Hausarbeiten erledigte. Das legte eine sehr solide Grundlage für meine Kultivierung und ermöglichte es mir, angesichts der landesweiten Verfolgung durch die bösartige KPCh sowie ihrer verleumderischen Gerüchte und Lügen fest in meinem Glauben an Dafa zu bleiben.

Die Verfolgung aufdecken, um das Fa zu bestätigen

Am Nachmittag des 22. Juli 1999 begannen die Fernsehsender der KPCh, Lügen zu verbreiten, um Falun Dafa und den Meister zu verleumden. Alle Arbeitsstätten wurden dazu verpflichtet, ihre Mitarbeiter zu versammeln, um die Sendungen anzusehen. Ich war innerlich sehr aufgewühlt und ging hinaus. Mit nur einem Exemplar des Zhuan Falun in meiner Handtasche ging ich zum örtlichen Bahnhof, kaufte eine Fahrkarte und machte mich auf den Weg nach Peking.

Am nächsten Morgen kam ich dort an und ging direkt zum Platz des Himmlischen Friedens. Dort waren sehr viele Menschen, aber ich konnte nicht erkennen, wer davon ein Praktizierender war, und wusste nicht, was ich tun sollte. Und so beschloss ich, am nächsten Tag wieder nach Hause zurückzukehren.

Am Bahnhof von Peking traf ich zufällig einen ehemaligen Kommilitonen aus meiner Studienzeit, der bei der Pekinger Eisenbahnpolizei arbeitete. Er war sehr überrascht, dass ich Falun Dafa praktizierte und nach Peking gekommen war, um für Falun Dafa einzutreten.

Ich erzählte ihm, warum ich mit der Kultivierung begonnen hatte, wie sehr ich davon profitiert hatte, und berichtete ihm außerdem über die wahren Umstände von Falun Dafa. Er zeigte sich sehr aufgeschlossen. Als ich am 29. Oktober 1999 zum zweiten Mal nach Peking reiste und dort verfolgt und misshandelt wurde, rief mich dieser ehemalige Kommilitone an, um mir sein Mitgefühl auszudrücken.

Am 29. Oktober 1999 reiste ich zum zweiten Mal nach Peking, um für Falun Dafa einzutreten. An diesem Tag veröffentlichte das Sprachrohr der KPCh, die „People’s Daily“, einen Leitartikel, der Falun Dafa und unseren Meister weiter diffamierte und verleumdete.

Bevor ich nach Peking aufbrach, schrieb ich einen Brief an meinen Arbeitsplatz, in dem ich erklärte, warum ich nach Peking reiste, und die wahren Umstände von Falun Dafa darlegte. Ich erwähnte auch, dass mein Vorhaben zwar nicht illegal sei, aber dennoch zu einer Inhaftierung und zum Verlust meines Arbeitsplatzes führen könne. Ich glaube, gerade dieser unaufrichtige Gedanke führte dazu, dass ich unmittelbar nach meiner Ankunft auf dem Tiananmen-Platz von der Polizei festgenommen und in einem Keller unter der Tiananmen-Polizeistation festgehalten wurde. Noch am selben Nachmittag wurde ich von jemandem aus meiner Firma zurück in meine Heimatstadt gebracht.

Unter dem enormen Druck meiner Vorgesetzten, meiner Familie und meiner Verwandten erklärte ich mich bereit, nicht noch einmal nach Peking zu fahren, um dort zu protestieren, und wurde von meiner Arbeit suspendiert. Später forderte mich die Parteizelle an meinem Arbeitsplatz auf, aus der KPCh auszutreten, worauf ich gerne einging, da ich die Boshaftigkeit der Partei bereits erkannt hatte.

Bei einer Versammlung versuchten Kollegen, sich für mich einzusetzen, in der Hoffnung, dass ich meine Mitgliedschaft in der KPCh behalten könnte. Doch ich lehnte ihre Bemühungen ab, da ich es kaum erwarten konnte, meine Verbindung zu dieser Partei abzubrechen. Ich erklärte allen, warum ich Falun Gong praktizierte und welche positiven Veränderungen ich dadurch körperlich und geistig erfahren hatte. Aufgrund der verleumderischen Gerüchte und Lügen der KPCh behaupteten sie dennoch, ich läge falsch, und versuchten, mir durch Kritik zu „helfen“. Nur ein Kollege äußerte sich mit gesundem Menschenverstand.

Er sagte: „Ich weiß nicht viel über Falun Gong und habe es nie praktiziert. Deshalb kann ich mich zu etwas, das ich nicht wirklich kenne, nicht äußern – genauso wenig wie ich sagen kann, dass eine Traube sauer ist, wenn ich sie nicht probiert habe.“

Ich hatte bei der Arbeit nicht viel Kontakt zu diesem Kollegen. Anfang 1999 erkrankte er an Magenkrebs und musste sich drei Viertel seines Magens entfernen lassen. Er war noch nicht lange wieder bei der Arbeit, als ich dort ins Visier genommen wurde. Als ich hörte, was er sagte, blickte ich ihn voller Respekt und Dankbarkeit an.

Dieser Kollege ging 2002 vorzeitig in den Ruhestand und wurde Rechtsanwalt. Er ist bis heute am Leben. Einmal traf ich ihn zufällig, als er an unserem Arbeitsplatz vorbeikam. Ich sagte zu ihm: „Wegen dem, was du bei der Besprechung gesagt hast, hat mein Meister dich beschützt. Deshalb bist du auch heute noch gesund.“

Er sagte: „Es stimmt, dass viele Krebspatienten gestorben sind, aber ich lebe noch. Ich muss wohl gesegnet worden sein.“

„Es ist unser Meister, der dich beschützt hat“, versicherte ich ihm, und er nahm meine Worte dankend an.

Nachdem der Meister im Juni 2000 den Artikel „Auf dem Weg zur Vollendung“ veröffentlicht hatte, wurde mir klar, dass es falsch gewesen war, dem Druck damals nachzugeben. Deshalb verfasste ich eine Erklärung an meinen Arbeitsplatz, in der ich darlegte, dass das, was ich zuvor über den Verzicht auf das Praktizieren von Falun Gong geschrieben hatte, gegen mein Gewissen gewesen war und dass ich nun entschlossen sei, Falun Gong bis zum Ende zu praktizieren.

Die Führungskräfte an meinem Arbeitsplatz wurden wütend und meldeten mich beim Büro 610 unserer Stadt. Ein Kollege sagte mir, dass die Polizei mich möglicherweise in Gewahrsam nehmen würde. Als ich das hörte, war ich zunächst schockiert, beruhigte mich aber schnell wieder.

„Sie können mich nicht festhalten, weil ich keine Straftat begangen habe. Ich habe mich schon früher mit Strafsachen befasst und weiß, dass man laut Gesetz nicht festgehalten werden darf, ohne dass eine Straftat vorliegt. Auch wenn sie sich im Umgang mit Falun Gong nicht an das Gesetz halten, bekommen sie doch Angst, wenn sie merken, dass wir das Gesetz kennen“, sagte ich zu meinem Kollegen. Daraufhin verstummte er. Das Büro 610 ließ mich letztendlich in Ruhe.

Durch mein späteres Lernen des Fa verstand ich, dass der Meister mich beschützt hatte, weil ich die Verfolgung damals abgelehnt hatte.

Im Juli 2000 begann ich, Materialien zur Erklärung der wahren Umstände zu verteilen. Es war eine Zeit, in der viele Dafa-Jünger immer wieder nach Peking reisten, um das Fa zu bestätigen, und die meisten von ihnen rechtswidrig festgenommen und zur Verfolgung in Arbeitslager geschickt wurden.

Mitpraktizierende erkannten, dass wir die Verfolgung nicht einfach hinnehmen sollten, sondern den Menschen aktiv die wahren Umstände über Falun Gong erklären mussten. Da ich damals noch nicht wusste, wie man das Internet benutzt, und auch keinen Zugang dazu hatte, besorgte ich mir Materialien von Mitpraktizierenden, ließ sie in Druckereien ausdrucken und verteilte sie an Haushalte in Wohnanlagen. Später weigerten sich die Druckereien aufgrund von Eingriffen der Polizei, Dafa-Materialien zu drucken.

Nach der inszenierten „Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens“ wurde die Verfolgung von Falun Dafa noch härter, und auch die Materialien zur Erklärung der wahren Umstände wurden sehr knapp. Deshalb kaufte ich selbstklebendes Material, schnitt es in handtellergroße Stücke, verfasste darauf einen Text über die Hintergründe der inszenierten „Selbstverbrennung“ und bat meine Mutter, die ebenfalls Falun Dafa praktiziert, diesen auf die selbstklebenden Stücke zu schreiben.

Ich brachte sie an öffentlichen Orten an, beispielsweise an Telefonzellen, Bushaltestellen, Strommasten usw. Außerdem rief ich die Hörer-Hotline von Radio Free Asia an, um die wahren Umstände der sogenannten „Selbstverbrennung“ aufzudecken. In dieser Nacht hatte ich einen Traum, in dem der Meister zu mir sagte: „Du hast einen guten Artikel geschrieben.“

Später lernte ich Mitpraktizierende kennen, die Materialien zur Erklärung der wahren Umstände herstellten. Von da an bezog ich Materialien von ihnen und verteilte sie in Wohnhäusern, Geschäften auf Märkten und in Schulen.

Einmal hatte ich gerade eine Broschüre an einem Stand für Baumaterialien hinterlassen, als die Besitzerin sie aufhob und einem Mann reichte, der wie ein Bauarbeiter gekleidet war: „Bitte sehr, lesen Sie das.“ Der Mann setzte sich auf einen Stuhl und begann aufmerksam zu lesen.

Ein anderes Mal war ich auf dem Weg zu einem Mitpraktizierenden. Als ich an einem Bauernmarkt vorbeikam, legte ich eine Broschüre auf eine Kiste an einem Marktstand. Als ich zurückkam, sah ich ein Mädchen, die die Broschüre einer Gruppe von Menschen laut vorlas.

Ich habe mich sehr darüber gefreut. Es war genau so, wie der Meister gesagt hatte:

„Die Lebewesen, die die Wahrheit erfahren haben, sind auch lebendige Medien, sie erzählen auch die Wahrheit. Das hat großen Einfluss auf die Gesellschaft.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in der Mitte der USA, 22.06.2003)

In den letzten 20 Jahren bin ich mehrmals umgezogen, und auch mein Arbeitsplatz wurde aus der Stadt hinaus verlegt, sodass ich in weitläufigen Gebieten Informationsmaterialien verteilen konnte. Wenn ich auf Geschäftsreisen war oder mit Verwandten oder Freunden Sehenswürdigkeiten besuchte, hinterließ ich diese Materialien in Geschäften, hängte sie an die Türgriffe von Autos oder unter die Scheibenwischer oder brachte selbstklebende Aufkleber an Stellen an, die für Touristen gut sichtbar waren.

Während der Kampagne, in der Jiang Zemin von vielen Menschen weltweit angezeigt wurde, war ich gerade auf Geschäftsreise in Peking. (Anm. der Redaktion: ehemaliger Staatspräsident, der die Verfolgung von Falun Gong initiiert hat) Deshalb brachte ich Aufkleber zu dieser Kampagne an Bushaltestellen, an Straßenmülltonnen sowie an den Rahmen oder Körben von Leihfahrrädern an. Damit wollte ich die Menschen darüber informieren, dass Jiang Zemin weltweit angezeigt wurde und welche schrecklichen Verbrechen im Zusammenhang mit dem Organraub an Dafa-Praktizierenden begangen wurden.

Ich habe überall, wohin ich gehe, Broschüren zur Erklärung der wahren Umstände und Aufkleber in meiner Handtasche und nutze sie, wann immer sich eine Gelegenheit bietet, um den Menschen zu helfen, die Wahrheit zu erfahren. Wenn ich gerade keine Materialien dabeihabe, erkläre ich den Menschen die wahren Umstände auch persönlich.

Einrichtung einer eigenen Produktionsstätte für Informationsmaterialien

Unsere Produktionsstätten für Informationsmaterialien standen schon immer im Visier der KPCh. Im Laufe der Jahre wurden die Mitpraktizierenden, die mir solche Materialien zur Verfügung stellten, einer nach dem anderen verfolgt. Im April 2016 war es mir nicht mehr möglich, Materialien von Mitpraktizierenden in unserer Region zu erhalten. Ich begann darüber nachzudenken, wie wir solche Materialien selbst herstellen könnten.

Kurz darauf stellte mir jemand eine junge Praktizierende namens Dong (Pseudonym) vor, die zuvor Falun Dafa allein praktiziert hatte. Sie erzählte mir, dass sie eine leerstehende Wohnung habe, die wir als Produktionsstätte nutzen könnten. Ich war dem Meister sehr dankbar dafür, dass er die Begegnung mit Dong für mich arrangiert hatte.

Am Neujahrstag 2017 richteten wir die Stätte ein. Anfangs hatten wir nur einen einfachen Farbdrucker. Dong war für die Herstellung der Materialien zuständig, und ich kümmerte mich um die Verteilung. Später zeigte ich Dong, wie man die Materialien verteilt, sodass sie dies ebenfalls selbst übernehmen konnte.

Da wir mehr Materialien benötigten, kauften wir einen Business-Drucker, der wesentlich schneller war. Wir stellten hauptsächlich Broschüren zur Erklärung der wahren Umstände von Minghui.org her. Sie waren leicht zu lesen, inhaltlich umfassend, reich bebildert und für alle Altersgruppen geeignet.

Nachdem wir die Produktionsstätte eingerichtet hatten, engagierte sich Dong voll und ganz und machte sehr schnell Fortschritte in ihrer Kultivierung. Durch das Lernen des Fa erkannte sie die Mission und Verantwortung der Dafa-Jünger während der Zeit der Fa-Berichtigung und nutzte jede sich bietende Gelegenheit, um das Fa zu bestätigen. An den Wochenenden brachte sie ihr Kind zu ihrer Schwiegermutter und verbrachte einen oder zwei ganze Tage damit, in der Produktionsstätte zu arbeiten. Außerdem ging sie drei- bis viermal pro Woche hinaus, um Broschüren zu verteilen – bis zu mehr als 100 Exemplare.

Was mich betrifft, so nutzte ich normalerweise meine Mittagspause bei der Arbeit, um Materialien auszudrucken, und ging ein- bis zweimal pro Woche hinaus, um Broschüren zu verteilen. Manchmal konnte ich bis zu 30 Exemplare verteilen, manchmal auch 50 oder 60.

Wir verteilten die Broschüren hauptsächlich in Wohnanlagen mit Hochhäusern, die über Überwachungskameras verfügten. Aus Sicherheitsgründen betraten wir in der Regel nur einen Eingang des Gebäudes und legten auf jeder Etage nur ein oder zwei Exemplare aus. Nach einiger Zeit gingen wir dann zu anderen Eingängen und Etagen.

Unsere Produktionsstätte lief reibungslos, und wir konnten alle Probleme mit dem Drucker selbst beheben, ohne andere damit belästigen zu müssen.

Im April 2023 geriet Dong ins Visier der Partei. Gleichzeitig warnte mich ein Mitpraktizierender eindringlich davor, weiterhin Broschüren zu verteilen, da wir möglicherweise von Überwachungskameras entdeckt worden waren. Er schlug vor, dass ich mich darauf konzentrieren sollte, den Menschen die wahren Umstände persönlich zu erklären. Auch ich erkannte, dass ich neue Durchbrüche erzielen und das Fa auf eine andere Weise bestätigen musste.

Loslassen von Anhaftungen an Ruhm und Gewinn

Bevor 1999 die Verfolgung begann, praktizierten an meinem Arbeitsplatz neun Menschen Falun Gong. Später gaben acht von ihnen das Praktizieren aus Angst auf, und zwei von ihnen suchten Zuflucht im Buddhismus. Ich war die Einzige, die die Kultivierung im Falun Dafa fortsetzte. Ich fasste den Entschluss, Dafa an meinem Arbeitsplatz zu bestätigen.

Nachdem ich im November 1999 aus Peking zurückgebracht worden war, wurde ich für vier Jahre von meiner beruflichen Tätigkeit suspendiert. Während dieser Zeit gingen Beförderungen, höhere Dienstgrade und jegliche Art von Anerkennung stets an mir vorbei. Erst ab 2007 standen mir diese Möglichkeiten wieder offen.

Aufgrund der Korruption im Personalwesen Chinas ist es jedoch gängige Praxis, dass Menschen sich um Beförderungen bemühen – auch um Positionen ohne Führungsaufgaben –, indem sie beispielsweise andere zum Essen einladen, Geld geben oder Geschenke überreichen. Natürlich durchlaufen sie dabei nach außen hin weiterhin die „offenen“ und „fairen“ Verfahren wie „demokratische Empfehlung“, „Bewerbungsreden“ usw.

Infolgedessen erhielten diejenigen, die besonders dreist waren und sich gut einzuschmeicheln wussten, mehr Unterstützung. Auch den Wählern mangelte es an Gerechtigkeitssinn: Sie dachten nach dem Motto: „Wenn du mich nicht fragst, werde ich nicht für dich stimmen.“

Als Dafa-Praktizierende hatte ich mich nie um solche Dinge gekümmert. Trotzdem war ich jedes Jahr, wenn es um „Beförderungen“ und „höhere Dienstgrade“ ging, verärgert und fühlte mich benachteiligt. Ich dachte, dass ich hinsichtlich meiner Ausbildung, meiner Fähigkeiten, meiner Qualifikation und meiner Arbeitsleistung schon längst hätte befördert werden müssen. Als ich bereits Abteilungsleiterin war, hatten andere gerade erst eine Kaderposition erhalten, und nun standen sie alle über mir.

Mir wurde klar, dass es meine Eifersucht war, die diese Gefühle hervorrief, und so nahm ich mir vor, sie loszulassen.

Im Jahr 2011 begann an meinem Arbeitsplatz eine weitere Beförderungsrunde. Mehrere Abteilungsleiter sprachen mit mir und ermutigten mich, meinen Stolz beiseitezulegen und um Stimmen zu werben. Sie sagten mir, dass die Amtszeit des damaligen obersten Leiters bald zu Ende gehen würde und es nach einem Führungswechsel weniger Chancen geben würde.

Ich lehnte ihren gut gemeinten Rat ab und erklärte, dass ich als Falun-Dafa-Praktizierende nichts tun würde, was den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht widerspricht. Mit dieser Einstellung fühlte ich mich sehr ruhig und ging meinen gewohnten Tätigkeiten nach.

Das Ergebnis war völlig unerwartet und überraschte mich: Bei der Gesamtbewertung belegte ich den zweiten Platz und wurde zur stellvertretenden Abteilungsleiterin befördert.

Im Jahr 2019 standen an unserem Arbeitsplatz sechs Stellen für eine Beförderung auf die Ebene eines Abteilungsleiters zur Verfügung, für die sich 13 Personen qualifiziert hatten. Vier dieser Stellen waren jedoch für stellvertretende Abteilungsleiter reserviert, sodass nur zwei Stellen übrigblieben, um die sich die neun Kandidaten ohne Führungsposition untereinander bewerben mussten.

Der zuständige Leiter sprach erneut mit mir und sagte, er werde mich nachdrücklich dem obersten Leiter empfehlen. Er bat mich außerdem, mein Bestes zu geben, um Stimmen zu gewinnen. Ich ließ mich davon nicht bewegen. Ich wusste, dass alles vom Meister arrangiert wurde. Als das Ergebnis bekannt gegeben wurde, gehörte ich zu den beiden Kandidaten ohne Führungsposition, die dennoch befördert wurden.

Unter denjenigen, die nicht befördert wurden, waren vier, die im folgenden Jahr in den Ruhestand gehen sollten. Sie waren deshalb sehr verbittert und verärgert. Ein Kollege ging zur Personalabteilung und fragte: „Warum habt ihr eine Falun-Dafa-Praktizierende befördert und nicht diejenigen, die bald in den Ruhestand gehen?“

Die Personalabteilung antwortete: „Bei dieser Beförderungsrunde standen Fähigkeiten und Arbeitsleistung im Vordergrund, und die Entscheidung erfolgte nach dem Leistungsprinzip.“

Auch viele andere an meinem Arbeitsplatz tuschelten: „Siehst du, selbst eine Falun-Dafa-Praktizierende hat nichts verloren.“ Manche fragten sich sogar, ob ich eine besondere Verbindung zu den Führungskräften hätte. Sie verstanden nicht, dass Dafa-Praktizierende von ihrem Meister beschützt werden. Was für dich bestimmt ist, wird zu dir kommen; was nicht für dich bestimmt ist, kann dir nicht genommen werden. Ich folge lediglich der Lehre und den Arrangements meines Meisters.

Fazit

Wenn ich auf meine 30-jährige Kultivierungszeit zurückblicke, gab es die große Freude, als ich das Fa zum ersten Mal erhielt, die Fortschritte durch die fleißige Kultivierung, aber auch Niedergeschlagenheit, wenn ich Prüfungen aufgrund menschlicher Anhaftungen nicht bestehen konnte. Es war ein holpriger Weg, und im tiefsten Innern weiß ich, dass ich es ohne den barmherzigen Schutz des Meisters nicht bis heute geschafft hätte.

Obwohl ich die drei Dinge, die der Meister verlangt, getan habe, konnte ich mich aufgrund der Blockaden durch verschiedene Anhaftungen, die ich noch habe, nicht mit ganzem Herzen darauf konzentrieren und habe dadurch viele Gelegenheiten verpasst, Menschen zu retten.

Zum Beispiel fühle ich mich oft unzulänglich, wenn es darum geht, Menschen persönlich die wahren Umstände zu erklären oder sie zu ermutigen, aus den Organisationen der KPCh auszutreten. Außerdem habe ich es versäumt, die kostbare Zeit sinnvoll für das Lernen des Fa zu nutzen, und stattdessen viel Zeit mit Unterhaltung verschwendet – indem ich Videos auf meinem Handy angeschaut, der Politik der gewöhnlichen Menschen zu viel Aufmerksamkeit geschenkt, geplaudert und eingekauft habe usw.

Wenn ich das Fa lerne, bin ich nicht immer konzentriert und schweife in Gedanken oft ab. Außerdem habe ich eine Anhaftung an Bequemlichkeit sowie verschiedene Ängste.

Kurz gesagt: Ich bin noch weit davon entfernt, die Anforderungen, die der Meister an mich stellt, vollständig zu erfüllen. Ich weiß jedoch, dass ich in diesem Leben wegen des Fa gekommen bin und bin entschlossen, mich gut zu kultivieren, den Meister bei der Fa-Berichtigung zu unterstützen und Menschen zu erretten. Ganz gleich, wie lang mein verbleibender Weg noch ist oder wie schwer die Prüfungen auch sein mögen – solange die Fa-Berichtigung noch nicht beendet ist, werde ich auf meinem Weg der Kultivierung nicht aufgeben.