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Abgeordneter von Minnesota bemüht sich um Freilassung einer Falun-Dafa-Praktizierenden in China

10. Dezember 2020 |   Von einem Minghui-Korrespondenten

(Minghui.org) In einem Brief an den Polizeichef des Kreises Guantao in der chinesischen Provinz Hebei ersuchte Steve Sandell, Abgeordneter des Bundesstaates Minnesota, um die sofortige Freilassung einer in China lebenden Falun-Dafa-Praktizierenden [1]. Sandell erklärte, dass die Praktizierende Sun Lanying nicht wegen des Praktizierens von Falun Dafa inhaftiert werden dürfe und mit ihrer Familie zusammengeführt werden solle.

Sun entkam während einer Polizeirazzia im Juni 2019 knapp und war bis zu ihrer kürzlich erfolgten Verhaftung in Peking am 14. November 2020 völlig mittellos. Die Polizei fand sie, indem sie mit Hilfe von Gesichtserkennungstechnologie Überwachungsvideos durchsah. Suns Familie und Falun-Dafa-Praktizierende in den USA nahmen daraufhin Kontakt mit Sandell auf, der den Brief am 20. November aufsetzte.

In seinem Brief an Hou Gengxiang, den Polizeichef des Kreises Guantao, erklärte Sandell, dass die Sicherheit und die Menschenrechte der Bürger für jedermann äußerst wertvolle Güter seien. Als gewählter Abgeordneter von Minnesota wolle er die Grundrechte seiner Wähler sicherstellen. Er hoffe, dass die Polizei in China die gleiche Verantwortung und Ehrenpflicht übernehme, so Sandell.

Er führte aus, dass Sun durch ihre Inhaftierung in China ihrer Freiheit des spirituellen Glaubens und ihrer persönlichen Freiheit beraubt worden sei. Sun sei die Mutter einer Einwohnerin aus seinem Wahlbezirk. Sandell betonte, dass es Suns Recht sei, Falun Dafa zu praktizieren. Ihre Verhaftung würde ihre Tochter beunruhigen. Er beschrieb Sun als eine friedliebende Dame, die sich gut um ihre Familie kümmere. Er bekundete seine Hoffnung, die Polizei könne dazu beitragen, dass sie wohlbehalten nach Hause zurückkehrt und wieder mit ihrer Familie vereint wird.

Sandell fuhr fort, wie unterschiedlich der Beruf, die Erziehung und die Überzeugungen eines jeden Menschen auch seien, so seien alle durch die Menschlichkeit miteinander verbunden. Er äußerte seine Hoffnung, dass die Polizei Frau Sun schnell freilassen und ihr die einer Bürgerin zustehende Freiheit zurückgeben möge.

Hintergrund

Am Abend des 3. Juni 2019 brachen 15 Beamte aus dem Kreis Guantao in Suns Wohnung ein, nachdem ihre Familie sich geweigert hatte, die Tür zu öffnen. Sun gelang die Flucht. Die Beamten durchsuchten die Wohnung und beschlagnahmten ihr Eigentum. Am nächsten Tag kam die Polizei zurück, um ihre Familie zu schikanieren. Sie trugen Sun als gesuchte Person in die Polizeidatenbank ein.

Die Polizei täuschte Suns Familienangehörige, so dass sie am 20. Juli 2019 zur örtlichen Polizeiwache gingen. Anstatt ihren Fall zu besprechen, wie angekündigt, bedrohten die Polizisten die Familie und forderten sie auf, Sun auszuliefern.

Am 30. Juli 2019 schrieb der Mehrheitsführer des Repräsentantenhauses in Minnesota, Ryan Winkler, zunächst einen Brief an die Beamten der Stadt Handan in der Provinz Hebei, um seine Besorgnis über Suns Sicherheit zum Ausdruck zu bringen.

Einen Monat später, am 31. August, wurde der Vater von Suns Schwiegertochter, die in Peking lebt, schikaniert. Die Polizei fragte ihn, ob er Suns Aufenthaltsort kenne, und verlangte auch die Kontaktinformationen von Suns Sohn.

Am 10. November wurde eine Nachbarin von Sun, Frau Zhang, von der Polizei angehalten und gefragt, ob sie Sun sei.

Eine Überwachungskamera in einem Pekinger Park nahm Sun am 14. November 2020 auf. Durch Gesichtserkennungstechnologie glich die Polizei ihre Informationen in der Polizeidatenbank ab. Die Pekinger Polizei verhaftete sie und übergab sie an die Polizei des Kreises Guantao.

Die Polizei benachrichtigte Suns Familie am 19. November und teilte ihr mit, dass sie im dritten Untersuchungsgefängnis der Stadt Handan eingesperrt sei. Die Familie weigerte sich, die Unterlagen zu unterschreiben, und beschuldigte die Polizei, eine illegale Verhaftung vorgenommen zu haben. Der Polizist schüchterte sie ein und schrie: „So werden Falun-Dafa-Fälle abgewickelt.“

Der US-Kongressabgeordnete Dean Philips aus Minnesota äußerte sich ebenfalls besorgt über Suns Verhaftung.

Früherer Bericht:

Mehrheitsführer des Repräsentantenhauses von Minnesota fordert die Sicherheit von Falun-Dafa-Praktizierenden in China


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.