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Frau zu vier Jahren Gefängnis verurteilt – ihre Eltern sowohl von Gefängniswärtern als auch Arbeitgeber schikaniert

1. August 2019 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Hubei

(Minghui.org) Eine Falun-Dafa-Praktizierende [1] aus der Provinz Hubei wurde im Mai 2017 verhaftet, weil sie auf die Verfolgung ihres Glaubens aufmerksam gemacht hatte. Im Juli 2018 verurteilte ein Gericht die 27-Jährige zu vier Jahren Gefängnis. Ihre Berufung wurde im September 2018 vom zweiten Mittleren Gericht in Peking zurückgewiesen.

Jiang Liyu befindet sich im Gefängnis Hankou in der Stadt Wuhan, Provinz Hubei. Ihre Eltern durften sie bisher nicht besuchen mit der Begründung, ihre Tochter würde sich weiterhin weigern, ihren Glauben aufzugeben. Gleichzeitig haben die lokalen Behörden damit begonnen, die Eltern zu schikanieren und zu überwachen, die alles daransetzen, Gerechtigkeit für ihre Tochter zu erwirken.

Jiang Liyu (stehend) und ihre ältere Schwester Jiang Lianjiao

Ihr Berufungsanwalt wollte sie vor kurzem im Gefängnis besuchen, was ihm jedoch verweigert wurde. Die Strafvollzugsbehörden forderten ihn zunächst auf, ein Dokument vorzulegen, das ihn berechtigt, Jiang zu vertreten. Als der Anwalt das erforderliche Dokument vorlegte, verlangte das Gefängnis von ihm ein neues von Jiang unterschriebenes Dokument, da ihre Berufung abgelehnt worden war. Dies konnte er aber nicht vorlegen, da er seine Mandantin nicht hatte sehen dürfen.

Der Anwalt reichte eine Beschwerde bei der örtlichen Gefängnisverwaltungsbehörde ein, erhielt aber keine Antwort.

Im April schikanierte die Gefängnisbehörde Jiangs Eltern. Sie verlangte von ihnen, ihrer Tochter zu schreiben und sie aufzufordern, Falun Dafa aufzugeben. Die Wärter erklärten, dass sie sie erst sehen dürften, wenn Jiang eine solche Erklärung geschrieben habe. Andernfalls sei keinerlei Besuch oder irgendeine Form der Kommunikation erlaubt. Jiangs Eltern weigerten sich, dem nachzukommen.

Im Mai beantragten die Eltern neuerlich einen Besuch. Doch ihr Arbeitgeber, das Krankenhaus im Stadtteil Baoxia in Shiyan, genehmigte ihnen keinen freien Tag. Außerdem verweigerte es die geplante Gehaltserhöhung und berief sich dabei auf einen Befehl des Komitees für Politik und Recht.

Jiangs Eltern wurden im Juni von mehreren Beamten schikaniert und erneut aufgefordert, Briefe an ihre Tochter zu schreiben und sie darin zu überzeugen, ihren Glauben aufzugeben. Die Beamten weigerten sich, ihre Namen oder ihre Dienststelle preiszugeben.

Gleichzeitig installierte der Arbeitgeber Überwachungskameras vor dem Haus der Eltern, um ihre täglichen Aktivitäten zu überwachen.

Früherer Bericht:

Drei junge Frauen in Peking zu Gefängnis verurteilt – sie hatten über die Verfolgung von Falun Dafa aufgeklärt


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.