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Frau wegen ihres Glaubens insgeheim zu sechs Jahren Haft verurteilt (Provinz Jilin)

18. November 2021 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Jilin, China

(Minghui.org) Nach 13 Monaten Haft wurde eine 53-jährige Frau aus der Stadt Jilin, Provinz Jilin heimlich zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Der Grund: Sie praktizierte Falun Dafa [1].

Jin Min arbeitete früher im Stahlwerk von Tonghua. Sie wurde am 11. September 2020 verhaftet. Jemand hatte sie angezeigt, weil sie mit einem Taxifahrer über Falun Dafa gesprochen hatte. Jin kam ins Untersuchungsgefängnis der Stadt Jilin, wo sie keine Besuche ihre Familie empfangen durfte.

Jins Vater, der über 80 Jahre alt ist, fuhr durch die Stadt von Behörde zu Behörde und versuchte, sie frei zu bekommen, aber ohne Erfolg. Das Gericht hinderte ihn daran, einen auswärtigen Anwalt mit ihrer Vertretung zu beauftragen oder sie selbst zu vertreten.

Ohne ihre Familie zu informieren, verurteilte das Bezirksgericht Chuanying sie Anfang Oktober in einem geheimen Prozess. Ihre Familie legte beim Mittleren Gericht der Stadt Jilin Berufung ein.

Jin Min

Bevor Jin Falun Dafa praktizierte, bezeichneten ihre Nachbarn sie als Wildfang. Sie war zwar ein hilfsbereiter Mensch, aber häufig schlecht gelaunt und aufbrausend. Zum Beispiel konnte sie wegen eines Magenproblems keine Nudeln essen. Wenn sie also jemanden Nudeln kochen sah, zerbrach sie die Teller und den Geschirrständer. Sie änderte sich, als sie mit Falun Dafa begonnen hatte. Ihre Beschwerden verschwanden und ihre Laune besserte sich. Sie wurde tolerant und respektvoll gegenüber älteren Menschen.

Weil sie sich nach Beginn der Verfolgung weigerte, ihrem Glauben abzuschwören, wurde sie insgesamt neunmal verhaftet. Sie war in einer Gehirnwäsche-Einrichtung und zweimal in Zwangsarbeitslagern inhaftiert.

Verhaftet und in ein Zwangsarbeitslager gebracht

Jin wurde erstmals im Februar 2000 verhaftet, weil sie nach Peking gereist war, um sich für das Recht auf die Ausübung von Falun Dafa einzusetzen. Das Gericht verurteilte sie zu einem Jahr Zwangsarbeit. Ihre Haftzeit wurde um 11 Monate verlängert, weil sie an ihrem Glauben festhielt. Sie wurde über 100 Tage lang gefoltert und zwangsernährt und durfte zweimal über 10 Tage lang nicht schlafen. Außerdem wurde sie geschlagen, gezwungen in der Hocke zu sitzen, mit Elektrostäben geschockt und auf das sogenannten Totenbett gefesselt.

Folterillustration: Totenbett

Jin war einmal 18 Tage lang auf das Totenbett gefesselt. Die Wärter versetzten ihr Elektroschocks, nachdem sie Wasser auf das Metallbett gegossen hatten. Bei ihrer Freilassung, konnte sie nicht mehr gehen.

Ein anderes Mal fesselten die Wärter Jins Beine übereinander und ließen sie acht Stunden lang in dieser Position. Sie wurde zwei Tage lang gefoltert und durfte weder auf die Toilette gehen noch essen.

Die Wärter schlugen ihr ins Gesicht und zerkratzten ihr Gesicht mit einem Ring. Ihr Gesicht schwoll an.

Folterillustration: Verschnürt

Im Jahr 2001 zwangen die Behörden des Zwangsarbeitslagers Heizuizi Jin, auf dem Flur zu hocken. Sie musste sich 10 Tage lang einer Gehirnwäsche unterziehen. In diesen Tagen durfte sie nicht schlafen, blieb jedoch standhaft in ihrem Glauben.

Kurz nach ihrer Freilassung 2002 geriet sie bei einer Massenverhaftung erneut in die Fänge der Polizei. Es war zu der Zeit, als Praktizierende in der Stadt Changchun Videos mit Fakten über Falun Dafa in das Fernsehnetz eingespeist hatten. Sie wurde zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt, und ihr gesamtes Gehalt wurde einbehalten.

Jin kehrte nach ihrer Freilassung an ihren Arbeitsplatz zurück, wurde aber 2005 entlassen.

Von Juni 2010 bis Dezember 2013 wurde Jin wiederholt festgenommen und inhaftiert.

Zu einem Jahr Gefängnis verurteilt

Im Jahr 2016 zogen Jin und ihr Vater in eine Mietwohnung in der Stadt Jilin. Sie wollten ihre beiden Schwestern freibekommen, die wegen der Ausübung von Falun Dafa im Gefängnis saßen.

Als Beamte der Polizeistation Taoyuan am 19. August in ihrer Wohnung auftauchten, zeigten sie ihre Ausweise und forderten Jin auf, die Wohnung zu verlassen. Ihr Vater bat darum, anwesend zu sein, wenn die Polizisten mit Jin sprachen, aber sie ignorierten ihn.

Die Polizei nahm Jin später fest, sagte ihrem Vater aber nicht, wo sie war. Schließlich erfuhr er, dass sie von Beamten des Polizeireviers Taoyuan in der Stadt Tonghua verhaftet worden war und im Untersuchungsgefängnis in Changliu festgehalten wurde. Einen Monat später ging sie in den Hungerstreik, um gegen die willkürliche Inhaftierung zu protestieren. Dadurch geriet sie in Lebensgefahr und kam ins Krankenhaus.

In ihrem Krankenzimmer hielt ein Richter des Bezirksgerichts Erdaojiang eine Anhörung ab und verurteilte sie zu einem Jahr Haft. Später wurde sie in das Frauengefängnis von Jilin gebracht.

Personen, die an der Verfolgung beteiligt waren:

Liu Junpeng, Leiter der Polizeiwache der Gemeinde Shuanghe: +86-139-04446822Liu Jie, stellvertretender Leiter der Polizeiwache der Gemeinde Shuanghe: +86-139-43214500Li Zhongcheng, Richter des Gerichts im Bezirk Chuanying: +86-137-04326606, +86-432-62404967

(Kontaktinformationen zu weiteren Teilnehmern an der Verfolgung sind im chinesischen Originalartikel zu finden).

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[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.