(Minghui.org) Ein Mann aus dem Pekinger Bezirk Pinggu soll am 9. Oktober 2026 wegen seines Glaubens an Falun Gong vor Gericht gestellt werden.
Der etwa 56-jährige Liu Yaping wurde am 13. Mai 2026 festgenommen, als er gerade unterwegs war. Das Bezirksgericht Pinggu hat inzwischen eine Gerichtsverhandlung für den 9. Oktober angesetzt. Bis dahin wird Liu in der örtlichen Haftanstalt festgehalten.
Bereits vor seiner jüngsten Festnahme war Liu zwischen April 2025 und April 2026 wiederholt von der Polizei schikaniert worden.
Am 24. April 2025 klopfte ein Beamter der Polizeiwache Yuyang an Lius Tür, doch Liu ließ ihn nicht herein. Am 6. August gegen 19 Uhr erschien der Beamte Hao Aimin von derselben Polizeiwache zusammen mit einem Hilfspolizisten und einer Frau, bei der es sich vermutlich um eine Mitarbeiterin des örtlichen Nachbarschaftskomitees handelte. Liu weigerte sich erneut, die Tür zu öffnen.
Am 8. Dezember 2025 drangen sieben Beamte der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Pinggu und der Polizeiwache Daxingzhuang in Lius Wohnung ein, darunter Zhang Zhijian, Wang Haizhen und Xing Qiming. Sie durchsuchten die Räume und nahmen Liu fest.
Anschließend wurde Liu im Fallbearbeitungszentrum des Bezirks Pinggu verhört und am folgenden Tag in die Haftanstalt des Bezirks Shunyi gebracht, wo er neun Tage lang in Verwaltungshaft festgehalten wurde. Am 18. Dezember 2025 kam er wieder frei.
Am 12. Januar 2026 gegen 9 Uhr morgens erschienen Polizeibeamter Hao und ein Hilfspolizist an Lius Wohnungstür. Er ließ sie nicht herein; daraufhin riefen sie ihn an und fragten ihn aus, wo er arbeite, welche Orte er besuche und ob er weiterhin Falun Gong praktiziere. Zudem erkundigten sie sich, ob seine Frau, Zhang Yuhong, zu Hause sei.
Am 29. April 2026 klopften erneut Polizisten an Lius Tür, doch er verweigerte ihnen den Zutritt. Anschließend riefen sie ihn dreimal und seine Frau einmal an und setzten damit ihre Schikanen fort.
Bereits vor 2025 war Liu wegen seines Glaubens wiederholt festgenommen worden. Von 2009 bis 2011 wurde er zwei Jahre lang in einem Zwangsarbeitslager festgehalten.
Am 26. Juli 2024 reichte Liu eine Zivilklage gegen die Bildungsbehörde des Bezirks Pinggu ein. Die Behörde hatte zunächst seine Gehaltszahlungen eingestellt und ihn später von seiner Stelle als Lehrer an einer Mittelschule entlassen. Das Bezirksgericht Pinggu verhandelte die Klage am 10. Dezember 2024 und wies sie am 21. Januar 2025 ab.
Weitere Einzelheiten zu Lius früherer Verfolgung und seiner Klage gegen die Bildungsbehörde finden sich in den nachfolgend aufgeführten Berichten.
Frühere Berichte:
Pekinger Lehrer verklagt Schulbehörde wegen Gehaltsaussetzung und unrechtmäßiger Kündigung
Pekinger Lehrer kämpft nach Freispruch weiter um seinen Arbeitsplatz als Mittelschullehrer