(Minghui.org)
Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) begann 1999 mit der Verfolgung von Falun Gong. Diese inzwischen 27 Jahre andauernde Unterdrückung schadet nicht nur den Praktizierenden selbst, sondern untergräbt zugleich die moralischen Grundlagen der gesamten Gesellschaft. Gestützt auf Dokumente chinesischer Behörden, Informationen von Minghui.org sowie Recherchen von Menschenrechtsaktivisten zeigt sich: Die Unterdrückung von Falun Gong ist weit mehr als eine politische Kampagne – sie hat Chinas moralische Werte tiefgreifend verändert und neu definiert.
Die zehnjährige Kulturrevolution war ein Versuch der KPCh, die Bindung der chinesischen Bevölkerung an ihre traditionelle Kultur zu durchtrennen. Die Verfolgung von Falun Gong ging jedoch noch einen Schritt weiter: Sie zerstörte die moralischen Maßstäbe der Menschen und führte zu gesellschaftlicher Verunsicherung und Chaos.
Die Prinzipien von Falun Gong – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – stehen im Einklang mit den überlieferten traditionellen Werten Chinas.
Laozi, einer der Begründer der chinesischen Zivilisation, schrieb: „Das höchste Gut ist wie Wasser. Wasser nützt allem und konkurriert nicht.“
Konfuzius erklärte: „Ein Volk mit Tugend zu führen, ist wie ein Polarstern.“ Wenn Menschen Werte hochhalten, sichert dies die Stabilität der Gesellschaft.
Laut dem Shiji (Aufzeichnungen des Großen Historikers), einem der berühmtesten Geschichtswerke Chinas, gilt: „Wer auf Tugend setzt, wird gedeihen; wer auf Gewalt setzt, wird zugrunde gehen.“
Dies unterstreicht die Bedeutung moralischer Werte. Ein roter Faden durch alle chinesischen Dynastien ist, dass die Pflege der Tugend Wohlstand und soziale Stabilität bringt, während ein Mangel an Moral zu Katastrophen und Chaos führt.
Doch diese jahrtausendealte Tradition ging nach den politischen Kampagnen der KPCh verloren. Während der Anti-Rechts-Kampagne (1957–1959), der Kulturrevolution (1966–1976) und des Massakers auf dem Tiananmen-Platz (1989) folgten Beamte und Bürger gleichermaßen der Parteilinie, anstatt ihre eigene Meinung zu äußern. Als in den 1980er- und 1990er-Jahren guandao (Bereicherung durch Beamte) und Korruption weit verbreitet waren, ahmten viele dieses Beispiel nach und bereicherten sich skrupellos.
Vor diesem Hintergrund wurde Falun Gong 1992 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht weckten das Gewissen der Menschen und knüpften wieder an ihre jahrtausendealte Zivilisation an. Sie brachten neue Perspektiven und Dynamik in das moderne China.
Inspiriert von der Lehre von Falun Gong strebten Millionen Chinesen danach, bessere Bürger im Beruf, zu Hause und in der Gesellschaft zu werden. Dies entspricht den Vorgaben aufrichtiger Glaubenssysteme – Konfuzianismus, Taoismus, Buddhismus, Christentum und andere.
Da die KPCh auf Kampf, Hass und Lügen basiert, widerspricht ihre Ideologie traditionellen Werten. Sie kann Falun Gong trotz der Popularität und der positiven Auswirkungen dieser spirituellen Disziplin nicht tolerieren. Der frühere KPCh-Vorsitzende Jiang Zemin leitete im Juli 1999 die massive Unterdrückung ein und erklärte, er werde Falun Gong „innerhalb von drei Monaten ausrotten“.
27 Jahre sind vergangen, und Falun Gong ist nach wie vor weit verbreitet – die KPCh ist nicht in der Lage, das Streben der Praktizierenden nach Tugend zu unterdrücken. Die Verfolgung hat der chinesischen Gesellschaft jedoch sowohl moralisch als auch sozial schweren Schaden zugefügt.
Da die KPCh ihren gesamten Staatsapparat mobilisierte, um Falun Gong zu diffamieren und zu verfolgen, durchdrang die Verfolgung alle Bereiche der Gesellschaft. Moralvorstellungen wurden mit der Zeit missachtet.
Ähnlich wie bei ihren früheren politischen Kampagnen begann die KPCh damit, Falun Gong zu kriminalisieren und sammelte anschließend „Beweise“, um die Praxis zu diskreditieren. Viele Menschen ließen sich jedoch nicht überzeugen und einige Funktionäre führten die Verfolgungsbefehle nur passiv aus.
Unzufrieden mit dem Fortschritt inszenierten Jiang und sein Anhänger Luo Gan im Januar 2001 die vorgetäuschte Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen), um Falun Gong weiter zu verleumden. Von Nachrichten bis hin zu ausführlicher Berichterstattung, von Literatur bis hin zu Unterhaltung und Lehrbüchern – die umfassende Propaganda löschte systematisch die Sympathie der Bevölkerung für Falun Gong aus und ersetzte sie durch Feindseligkeit und Hass.
Der preisgekrönte Dokumentarfilm „False Fire“ analysierte CCTV-Videos und kam zu dem Schluss, dass das Tiananmen-Massaker inszeniert war, um die Öffentlichkeit zu täuschen. Darüber hinaus bestätigten ein Nachbar von Liu Chunling (einem der Opfer des Massakers), ein Mitarbeiter des Büros 610 sowie sogar der CCTV-Reporter, der darüber berichtete, dass die KPCh das Massaker inszeniert hatte, um Falun Gong zu diffamieren.
Die Ereignisse zeigen, wie angreifbar Journalismus, Bildung und Unterhaltung in China sind. Wenn die Bevölkerung der Parteilinie blind folgt, wird der gesamte Staatsapparat zu einer Lügenmaschine, die die Bürger unterdrückt und dem Gemeinwohl schadet.
Seit 2006 sammelt Minghui.org umfangreiche Beweise für die erzwungene Organentnahme an inhaftierten Falun-Gong-Praktizierenden durch die KPCh. Während sie gefoltert und misshandelt wurden, wurden ihnen Blutproben entnommen, ohne dass ihnen der Grund dafür genannt wurde.
Berichte legen nahe, dass Chirurgen Anweisungen befolgten und Organtransplantationen durchführten, ohne die Herkunft der Organe zu hinterfragen. Krankenschwestern taten, was ihnen befohlen wurde, während sich Vorgesetzte ihrer Verantwortung entzogen, indem sie erklärten, lediglich Anweisungen höherer Beamter befolgt zu haben.
Neben der Tötung unschuldiger Menschen gefährdet das Verbrechen der erzwungenen Organentnahme den ethischen Standard des ärztlichen Berufsstandes. Aufgrund politischen Drucks und finanzieller Anreize wechselten viele Ärzte von der Lebensrettung zur Organentnahme.
Zu den Opfern der Organentnahme gehörten auch Minderheiten wie die Uiguren. Luo Shuaiyu vom Zweiten Krankenhaus Xiangya der Zentraluniversität Süd in der Provinz Hunan fand heraus, dass medizinisches Personal Informationen fälschte und behauptete, die Patienten seien unheilbar krank, um die Organentnahme zu rechtfertigen. Nachdem er diese Informationen veröffentlicht hatte, wurde er im Mai 2024 tot vor seinem Wohnheim aufgefunden.
Da sie jahrelang von der KPCh einer Gehirnwäsche unterzogen wurden, sind viele Menschen gegenüber den Praktizierenden kalt oder feindselig eingestellt.
Laut Berichten von Minghui wissen Nachbarn oft, dass Praktizierende unschuldig sind, wenn diese verhaftet werden. Dennoch ignorieren sie dies – und einige unterstützen die Beamten sogar aktiv. Dies mag aus Angst oder aus Selbstschutz geschehen, zeugt jedoch von einem Mangel an moralischen Werten.
Handelt die gesamte Gesellschaft auf diese Weise, werden Praktizierende systematisch diskriminiert. In einem solchen Klima der Verfolgung wird es zunehmend erschwert, den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu folgen und sich moralisch weiterzuentwickeln.
In einer normalen Gesellschaft wird ein Mensch üblicherweise nach seiner Integrität beurteilt – beispielsweise nach seiner Ethik im Beruf und seinem Verhalten in der Familie. Während der Unterdrückung von Falun Gong hingegen wird ein Mensch nach seinen politischen Ansichten beurteilt – jeder, der sich weigert, auf die Partei zu hören, wird verachtet.
Die auf Minghui berichteten Verfolgungsfälle weisen ein gemeinsames Muster auf: Praktizierende sind fleißig im Beruf, erfüllen ihre familiären Pflichten und spielen eine positive Rolle in ihren Gemeinden. Ihr aufrichtiges Verhalten, das in ihrem Glauben an Falun Gong wurzelt, wird ignoriert, wenn sie inhaftiert, verurteilt oder gefoltert werden. Dies sendet ein starkes Signal an die Gesellschaft: Moralische Grundsätze und das eigene Gewissen bieten keinen Schutz; nur die Treue zur Partei gewährleistet Sicherheit.
Diese Entwicklung ist für eine Gesellschaft unter dem Aspekt der langfristigen Nachhaltigkeit und der kurzfristigen Stabilität gefährlich. Gläubige werden aufgrund ihres Glaubens misshandelt und es entstehen diverse soziale Probleme, da die Menschen ihre Prinzipien aufgeben.
Beim Lesen der Minghui-Berichte wird deutlich, dass die Repressionen nicht immer von offen bösartigen Personen ausgehen. Es sind Polizisten, Gefängniswärter oder Gemeindeverwalter, die sie ausführen. Indem sie den Befehlen der KPCh folgen, berauben sie Gläubige ihrer Freiheit, foltern sie, zerreißen ihre Familien, zwingen Kinder, die Schule zu verlassen, und fügen den Angehörigen unermessliches Leid zu.
Das Problem liegt nicht bei den einzelnen Personen. Das politische System und die Ideologie der KPCh haben China in eine gigantische Maschinerie verwandelt, die unschuldige Menschen unterdrückt. Durch jahrzehntelange Kontrolle und Gehirnwäsche kann die KPCh Menschen leicht manipulieren; in Verbindung mit Einschüchterung und materiellen Anreizen ist sie so in der Lage, ihre Ziele durchzusetzen.
Die Medien sind hierfür ein anschauliches Beispiel. Über Jahrzehnte hinweg haben sie die Partei bei ihren verschiedenen Kampagnen eng begleitet und die KPCh unterstützt, indem sie Minderheiten ins Visier nahmen und die Partei anschließend reinwuschen. Den Angestellten wird vermittelt, da ihre Gehälter von der KPCh stammten, müssten sie als deren Sprachrohr fungieren. Dabei erkennen sie nicht, dass das Geld, das sie von der Partei erhalten, in Wirklichkeit von den Steuerzahlern stammt – also von jenen Menschen, die die Partei unterdrückt.
In einer ähnlichen Situation wird das Skalpell in den Händen von Medizinern, die Befehle bedingungslos befolgen und Organe entnehmen, zum Schlachtmesser, das unschuldige Bürger tötet. Aus politischer Konformität verwerfen sie den medizinischen Grundsatz primum non nocere (Zuallererst: Füge niemandem Schaden zu). Da lukrative Gewinne diese Tragödie auf andere Minderheiten und sogar auf Studenten ausweiten, hat die Gesellschaft ihren moralischen Kompass verloren.
Wenn Falun Gong sowie die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht unterdrückt werden, vermittelt dies der Öffentlichkeit die Botschaft, dass ein moralisch gutes Leben zu Bestrafung oder Kriminalisierung führen kann.
Durch die Verfolgung von Falun Gong hat die KPCh die chinesische Bevölkerung noch weiter von ihrem Gewissen entfernt. Nach jahrzehntelangen politischen Kampagnen, die die traditionelle Kultur untergruben, versucht die Partei nun, auch die letzten Überreste des Gewissens – das Fundament der Gesellschaft – auszulöschen.
Wenn Menschen beobachten, wie unschuldige Bürger ins Visier genommen und inhaftiert werden, ähnlich wie während der Anti-Rechts-Kampagne und der Kulturrevolution, lernen sie, ihre Prinzipien aufzugeben und sich stattdessen auf persönliche Interessen zu konzentrieren.
In Schulbüchern und im Unterricht wird Kindern vermittelt, die Partei sei großartig, während ausländische Einflüsse wie jene der USA oder Japans als bösartig dargestellt werden. Indoktriniert durch die Hasspropaganda der KPCh gegen Falun Gong begegnen sie dieser Praxis feindselig und mitunter sogar hasserfüllt. Chinas traditionelle Werte werden ihnen dabei nicht vermittelt.
Der Preis der seit 27 Jahren andauernden Verfolgung ist enorm – sowohl moralisch als auch gesellschaftlich. Nachdem Peng Yu, ein Einwohner von Nanjing, im Jahr 2006 einer älteren Frau auf der Straße beim Aufstehen geholfen hatte, wurde er von ihrer Familie verklagt, die behauptete, Peng habe sie angefahren. Als Peng sich vor Gericht verteidigte, fragte der Richter: „Wenn Sie sie nicht angefahren haben, warum haben Sie ihr dann beim Aufstehen geholfen?“
Obwohl viele diesen Fall für absurd hielten, zogen die Menschen dennoch ihre Lehren daraus. Nachdem die zweijährige Wang Yue (auch bekannt als die kleine Yue Yue) im Oktober 2011 von einem Auto angefahren worden war, überfuhr der Fahrer sie ein zweites Mal, um Behandlungskosten zu vermeiden. In den darauffolgenden sieben Minuten gingen etwa 18 Fußgänger an der Unfallstelle vorbei, ohne Hilfe zu leisten.
Dieses negative Verhalten hat sich inzwischen auch auf andere Länder ausgeweitet. Laut BBC übergoss ein chinesischer Student im August 2024 in Australien ein neun Monate altes Baby mit heißem Kaffee. Zwei Monate später, ebenfalls im Jahr 2024, verletzte ein anderer Chinese in einer Zürcher Kindertagesstätte in der Schweiz drei Kinder mit einem Messer.
Ein Journalist erklärte, diese Tragödien hätten ihre Wurzeln in der Erziehung durch die KPCh: Vom Kindergarten bis zum Studium werde Kindern beigebracht, der Partei zu folgen und jeden anzugreifen, der sich ihr widersetzt.
Dies entspricht der Doktrin der KPCh von Klassenkampf, Hass und Lügen – einer Ideologie, die auf Karl Marx zurückgeht. Durch die systematische Unterdrückung von Falun Gong seit 1999 hat sich diese Ideologie tief in die Gesellschaft eingegraben: von den Medien bis zur Justiz, vom Bildungswesen bis zum Gesundheitswesen, von der Zentralregierung bis hinunter zu den lokalen Gemeinden.
Wenn das Gewissen an den Rand gedrängt wird, leiden letztlich alle. Der deutsche Theologe Martin Niemöller schrieb über den Holocaust während des Zweiten Weltkriegs:
„... Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Jude.Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestierte.“.“
Im Laufe der Geschichte und über alle Kulturen hinweg bilden Menschlichkeit und Gewissen das Fundament jeder Gesellschaft. Wird dieses Fundament untergraben, verlieren letztlich alle.
Leider geschieht genau dies in China. Nach jahrzehntelangen politischen Kampagnen, die die Menschen wirtschaftlich, intellektuell und kulturell unterdrückten, versucht die KPCh nun, das moralische Fundament Chinas durch die Unterdrückung von Falun Gong zu zerstören.
Was als Nächstes geschieht, hängt von uns allen ab – deshalb machen Falun-Gong-Praktizierende weiterhin auf die drohende Katastrophe aufmerksam, und deshalb haben mehr als 450 Millionen Chinesen ihre Mitgliedschaft in den Organisationen der KPCh, einschließlich ihrer Nachwuchsorganisationen Jugendliga und Jungpioniere, gekündigt.