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„Man darf nicht schweigen, wenn Rechte mit Füßen getreten werden“ – Washingtons Öffentlichkeit unterstützt Aktivitäten der Falun-Gong-Praktizierenden

28. September 2026 |   Von Minghui-Korrespondenten in Washington, D.C.

(Minghui.org) US-Präsident Donald Trump empfing am 24. September 2026 den chinesischen Präsidenten Xi Jinping im Weißen Haus. Am Nachmittag desselben Tages trafen sich Falun-Gong-Praktizierende aus den gesamten Vereinigten Staaten zu mehreren Aktionen auf dem US Navy Memorial Platz in Washington, D.C. Mit Übungsvorführungen in der Gruppe und einer Kerzenlicht-Mahnwache machten sie auf die anhaltende Verfolgung von Falun Gong in China aufmerksam.

Falun-Gong-Praktizierende prangern am 24. September auf der US Navy Memorial Plaza in Washington, D.C., die anhaltende Verfolgung in China an (Minghui.org)

Man darf nicht schweigen, wenn Rechte mit Füßen getreten werden

Brian Tolbert aus New York kam an diesem Tag zufällig an der Veranstaltung vorbei. Er wusste nichts von der Verfolgung von Falun Gong.

Brian Tolbert (Minghui.org)

Nach Gesprächen mit den Menschen vor Ort meinte Tolbert: „Wir hatten ein sehr hilfreiches und informatives Gespräch. Ich möchte unbedingt mehr erfahren, selbst recherchieren und dann sehen, wie ich unterstützen kann.“

Tolbert erklärte, er habe als Afroamerikaner ohnehin Mitgefühl mit allen, deren Rechte mit Füßen getreten oder die nicht fair und mitfühlend behandelt werden. „Wenn man unterdrückt wird, ist Politik keine Option. Ich kann meine Hautfarbe nicht einfach zu Hause lassen, oder?“, so Tolbert. „Wenn man Menschen kennt, die zum Schweigen gebracht werden, wenn man Menschen kennt, die unterdrückt werden, wenn man selbst einen Mangel an Rechten erfahren hat, dann erkennt man, dass Politik nicht nur eine einfache Meinungsverschiedenheit über politische Maßnahmen ist. Es geht um Dinge, die das Leben der Menschen im Alltag tatsächlich beeinflussen. Wenn man also sieht, dass eine Organisation – ob Regierungsstelle oder Interessenvertretung – versucht, abweichende Meinungen zu unterdrücken, muss man sich fragen, warum.“

Die eigenen Abgeordneten kontaktieren

Rebecca und Jesse sprachen mit Praktizierenden und lasen den Flyer, die diese verteilten. Rebecca machte Fotos und wollte sie in den sozialen Medien teilen. Ihr Motiv? „Ich möchte das unbedingt mit anderen teilen, die wie ich nichts davon wussten. Ich dachte daran, die Fotos in den sozialen Medien zu posten, um die Botschaft zu verbreiten“, erklärte sie. „Auf dem Flyer ist ein QR-Code, über den man Abgeordnete kontaktieren kann, um den Gesetzentwurf S.4009 des Senats zu unterstützen. Ich fühle mich verpflichtet, mich dafür einzusetzen. Wir müssen hoffen, dass er verabschiedet wird, und uns bei der Unterstützung dafür engagieren.“

Jesse war beeindruckt von dem friedlichen Protest der Falun-Gong-Praktizierenden und gab an: „Ich bin froh, dass das in Amerika möglich ist, denn in China würden solche offenen Proteste unterdrückt oder gänzlich verboten.“

Xi Jinping besuchte an diesem Tag Washington, was die Situation für Jesse noch bedeutsamer machte. Er sagte: „Sie [die Praktizierenden] können hier rausgehen und sagen: ‚Hey, wir sind hier. Ihr seid hier. Wir sind direkt vor eurer Nase und wir haben keine Angst, euch das zu zeigen.‘ Natürlich auf eine nicht-aggressive Art und Weise, denn sie scheinen sehr friedlich zu sein. Ich bin froh, dass sie hier draußen zeigen, worum es ihnen geht, während der Präsident nur auf der anderen Straßenseite ist. Durch soziale Medien, Mundpropaganda und gedruckte Flugblätter – das ist großartig. Und es wurde schließlich ein Gesetzesentwurf im Kongress eingebracht.“

Teil eines jahrtausendealten Erbes

Juan Manuel aus Kolumbien interessiert sich sehr für die traditionelle chinesische Kultur. Er war bereits in China und hat dort Kung Fu und Qigong praktiziert.

Als er an diesem Tag die Falun-Gong-Praktizierenden sah, erzählte er: „Ich interessiere mich für die chinesische Kultur, aber wenn man nach China reist, sieht man solche Zusammenkünfte nicht. Die Menschen sollten frei praktizieren können, was sie wollen – es ist ein wichtiges kulturelles Erbe.“

Juan Manuel (Minghui.org)

Er fügte hinzu: „Das Schöne an Kung Fu und Qigong ist für mich, dass sie der ganzen Welt die chinesische Kultur nähergebracht haben. Mein Interesse an der chinesischen Kultur wurde durch Kung-Fu-Filme geweckt, also begann ich, Kung Fu und Qigong zu praktizieren. Dadurch verstehe ich nun ein wenig von der Tiefe dieser Kultur. Jetzt versucht die KPCh, sie zu kontrollieren, was traurig ist, denn sie ist Teil eines jahrtausendealten Erbes. Sie hat mir geholfen, eine spirituelle Verbindung zu mir selbst und zur Welt zu finden.“

Tibeter: Nicht nur Handel, sondern auch Menschenrechte

Kalsang Phuntsok, ein Tibeter, der für eine Kommunalverwaltung in Kanada arbeitet, nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil. „Wir protestieren gegen den Besuch von Präsident Xi Jinping. Wir wollen unsere Freiheit zurück; wir wollen unsere Nation zurück“, verkündete er.

Phuntsok sprach über die verschiedenen Gruppen – darunter Tibeter, Falun-Gong-Praktizierende und Hongkonger –, die sich an diesem Tag in Washington, D.C., versammelt hatten, um ihren Forderungen Ausdruck zu verleihen, und sagte: „Ich denke, es ist wichtig, weil wir der Welt damit zeigen, dass wir da sind. Trotz Chinas wachsender Macht lassen wir uns nicht einschüchtern. Wir lassen uns nicht einschüchtern! Wir werden uns immer wieder zu Wort melden. Jedes Mal, wenn ein chinesischer Staatschef die USA, Kanada oder ein anderes westliches Land besucht, werden wir protestieren.“

Wenn er mit Präsident Trump sprechen könnte, würde er ihn bitten, den Menschenrechtsfragen in China mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Phuntsok: „Die Menschenrechtsverletzungen betreffen nicht nur Tibet, sondern auch die Uiguren, die sich praktisch in Konzentrationslagern befinden. Hinzu kommen die Falun-Gong-Praktizierenden, die in China verfolgt werden – sehr viele. Das sind Dinge, die er ansprechen kann, zumindest aus humanitären Gründen. Nicht nur der Handel – der mag wichtig sein, aber er ist nicht alles. Die Menschen müssen ihre Würde bewahren.“

Überlebende der Verfolgung: Hoffnung, dass noch mehr Menschen unsere Geschichten hören

Bei einer Kundgebung am selben Morgen berichteten mehrere Falun-Gong-Praktizierende, die in China verfolgt wurden, von ihren persönlichen Erfahrungen. Eine von ihnen war Emma Guo, deren Eltern Geschäftsleute waren.

Nachdem die Verfolgung im Juli 1999 begonnen hatte, wurde das Haus der Familie mindestens viermal durchsucht und all ihre Wertgegenstände beschlagnahmt, nur weil die gesamte Familie Falun Gong praktizierte.

Guo sagte: „Alle Praktizierenden in unserer Umgebung sind so freundliche, gesetzestreue und fleißige Menschen, die ihre Steuern zahlen. Welche Bedrohung stellen sie für Chinas Regime dar, dass es sie so verfolgen muss? Aber die Kommunistische Partei Chinas kann einfach nicht anders. Sie will die totale Kontrolle – nicht nur über ihre Freiheit und ihr Geld, sondern auch über ihre Gedanken. Deshalb verfolgt sie sie. Ihr Denken liegt außerhalb der Grenzen der Kommunistischen Partei und das können sie einfach nicht akzeptieren.“

Im Jahr 2001 wurde Guos Mutter zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt. Nach ihrer Freilassung erzählte sie jemandem von Falun Gong, ohne zu ahnen, dass es sich um den Bürgermeister handelte. „Er war außer sich vor Wut und versuchte, sie verhaften zu lassen, sodass sie fliehen musste. Um sie zu fassen, schikanierte die Polizei unsere Familie ständig. Sie hielten meinen jüngeren Bruder und mich sogar über zehn Stunden lang in einem Regierungsgebäude fest. Die Mitarbeiter vom Büro 610 verhörten uns abwechselnd und versuchten, uns zu zwingen, ihren Aufenthaltsort preiszugeben“, erinnerte sich Guo.

Emma Guo sagte, die verfolgten Praktizierenden, die an diesem Tag gesprochen hätten, hätten die Hoffnung, dass so noch mehr Menschen erfahren, dass solche Dinge immer noch geschehen.