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74-Jähriger droht erneute Haftstrafe – sie hatte auf die Verfolgung von Falun Dafa aufmerksam gemacht

9. Oktober 2021 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Jiangsu, China

(Minghui.org) Am 9. Februar 2021 fand eine Gerichtsanhörung gegen eine 74-jährige Frau aus der Stadt Kunshan, Provinz Jiangsu statt. Am 6. Mai wurde sie wieder in Gewahrsam genommen und befindet sich nun im Untersuchungsgefängnis in Suzhou. Ihre Familie vermutet, dass die Behörden planen, sie bald zu verurteilen.

Wang Zhifang ging auf dem Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie im vergangenen Jahr in der Stadt umher, um Informationen darüber zu verbreiten, wie die Kommunistische Partei Chinas die Corona-Fälle vertuschte. Dabei informierte sie die Menschen so ähnlich wie sie es bei der Verfolgung ihres Glaubens an Falun Dafa [1], getan hatte.

Aufgrund des massiven Überwachungsnetzes in der Stadt spürte die Polizei Wang auf und verhaftete sie am 9. April 2020. Sie durchsuchten ihre Wohnung und ließen sie anschließend gegen Kaution frei.

Die Polizei reichte ihren Fall später bei der Staatsanwaltschaft Zhangjiagang ein, die ihn am 7. Dezember 2020 annahm.

Auch früher schon verfolgt

Vor Wangs jüngster Festnahme war sie bereits 2002 verhaftet und in der Gehirnwäsche-Einrichtung Changfangshan festgehalten worden. Im Jahr 2005 wurde sie erneut festgenommen und in die Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht. Der Hintergrund zu dieser Festnahme war: Jemand hatte einen Brief, den Wang an einen Verwandten mit Informationen über Falun Dafa geschickt hatte, abgefangen und ihn der Polizei übergeben.

Im August 2014 wurde erneut verhaftet, weil sie mit Menschen telefonierte und diese über Falun Dafa aufklärte. Sie wurde zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Die Wärter dort zwangen sie zu einer intensiven Gehirnwäsche; sie musste außerdem viele Stunden unbezahlter Arbeit leisten.

Im Mai 2020 behaupteten die Behörden, dass sie nach einer neuen Richtlinie während ihrer Haftzeit keinen Anspruch auf Rentenzahlungen habe, obwohl es in China kein entsprechendes Gesetz dafür gibt. Sie forderten sie auf, die 112.751,60 Yuan (ca. 15.134 Euro) zurückzuzahlen, die sie während ihrer Inhaftierung erhalten hatte. Als sie sich weigerte, dem nachzukommen, behielten die Behörden zwischen Mai und Dezember 2020 22.360 Yuan (ca. 3.001 Euro) von ihrer Rente ein. Um die restlichen 90.391,60 Yuan (ca. 12.133 Euro) einzutreiben, ziehen die Behörden bis 2025 monatlich 1.500 Yuan (ca. 201 Euro) von ihrer Rente ab. Die letzte Zahlung im Dezember 2025 soll 1.891,60 Yuan (ca. 254 Euro) betragen.

Früherer Bericht:

Finanzielle Verfolgung: Drei älteren Bürgern aus Jiangsu wird die Rente vorenthalten


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.