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Taiyuan, Provinz Shanxi: Jüngste Verfolgungsfälle von Falun-Gong-Praktizierenden

24. April 2018 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Shanxi

(Minghui.org) Wang Xinjiangs Freilassung nach sieben Jahren Haft war für 19. März 2018 festgelegt worden. Er war eingesperrt gewesen, weil er sich geweigert hatte, Falun Gong aufzugeben.

Seine Familie kam an diesem Tag zum Gefängnis, wo sie mitansehen musste, wie er in einem Polizeiwagen weggefahren wurde. Sein Sohn und sein Enkel fuhren jeweils ein Auto und begannen, das Polizeiauto zu verfolgen. Die beiden Männer holten es an einer Mautstelle ein und befreiten Wang aus den Händen der Polizei.

Wang ist nicht der einzige Falun-Gong-Praktizierende aus der Stadt Taiyuan in der Provinz Shanxi, der es fast nicht nach Hause geschafft hatte.

Ji Guozhen verließ am 13. März 2018 das Gefängnis, davor waren drei ihrer Familienmitglieder und sechs völlig Fremde zu sehen. Der Wärter, der sie begleitete, erklärte, die Fremden seien Agenten des örtlichen Justizbüros, der Polizei, der Polizeiwache und des Straßenkomitees. Sie seien dort, um sie in eine lokale Gehirnwäsche-Einrichtung zu bringen, nachdem sie vier Jahre im Gefängnis gesessen hatte. Sie weigerte sich entschieden, mit den Agenten zu gehen. Ein Beamter stimmte schließlich zu, sie stattdessen nach Hause gehen zu lassen.

Während Wang und Ji endlich die Freiheit zurückgewonnen haben, werden andere Praktizierende aus Taiyuan immer noch festgehalten, weil sie sich weigern, Falun Gong aufzugeben. Fünf von ihnen waren zu Gefängnisstrafen verurteilt worden.

Tian Yunfei, 53; Xue Fugui, 70; und Lian Sulan, 81, wurden am 17. Juli 2017 verhaftet und standen am 6. März 2018 vor Gericht, das sie am 8. April verurteilte: Tian zu 7 Jahren Gefängnis und 6.000 Yuan (ca. 780 Euro) [1]; Xue zu 3 Jahren und 4.000 Yuan (ca. 520 Euro) und Lian zu 2 Jahren. Xue und Lian sind dabei, gegen ihre Urteile zu berufen.

Li Runfang wurde am 5. September 2017 verhaftet und Ende Januar 2018 zu 3,5 Jahren Gefängnis verurteilt. Auch sie hat Berufung eingelegt.

Yang Bin, Liu Jinxiang und Hu Wuquan wurden etwa am 20. November 2017 verhaftet, weil sie Strafanzeige gegen Chinas Ex-Staatschef Jiang Zemin erstattet hatten. Sie wurden mehrere Tage in einem Gefängnis festgehalten, bevor sie in eine lokale Gehirnwäsche-Einrichtung verlegt wurden. Yang weigerte sich, Falun Gong aufzugeben und wurde Ende 2017 heimlich zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Zhao Kai wurde am 14. Februar 2018 verhaftet und ist immer noch in Haft.

Am 26. März 2018 tauchten drei Frauen vom örtlichen Straßenkomitee bei Li Yans Wohnung auf. Sie war jedoch nicht da und ihre Tochter weigerte sich, die Tür zu öffnen. Die Frauen riefen die Polizei, um in das Haus einzubrechen. You Weidong, Wu Kai und Yan Kai waren unter den Beamten, die Lis Wohnung durchsuchten. Sie gingen erst Stunden später weg.

Frühere Berichte:

Rechtsanwälte hinterfragen dubiose Beweise gegen Falun-Gong-Praktizierendehttp://de.minghui.org/html/articles/2018/3/19/132185.htmlFrau beantragt einen neuen Ausweis und wird verhaftet und verurteilt – nur weil sie Falun Gong nicht aufgeben willhttp://de.minghui.org/html/articles/2018/3/1/132018.htmlMs. Ji Guozhen from Taiyuan City, Shanxi Province, Arrested Againhttp://en.minghui.org/html/articles/2014/6/1/1452.html


[1] Zum Vergleich: Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300 Euro.