Falun Dafa Minghui.org www.minghui.org AUSDRUCK

Kommt euren Menschenrechtsverpflichtungen nach!

Australiens Regierung soll sich für ein Ende des Organraubs in China einsetzen

28. September 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in Australien

(Minghui.org) Vor dem Internationalen Kongress der Transplantationsgesellschaft in Sydney führten Falun-Dafa-Praktizierende vom 14. bis 16. September 2026 Aktionen in Canberra durch. Sie veranstalteten eine Kundgebung, sammelten Unterschriften, besuchten Abgeordnete des Parlaments und trafen sich mit Regierungsvertretern, um die australische Regierung aufzufordern, ihren Menschenrechtsverpflichtungen nachzukommen. Ihr Ziel war es, die vom chinesischen Staat geförderte Zwangsorganentnahme zu unterbinden und Australier vor der Beteiligung am Organhandel zu schützen.

Menschen aus Canberra, Sydney und Melbourne unterzeichneten die Petition und bekundeten ihre Unterstützung. Sie hoffen, dass immer mehr Menschen von der Zwangsorganentnahme erfahren und die Regierung zum Handeln bewegen.

Falun-Dafa-Praktizierende veranstalten in Canberra eine Kundgebung, führen die Übungen durch und enthüllen Transparente (Minghui.org)

John Deller, Sprecher des australischen Falun Dafa Vereins, spricht auf der Kundgebung (Minghui.org)

Sprecher John Deller erklärte auf der Kundgebung, Australien sei völkerrechtlich verpflichtet, sich nicht an Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu beteiligen. „Das China-Tribunal hat bestätigt, dass die Zwangsorganentnahme an Falun-Dafa-Praktizierenden und Uiguren ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist. Australien beteiligt sich zwar nicht direkt daran, ist aber dennoch mitschuldig, weil wir diese Praktik nicht verurteilen und nicht anprangern.

Wir ändern unsere Gesetze nicht einmal, obwohl unser Parlament seit über 20 Jahren von der Organentnahme weiß. Unsere Gesetze schützen Australien nicht vor der Mittäterschaft an diesen Verbrechen. Ungeachtet der Opfer und Täter wird unser Land Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht dulden.“

Deller erklärte, Falun-Dafa-Praktizierende informierten Abgeordnete und die Öffentlichkeit seit über 20 Jahren über die Verfolgung. „Bitte verstehen Sie, dass Falun-Dafa-Praktizierende hier für die Falun-Dafa-Praktizierenden in China eintreten. Wir alle praktizieren dieselbe Meditation und folgen denselben Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht.“

Vivian, eine Praktizierende aus Sydney, erklärte, dass die Praktizierenden durch Kundgebungen und andere Aktionen auf die transnationale Repression und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch die KPCh aufmerksam machen. Sie konstatierte: „Die KPCh versucht, den Menschen wichtige Ressourcen zu rauben. Sie versucht auch, die Denkweise der Menschen zu beeinflussen, und das ist für mich das Wichtigste, dem wir uns stellen müssen.

Die Ideologie der Kommunistischen Partei Chinas hat das Bildungswesen auf vielen Ebenen durchdrungen, und das beginnt schon im Kindergarten. Für Menschen, die mit den Machenschaften der Kommunistischen Partei Chinas nicht vertraut sind, ist das nicht sofort ersichtlich, aber ich finde, der Einfluss ist sehr stark. Wir müssen unsere Kinder schützen. Wir müssen uns um die Zukunft der Welt kümmern.“

Matas: Untersuchung von Zwangsorganentnahmen legt Beweiskette fest

Die australische Premiere des Menschenrechtsdokumentarfilms „Canaries in a Cold War“ („Kanarienvögel im Kalten Krieg“) fand am Abend des 17. September im Club York Sydney statt. Der internationale Menschenrechtsanwalt und Friedensnobelpreiskandidat David Matas gab einen Überblick über die Untersuchung der Vorwürfe der Zwangsorganentnahme durch die KPCh, eine Untersuchung, die 2006 begann.

Matas merkte an, dass das Ermittlungsteam bei der Beweissammlung vor erheblichen Herausforderungen stand, da „es keine überlebenden Opfer oder Augenzeugen gab, die Aussagen der Täter unzuverlässig waren und offizielle Dokumente nicht veröffentlicht wurden.“ Um verlässliche Daten zu ermitteln, erstellte das Team mehrere, sich gegenseitig bestätigende Beweisketten, darunter:

1. Systematische Blutentnahmen und Organuntersuchungen. Die Ermittler befragten Personen unterschiedlicher Herkunft weltweit und stellten auffällige Übereinstimmungen in ihren Aussagen fest.

2. Verdeckte Telefonanfragen. Die Ermittler riefen Dutzende Krankenhäuser in China an und gaben sich als Angehörige von Patienten aus. Zahlreiche Ärzte gaben in diesen Gesprächen offen zu, dass die Organe von Falun-Dafa-Praktizierenden stammten oder verwiesen die Anrufer an Militärkrankenhäuser, um dort Organe zu erhalten.

3. Datenvergleich. Herr Matas erklärte, eine gemeinsame Untersuchung aus dem Jahr 2015, die die auf den offiziellen Webseiten von Krankenhäusern in ganz China veröffentlichten Transplantationszahlen auswertete, habe ergeben, dass die tatsächliche Gesamtzahl der Transplantationen bis zu zehnmal höher sei als die von Peking offiziell angegebenen Zahlen.

Noch im Jahr 2023, so Matas, hätten freigelassene Personen bestätigt, in chinesischen Haftanstalten zu Zwangsblutentnahmen und Organuntersuchungen gezwungen worden zu sein. Er ist überzeugt, dass dies darauf hindeutet, dass die diesen Anschuldigungen zugrunde liegenden Praktiken nicht nur historische Ereignisse sind, sondern fortbestehen.

Fotograf: Die Regierung sollte handeln

Bilal, ein Fotograf aus Sydney, unterzeichnet die Petition, die ein Ende der Verfolgung fordert (Minghui.org)

Bilal stimmte zu, dass die Verfolgung von politischen Gefangenen durch die KPCh und die Zwangsorganentnahme entsetzlich seien. „Das geschieht nun schon seit so vielen Jahren. Es ist eines dieser Themen, das leider nicht die Aufmerksamkeit erhält, die es verdient“, sagte er. „Australien hat viele Beziehungen zu China. Wir sollten unter anderem dafür sorgen, dass die Organentnahme untersucht wird, damit es mehr handfeste Beweise dafür gibt und das Thema dadurch mehr Gehör findet.“

Er halte es für wichtig, dass dem Thema mehr Aufmerksamkeit geschenkt werde: „Es ist ein schwerwiegendes humanitäres Problem. Verschiedene Organisationen und Einzelpersonen müssen sich zusammentun, um darüber zu diskutieren und sich auf verschiedenen Plattformen zu Wort zu melden.“

Aufruf zur Beachtung der Zwangsorganentnahme durch die KPCh

Tanya (Minghui.org)

Tanya, Köchin und Inhaberin eines Cafés in Canberra, äußerte sich besorgt über die Berichte zu Zwangsorganentnahmen im Internet. „Menschen verschwinden spurlos, und ihre Angehörigen können nirgendwo suchen, weil sie sich dadurch selbst in Gefahr bringen würden. Ich glaube, die KPCh hat dem chinesischen Volk unermessliches Leid zugefügt. Menschen sollten selbst entscheiden können, ob sie nach ihrem Tod ihre Organe spenden möchten, anstatt dass diese ihnen zu Lebzeiten entnommen werden.“

Sie appellierte an die australische Regierung und die Mainstream-Medien, diesem Thema Aufmerksamkeit zu schenken: „Ich denke, wenn die Mainstream-Medien über diese Morde berichten würden, ließe sich das Problem leichter lösen.“

Mia, eine Studentin, die die Petition unterzeichnete, äußerte: „Die Menschen sollten frei sein.“

Als sie von der weltweiten Unterdrückung von Falun Dafa und Diaspora-Gemeinden durch die KPCh hörte, sagte sie: „Das ist erschreckend. Das ist wirklich beängstigend. Unsere Regierung sollte verfolgten Gruppen wie der Falun-Dafa-Gemeinschaft helfen und sie unterstützen. Die Regierung muss sich dazu äußern.“ Sie sagte, sie werde die Informationen, die sie erhalten hatte, mit ihrer Familie und ihren Freunden teilen.

Hatton (Minghui.org)

Hatton, ein Einwohner Melbournes, kam am Informationsstand in Chinatown vorbei und unterzeichnete die Petition. Er sagte: „Ich glaube an die Glaubens- und Meditationsfreiheit. Die Regierung hat weder die Grundlage noch die Befugnis, Menschen zu zwingen, ihren Glauben aufzugeben oder die Gedanken und das Privatleben ihrer Bürger zu kontrollieren.“

Bezüglich des Gesetzesentwurfs des australischen Senats gegen Zwangsorganentnahme sagte er: „Dies erfordert, dass die Regierung die Fakten anhört und versteht und sie sogar aktiv ermittelt; das ist der entscheidende Punkt.“

„Ich hoffe, dass in Zukunft alle Länder über wirksame Schutzmechanismen verfügen, um sicherzustellen, dass die Menschen Glaubensfreiheit genießen und ihre Überzeugungen frei ausüben können.“