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Bilanz Februar 2019: Insgesamt 101 Falun-Dafa-Praktizierende verhaftet

17. März 2019 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in China

(Minghui.org) Nach den von Minghui erfassten Daten vom Februar 2019 wurden 101 chinesische Bürger verhaftet und 86 schikaniert, nur weil sie Falun Dafa [1] praktizieren.

Die Wohnungen von 35 Praktizierenden wurden durchsucht. 61 Praktizierende sind zum jetzigen Zeitpunkt in Haft.

Aufgrund der Informationssperre des Regimes ist es schwierig, aus China genaue Informationen über die Verfolgung zu bekommen. Die tatsächliche Zahl der Verhaftungen, Inhaftnahmen, Folterungen, Schikanen und Todesfälle dürfte weitaus höher liegen.

Elf der betroffenen Praktizierenden sind über 65 Jahre alt, darunter eine 85 Jahre alte Frau aus der Provinz Heilongjiang. Sie war verhaftet worden, weil sie Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilt hatte. Ein 77-jähriger Arzt im Ruhestand aus der Provinz Guizhou wurde acht Stunden lang auf einem Bahnhof festgehalten und verhört, nachdem das Sicherheitspersonal seine Identität überprüft und festgestellt hatte, dass er Falun Dafa praktiziert.

Die Praktizierenden kommen aus 21 Provinzen und zentral gesteuerten Gemeinden. In den Provinzen Jilin, Liaoning und Heilongjiang gab es Verhaftungen im zweistelligen Bereich, während es in den übrigen Provinzen und Regionen unter zehn Fällen gab.

Die Schikanen gegen Praktizierende wurden im Februar verstärkt aufgrund der bevorstehenden Sitzung des Nationalen Volkskongresses in Peking vom 5. - 15. März.

In der Stadt Hegang, Provinz Heilongjiang wurden 32 Praktizierende und einige ihrer Familienmitglieder während des chinesischen Neujahrsfestes von der Polizei schikaniert. Die Beamten filmten ihre Wohnungen und fragten, ob sie noch Falun Dafa praktizieren würden.

Chen Hua aus Shanghai berichtete, dass die Polizei sie seit dem 25. Februar überwache und ihr überall hin folge. Ähnliche Belästigungsfälle wurden auch in den Provinzen Tianjin, Peking, Shandong und Liaoning gemeldet.

Li Jiarong aus der Stadt Huanghua, Provinz Hebei fiel ins Koma, nachdem Polizisten am 14. Februar 2019 um 16 Uhr an ihre Tür klopften und in ihre Wohnung stürmten. Sie reagierte nicht, als ihre Nachbarn sie um 17:30 Uhr anriefen. Um 19 Uhr kamen sie zu ihr, um nachzusehen und fanden sie bewusstlos auf dem Boden liegend vor. Sie brachten sie ins Krankenhaus. Die Ärzte fanden heraus, dass sie einen Schlaganfall erlitten hatte und unterzogen sie sofort einer Operation. Als dieser Artikel erstellt wurde, befand sie sich noch in einem kritischen Zustand.

Ältere Praktizierende, die wegen ihres Glaubens zur Zielscheibe der Behörden wurden

Die älteste im Februar verhaftete Praktizierende war die 85-jährige Lu Guifang aus der Stadt Daqing, Provinz Heilongjiang. Beamte brachen am 22. Februar 2019 in ihre Wohnung ein, durchsuchten sie und beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher und andere Materialien.

Auf der Polizeiwache verhörten die Beamten Lu, um herauszufinden, wo sie die Informationsmaterialien über Falun Dafa erhalten hat. Sie rieten ihr, die Materialien in Zukunft nicht mehr zu verteilen, sonst würden sie sie häufig zu Hause belästigen. Bevor die Beamten sie gehen ließen, packten sie Lu bei der Hand und zwangen sie, eine Vereinbarung zu unterzeichnen, wonach sie in Zukunft keine Materialien mehr verteilen dürfe.

Zhou Cuie, 80, aus der Stadt Wuhan, Provinz Hubei, wurde am 25. Februar verhaftet. Nach einer Woche Haft bekam sie körperliche Beschwerden und wurde zur Behandlung in ein Polizeikrankenhaus gebracht. Zhous Sohn lebt derzeit in Toronto. Er fordert internationale Aufmerksamkeit für den Fall seiner Mutter.

Jin A'na, 79, aus der Stadt Panjin, Provinz Liaoning, wurde am 27. Februar 2019 von der Polizei im Zuge der „Stabilitätserhaltung“ vor dem Nationalen Volkskongress festgenommen. Beamte erklärten ihrem Sohn, dass sie zur Zielscheibe geworden sei, als sie im Dezember 2018 angezeigt wurde, weil sie mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatte. Jins Familie entdeckte später, dass ihr Festnetzanschluss nach ihrer Verhaftung von der Polizei abgehört wurde.

Zusätzlich zu den oben genannten Fällen wurde im Februar auch die 65-jährige Dai Jinlan aus der Stadt Gejiu, Provinz Yunnan, verhaftet und ihre Wohnung am 30. Januar durchsucht.

Sie wollte die Beamten davon überzeugen, sich nicht an der Verfolgung von Falun Dafa zu beteiligen. Doch diese drückten sie auf den Boden, schlugen ihr auf den Kopf und traten ihr gegen den unteren Rücken – und das vor den Augen ihres Sohnes, ihrer Schwiegertochter und ihrer Enkelin. Ihre Augen wurden rot, ihr Gesicht schwoll an und war mit blauen Flecken übersät. Auch schnitten ihr die Beamten die Haare kurz, um sie zu demütigen. Sie wurde fast drei Stunden lang auf der Polizeiwache festgehalten, bevor sie gehen durfte.

Australische Staatsbürgerin bei Familienbesuch in China verhaftet

Yin Sen ist vor drei Jahren nach Australien ausgewandert. Die 65-jährige Frau reiste am 4. Februar 2019 nach China, um ihre Familie zu besuchen und mit ihnen das chinesische Neujahrsfest zu feiern. Sie wurde verhaftet, sobald sie am Zoll in Shenzhen, Provinz Guangdong, angekommen war.

Die Polizei hielt sie zehn Tage lang in Shenzhen in Gewahrsam, bevor sie in ihre Heimatstadt Dalian in der Provinz Liaoning geschickt wurde. Yin befindet sich derzeit im dortigen Untersuchungsgefängnis. Ihre Verhaftung wurde von der Staatsanwaltschaft genehmigt, und ihr steht nun eine Anklage wegen ihres Glaubens bevor.

Verhaftet – sie hatte anderen erzählt, wie Falun Dafa ihre Gesundheit wiederhergestellt hatte

Zhang Junling

Die 60-jährige Zhang Junling aus der Stadt Huichun, Provinz Jilin, wurde am 14. Februar verhaftet, weil sie den Menschen von Falun Dafa und den damit verbundenen gesundheitlichen Vorteilen erzählt hatte.

Zhang begann 2007 Falun Dafa zu praktizieren, kurz nachdem sie eine Mastektomie hatte. Früher litt sie unter chronischen Rückenschmerzen, die durch die Amputation ihrer linken Wade nach einem Zugunglück im Jahr 1981 verursacht wurden. Die Schmerzen verschwanden, nachdem sie angefangen hatte zu praktizieren. Auch die vielen anderen körperlichen Probleme, wie eine Herzerkrankung und Nieren- und Leberprobleme, verschwanden.

Da sie selbst so sehr von Falun Dafa profitiert hatte, wollte Zhang anderen Menschen von der Praxis berichten und wurde deshalb während des chinesischen Neujahrsfestes verhaftet. Die Polizei durchsuchte ihre Wohnung und beschlagnahmte ihre Falun-Dafa-Bücher und Materialien.

Sie wurde 15 Tage lang eingesperrt, Familienbesuche waren nicht erlaubt. Da sie an einigen Krankheiten litt, wurde sie am 1. März unter Hausarrest gestellt.

Praktizierender wegen seines Glaubens verhaftet – Tochter erleidet Nervenzusammenbruch

Geng Decheng aus der Stadt Yingtan, Provinz Jiangxi, wurde am 27. Februar verhaftet, als er einen Verwandten im etwa 65 km entfernten Bezirk Jinxi besuchte.

Am nächsten Tag durchsuchten fünf Beamte seine Wohnung. Sie beschlagnahmten seine Falun-Dafa-Bücher; Papiergeld, auf dem Informationen über Falun Dafa gedruckt war, und den USB-Stick seiner Tochter mit ihrer Lieblingsmusik.

Vor lauter Angst begann das Mädchen, Unsinn vor sich hin zu murmeln.

Die Beamten informierten Gengs Frau Shangguan Binying, dass ihr Mann am Vortag verhaftet worden sei und nun im Gefängnis des Bezirks Jinxi strafrechtlich festgehalten werde. Den Grund der Verhaftung gaben sie nicht an.

Geng war Reporter der Radio- und Fernsehbehörde der Stadt Yingtan. In den letzten 20 Jahren geriet er gemeinsam mit seiner Frau wiederholt ins Visier der Behörden, weil sie ihren Glauben an Falun Dafa nicht aufgeben wollten.

Als die Verfolgung von Falun Dafa 1999 begann, war ihre Tochter noch ein kleines Mädchen. Wegen des Drucks und der Angst vor den wiederholten Abtransporten, Verhaftungen und Inhaftierungen ihrer Eltern erlitt das Mädchen einen Nervenzusammenbruch.

Ihr Vater wurde acht Tage nach dem Laternenfest (am 19. Februar 2019) während der Zeit des chinesischen Neujahrs erneut verhaftet – für das Mädchen ein weiterer Schock.

Frühere Berichte:

Bilanz Januar 2019 - Insgesamt 181 Falun-Dafa-Praktizierende verhaftet

Statistik 2018: Fast 9.000 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verhaftet oder schikaniert

Zum dritten Mal verhaftet – Familie über ihren Verbleib nicht informiert

77-jähriger pensionierter Arzt wegen seines Glaubens stundenlang verhört


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und verbreitete sich rasant. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit 1999 in China verfolgt.