(Minghui.org) Ich möchte hier über meine Erfahrungen bei der Kultivierung in zwei Bereichen berichten: beim Lernen des Fa und beim Nach-innen-Schauen.
Meine wichtigste Methode beim Fa-Lernen war das Auswendiglernen. Kurz nachdem ich 2004 begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, verbrachte ich sechs Monate damit, das Zhuan Falun auswendig zu lernen. Danach lernte ich Essentielles für weitere Fortschritte und Hong Yin mehrmals auswendig. Viele Passagen aus diesen Büchern haben sich tief in mein Gedächtnis eingeprägt. Während ich mehrmals verfolgt und entführt wurde, konnte ich dank meiner guten Grundlage im Auswendiglernen des Fa die dunklen Orte der Verfolgung schnell wieder verlassen. Ich weigerte mich zu kooperieren, rezitierte das Fa, schaute nach innen und sandte starke aufrichtige Gedanken aus.
Ab 2018 bestand meine tägliche Methode des Fa-Lernens darin, jeden Tag eine Lektion aus dem Zhuan Falun auswendig zu lernen und anschließend die anderen Schriften des Meisters zu lesen. Da ich das Zhuan Falun jedoch immer besser auswendig kannte, kam es manchmal vor, dass das Fa beim Auswendiglernen nicht wirklich mein Inneres erreichte.
Deshalb höre ich mir seit Ende vorletzten Jahres jeden Tag eine Lektion als Audioaufnahme an und lerne anschließend die anderen Schriften des Meisters auswendig. Bis heute habe ich, mit Ausnahme von drei Büchern mit Fa-Erklärungen, alle Schriften zusätzlich zum Zhuan Falun einmal vollständig auswendig gelernt. Das hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf mich.
Wenn ich mir die Lektionen anhöre, bemühe ich mich, jedes einzelne Wort innerlich aufzunehmen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass mein Innerstes zuhört, während mein Körper lediglich eine Hülle ist.
Als ich einmal im doppelten Lotussitz saß und den Abschnitt über den Himmelskreis zuhörte, nahm ich den Energiefluss wie einen kleinen Bach wahr, der durch ein Tal floss. Allmählich wurde er immer breiter und schob dabei Felsen beiseite. Schließlich wurde der Fluss immer weiter und entfaltete eine gewaltige und erhabene Kraft. Es war tiefgründig und wunderbar.
Während ich das Fa auswendig lerne, kommen mir oft die Tränen. Um dafür zu sorgen, dass alle Lebewesen, die gerettet werden sollen, gerettet werden können, hat der Meister das Ende der Zeit immer wieder hinausgezögert und wiederholt enorme karmische Schulden für die Lebewesen auf sich genommen. Er hat alles für die Lebewesen geopfert. Die Erhabenheit der Fa-Berichtigung hat mich zutiefst erschüttert. Mit grenzenloser Kraft, unermesslicher Weisheit und unendlicher Barmherzigkeit hat der Meister für alle Lebewesen im Kosmos eine neue und bessere Zukunft und eine noch größere Herrlichkeit geschaffen. Das ist eine Gelegenheit, die alle Lebewesen über alle Maßen schätzen sollten. Sie sollten die Gnade, die der Meister ihnen erwiesen hat, mit größter Ehrfurcht und Verehrung annehmen.
In den letzten Jahren habe ich mich beim Nach-innen-Schauen hauptsächlich auf die folgenden drei Bereiche konzentriert.
Meine eigenen Probleme erkennen, wenn Konflikte entstehen
Bei einer Praktizierenden, mit der ich häufig zu tun habe, habe ich immer wieder die Mängel in ihrer Kultivierung gesehen. Als ich mich anhand des Fa und der Aussage „Wer hat recht, wer hat unrecht?“ (Hong Yin III) selbst betrachtete, wurde mir klar, dass das Problem nicht bei der Kultivierung der Mitpraktizierenden lag, sondern darin, dass ich immer wieder dazu neigte, die Mängel anderer zu sehen. Dahinter stand die Einstellung, auf andere herabzusehen, also mein Neid. Gerade diese menschliche Anhaftung behinderte die Erhöhung der Mitpraktizierenden. Der Fehler lag also bei mir.
Einmal erzählte mir die Mitpraktizierende, dass sie keine Lust habe, die Übungen zu machen, eine Anhaftung an Bequemlichkeit habe und beim Verteilen von Materialien zur Erklärung der wahren Umstände Angst verspüre. Am nächsten Tag erinnerte ich mich während der Meditation an unser Gespräch und dachte: „Warum hat sie immer noch Angst und warum möchte sie es immer noch bequem haben?“ Da wurde mir bewusst: Warum schaue ich schon wieder auf die Mängel der Mitpraktizierenden? Ich musste diesen Gedanken beseitigen.
Gerade als ich diesen Gedanken zurückgewiesen hatte, kam mir ein Gedanke: Obwohl sie Angst hat und an Bequemlichkeit hängt, macht sie trotzdem beharrlich die Übungen und verteilt Materialien. Das ist wirklich kostbar, wirklich kostbar. Der Ausdruck „wirklich kostbar“ hallte dabei zweimal nach. Ich empfand diesen Gedanken als sehr aufrichtig. Da wurde mir klar, dass der Meister mich lehrte, wie man die Dinge mit aufrichtigen Gedanken betrachtet.
Ein anderes Mal hatten die Mitpraktizierende und ich vereinbart, Menschen, die aus einer anderen Gegend gekommen waren, über die wahren Umstände aufzuklären. Doch irgendwie waren die Menschen bereits wieder gegangen, als ich die Mitpraktizierende erreichen konnte, sodass wir nicht mehr mit ihnen sprechen konnten. In meinem Inneren entstand Groll und ich dachte: „Menschen zu erretten ist eine so wichtige Angelegenheit! Warum konnte die Mitpraktizierende nicht alles andere zurückstellen und diese Sache zuerst erledigen?“ Ich ermahnte mich jedoch, nach innen zu schauen. Trotzdem fand ich lange Zeit nicht heraus, worin genau mein Fehler lag.
Schließlich wurde mir klar, dass ich die Situation der anderen Person nicht berücksichtigt hatte. Dahinter stand mein Egoismus. Ich sollte diese Anhaftung loslassen. Also ließ ich die Angelegenheit los und dachte nicht mehr darüber nach.
Die Mitpraktizierende sprach jedoch immer wieder über diese Sache. Ich sagte zu ihr: „Was geschehen ist, ist geschehen. Lass uns nicht mehr darüber sprechen. Wir sollten einfach daraus lernen.“
Doch später erwähnte sie die Angelegenheit erneut. Diesmal sagte ich in scharfem Ton: „Wer trägt denn die Verantwortung dafür, dass die Menschen nicht errettet wurden?“ Kaum hatte ich das gesagt, wusste ich schon, dass ich etwas Falsches gesagt hatte.
Die Mitpraktizierende sagte, dass ich Groll gegen sie hegte. Ich erwiderte, dass ich keinen Groll gegen jemanden hätte, sondern einfach traurig darüber sei, dass die Menschen nicht errettet werden konnten.
Nachdem die Mitpraktizierende gegangen war, dachte ich über unser Gespräch nach und erkannte, dass ich tatsächlich noch Groll in mir trug. Daraufhin sandte ich aufrichtige Gedanken aus, um ihn zu beseitigen. Doch dieser Groll war sehr listig und verschwand zunächst einfach.
Erst da erkannte ich, dass ich den Groll zuvor nicht wirklich beseitigt hatte, sondern ihn lediglich verborgen hatte. Der Meister ließ die Mitpraktizierende diese Angelegenheit immer wieder ansprechen, damit ich diesen Groll erkennen und tatsächlich beseitigen konnte.
Am nächsten Tag, als der Groll wieder aufkam, war er bereits schwächer. Ich sandte aufrichtige Gedanken aus, um ihn zu beseitigen, und er verschwand erneut. Als er am dritten Tag wieder auftauchte, war er bereits sehr schwach. Mit einem einzigen Gedanken beseitigte ich ihn vollständig.
In dem Augenblick, in dem er beseitigt wurde, hatte ich das Gefühl, dass der Meister mich kraftvoll auf eine höhere Ebene und in einen viel größeren Raum hob. Dort erfasste ich höhere Prinzipien des Fa und erkannte, dass mein bisheriges Verständnis der Fa-Prinzipien sehr niedrig gewesen war.
Früher hatte ich immer sorgfältig nach meinen Anhaftungen gesucht und mich bemüht, sie eine nach der anderen zurückzuweisen. Jetzt habe ich jedoch erkannt, dass all diese Anhaftungen, menschlichen Vorstellungen und das Karma von den alten Mächten aufgezwungen wurden. Solange die aufrichtigen Gedanken stark sind, können wir sie beseitigen.
Wenn wir also mit Problemen von Mitpraktizierenden konfrontiert sind, sollten wir nicht mehr darauf achten, wer Mängel hat, wer eine Lücke aufweist, wer viele menschliche Anhaftungen hat oder auf wen wir herabschauen und so weiter. All dies sind Gedanken, die die Eifersucht der alten Mächte gegenüber den Dafa-Jüngern widerspiegeln.
Der Meister hält sich nie mit dem auf, was wir schlecht gemacht haben, sondern erinnert sich nur an das, was wir gut gemacht haben.
In diesem Augenblick wurden mein Gedanken vollkommen rein, ohne eine einzige Störung. Während ich aufrichtige Gedanken aussandte, sah ich, wie meine Energie wie weißer Nebel über eine weite Ebene hinwegfegte. Die Insekten und andere verdorbene Wesen und fremden Substanzen auf dieser Ebene wurden augenblicklich beseitigt, und die gesamte Ebene wurde vollkommen sauber.
Wie die innere Kultivierung die äußere Umgebung verändert
Durch das Lernen des Fa wurde mir bewusst, dass die falschen Gedanken, Worte und Handlungen der Menschen um uns herum sowie auch ihre ungewöhnlichen körperlichen Zustände alle mit unserem eigenen Kultivierungszustand zusammenhängen.
Nach 2018 lebte ich mehrere Jahre bei meinen Eltern. Meine Mutter sprach häufig im Schlaf, wobei es in ihren Träumen meistens ums Streiten ging. Ich dachte: Wenn es in meinem Raumfeld zu solchen Streitigkeiten kommt, muss das daran liegen, dass ich eine Neigung zum Streiten habe. Ich suchte diese Anhaftung bei mir und beseitigte sie. Danach sprach meine Mutter nur noch sehr selten im Schlaf.
Als ich einmal meine Anhaftung an persönliche Vorteile beseitigt hatte, träumte ich nachts, dass eine Mitpraktizierende und ich den ganzen Kot vom Körper meiner Mutter abwischten. Am darauffolgenden Abend hörte ich meine Mutter zu meinem Vater sagen: „Warum waren wir früher nur so selbstsüchtig und haben das Geld anderer Leute genommen?“ In ihrer Stimme lagen Reue und Selbstvorwürfe.
Während der Pandemie bekamen meine Eltern beide Symptome. Meine Mutter hustete sehr stark. Eines Mittags kam sie in mein Zimmer und sagte mir, dass sie das Gefühl habe, es nicht zu schaffen, und dass ihr vom starken Husten bereits die Brust schmerze. Nach dem Abendessen hörte ich, wie meine Eltern außerhalb meines Zimmers ununterbrochen husteten und sich gegenseitig Vorwürfe machten. Es war sehr laut. Ich dachte: Das zeigt, dass ich Groll und Neid in mir habe. Ich begann, mit erhobener Hand aufrichtige Gedanken auszusenden, um den Groll und den Neid in meinem Raumfeld zu beseitigen. In dem Moment, in dem ich das tat, war plötzlich kein Geräusch mehr zu hören. Außerhalb meines Zimmers war es vollkommen still. Ich sandte etwa zwanzig Minuten lang aufrichtige Gedanken aus und begann anschließend, das Fa zu lernen. Nach einiger Zeit hörte ich meine Mutter plötzlich erstaunt sagen: „Warum muss ich jetzt gerade überhaupt nicht mehr husten?“ Am nächsten Tag sagte meine Mutter erfreut: „Ich bin wieder gesund. Ich huste nicht mehr.“
Wenn meine Eltern früher stritten, konnte ich sehen, dass meine Mutter Groll und Neid in sich trug, während mein Vater es nicht ertragen konnte, wenn man etwas über ihn sagte. Das waren alles Bereiche, die ich bei mir selbst berichtigen musste. Ich beseitigte diese Anhaftungen, und allmählich hörten meine Eltern, die sich früher häufig gestritten hatten, auf sich zu streiten. Die Atmosphäre in unserer Familie wurde immer harmonischer.
Ich erkannte außerdem, dass dies nicht nur für die unmittelbaren Familienangehörigen gilt. Jeder Dafa-Jünger hat in der menschlichen Welt einen bestimmten Bereich übernommen. Die Lebewesen innerhalb dieses Bereichs sind Lebewesen, für deren Errettung wir verantwortlich sind. Unser Kultivierungszustand wird sich direkt in ihnen widerspiegeln.
Wenn wir uns gut kultivieren und uns vollständig berichtigen, können auch diese Lebewesen berichtigt und letztendlich alle errettet werden. Wenn wir in einem bestimmten Bereich Probleme haben, wird sich diese Lücke bei den Lebewesen widerspiegeln.
Obwohl ich in den vergangenen zwei Jahren nicht bei meinen Eltern gelebt habe, zeigt sich mein Kultivierungszustand weiterhin direkt bei ihnen. Beispielsweise reinigte ich eine Zeit lang mein Raumfeld von Insekten, Bakterien und anderen ungeordneten und schmutzigen Dingen. Als ich dies bereits mehr als einen Monat lang getan hatte, wurde die Haut an meinem ganzen Körper ganz glatt. Danach erzählte mir meine Mutter, dass auch ihre Haut und die meines Vaters glatt geworden sei. Sie glaubte, dass dies vom Trinken einer bestimmten Milch komme. Ich dachte bei mir: Wie könnte Milch eine so gute Wirkung haben?
Ein anderes Mal erzählte mir meine Mutter, dass mein Vater beim Ausgehen immer wieder die falsche Richtung eingeschlagen habe. Ich dachte, dass dies daran liegen könnte, dass er älter geworden war, und machte mir deshalb Sorgen um seine Gesundheit. Da erkannte ich, dass diese Sorge eine emotionale Bindung an meinen Vater war. Nachdem ich diese Anhaftung an die Gefühle zu meinem Vater beseitigt hatte, trat dieses Problem bei ihm nicht mehr auf.
Über das gewöhnliche menschliche Denken hinausgehen
Der Meister hatte mich einmal darauf hingewiesen, dass ich eine Anhaftung an sexuelle Begierde hatte. Zunächst konnte ich das überhaupt nicht verstehen. Schließlich war ich seit zwanzig Jahren geschieden und empfand romantische Beziehungen zwischen Männern und Frauen als abstoßend. Wie konnte ich also noch eine Anhaftung an sexuelle Begierde haben?
Allmählich verstand ich, dass meine Abneigung auf der traditionellen menschlichen Vorstellung beruhte, dass „Wollust die schlimmste aller Unmoral ist“. Es war diese menschliche Vorstellung, die die Abneigung hervorrief. Diese Abneigung war tatsächlich eine versteckte Form der sexuellen Begierde und zeigte sich darin, dass ich mich in Gegenwart des anderen Geschlechts unnatürlich verhielt. Nachdem ich diese Anhaftung beseitigt hatte, stellte ich fest, dass ich bei den Lebewesen nicht mehr zwischen Männern und Frauen unterschied. Alles wurde ganz natürlich.
Im Jahr 2018 brachte das üble kommunistische Regime mich gewaltsam in eine Haftanstalt. Ich wehrte mich mit aller Kraft dagegen. Weder bei der medizinischen Untersuchung noch während des Transports kooperierte ich mit ihnen. Trotzdem brachten sie mich schließlich in die Haftanstalt. Dort angekommen, dachte ich: Ich habe doch nicht mit ihnen kooperiert. Warum wurde ich trotzdem hierhergebracht? Da kam mir plötzlich die Redenart „Ein Gelehrter lässt sich töten, aber nicht erniedrigen“ in den Sinn. Nun verstand ich, dass hinter meiner Weigerung zu kooperieren auch diese menschliche Vorstellung steckte. Sie beruhte auf Selbstbezogenheit und dem Wunsch, mich selbst zu schützen. Die Lehre des Meisters, nicht mit den Verfolgern zu kooperieren, hat jedoch einen anderen Ausgangspunkt: Sie beruht auf Barmherzigkeit. Es geht darum, zu verhindern, dass die Lebewesen Verbrechen gegen Dafa begehen, und ihnen dadurch eine Chance auf Errettung zu geben.
Außerdem erkannte ich, dass Dinge, die Menschen als gut oder richtig betrachten, auf einer höheren Ebene nicht unbedingt richtig oder gut sein müssen. Nur wenn wir entsprechend dem Dafa handeln, ist es am besten und nur so können wir zu unserem wahren Ursprung zurückkehren.
Auch wenn wir Dafa-Jünger zunächst einmal gute Menschen im Alltag sein müssen, müssen wir letztendlich unser Handeln mit Dafa in Einklang bringen, um auf jeder Ebene des neuen Universums zu den besten Wesen zu werden.
Ich möchte meine jüngsten Erfahrungen beim Nach-innen-Schauen schildern, die ich beim Auswendiglernen von Essentielles für weitere Fortschritte II und III gemacht habe.
Als ich den Artikel „Beliebig verwenden“ (in „Essentielles für weitere Fortschritte III“) auswendig lernte, tauchte in mir eine Vorstellung auf: Unregelmäßig oder formlos zu schreiben sei ein Zeichen dafür, dass man keine Bildung habe. Ich bemerkte diese Vorstellung und widersprach ihr: Die gesamte Geschichte und Kultur der Menschheit wurde vom Meister geschaffen. Wie könnte es da sein, dass man keine Kultur hat? Nachdem ich diese Vorstellung beseitigt hatte, erkannte ich allmählich tiefere Fa-Prinzipien. Ich war innerlich bewegt und zutiefst erschüttert. Ich erkannte, dass der Meister möchte, dass wir die verschiedenen menschlichen Normen, festgefahrenen Vorstellungen und Begrenzungen loslassen und durchbrechen, damit wir höhere Fa-Prinzipien erkennen können.
Als ich den Artikel „Aufrichtige Gedanken“ (in: „Essentielles für weitere Fortschritte III“) auswendig lernte, stellte ich nach dem Auswendiglernen des gesamten Artikels fest, dass ich den Satz „Aber unter normalen Umständen soll man die Hand aufrichten und die Lotusgeste machen“ ausgelassen hatte. Ich begann sofort, nach innen zu schauen, und erkannte, dass meine Haltung beim Reinigen meines eigenen Feldes oft nicht korrekt war. Ich saß häufig nach vorn gebeugt und legte meine Hände neben meine Beine, weil es anstrengend war, lange Zeit aufrecht zu sitzen. Sich nach vorne zu beugen, fühlte sich einfach bequemer an. Da erkannte ich, dass dies eine Anhaftung an Bequemlichkeit war. Während ich auf diese Weise nach innen schaute, spürte ich plötzlich ein Kribbeln in meinem Rücken. Ich dachte, dass der Meister meinen Körper für mich korrigierte. Daraufhin konnte ich ganz aufrecht sitzen, ohne mich dabei noch müde zu fühlen.
Beim Auswendiglernen des Artikels „Der Weg“ (in: „Essentielles für weitere Fortschritte II“) ließ ich den Satz „anstatt mit dem Fa zu beurteilen, was richtig oder falsch ist“ aus. Das erinnerte mich an eine Begebenheit vor einigen Jahren, als ich zusammen mit mehreren Mitpraktizierenden vom Bösen verfolgt und in eine Haftanstalt gebracht wurde. Damals sandte ich starke aufrichtige Gedanken aus und löste das Böse, das die Verfolgung gegen uns betrieb, innerhalb von mehr als einem Monat auf. Daraufhin beschlossen die Polizisten der Polizeistation, uns gegen Kaution freizulassen, und jeder von uns sollte dafür ein Dokument unterschreiben. Ursprünglich wollte ich dieses Dokument nicht unterschreiben. Doch diesmal sah ich, dass mehrere Mitpraktizierende unterschrieben. Bei einigen war das Verständnis der Fa-Prinzipien nicht klar, andere hatten den Wunsch freizukommen. Ich wusste, dass ich das Böse hinter den Polizisten bereits vollständig aufgelöst hatte. Selbst wenn ich nicht unterschreiben würde, würden sie uns freilassen müssen, weil sie keine Möglichkeit mehr hatten, uns erneut in die Haftanstalt zu bringen. Doch weil ich sah, dass die anderen Mitpraktizierenden unterschrieben, fand ich auch für mich eine Ausrede. Ich dachte, dass meine Familie es nicht verstehen würde, wenn ich nicht unterschrieb. So machte ich es den anderen gleich und setzte meinen Fingerabdruck unter das Dokument.
Nachdem ich nach Hause zurückgekehrt war, träumte ich, dass ich eine Prüfung schrieb. Die schwierigen Aufgaben am Ende hatte ich bereits alle gelöst. Die einfachen Aufgaben am Anfang wollte ich jedoch nicht mehr machen und nahm deshalb das Prüfungsblatt eines anderen, um die Antworten abzuschreiben. Nachdem ich sie abgeschrieben hatte und noch etwas Zeit übrig war, sah ich mir die einfachen Aufgaben noch einmal an. Ich hatte das Gefühl, dass etwas nicht stimmte und die Antworten falsch sein könnten, und begann deshalb, sie selbst zu lösen. Doch zu diesem Zeitpunkt war die Prüfungszeit bereits fast vorbei.
Ich erkannte, dass ich damals mein Verhalten nicht am Fa gemessen hatte, sondern mich an anderen orientiert hatte. Später wies mich der Meister im Traum barmherzig darauf hin, dass ich einen Fehler gemacht hatte. Von da an musste ich in allen Angelegenheiten das Fa als Maßstab nehmen.
Als ich den Artikel „Es ist kein Betreiben von Politik“ (in: Essentielles für weitere Fortschritte III) auswendig lernte, erinnerte ich mich an eine Situation, in der ich meinem Bruder die wahren Umstände erklärte. Damals hatte ich Sätze aus diesem Artikel verwendet, um ihm das Wesen der bösartigen Partei zu erklären. Doch ich erkannte, dass mein Ausgangspunkt nicht darin bestanden hatte, Dafa zu bestätigen. Stattdessen hatte ich Dafa benutzt, um zu beweisen, dass ich selbst Recht hatte. Ich war überrascht, als ich dieses schwerwiegende Problem erkannte. Ich musste unbedingt meinen Wunsch, mich selbst zu bestätigen beseitigen.
Das sind meine derzeitigen Erfahrungen beim Lernen des Fa und beim Nach-innen-Schauen. Ich habe noch viele Anhaftungen und egoistische Gedanken, die ich noch nicht vollständig losgelassen habe. Ich hoffe, dass ich in den kommenden Tagen noch höhere Maßstäbe an mich selbst anlegen, mich noch besser kultivieren und meine Kultivierung weiter voranbringen kann.