(Minghui.org) Bevor ich anfing, Falun Dafa zu praktizieren, sagten meine Bekannten, dass ich rücksichtsvoll, einfühlsam und sensibel sei und nichts sagen würde, was andere verletze. Ich kam mit anderen Menschen gut aus.
Allerdings blieb die Beziehung zu meinem Mann immer angespannt. Alles, was er sagte und tat, widersprach meiner Denkweise. Mir war auch nicht klar, weshalb meine Tochter so rebellisch war.
Als ich meine Anhaftungen durch das Praktizieren von Falun Dafa losließ und meine Xinxing (Herzensnatur) erhöhte, lichtete sich der Nebel. Der emotionale Knoten in meiner Familie löste sich allmählich auf, da ich die Prinzipien von Dafa befolgte.
Ich war in der Lage, diese persönlichen Konflikte zu lösen, und konnte auch Mitpraktizierenden helfen. Der Wunsch „zu helfen“, war in Wirklichkeit nur eine weitere Manifestation meiner Anhaftungen.
Nichts, was ein Kultivierender erlebt, ist Zufall. Das Problem einer anderen Person, das ich wahrnehme, ist für mich eine Gelegenheit, mich selbst zu erhöhen. Nicht immer kann ich die Wurzel des Problems erkennen. Dann lerne ich das Fa, schaue nach innen und tausche mich mit den anderen Praktizierenden aus. Die Prinzipien des Fa werden mir dadurch immer klarer.
Ständig tauchen neue Probleme mit den Praktizierenden auf. Die Anforderungen scheinen immer höher zu werden. Mein Fortschritt kommt mir im Vergleich dazu jedoch immer langsamer vor.
Eines Tages war der Wasserhahn kaputt. Ich verschwendete viel Zeit mit der Reparatur. Ich sah ihn mir an und dachte: „Dieser kaputte Wasserhahn ist wie ein Sinnbild. Gleicht er nicht der menschlichen Denkweise? Er steht für eine Produktionsstätte des alten Universums. Das Produkt, das herauskommt, ist mit Fehlern behaftet; ich sollte ihn wohl besser durch einen neuen ersetzen.“
Als ich weiter darüber nachdachte, stellte ich fest: „Die gewohnte menschliche Denkweise ist eigennützig und schützt die Person. Das entspricht auch der Natur des alten Universums. Durch die Kultur der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) ist jeder Gedanke egoistisch und egozentrisch. Die Partei hält die Menschen dazu an, sich selbst an die erste Stelle zu setzen und die Gefühle anderer zu ignorieren.“
Die Praktizierenden kennen die Prinzipien des Fa, ihr erster Gedanke steht allerdings oft im Widerspruch zum Fa. Das kommt beispielsweise vor, wenn die Praktizierenden mit besonderen Problemen konfrontiert werden, und zwar besonders wenn ihre Anhaftungen betroffen sind. Wenn sie sich wieder beruhigen, erkennen sie allmählich, dass sie, wenn sie weiterhin so denken, nicht mehr mit der Fa-Berichtigung Schritt halten können. Ihr Kultivierungszustand wird dann insgesamt auch schlechter.
Wie kann ich meinen falschen Zustand korrigieren? Der Meister leitete mich an; auf diese Weise konnte ich meine Denkweise ändern und beginnen, selbstlos zu denken. Ich konnte die Angelegenheiten aus der Sicht der anderen betrachten und die Praktizierenden verstehen. Ich überlegte, ob sie meine Vorstellungen akzeptieren könnten und schlug erst dann etwas vor.
Die Denkweise zu ändern, war für mich nicht einfach, aber die Ergebnisse waren bemerkenswert. Früher hieß es oft, ich sei zu ernst und würde dazu neigen, andere zu belehren. Das verletzte mich; ich dachte, die anderen würden mich nicht verstehen.
Ihr fehlendes Verständnis war tatsächlich ein Spiegelbild meines eigenen Versagens: Ich selbst war nicht in der Lage, sie zu verstehen; die Wurzel des Problems lag also bei mir. Um Probleme effektiver zu lösen, lernte ich das Fa, schaute nach innen und tauschte mich auch demütig mit anderen Praktizierenden aus. Als ich erkannte, dass jeder die Dinge auf eine andere Art und Weise betrachtet, versuchte ich, ihre Sichtweise einzunehmen.
Allmählich erkannte ich, wie unbedeutend ich war. Ich bemerkte plötzlich, dass unauffällig erscheinende Praktizierende erstaunliche Eigenschaften besaßen. Daraufhin änderte ich meine gewohnte Denkweise, ließ meine eigene Sichtweise hinter mir und betrachtete die Dinge aus ihrer Perspektive.
Dies ermöglichte mir, Dinge zu sehen, die ich zuvor übersehen hatte. Die Prinzipien des Fa zeigten sich während des Fa-Lernens deutlich und ich war in der Lage, die wichtigsten in vielen alltäglichen Situationen schnell zu erkennen. Dadurch konnten Probleme viel einfacher gelöst werden.
Ich erkannte auch ein weitverbreitetes Problem: Praktizierende beurteilen Dinge oft nur mit ihrem eigenen Fa-Verständnis. Hartnäckig glauben sie, dass nur sie mit dem Fa verbunden seien. Ihre eigenen Erkenntnisse benutzen sie als absolute Maßstäbe und beurteilen alles damit. Sie weisen auf wahrgenommene Fehler hin und dabei urteilen sie oft, ohne zu erkennen, dass sie im Unrecht sind.
Wenn ein anderer Praktizierende nicht akzeptiert, was sie sagen, meinen sie, dass sich der Praktizierende an seine Anhaftungen klammert. Sie bedenken nicht, dass sie selbst das Problem sein könnten. Dies führt dazu, dass die beiden nicht mehr miteinander sprechen. Manche wollen sogar mit dem anderen nichts mehr zu tun haben.
In einigen Fa-Lerngruppen wird nur das Fa gelesen, es findet kein Austausch statt. Infolgedessen werden diejenigen, die am wenigsten in der Lage sind, nach innen zu schauen, immer stiller. Ihre Anhaftungen verwickeln sich, wodurch sie in einen sehr schlechten Zustand geraten. Sie sind wie betäubt. Einige entwickeln körperliche Beschwerden oder werden apathisch. Ich habe festgestellt, dass dies in den letzten Jahren einigen Praktizierenden passiert ist.
Ich behandle die Probleme der Praktizierenden wie meine eigenen und höre den Praktizierenden zu, damit ich die Wurzel der Sache erkenne und dann meine Erkenntnisse mitteilen kann. Dabei ermahne ich mich im Stillen, ihnen meine Ansichten nicht aufzuzwingen.
Wenn mein Gegenüber nicht zuhören will, schaue ich nach innen. Ich möchte verstehen, warum. Oft liegt das Problem darin, wie ich mich ausdrücke. Meine Weise zu sprechen, entspricht meinen eigenen Vorlieben – ich rede auf diese Art, weil ich mich dabei wohlfühle. Praktizierende spüren, dass meine Worte nicht mit ihren Vorlieben übereinstimmen. Dann fühlen sie sich unwohl und möchten nicht mehr zuhören.
Verstand ein Praktizierender in der Vergangenheit etwas nicht sofort, wurde ich ungeduldig. Alle brauchen Zeit, um sich zu erhöhen, und ich sollte mich daran erinnern, dass die Anhaftungen der anderen etwas mit mir zu tun haben. Als ich das erkannte, entschuldigte ich mich aufrichtig und erklärte mein Problem. Der beteiligte Praktizierende schaute dann nach innen und war bereit, meine Vorschläge anzunehmen.
Ich dachte über meine eigene Denkweise nach und erkannte, dass dies noch nicht ausreicht. Darüber hinaus sollte ich auch angemessen handeln. Das gilt insbesondere für Interaktionen mit Nicht-Praktizierenden, für die unser Handeln im Mittelpunkt steht.
Dieser Ansatz brauchte mehr Zeit. Das zu vermitteln, geht nicht so schnell, wie über die Verfolgung zu berichten. Wenn die Menschen direkt erleben können, wie wir handeln, sind sie in der Lage, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen. Sie verstehen die Wahrheit über Dafa und können wirklich errettet werden.
Wenn wir mit den Menschen über Falun Dafa sprechen, geben sie uns manchmal ein Feedback oder kritisieren uns direkt. Diese Rückmeldungen zeigen oft, wo wir uns verbessern müssen. Wir hätten im Gespräch auf sie eingehen sollen, taten es aber nicht.
Wir müssen uns so kultivieren, dass unser Leben mit der Gesellschaft übereinstimmt. Wir dürfen normale Interaktionen und den Kontakt zu Nicht-Praktizierenden nicht vermeiden. Es ist keine Zeitverschwendung. Wir sollten innerlich auch nicht ablehnen, was sie sagen, oder Angst haben, von ihnen beeinflusst zu werden und dadurch von unserem Kultivierungsweg abzuweichen. Wenn wir so denken und handeln, sind wir selbstbezogen! Wir kümmern uns dann nicht um diejenigen, die darauf warten, die wahren Umstände zu erfahren.
Mehr als zwanzig Praktizierende in unserer Gegend wurden kürzlich verhaftet. Ein Praktizierender brachte einen Geheimagenten (er dachte, es handle sich um einen Praktizierenden) zu mehreren Fa-Lerngruppen mit. Und genau die Praktizierenden aus diesen Gruppen wurden verhaftet, belästigt oder mussten ihr Zuhause verlassen, um nicht verfolgt zu werden. Der Praktizierende bat mich, die Nachricht weiterzuleiten, um weitere Verluste zu vermeiden.
Vor mehr als einem Jahrzehnt führte mich ein Praktizierender, der Koordinator war, zu mehreren Fa-Lerngruppen. Andere bezeichneten mich als Spionin. Ich wies den Vorwurf zurück und spürte, dass es eine Kultivierungsmöglichkeit für mich war. Aber erst jetzt wird mir klar, welch negative Auswirkungen mein Verhalten auf die anderen Praktizierenden hatte! Damals beachtete ich das nicht.
Zuvor hatte ich mit diesen Praktizierenden nichts zu tun gehabt, wie betrachteten mich also diejenigen, die schwerwiegend verfolgt wurden? Ich war aus dem Nichts aufgetaucht und traf mich nun mit mehreren Gruppen. Obwohl sich manche Praktizierende jahrelang gemeinsam kultivieren, weigern sich einige immer noch, andere zu akzeptieren oder mit ihnen zu kooperieren. Wenn man die eigene Perspektive verändert und sich in die Lage der anderen versetzen kann, wird sich die Situation ändern.
Ich dachte über die Lehre des Meisters nach und erkannte: Wenn ich nicht gut mit lokalen Praktizierenden kommunizieren kann, wenn Blockaden zwischen uns existieren, dann gibt es Bereiche in meiner Kultivierung, die ich verbessern muss.
Als ich mit dieser Denkweise mit Praktizierenden wie auch Nicht-Praktizierenden interagierte, konnte ich immer wieder meine Anhaftungen ausfindig machen. Anstatt den Anhaftungen aus dem Weg zu gehen, ließ ich sie los. Ohne es überhaupt zu bemerken, machte ich gemeinsam mit den Mitpraktizierenden stetig Fortschritte. Zugleich begannen auch andere Menschen, Falun Dafa zu praktizieren.
Mir ist bewusst, dass unser Kultivierungszustand anderen als Umfeld dient: Je besser dieses Umfeld ist, desto positiver ist der Einfluss auf andere Praktizierende und desto leichter können Nicht-Praktizierende errettet werden. Aus diesem Grund muss ich mich noch mehr bemühen und mich gut kultivieren!