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61-Jähriger während seiner Haft ins Krankenhaus eingeliefert – nach über 8 Jahren im Gefängnis

26. Januar 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Yunnan

(Minghui.org) Am 7. Januar 2026 wurde Di Jianchaos Familie darüber informiert, dass er nach einem sechstägigen Hungerstreik ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Di sitzt im Gefängnis, weil er sich weigert, seinen Glauben an Falun Dafa aufzugeben. Die Beamten der Haftanstalt teilten seiner Familie nicht mit, in welchem Krankenhaus er behandelt wird, und lehnten ihren Antrag ab, ihn gegen Kaution freizulassen. Der 61-jährige Di aus Kunming, Provinz Yunnan, befindet sich immer noch im Krankenhaus.

Verhaftet

Am 15. Juli 2025 gegen 22 Uhr drangen rund 18 Zivilbeamte und zwei Beamte eines SWAT-Teams (Spezielle Waffen and Taktiken) in Dis Wohnung (die gleichzeitig sein Büro ist) ein.

Ohne ihre Identität preiszugeben, ihre Ausweise oder einen Durchsuchungsbefehl vorzuzeigen, beschlagnahmten sie über zehn Falun-Dafa-Bücher, zwei Arbeitscomputer, einen Drucker, einen Kopierer, einen Scanner sowie zwei große an der Wand angebrachte Tafeln aus Edelsteinpulver. Auf der einen Tafel stand „Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht“ (die Kernprinzipien von Falun Dafa), die andere zeigte das Falun-Emblem. Die Tafeln waren so schwer, dass jede von ihnen von vier Personen getragen werden musste. Die Beamten beschlagnahmten außerdem sein Auto und sein Mobiltelefon. Entgegen den gesetzlichen Bestimmungen erstellten sie keine Liste der beschlagnahmten Gegenstände. Einer von Dis Angehörigen war derart verängstigt, dass er am ganzen Körper zitterte.

Später wurde der Familie mitgeteilt, dass Beamte der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Guandu und der Polizeistation Zhongzha des Bezirks Xishan die Verhaftung durchgeführt hatten. Sie hatten Di festgenommen, als er Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte, und nur wenige Stunden später seine Wohnung durchsucht. Sie drohten ihm auch mit Gefängnis.

Vor Gericht gestellt

Die Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Guandu leitete Dis Fall an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Wuhua weiter, die später Anklage gegen ihn erhob.

Am 7. Januar 2026 erhielten Dis Angehörige einen Anruf aus dem Gefängnis des Bezirks Guandu. Ihnen wurde mitgeteilt, dass er sich seit sechs Tagen im Hungerstreik befinde und soeben ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Der Anrufer weigerte sich, den Namen des Krankenhauses zu nennen.

Die Familie beantragte beim Bezirksgericht Wuhua eine Freilassung gegen Kaution. Das Gericht erklärte sich für nicht zuständig, da noch kein Verhandlungstermin anberaumt worden war. Kurz darauf wurde die Familie darüber informiert, dass Di am 27. Januar vor Gericht stehen werde. Kurze Zeit später rief das Gericht sie jedoch erneut an und teilte mit, dass noch kein Gerichtstermin feststehe.

Vor seiner jüngsten Verhaftung hatte Di seine Arbeitsstelle bei der Schiffbaugesellschaft Kunming verloren und war bereits zweimal wegen seines Glaubens an Falun Dafa inhaftiert gewesen. Nachdem man ihn am 21. November 2004 festgenommen und in eine Haftanstalt überführt hatte, wurde er dort von zwei Häftlingen in Brust und Bauch geschlagen. Später wurde er zu vier Jahren Haft im Ersten Gefängnis der Provinz Yunnan verurteilt.

Di und seine Frau Luo Jiangqin (58), ebenfalls eine Falun-Dafa-Praktizierende, waren am 24. Februar 2014 in ihrer Wohnung festgenommen worden. Di wurde zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt und verbüßte seine Strafe im Ersten Gefängnis der Provinz Yunnan. Seine Frau erhielt eine dreijährige Haftstrafe im Zweiten Frauengefängnis der Provinz Yunnan. Dort wurde sie gezwungen, lange Zeit auf einem kleinen Hocker zu sitzen und war weiteren Misshandlungen ausgesetzt.

Früherer Bericht:

Die Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden im Ersten Gefängnis der Provinz Yunnan – Teil I