(Minghui.org) Die chinesischen Behörden gaben am 20. Januar bekannt, dass gegen den hochrangigen Beamten Gao Yichen wegen schwerer Verbrechen ermittelt wird und sein Vermögen beschlagnahmt wurde. Gao war zuvor stellvertretender Minister im Ministerium für Staatssicherheit. Darüber hinaus wurde er 2005 stellvertretender Leiter des Büros 610 und stellvertretender Sekretär des Zentralkomitees für Politik und Recht (ZVK).
Sowohl das Büro 610 als auch das ZVK spielen eine entscheidende Rolle bei der Verfolgung von Falun Gong, einem Meditationssystem, das auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht beruht. Seit Juli 1999 verfolgt das chinesische Regime Falun Gong unerbittlich. Abertausende Praktizierende wurden wegen ihres Glaubens festgenommen, eingesperrt und gefoltert, viele von ihnen fielen dem Organraub zum Opfer.
Die Ankündigung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) hob Gaos frühere Rolle im Büro 610 ausdrücklich hervor. Dies macht deutlich, dass selbst hochrangige und der KPCh treu ergebene Funktionäre nicht vor Konsequenzen gefeit sind. Wie ein chinesisches Sprichwort sagt: „Gutes wird belohnt, Böses bestraft.“ Zugleich ruft diese Nachricht der Öffentlichkeit die Illegitimität des Büros 610 als außergerichtliche Behörde in Erinnerung.
Gao ist nicht der einzige Leiter des Büros 610, der strafrechtlich verfolgt wird. Li Dongsheng, ein ehemaliger Leiter der Behörde, wurde 2015 angeklagt und 2016 verurteilt. Zhou Yongkang, ehemaliger Sekretär der Zentralen Volksmobilisierungszentrale (VBA) und ehemaliger Leiter des Führungsteams des Büros 610, wurde ebenfalls 2014 verhaftet und 2015 verurteilt.
Tatsächlich lassen sich ähnliche Muster in früheren politischen Kampagnen der KPCh beobachten. So initiierte Mao Zedong die Kulturrevolution. Kurz nach seinem Tod 1976 nahm die KPCh mehrere seiner Anhänger ins Visier, bezeichnete sie als „Viererbande“ und verurteilte sie für ihre Rolle in der blutigen Bewegung.
Wie Karl Marx und die Kommunistische Partei der Sowjetunion richtet auch die totalitäre KPCh ihr Vorgehen auf die Kontrolle der Bevölkerung und den eigenen Machterhalt aus. Ihren politischen Kampagnen, die China schweren Schaden zugefügt haben, liegt eine von Klassenkampf, Hass und systematischen Lügen geprägte Ideologie zugrunde. Aus diesem Grund duldet das Regime keine authentische chinesische Kultur – einschließlich jener traditionellen moralischen Werte, die Falun Gong vermittelt.
Als der damalige KPCh-Vorsitzende Jiang Zemin im Juli 1999 die Verfolgung von Falun Gong einleitete, hatte die Praxis bereits rund 100 Millionen Anhänger. Viele von ihnen hatten die positiven Auswirkungen von Falun Gong auf Körper und Geist selbst erfahren. Da die Zahl der Praktizierenden die der KPCh-Mitglieder überstieg, ordnete Jiang die Einrichtung des Büros 610 an, um die landesweite Unterdrückung der Praxis zu steuern.
Das Büro 610 verstößt gegen die Verfassung und übt eine illegale Kontrolle über sämtliche Ebenen der chinesischen Regierung aus – von der Zentralregierung bis hinunter zur Gemeindeebene. In der Folge inhaftieren die Behörden Praktizierende willkürlich und verletzen ihre grundlegendsten Rechte.
Informationen von Minghui.org zufolge haben infolge dieser Verfolgung mehr als 5.300 Praktizierende ihr Leben verloren. Die außergesetzliche Tätigkeit des Büros 610 macht die Brutalität der KPCh und das Ausmaß ihrer Menschenrechtsverletzungen deutlich.