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Stadt Wuhan, Provinz Hubei: Die Verfolgung einer 52-Jährigen und ihres Bruders

5. September 2026 |   Von einem Falun-Gong-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Eine 52-jährige Frau aus der Stadt Wuhan, Provinz Hubei, wurde nach Ablauf ihrer 15-tägigen Haft am 24. August 2026 nicht freigelassen. Stattdessen brachte man Xu Lihua direkt aus der ersten Frauenhaftanstalt von Wuhan in die Gehirnwäsche-Einrichtung Yusunshan, wo sie weiterhin festgehalten wird.

Xu geriet ins Visier der Behörden, weil sie an ihrem Glauben an Falun Gong festhielt. Ihre Familie reichte gegen die erste Frauenhaftanstalt von Wuhan Beschwerde ein, da ihr das Recht verwehrt worden war, ihre Angehörige nach Ablauf der 15-tägigen Haft abzuholen. Die Haftanstalt begründete dies damit, dass es Angehörigen nicht gestattet sei, Falun-Gong-Praktizierende abzuholen; diese müssten „an die Polizeidienststelle übergeben werden, die die ursprüngliche Festnahme vorgenommen hatte“. Ein solches Gesetz existiert in China jedoch nicht.

Frühere Verfolgung

Xu hatte etwa im Juli 1995 mit dem Praktizieren von Falun Gong begonnen und ihre Gesundheit wiedererlangt. Nach Beginn der Verfolgung im Juli 1999 reiste sie im darauffolgenden Monat nach Peking, um sich für das Recht auf Glaubensfreiheit einzusetzen. Sie wurde festgenommen und nach Wuhan zurückgebracht. Nach einer unbestimmten Zeit in Haft wurde sie für sechs Monate unter Hausarrest gestellt.

Mitarbeiter des örtlichen Büro 610 und der Polizeidienststelle schikanierten sie abwechselnd und forderten sie auf, Erklärungen zu verfassen, in denen sie versprach, Falun Gong aufzugeben. Zudem setzten sie ihren Mann unter Druck. Manchmal dauerten die Schläge bis zu zwei Stunden lang. Einmal befahlen sie ihrem Mann, ihr ein Küchenmesser an die Kehle zu halten, und stießen sie in einen Fluss, als sie sich weigerte, ihren Glauben aufzugeben. Glücklicherweise bemerkte ein Passant die Situation und rettete sie.

Im Jahr 2000 wurde Frau Xu zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt, nachdem sie wegen der Verteilung von Informationsmaterialien zu Falun Gong angezeigt worden war. Sie musste schwere körperliche Arbeit verrichten und wurde brutal misshandelt.

Beamte der Polizeiwache Zhuru nahmen Xu am 23. März 2011 fest, als sie auf einem Markt mit Menschen über Falun Gong sprach. Sie brachten sie in das Erste Arbeitslager für Frauen der Stadt Wuhan. Ihre Familie forderte ihre Freilassung. Die Polizei versprach, sie nach 15 Tagen freizulassen, verlegte sie jedoch stattdessen in das Arbeitslager Hewan, wo sie eine anderthalbjährige Haftstrafe verbüßen musste.

Xu wurde während des chinesischen Neujahrsfestes 2004 erneut festgenommen. Die Polizei ließ sie zwar kurz darauf wegen ihres erst wenige Monate alten Babys wieder frei, nahm sie jedoch am 20. Februar 2004 erneut fest. Keiner der Beamten trug eine Polizeiuniform. Ihre Nachbarn verurteilten das Vorgehen der Polizei gegen eine gesetzestreue, stillende Mutter.

Xu wurde erneut in das Erste Untersuchungsgefängnis der Stadt Wuhan gebracht; dort verweigerten ihr die Wärter den Schlaf, wann immer sie sich weigerte, die Gefängnisregeln aufzusagen. Später wurde sie zu drei Jahren Haft verurteilt und verbüßte ihre Strafe im Frauengefängnis der Provinz Hubei.

Bruder verlor durch die Verfolgung von Falun Gong sein Leben

Xu war nicht das einzige Familienmitglied, das wegen Falun Gong verfolgt wurde. Ihr Bruder, Xu Guanglin, ein Arzt für Traditionelle Chinesische Medizin, hatte während seines Studiums an der Universität für Traditionelle Chinesische Medizin in Hubei begonnen zu praktizieren. Zweimal reiste er nach Peking, um sich für Falun Gong einzusetzen, und wurde im März 2000 festgenommen. Er trat in den Hungerstreik und wurde zwangsernährt. Im September 2000 wurde er zu drei Jahren Haft verurteilt und in das Gefängnis Hankou eingewiesen.

Die Gefängniswärter wiesen die Mitgefangenen an, ihn zu schlagen und ihm den Schlaf zu entziehen. Stundenlang zwangen sie ihn zu stehen. Später fesselten die Wärter seine Beine und zwängten ihn unter ein Bett. Einige Häftlinge stellten sich daraufhin auf das Bett und trampelten darauf herum, so dass er beinahe erstickt wäre. Einmal trat er für 19 Tage in Hungerstreik. Er wurde in dieser Zeit schwach und erkrankte schwer. Nach seiner Freilassung im Jahr 2002 erholte er sich nie wieder. Er starb am 1. Mai 2005 im Alter von 33 Jahren.

Xu Guanglin

Xus Eltern hatten große Schwierigkeiten, seinen Tod zu verarbeiten, und starben bals darauf kurz nacheinander.