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Indien: 200 Studenten und Lehrer erfahren von Verfolgung und Organzwangsentnahmen durch Chinas Regime

8. September 2026 |   Von einer Minghui-Korrespondentin in Indien

(Minghui.org) Rund 200 Studenten und Lehrer der Christ Universität in Bengaluru besuchten am 17. August 2026 drei Filmvorführungen an der juristischen Fakultät sowie den Fachbereichen für Soziale Arbeit (Master-Studiengang MSW) und Soziologie. Im Mittelpunkt stand die Zwangsentnahme von Organen, die das chinesische Regime an Gewissensgefangenen verübt. Falun-Dafa-Praktizierende aus Bengaluru und Ehrenamtliche der Organisation „Doctors Against Forced Organ Harvesting“ DAFOH hatten die Veranstaltungen organisiert, um über den staatlich geförderten Organraub der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) an verfolgten Falun-Dafa-Praktizierenden und Dissidenten in China aufzuklären.

Im Anschluss an die Filmvorführungen fand eine Fragerunde mit einem Gremium statt, dem Dr. Vipin P. Mudegowder – Gründer und Vorstandsmitglied der indischen DAFOH-Zweigstelle – sowie die Ehrenamtlichen Sanjeev und Deepak angehörten.

Jurastudenten sehen Dokumentarfilm

An der juristischen Fakultät sahen sich die Studenten den Dokumentarfilm „Hard to Believe“ an, der Beweise für den Organraub dokumentiert. In der anschließenden Fragerunde diskutierten die Studenten darüber, wie das Rechtssystem verhindern kann, dass das chinesische kommunistische Regime seine Praktik des Organraubs auf das Ausland ausweitet – sei es durch Transplantations-Tourismus oder durch Schmuggel.

Nirmal, ein Jurastudent, erkundigte sich danach, welche Bevölkerungsgruppen vorwiegend von den Organraub-Praktiken betroffen seien. Die Podiumsteilnehmer erläuterten, dass vor allem Falun-Dafa-Praktizierende, uigurische Muslime, Tibeter und bestimmte Mitglieder von Hauskirchen ins Visier genommen würden.

Fachbereich für den Masterstudiengang Soziale Arbeit

Im Fachbereich für den Masterstudiengang Soziale Arbeit konnte der Film „Human Harvest“ angeschaut werden. Dieser dokumentiert, wie die beiden Kanadier, der Menschenrechtsanwalt David Matas und der frühere Staatssekretär David Kilgour Vorwürfen über den von der KP Chinas betriebenen Organraub an zu Unrecht Inhaftierten nachgingen. Die Studenten stellten Fragen zum internationalen Eingreifen bei Menschenrechtsverletzungen sowie zum systematischen Charakter dieser Verbrechen.

Falun-Dafa-Praktizierende und Freiwillige der Organisation „Doctors Against Forced Organ Harvesting“ zeigen am 17. August 2026 den Dokumentarfilm Human Harvest am Fachbereich für Soziale Arbeit (Master-Studiengang) der Christ Universität (Minghui.org)

Die Studentin Aleena fragte, ob das Hauptziel der KPCh darin bestehe, ideologische Andersdenkende zu beseitigen, oder ob es primär um finanziellen Gewinn gehe. Die Podiumsvertreter erklärten, dass es zwar schon seit Jahren illegalen Organraub in China gebe, das Regime diesen jedoch gezielt als Waffe gegen Falun-Dafa-Praktizierende und andere Gewissensgefangene einsetze. Auf diese Weise werde eine als ideologische Bedrohung wahrgenommene Gruppe ausgeschaltet und dabei gleichzeitig Milliardenumsätze erzielt.

Christo, ein Rechtsanwalt und Aktivist, erkundigte sich, wie die von DAFOH weltweit initiierte Petition zur Verurteilung des Organraubs durch die KPCh den Menschen in China konkret helfen könne.

Der DAFOH-Vertreter auf dem Podium antworteten, dass die Unterschriften von den jeweiligen nationalen Dachverbänden anerkannt und genutzt werden könnten, um auf eine Gesetzgebung hinzuwirken, die die Unterstützung von erzwungener Organentnahme im Ausland unterbindet und die an diesen barbarischen Verbrechen Beteiligten bestraft.

Institut für Soziologie

Das Institut für Soziologie veranstaltete eine Vorführung des Films „Letter from Masanjia“. Dieser Film konzentriert sich auf die Geschichte eines Mannes – eines Falun-Dafa-Praktizierenden – und seine Erfahrungen während der Haft aufgrund seines Glaubens. Teile des Films wurden mit einer versteckten Kamera aufgenommen, die von Praktizierenden in verschiedene chinesische Einrichtungen, darunter Polizeistationen, geschmuggelt worden war. Anhand von Interviews, Erzählungen sowie den eigenen Federzeichnungen des Praktizierenden veranschaulicht der Film die brutalen Bedingungen, denen Gewissensgefangene ausgesetzt sind. Im Anschluss sahen sich die Anwesenden zudem einen kurzen Dokumentarfilm über den Organraub bei lebendigem Leib an.

Die Studenten stellten Fragen, unter anderem dazu, wann Chinas Arbeitslager geschlossen werden könnten und unter welchen Bedingungen die Häftlinge dort leben. Viele wollten zudem wissen, was Falun Dafa ist und warum es so massiv verfolgt wird.

Die Podiumsvertreter erläuterten, dass Falun Dafa ein spiritueller Kultivierungsweg ist, der auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht beruht, und dass die KPCh dessen Beliebtheit sowie die damit verbundenen moralischen Werte als Bedrohung für ihre totalitäre Kontrolle betrachte.

Ein Student fragte, ob Falun Dafa als „erfolgreiche soziale Bewegung“ angesehen werden könne, da es der KPCh mit ihrer Unterdrückung nicht gelungen sei, die Gruppe zu zerschlagen.

Die Podiumsvertreter erklärten, dass es sich bei Falun Dafa nicht um eine Organisation handele. Vielmehr kämen die Praktizierenden freiwillig zusammen, um Informationen auszutauschen und Aufklärungsarbeit zu leisten – es gebe jedoch keine zentrale Führung. Daher lasse sich der Erfolg nicht nach herkömmlichen Maßstäben messen, etwa daran, ob eine Bewegung einen Staat besiege. Vielmehr gehe es um die Überzeugungen des Einzelnen und um grundlegende Menschenrechte.

Benjamin, ein Soziologiestudent im ersten Studienjahr, fragte, warum Falun Dafa als eine derartige Bedrohung für die Kommunistische Partei Chinas angesehen werde. Er wollte wissen, was es der chinesischen Regierung so schwer macht, Falun Dafa zu akzeptieren.

Die Podiumsvertreter erklärten, dass es sich bei Falun Dafa um einen spirituellen Kultivierungsweg handele, der auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht beruhe und führten aus: „Die Praktizierenden streben danach, ihr Leben an diesen Werten auszurichten, und erleben dabei oft eine tiefgreifende persönliche Wandlung. Falun Dafa wurde 1992 in China eingeführt und verbreitete sich rasch. Innerhalb von sieben Jahren praktizierten nach Schätzungen der Regierung rund 100 Millionen Menschen – im Vergleich zu 60 Millionen Mitgliedern der Kommunistischen Partei. Die schiere Anzahl der Praktizierenden wurde von der Partei als Bedrohung für ihre Kontrolle wahrgenommen.“

17. August 2026: Die Teilnehmer nach der Vorführung von Dokumentarfilmen am Institut für Soziologie der Christ Universität in Bengaluru, Indien (Minghui.org)

Viele der Zuschauer unterzeichneten nach der Vorführung der Dokumentarfilme die Petition, die ein Ende des Organraubs bei Falun-Dafa-Praktizierenden und anderen Gewissensgefangenen fordert.

Wertvolle Einblicke gewonnen

Nirmal Anand, ein Soziologiestudent, bedankte sich nach der Fragerunde bei den Falun-Dafa-Praktizierenden: „Es war uns eine Freude, diese Filmvorführung und Podiumsdiskussion gemeinsam mit DAFOH auszurichten. Wir haben viel gelernt und durch die Beiträge der Podiumsteilnehmer wertvolle Einblicke gewonnen.“

Die Studentin Gauri Priya Nair fügte hinzu: „Wir sind sehr dankbar, dass Sie auf uns zugekommen sind und uns die Gelegenheit gegeben haben, uns mit diesen wichtigen Gesprächen und Perspektiven auseinanderzusetzen.“ Sie zeigte sich interessiert daran, mehr über die erzwungene Organentnahme und die Verfolgung von Falun Dafa zu erfahren. Auch äußerte sie die Hoffnung, bei künftigen Veranstaltungen weiterhin mit DAFOH und Falun-Dafa-Praktizierenden zusammenzuarbeiten.