Falun Dafa Minghui.org www.minghui.org AUSDRUCK

China Fahui | Unser Möglichstes tun, um Falun Dafa hochzuhalten

30. November 2025 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in der chinesischen Provinz Henan

(Minghui.org) Blitzschnell sprang ich zum Nebengebäude und dann zum Haupthaus. Ich kletterte auf den Dachfirst und sprang hinunter zu einem angrenzenden, verlassenen Lagerhaus … dann überwand ich zwei einstöckige Häuser und zwei Mauern und entkam. Damals war ich über siebzig Jahre alt. Während ich die Häuser und Dächer erklomm und über die Grate sprang, spürte ich einen Energieschub. Ich wusste, der Meister beschützte mich.

Die Polizisten vor dem Hof sprangen über die Mauer und betraten den Hof – anscheinend vermuteten sie, ich würde mich irgendwo verstecken. Sie suchten überall, konnten mich aber nicht finden. Sie sahen sich ratlos an. Einer fragte: „Ist diese Alte geflogen oder ist sie im Erdboden verschwunden?“

– Auszug aus dem Artikel – 

***

Die Fa-Berichtigung neigt sich dem Ende zu; jeder Kultivierende erfüllt seine vorgeschichtlichen Gelübde. Hier möchte ich dem Meister und den Mitpraktizierenden von meinen Kultivierungsfortschritten berichten.

1. Das Fa erhalten und Wunder erlebt

Nach unzähligen Zeitaltern und Wiedergeburten begann ich am 13. März 1996 endlich, die Lehre von Falun Dafa zu lernen. Es war ein sonniger Tag.

Von meinen frühen Berufsjahren bis zu meiner Pensionierung erlebte ich den „Großen Sprung nach vorn“ im Jahr 1958 sowie die Naturkatastrophen von 1960. Ich musste für meine betagten Eltern und kleinen Kinder sorgen und wir litten oft Hunger. Erschwerend kam hinzu, dass ich in meinem Betrieb an einem Fließband mit veralteten Maschinen arbeiten musste. Ich arbeitete zwölf Stunden am Tag in zwei Schichten. Wenn eine Maschine ausfiel, musste ich auf die Reparatur warten, sodass ich manchmal 16 Stunden am Tag arbeitete. In dieser Zeit erkrankte ich an Bluthochdruck, einer Herzkrankheit, litt unter Angstzuständen, schmerzhaften Nasennebenhöhlenentzündungen, Arthritis sowie einer Magenverlagerung. Ich magerte ab und wurde mehrmals im Jahr ins Krankenhaus eingeliefert. Ich kämpfte buchstäblich ums Überleben.

An einem Morgen im März 1996 bat mich mein Mann, mit ihm spazieren zu gehen. Ich hielt mich an ihm fest, während wir gemeinsam langsam zu einem Platz gingen. Dort hörten wir sanfte Musik und folgten dem Klang, bis wir auf eine Gruppe Praktizierender trafen, die geordnet und im Rhythmus der Musik ihre Übungen ausführten. Wir stellten uns hinter sie und ahmten ihre Bewegungen nach. Fast augenblicklich spürte ich, wie eine warme Welle durch meinen Körper floss und mich ein ungeahntes Wohlbefinden erfüllte – als wäre etwas, das mich jahrzehntelang gefesselt und geknebelt hatte, plötzlich von mir abgefallen. Nachdem wir die Übungen beendet hatten, sagte ich zu meinem Mann: „Diese Übung ist fantastisch! Lass uns morgen wiederkommen.“

Am nächsten Tag gingen wir früh zum Platz, wo ein Praktizierender uns die Bewegungen zeigte. Nachdem ich die Übungen gelernt hatte, war ich voller Freude und mein Respekt vor Meister Li Hongzhi war unbeschreiblich. Ich kaufte zwei Exemplare des Zhuan Falun und ein Porträt von Meister Li. So oft ich Zeit hatte, widmete ich mich jeden Tag dem Studium des Fa und den Übungen.

Während ich eines Tages die fünfte Übung machte, spürte ich deutlich, wie eine weiße Wolke in meinem Körper aufstieg, sobald ich in einen Zustand tiefer Ruhe eintrat. Dann hörte ich mein Herz so schnell schlagen, als wolle es mir aus der Brust springen, doch verspürte ich weder Schmerzen noch Unbehagen. Kurz darauf fühlte ich, wie die weiße Wolke erneut aufstieg. Mein Mann sagte später, der menschliche Körper sei ein Universum und die weiße Wolke könne die Reinigung meines Körpers durch den Meister in einer anderen Dimension gewesen sein.

Nachdem ich ein anderes Mal die ersten vier Übungen beendet und mich hingelegt hatte, spürte ich erneut, wie eine weiße Wolke in meinem Körper schwebte. Ich konnte mich nicht bewegen, nur meine Beine hin und her bewegen und mit den Fingern greifen. Gerade als ich diesen magischen Moment erlebte, schwebte die weiße Wolke wieder auf. Ich sagte zu meinem Mann: „Der Meister hat meinen Körper wieder gereinigt. Diesmal hat er mein Gehirn gereinigt. Jetzt kann ich wieder mühelos gehen – es fühlt sich an, als würde mich jemand von hinten schieben.“ Mein Mann erzählte mir daraufhin von seinem wundersamen Erlebnis: „Wenn ich im Zhuan Falun lese, sehe ich kleine Gestalten über jedem Schriftzeichen. Manche sind hellgrün, manche hellrot, manche hellblau und manche hellgelb.“ Er rief aus: „Unglaublich! Wirklich unglaublich!“ Mein Mann und ich waren überwältigt von Freude und Begeisterung. Wir waren dem Meister unendlich dankbar und hatten größten Respekt vor Dafa.

Jedes Wochenende gingen wir auf den Platz, um dort mit Hunderten von Praktizierenden zu üben. Über einen Lautsprecher wurden die Praktizierenden aufgefordert, sich für die Übungen bereitzumachen. Nachdem ich mich bereitgemacht hatte, blickte ich auf und sah den Fashen des Meisters gewaltig groß, im Lotussitz Dutzende Meter über dem Boden sitzen. Ich starrte den Meister an, er lächelte und nickte mir zu. Ich war überglücklich. Meine Nase kribbelte und Freudentränen rannen mir über die Wangen. Ich wischte mir die Tränen ab, blickte wieder auf und der Meister nickte mir erneut zu. Ich rief: „Meister! Meister!“, und er nickte mir noch einmal zu.

In diesem Moment erklang die Übungsmusik über den Lautsprecher und wir begannen zu praktizieren. Ich schloss die Augen und sah den Fashen des Meisters in der Luft sitzen und über uns wachen. Ich erinnerte mich an Worte, die der Meister gesagt hatte: 

„... des Meisters Fashen schützt unbemerkt.“ (Den Meister verehren, 08.12.1995, in: Essentielles für weitere Fortschritte)

Ich spürte die große Barmherzigkeit des Meisters und mir traten Tränen der Begeisterung in die Augen. In diesem Augenblick schienen sogar die Haare auf meinem Körper zu sprießen – sie wurden dicht und üppig und mein Körper wuchs ins Unermessliche. Diese Dimension wurde mir zu klein und ich musste den Kopf nach vorn beugen. Während ich die Übungen machte, bewegten sich meine Hände wie von selbst, geführt von den Mechanismen, die der Meister in mich eingesetzt hatte. Nach den Übungen löste sich der Fashen des Meisters still auf. Dies war meine persönliche Erfahrung des Wunders und der Kraft von Falun Dafa.

2. Der friedliche Protest am 25. April und der Appell nach dem 20. Juli

Am 11. April 1999 veröffentlichte He Zuoxiu, Sekretär des Komitees für Politik und Recht der Kommunistischen Partei Chinas, in einer landesweiten Zeitschrift der Pädagogischen Fakultät der Universität Tianjin einen Artikel, der Falun Dafa verunglimpfte. Daraufhin suchten Praktizierende das Gespräch mit ihm, um über ihre Praxis zu informieren. In der Folge wurden mehr als 40 von ihnen verhaftet. Den übrigen wurde von den Beamten mitgeteilt, dass das Problem nur gelöst werden könne, wenn sie nach Peking reisen würden. Am 25. April begaben sich Falun-Dafa-Praktizierende aus dem ganzen Land zum Brief- und Besuchsbüro des Staatsrats, um gegen ihre Verhaftungen zu protestieren. Viele Petenten warteten vor dem Gebäude. Sie harrten ruhig aus, sodass die Polizei nicht eingreifen musste. Der damalige Premierminister traf sich mit einigen Praktizierenden und ordnete die Freilassung der Verhafteten durch das Polizeipräsidium Tianjin an. Am Abend verließen die Praktizierenden friedlich den Ort und zwar so, dass sie überhaupt keinen Müll hinterließen.

Der Appell vom 25. April wurde von der internationalen Gemeinschaft als der friedlichste und rationalste Appell der jüngeren chinesischen Geschichte gefeiert. Der damalige chinesische Staatschef Jiang Zemin bezeichnete dieses Ereignis jedoch als „Angriff auf die Zentralregierung“ und leitete am 20. Juli desselben Jahres eine umfassende Verfolgung von Falun Dafa ein. Von da an überwachten und verhörten Polizei und Beamte Praktizierende an Übungsorten im ganzen Land. Einige verfolgten sie sogar bis nach Hause.

Vor dem 25. April 1999 gab es in meiner Stadt Dutzende von Übungsorten. Innerhalb und außerhalb der Stadt war die Übungsmusik überall zu hören. Dann kam der 20. Juli 1999. Die von der KPCh kontrollierten Medien, darunter Fernsehen, Radio und andere Medien, verbreiteten Tag und Nacht Lügen über Falun Dafa, um die Öffentlichkeit zu täuschen. Die Verfolgung war so massiv, dass Reisende an wichtigen Verkehrsknotenpunkten und Bahnhöfen strengen Kontrollen unterzogen wurden.

Am 22. Juli 1999 fuhren mein Mann und ich in die Provinzhauptstadt, um Einspruch einzulegen. Mitten auf der Fahrt wurde der Bus von der Polizei angehalten, die alle Fahrgäste zum Aussteigen und Verhören aufforderte. Ich sagte zu meinem Mann: „Die haben böse Absichten, steig nicht aus.“ Plötzlich hörte ich eine Stimme: „Entspannt euch und bleibt sitzen.“

Niemand drängte uns zum Aussteigen. Später begriff ich, dass der Meister uns mit einem Schutzschild umgeben hatte, um uns vor Blicken zu bewahren. Ich öffnete das Fenster und sah, wie die Polizisten das Porträt des Meisters auf den Boden legten und die Fahrgäste, die einsteigen wollten, aufforderten, auf das Porträt zu treten und zu fluchen, bevor sie einsteigen durften. Etwa zehn Personen weigerten sich, einzusteigen.

Mein Mann und ich erreichten das Provinzregierungsgebäude. Bewaffnete Polizisten bewachten den Eingang und hinderten uns am Betreten. Mein Mann erklärte den Polizisten, was Falun Dafa ist. Die Polizisten sagten: „Verschwinden Sie sofort. Wenn Sie nur einen Schritt weitergehen, werden Sie verhaftet. Wir befolgen Befehle.“ Auf dem höchsten Punkt des Provinzregierungsgeländes wurde über drei Lautsprecher wiederholt die Bekanntmachung des Ministeriums für Zivile Angelegenheiten verbreitet, dass Falun Dafa verboten sei. Zahlreiche bewaffnete Polizisten eilten mit Schilden herbei und trieben die Praktizierenden fort. Polizeisirenen heulten auf und erzeugten eine beängstigende Atmosphäre. Mein Mann und ich kehrten an diesem Tag nach Hause zurück.

Nach unserem erfolglosen Einspruch in der Provinzhauptstadt begannen uns die örtliche Polizei und die Beamten genau zu beobachten. Ich sagte zu meinem Mann: „Bleib du zu Hause, ich fahre nach Peking – du hast mehr Einfluss unter den Praktizierenden als ich, und die Polizei wird sich wohler fühlen, dich zu Hause zu sehen.“ Er stimmte zu.

Am 17. Oktober 1999 fuhren einige Mitpraktizierende und ich mit dem Zug nach Peking. Als wir beim Pekinger Büro für Briefe und Einsprüche ankamen, waren die diensthabenden Mitarbeiter durch Polizisten ersetzt worden. Sie fragten, aus welcher Provinz wir kämen, und sagten: „Steigen Sie ins Auto, wir fahren zu einer Stelle, die diese Angelegenheit klären kann.“ Der Fahrer brachte uns zum Verbindungsbüro unserer Provinz in Peking, und unsere örtliche Polizei brachte uns zurück nach Hause und sperrte uns für zwei Wochen in ein Gefängnis.

Im Verbindungsbüro sagte einer der Mitarbeiter: „Warum seid ihr nach Peking gekommen und habt all das Geld und die Zeit investiert, nur um zu leiden? Euer Meister hat mit dem Verkauf von Büchern Geld verdient und ist ins Ausland gegangen, um sein Leben zu genießen, während ihr alle hier zurückbliebt.“ Ich antwortete: „Mein Meister ging auf Einladung ins Ausland, um die Praxis zu verbreiten und mehr Menschen bei ihrer Kultivierung zu helfen. Wenn er reich werden wollte, müsste er keine Bücher verkaufen – es würde genügen, jeden um einen Yuan zu bitten. Bei über 100 Millionen Praktizierenden wäre er im Handumdrehen Multimillionär. Doch er hat nie Geld von mir genommen; er lehrt mich nur, meinen Geist zu kultivieren und ein besserer Mensch zu werden.“

3. Die Bestätigung des Fa

Andere erretten

Am 1. Oktober 2000 reiste ich erneut nach Peking, um für Falun Dafa zu appellieren. Diesmal waren wir vierzehn. Wir blieben in Zweiergruppen, um uns gegenseitig besser unterstützen zu können. Als wir die südwestliche Ecke des Tiananmen-Platzes erreichten, sahen wir über 100 Polizisten, die mit Elektroschockern bewaffnet waren und von der südöstlichen Ecke auf den Platz zukamen.

Wir beschleunigten unsere Schritte und rannten zum Tiananmen-Platz, wo sich bereits Zehntausende Praktizierende aus dem ganzen Land versammelt hatten. Auch bewaffnete Polizisten, Zivilbeamte und reguläre Polizisten waren dort. Der Platz war zum Schlachtfeld zwischen Gut und Böse geworden. Wir schlossen uns den Praktizierenden an und riefen: „Falun Dafa ist gut, Falun Dafa ist aufrichtig, stellt unsere Kultivierungsumgebung wieder her, stellt den Ruf von Meister Li Hongzhi wieder her!“

Die Polizisten schlugen mit Elektroschockern auf die Praktizierenden ein. Einige hatten blaue Flecken und ihre Gesichter schwollen an. Sie konnten nicht mehr sehen, wohin sie gingen, sodass sie nicht fliehen konnten. Ich kämpfte mich durch die Menge zu den Polizisten und schrie sie an, die Gewalt zu beenden. Bevor ich ausreden konnte, schlug mir einer von ihnen ins Gesicht, und mir wurde schwarz vor Augen. Ich spürte, wie Elektroschocker und Fäuste unerbittlich auf meinen Kopf und Rücken einschlugen.

Gerade als ich dachte, ich könnte nicht mehr durchhalten, packte mich ein junger Praktizierender am Arm und sagte: „Bleib stehen, fall nicht hin, sonst wirst du totgetrampelt!“ Er rief weiter die Parolen. Die Polizei schlug noch brutaler auf uns ein. Ich verlor kurz das Bewusstsein, mein Geist verließ meinen Körper und schwebte in der Luft. Ich blickte hinunter auf den Tiananmen-Platz und sah so viele Menschen. Die Praktizierenden drängten wie Wellen vorwärts und riefen unaufhörlich die Appelle. Ihre Stimmen waren ohrenbetäubend und hallten in den Himmel. Die Polizei beschleunigte die Verhaftungen. Die Praktizierenden klammerten sich aneinander und hinderten die Polizei an weiteren Verhaftungen. Der Kampf zwischen Gut und Böse ist wahrlich spektakulär und unbeschreiblich.

Der junge Praktizierende hielt die ganze Zeit meinen Arm fest, während die Polizisten unerbittlich mit Schlagstöcken auf ihn einschlugen. Als ich sah, wie sehr er litt, kehrte mein Geist in meinen Körper zurück, und ich begann erneut, die Appelle zu rufen.

Die Polizei brachte uns zu einem nahegelegenen Hof, der bereits voller Petenten war, die alle aufrecht standen und lautstark Parolen riefen. Während mich ein Beamter aus dem Auto zog, hörte ich einen anderen Beamten zu ihm flüstern: „Jemand fotografiert den Hof.“ Er rannte sofort hinaus. Ich warnte schnell den Praktizierenden neben mir: „Die Polizei verfolgt denjenigen, der fotografiert.“ Der Praktizierende rief dem Fotografen zu: „Die Polizei kommt auf dich zu, lauf!“ Der Fotograf verschwand, bevor die Polizei ihn erreichen konnte.

Warum hatte die Polizei Angst, fotografiert zu werden? Weil die finsteren Dinge, die sie getan hatten, nicht ans Licht kommen sollten. Sie fürchteten, dass die Wahrheit ans Licht kommen würde.

Ein großer Bus kam auf dem Hof an und füllte sich schnell mit Praktizierenden. Er brachte uns zu nahegelegenen Haftanstalten und Gefängnissen. Jedes Mal, wenn der Bus an einem dieser Orte ankam, hing dort ein Schild mit der Aufschrift „Voll“. Zwischen etwa 11.00 und 18.00 Uhr wurden wir zu mehreren Orten gebracht, aber alle waren überfüllt, sodass der Bus zurück nach Peking fuhr. Der Praktizierende und ich wurden im Untersuchungsgefängnis des Bezirks Xicheng inhaftiert.

Gerne anderen helfen

Im Gefängnis erzählte mir die Praktizierende Zhang, die in Peking lebte, einige Geschichten. In Peking gab es ein älteres Ehepaar, ihren Sohn, ihre Schwiegertochter und ihren Enkel – eine fünfköpfige Familie –, die alle Falun Dafa praktizierten. Eines Abends ging das ältere Ehepaar hinaus, um andere Menschen über die wahren Umstände zu informieren, und sah Praktizierende von außerhalb auf den Bürgersteigen oder in Abwasserkanälen schlafen. Sie waren alle nach Peking gekommen, um Berufung einzulegen, Betroffen von dem, was sie sahen, riefen sie am nächsten Tag ihren Sohn und ihre Schwiegertochter an, um mit ihnen zu besprechen, ob sie eine ihrer Wohnungen verkaufen könnten, um Praktizierenden aus anderen Provinzen zu helfen. Die Schwiegertochter bot an, ihre neue Wohnung zu verkaufen, da diese mehr Geld wert sei. Das ältere Ehepaar nahm einen Teil des Erlöses und reiste von Ort zu Ort, um die Praktizierenden aufzusuchen und ihnen mit Essen und Unterkunft zu helfen.

Eine andere Geschichte handelte von einer Praktizierenden aus einer anderen Provinz, deren Mann in Peking arbeitete. Als sie ihn besuchte, sah sie, wie auswärtige Praktizierende während ihres Aufenthalts in Peking altes Brot aßen und Leitungswasser tranken. Sie kündigte daraufhin ihren Job und eröffnete ein Restaurant in Peking. Tagsüber bot sie den Praktizierenden kostenlos heiße Suppe und Brot an. Abends räumte sie Tische und Bänke beiseite, damit die Praktizierenden sich ausruhen konnten. Als sie erfuhr, dass ihr Lokal neben dem Konferenzsaal lag, in dem die Polizei über 200 Praktizierende festgenommen hatte, brachte sie ihnen sofort Wasserflaschen und Essen.

Zhang erzählte mir außerdem, dass sie bereits sieben Mal festgenommen worden war. Nach fünfzehn Tagen wurde sie freigelassen, und eine andere Praktizierende nahm ihren Platz ein, damit auswärtige Praktizierende nicht hier inhaftiert würden.

Die Beamten im Untersuchungsgefängnis verteilten gefälschte Schriften und ließen Leute sich als Praktizierende ausgeben, um Falun Dafa zu untergraben. Die Praktizierenden in Peking wollten nicht, dass Praktizierende aus anderen Orten getäuscht wurden, deshalb ließen sie sich abwechselnd festnehmen und inhaftieren.

Ich war tief bewegt, nachdem ich diese Geschichten gehört hatte. In dieser Nacht träumte ich, dass der Meister vom Himmel herabstieg und vor mir stand. Er fragte mich: „Was ist ein Buddha?“ „Der Hüter des Universums“, antwortete ich. Der Meister nickte und reichte mir einen zusammengefalteten Prüfungsbogen. Ich nahm ihn, hatte aber keine Zeit mehr, ihn anzusehen, bevor ich aufwachte.

Einige Tage später brachten mich die Polizisten zusammen mit dem anderen Praktizierenden zurück in unser örtliches Untersuchungsgefängnis. Ich wurde zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt, aber das Zwangsarbeitslager weigerte sich, mich aufzunehmen, weil ich die körperliche Untersuchung nicht bestanden hatte. Anstatt mich nach Hause gehen zu lassen, behielten mich die Polizisten im Untersuchungsgefängnis, weil ich mich weigerte, meinem Glauben abzuschwören.

Standhafter Glaube an Falun Dafa

Im Untersuchungsgefängnis erzählte ich den dortigen Praktizierenden die Geschichten, die ich während meiner Haft in Peking gehört hatte. Eine der Praktizierenden war in Tränen aufgelöst und sagte: „Die Praktizierenden in Peking haben sich so gut verhalten. Wir müssen aufholen, sobald wir freigelassen werden.“

Eines Tages praktizierten wir, etwa ein Dutzend Leute, die Falun-Dafa-Übungen, als uns ein Wärter beim Gefängnisdirektor meldete, der daraufhin wütend wurde. An den kältesten Wintertagen, als das Wasser draußen augenblicklich gefror, zwang uns der Direktor, unsere dicken Mäntel und Schuhe auszuziehen und barfuß, nur in Unterwäsche, im Hof zu stehen. Wir standen drei Stunden lang, und keinem von uns war kalt – die Wärter waren fassungslos. Uns allen wurde klar, dass es der barmherzige Meister war, der die Schmerzen für uns ertrug und uns beschützte.

Die Wärter versuchten alles, um mich zum Verzicht auf Falun Dafa zu nötigen. Eines Tages sagte der Direktor zu mir: „Der Vorgesetzte Ihres Sohnes untersucht, ob Sie noch Falun Dafa praktizieren; falls ja, wird Ihr Sohn nicht befördert.“

Ich ignorierte ihn und erwiderte, Falun Dafa halte mich gesund, ich sei nie krank gewesen, hätte nie ins Krankenhaus gemusst und weder meinen Kollegen noch meiner Familie Probleme bereitet. Er ließ nicht locker und meinte, ich solle mir Sorgen um die Karriere meines Sohnes machen. Ich dachte: „Die Funktionäre der KPCh sind in die korrupten Machenschaften der Partei verwickelt. Es ist besser, mein Sohn wird nicht in solche Positionen befördert.“ Mein Herz war erfüllt von Falun Dafa – alle ihre Tricks scheiterten.

Mein Bestes tun, um Praktizierenden zu helfen

Die selbstlosen Geschichten, die ich im Pekinger Gefängnis gehört hatte, berührten und inspirierten mich tief. Ich dachte mir, dass ich eines Tages ohne Zögern anderen selbstlos helfen würde.

Im Januar 2003 wurde ich aus dem örtlichen Untersuchungsgefängnis entlassen. Eines Abends im März erfuhr ich, dass die Polizei mehrere große Produktionsstätten für Informationsmaterialien zerstört hatte. Praktizierende konnten die Minghui Weekly nicht mehr lesen und hatten keinen Zugang mehr zu ihr.

Da ich sah, wie besorgt die Praktizierenden waren, beschloss ich, eine Produktionsstätte für Materialien aufzubauen. Ich kannte eine junge Praktizierende, die sich gut kultiviert hatte und deren Wohnung günstig lag. Ich sprach mit ihr über die Idee. Sie erzählte mir, dass sie kein Geld mehr habe, da ihre Firma in Konkurs gegangen war. Ich fragte sie, ob sie ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellen würde und ich würde das Geld beisteuern. Wir kauften einen Kopierer und weiteres benötigtes Material. Außerdem besorgten wir uns einige Materialien, kopierten sie und lieferten sie an Praktizierende in der Umgebung. Später kauften wir einen zweiten Kopierer. Aus Sicherheitsgründen fuhren wir zum Einkaufen in die Stadt. Eine andere Praktizierende und ich legten 70.000 Yuan (etwa 8.400 Euro) zusammen, um ein Auto zu kaufen, und fanden einen Praktizierenden mit Führerschein, der die Materialien ausliefern konnte.

Im Jahr 2004 richtete ich in einem abgelegenen Zimmer meines Hauses eine kleine Produktionsstätte für Materialien ein. Ein Praktizierender brachte mir den Umgang mit dem Computer bei, sodass ich mir fortan das Ausleihen von Materialien ersparen konnte. Die kleine Produktionsstätte wurde nach und nach mit allem Notwendigen ausgestattet, und ich erlernte verschiedene Produktionstechniken. Ich kann nun Dafa-Bücher, Minghui-Wochenzeitschriften, Broschüren, Amulette, Karten, CDs und geschnitzte Jade-Amulette herstellen. Die Qualität der Materialien ist exquisit und entspricht professionellen Standards. Wo auch immer Praktizierende Hilfe benötigten, um Menschen zu helfen, egal wo sie sich befanden, ich überwand alle Schwierigkeiten und lieferte die qualitativ hochwertige Arbeit pünktlich ab. Manchmal arbeitete ich die ganze Nacht durch und war am nächsten Tag dennoch voller Energie, ohne die geringsten Anzeichen von Müdigkeit zu zeigen.

Während der Herstellung der Materialien geschahen Wunder. Der Meister schenkte mir Weisheit und ermöglichte es mir – einer betagten Frau von über 70 mit nur einer Grundschulbildung – schnell Computerkenntnisse zu erwerben und zu beherrschen. Wenn ich an heißen Sommertagen in einem stickigen, schlecht belüfteten Raum ohne Klimaanlage arbeitete, empfand ich keinerlei Beklemmung; oft wehte mir sogar eine sanfte Brise über das Gesicht. Eines Tages wollte ich 100 Seiten Materialien drucken, griff wahllos nach einem Stapel Papier und legte ihn in den Kopierer. Nach dem Drucken zählte ich die Seiten – es waren genau 100. Solche Wunder geschahen recht häufig. Der Meister sah, dass ich überfordert war und half mir, meine Arbeitseffizienz zu steigern. Ich unterstützte Praktizierende, die weit entfernt lebten, beim Aufbau von Produktionsstätten für ihre Materialien und leistete ihnen finanzielle Unterstützung.

Der Mann einer Praktizierenden wurde verhaftet, weil er seinem Glauben nicht abschwor. Sie und ihre beiden Kinder hatten Angst, in ihrem Haus zu bleiben, und baten mich um Hilfe. Ich wusste, ich musste ihnen helfen. Ich erinnerte mich an eine Praktizierende mit einem zwei Hektar großen Bauernhof und mehreren Häusern darauf und organisierte, dass die Praktizierende und ihre beiden Kinder vorübergehend in einem der Bauernhäuser untergebracht werden konnten. Da ich nicht wollte, dass sie das Haus verließen, bereitete ich alles Notwendige für sie vor.

Eine Praktizierende brach sich das Bein, als sie und ihr Mann vor der Polizei flohen. Das Paar kam in unsere Stadt, und ein ortsansässiger Praktizierender kümmerte sich um ihre Unterkunft und den täglichen Bedarf. Wir halfen mehreren jungen und mittelalten Praktizierenden von außerhalb, eine Stelle in einer Lebensmittelverarbeitungsfabrik zu finden, die einem Praktizierenden gehörte. Junge männliche Praktizierende wurden in einer Mehlverarbeitungsfabrik untergebracht, die ebenfalls von einer Praktizierende geleitet wurde. Außerdem halfen wir mehreren Praktizierenden bei der Suche nach Unterkünften und Arbeitsplätzen.

5. Fester Glaube inmitten von Verfolgung

Menschen erretten, obwohl ich selbst auf der Flucht bin

Eines Tages im Oktober 2013 brachte eine Falun-Dafa-Praktizierende einen Drucker zu mir nach Hause, sagte ein paar Worte und ging wieder. Drei Minuten später stürmten mehrere Zivilbeamte in mein Haus, während ich gerade den Drucker wegräumte. Einer der Beamten kam auf mich zu und sagte selbstgefällig: „Was haben Sie jetzt zu sagen?“, was bedeutete, dass sie mich auf frischer Tat ertappt hatten.

Ich lächelte, hob den Drucker an meine Brust und sagte: „Für eine bessere Zukunft für alle – das ist meine Mission.“ Eine Gruppe von Leuten vom Komitee für Politik und Recht, vom Büro 610, von der Staatssicherheitsbrigade und der örtlichen Polizeistation kam in den Hof, um mich zu verhaften. Ich führte sie alle nach draußen, stellte mich ans Tor, einen Fuß drinnen, den anderen draußen, hielt mich an der Tür fest und erzählte ihnen, den Nachbarn und Passanten laut die Fakten über die Verfolgung von Falun Dafa.

Während ich sprach, schlug ich die Tür zu und verriegelte sie, sodass die Beamten draußen blieben. Zu meinem zitternden Mann sagte ich: „Ich muss hier weg.“

Blitzschnell sprang ich zum Nebengebäude und dann zum Haupthaus. Ich kletterte auf den Dachfirst und sprang hinunter zu einem angrenzenden, verlassenen Lagerhaus … dann überwand ich zwei einstöckige Häuser und zwei Mauern und entkam. Damals war ich über siebzig Jahre alt. Während ich die Häuser erklomm, die Dächer erklomm und über die Grate sprang, spürte ich einen Energieschub. Ich wusste, der Meister beschützte mich.

Die Polizisten vor dem Hof sprangen über die Mauer und betraten den Hof – anscheinend vermuteten sie, ich würde mich irgendwo verstecken. Sie suchten überall, konnten mich aber nicht finden. Sie sahen sich ratlos an. Einer fragte: „Ist diese Alte geflogen oder ist sie im Erdboden verschwunden?“

Nachdem ich mein Zuhause verlassen hatte, wohnte ich zwei Tage bei einer Praktizierenden. Da die Polizei nach mir suchte und auf verschiedenen Webseiten einen Haftbefehl gegen mich erlassen hatte, musste ich das Haus der Praktizierenden und die Stadt verlassen.

Die Praktizierende fand für mich Arbeit in einer gesicherten, unterirdischen Produktionsstätte für Arbeitsmaterialien. Dort gab es sieben Farbdrucker, die aus brauchbaren Teilen kaputter Maschinen zusammengebaut waren, und drei alte Laptops. Diese Praktizierende war sehr erfahren. Es war Oktober, und es war Zeit, Minghui-Kalender für das kommende Jahr zu erstellen. Jeden Tag lernte ich das Fa, machte die Übungen, erstellte die Kalender, druckte Informationsmaterialien und tauschte mich mit der Praktizierenden aus.

Die Farbdrucker arbeiteten langsam, aber die Ausdrucke waren klar und farbintensiv. Jeden Tag schaltete ich den ersten Drucker ein und begann mit dem Drucken, dann mit dem nächsten und wiederholte das Ganze. Bis ich den siebten Drucker eingerichtet hatte, war der erste bereits fertig. Dann begann ich wieder von vorn. Als alle Ausdrucke fertig waren, rief die Praktizierende andere Praktizierende zusammen, um die Kalender zu binden und zu verteilen.

Im Dezember stellten wir die Kalenderproduktion ein. Die Praktizierenden, die wussten, wie sehr ich meine Heimat vermisste, fanden für mich in meiner Gegend ein zweistöckiges Haus, das von einem Praktizierenden gebaut worden war. Nach meinem Einzug stellte ich fest, dass das Haus groß genug war, um Transparente herzustellen. Es gab acht verschiedene Vorlagen für Transparente; die längeren waren etwa 1,6 Meter lang und 30 Zentimeter breit, die kürzeren etwa 1,2 Meter lang. Ein Praktizierender kaufte den Stoff und bedruckte die Transparente. Die fertigen Transparente wurden an Bäumen und Strommasten aufgehängt. Wir schafften außerdem weitere Drucker, Computer und Maschinen zum Gravieren von Jadeamuletten an, um andere Arten von Artikeln zur Aufklärung über die Fakten für die Praktizierenden vor Ort herzustellen und bereitzustellen.

Klage gegen Jiang Zemin

Im Jahr 2015 begannen die Praktizierenden, Klage gegen den ehemaligen KPCh-Führer Jiang Zemin einzureichen, weil er seine Macht missbraucht und die Verfolgung von Falun Dafa in China angeordnet hatte. Jiang hatte befohlen, Falun Dafa innerhalb von drei Monaten zu auszulöschen, indem man die Praktizierenden „politisch verleumdet, wirtschaftlich zerstört und physisch eliminiert“. Die ungeschriebenen Regeln für den Umgang mit inhaftierten Praktizierenden lauteten: „Todesfälle werden als Selbstmorde betrachtet, und die Leichen werden ohne Untersuchung direkt eingeäschert.“

Viele Praktizierende starben, wurden verletzt oder behindert; sie wurden inhaftiert und in Arbeitslager deportiert; sie wurden verhaftet und über lange Zeiträume festgehalten. Noch mehr wurden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und verloren ihre Arbeit; ihre Familien wurden auseinandergerissen. Schlimmer noch: Einer unbekannten Anzahl von Praktizierenden wurden die Organe für Transplantationen entnommen – und sie starben dabei.

Da ich damals mittellos war und nach mir gefahndet wurde, bat ich einen anderen Praktizierenden, meine Beschwerdebriefe zu überbringen. Alle sechs meiner Anklagen erreichten weder den Obersten Volksgerichtshof noch die Oberste Volksstaatsanwaltschaft – einige gingen bei der Post verloren, andere am Flughafen. Als ich nach innen schaute und das Fa lernte, erkannte ich, dass ich meiner Verantwortung selbst nachkommen musste; ich kultivierte mich nicht selbst, wenn ich andere für mich arbeiten ließ. So druckte ich eine weitere Kopie aus und brachte sie persönlich zur nächsten Postfiliale. Einige Stunden später sah ich auf meinem Computer nach und stellte fest, dass der Brief in einem lokalen Verteilzentrum angekommen war. Wiederum einige Stunden später sah ich nach und es war an einem anderen Ort eingetroffen. Am nächsten Tag um 16 Uhr erreichte es Peking. Gegen 17 Uhr lieferte ein Postbote namens Li es an die Oberste Volksstaatsanwaltschaft. Ich war erleichtert.

Auch einige andere Praktizierende hatten es trotz mehrerer Versuche nicht geschafft, ihre Beschwerdebriefe abzugeben. Später erfuhr ich, dass man die Briefe auch per E-Mail schicken konnte. Ein anderer Praktizierender und ich berieten uns mit einem jungen Praktizierenden darüber, wie das geht. Wir halfen dann Praktizierenden in unserer Umgebung beim Schreiben und Tippen ihrer Briefe und verschickten sie per E-Mail. Diese Methode ist viel sicherer als der Gang zur Post. Schließlich verklagten alle Praktizierende vor Ort Jiang und die lokalen Behörden, die sie willkürlich festgenommen hatten, bei der Obersten Volksstaatsanwaltschaft und dem Obersten Volksgericht mit ihren richtigen Namen, Adressen und Telefonnummern.

Ich schickte außerdem einen Beschwerdebrief an die Zentrale Disziplinarkommission. Der Inhalt lautete wie folgt:

„Ich begann Falun Dafa zu praktizieren, um Krankheiten zu heilen, und erlangte dadurch tatsächlich gute Gesundheit. Ich bemühe mich, ein guter Mensch zu sein, indem ich den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folge; ich stelle das Wohl anderer in den Vordergrund und reflektiere mein eigenes Handeln, wenn Konflikte entstehen. Dadurch spare ich mir Arztkosten, habe eine glückliche Familie und komme gut mit meinen Nachbarn aus. Leider ist Jiang Zemin entschlossen, diese wunderbare Praxis auszurotten.

Nach Beginn der Verfolgung von Falun Dafa hielt ich an meinem Glauben fest, ließ mich von der Gewalt nicht einschüchtern und machte meine Bekannten auf die Verfolgung aufmerksam. Ich hoffte, dass sie zwischen Recht und Unrecht unterscheiden, Falun-Dafa-Praktizierenden mit Freundlichkeit begegnen würden, damit sie gesegnet seien und eine gute Zukunft hätten. Alle meine Worte und Taten bewegen sich im Rahmen der Artikel 35 und 36 der Verfassung, die die Meinungs-, Presse- und Glaubensfreiheit garantieren. Sie verstoßen gegen kein Gesetz und sind gut gemeint.

Weil Jiang die Verfolgung einleitete, bin ich im hohen Alter mittellos und habe unsägliches Leid erfahren. Mein 80-jähriger Mann musste wiederholt schreckliche Szenen mitansehen und lebte jahrelang in Angst. Er ist allmählich dement geworden und hat die Kontrolle über seinen Stuhlgang verloren, was mir große Sorgen bereitet.

Ich bitte die Zentrale Disziplinarkommission, meinen Fall zu prüfen und gemäß der Verfassung die unrechtmäßige Verurteilung und den Haftbefehl gegen mich aufzuheben, damit ich nach Hause zurückkehren und mich wieder mit meiner Familie vereinen und meinen Mann pflegen kann. Ich bitte die Kommission, diese Praxis richtig zu stellen, die Unschuld von Falun Dafa und Meister Li Hongzhi wiederherzustellen, die Glaubensfreiheit wiederherzustellen und Jiang Zemin vor Gericht zu bringen.“

Die Zentrale Disziplinarkommission leitete meinen Brief an die örtliche Bezirkskommission weiter. Ein Kommissar sagte meinen beiden Kindern, dass sie ihre Arbeitsplätze verlieren würden, wenn sie mich nicht nach Hause brächten.

Aus Liebe zu meiner Familie kehrte ich dann nach Hause zurück. Die Behörden brachten mich ins Gefängnis von Xinxiang. Ich weigerte mich, ihren Gehirnwäsche-Maßnahmen zuzuhören, woraufhin sie mich beschimpften und verleumdeten. Dreimal verweigerten sie mir den Besuch meiner Familie.

5. Dafa schützen

Kein gewöhnlicher Mensch

Als im Juli 1999 die Verfolgung begann, waren über 100 Millionen Praktizierende fassungslos. Ich wandte mich mit der starken Anhaftung des Kampfgeistes an die Provinzhauptstadt und nach Peking. Sechzehn Jahre später, 2015, reichte ich Klage gegen Jiang ein und fragte ihn, warum er solch grausame Befehle zur Auslöschung und zum Ruin der Praktizierenden gegeben hatte. Ich hegte tiefen Hass.

In den 26 Jahren des Einsatzes, die Verfolgung zu beenden, habe ich verstanden, dass es der feste Glaube, das Fa, die aufrichtigen Gedanken sowie die aus dem Fa gewonnene Vernunft und Weisheit sind, die mich weitermachen lassen. Ich muss meine menschlichen Anschauungen ablegen, damit mein kultiviertes Selbst mit aufrichtigen Gedanken die alten Mächte, bösen Wesen und korrupten Einflüsse im Universum beseitigen kann.

Einen Körper bilden, um das Böse zu besiegen

Dieser große Kampf zwischen Gut und Böse hat seine letzte Phase erreicht, und das Böse hat es nun auf den Meister in den Vereinigten Staaten abgesehen. Wir sind jedoch nicht mehr dieselben wie vor 26 Jahren – zu Beginn der Verfolgung. Wir hegen keinen Hass mehr in unseren Herzen und wollen nicht länger wie Kommunisten in einer Revolution kämpfen. Stattdessen bewahren wir Güte und aufrichtige Gedanken und erinnern uns daran, dass wir Dafa-Praktizierende sind.

In Erinnerung an den Beginn der Verfolgung am 20. Juli sprachen Praktizierende außerhalb Chinas mit ausländischen Politikern und Führungspersönlichkeiten und protestierten friedlich vor chinesischen Botschaften. Ihr unerschütterlicher Geist über die Jahre hinweg, ungeachtet der Witterung, ihr Engagement für den Schutz von Dafa und ihre Bemühungen, den Druck der Verfolgung auf die Praktizierenden in China zu lindern, sind wahrhaft bemerkenswert.

In diesem Kampf zwischen Gut und Böse außerhalb Chinas tragen die Praktizierenden in China eine noch größere Verantwortung, mit aller Kraft aufrichtige Gedanken auszusenden, denn die Wurzel dieser Verfolgung liegt in Peking. Das Böse kanalisiert ständig finstere Energie von Peking in die Vereinigten Staaten. Daher genügt es nicht, dass wir uns nur von unseren menschlichen Anhaftungen lösen und Gutes tun; wir müssen auch mit anderen Praktizierenden einen Körper bilden.

Drei bis fünf Praktizierende kommen in unsere Fa-Lerngruppe. Bevor wir zusammen das Fa lernen, senden wir zunächst aufrichtige Gedanken aus. Viermal täglich richten wir unsere aufrichtigen Gedanken auf die im Ausland eingereichten Klagen. Täglich widmen wir eine zusätzliche Stunde ausschließlich dem Aussenden aufrichtiger Gedanken. Das Böse zu beseitigen bedeutet, Menschen zu erretten. Die bösartigen Angriffe von KPCh-Agenten auf Dafa manifestieren sich als erbitterter Kampf zwischen Rechtschaffenheit und Bösem in anderen Dimensionen.

Nachdem ich den Artikel des Meisters „Die Drangsale, denen Dafa ausgesetzt ist“ gelesen hatte, fragte ich mich, warum der allmächtige Meister einen so immensen Druck ertragen muss. Der Meister leidet für uns und alle Lebewesen im Universum. Die Gnade, die der Meister uns geschenkt hat, ist grenzenlos. Er hat uns Dafa gelehrt und ermöglicht es uns, uns zu reinigen und zu erhöhen, indem wir uns dem Fa angleichen. Wie können wir dem Meister dafür danken?

Wir müssen uns vollständig von menschlichen Anhaftungen lösen, alle menschlichen Anschauungen ablegen und uns von Bequemlichkeit verabschieden, um mehr Zeit und Energie für die Fa-Berichtigung und die Bestätigung des Fa aufbringen zu können. Wir werden uns als Teilchen des Fa erweisen und zu Hütern der positiven Elemente im Universum werden.

Die verbleibende Zeit ist begrenzt, doch wir werden die drei Dinge weiterhin gewissenhaft tun. Wir werden die Zeit nutzen, um unseren Familien, Kollegen, Freunden und allen, die uns begegnen, die wahren Umstände zu verdeutlichen. Wir werden das Fa fleißig studieren, den Weg beschreiten, den der Meister für uns arrangiert hat, und mit ihm nach Hause zurückkehren.