(Minghui.org) Seit über zwei Jahrzehnten sind Falun-Dafa-Praktizierende in China großen Drangsalen ausgesetzt. Dennoch kultivieren sie sich fleißig, machen die drei Dinge gut, widerstehen der Verfolgung und unterstützen den Meister bei der Errettung der Lebewesen.
Aktuell kommt es in vielen Regionen Chinas immer wieder zu Vorfällen, in denen Mitarbeiter der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) Praktizierende überwachen, verschleppten, ihre Wohnungen durchsuchen und sie ohne Rechtsgrundlage verurteilen. Auf der Minghui-Website gibt es zahlreiche Berichte über die anhaltende brutale Verfolgung von Praktizierenden durch Mitarbeiter der Staatssicherheit, der Staatsanwaltschaft und anderer Justizbehörden. Dazu möchte ich meine persönlichen Erfahrungen mitteilen.
Ich war wegen meines Glaubens an Falun Dafa mehr als zehn Jahre illegal inhaftiert. Nach meiner Freilassung vor über einem Jahr wurde ich zu Hause weiter von Mitarbeitern meiner Arbeitseinheit sowie verschiedener Regierungsstellen schikaniert. In Anbetracht dieser Umstände beschloss ich, meine Rente zu beantragen.
Als ich bei meiner Arbeitseinheit sowie beim Komitee für Politik und Recht (PLAC) meinen Rentenantrag stellte, sprach ich auch über Falun Dafa und die Verfolgung, die ich persönlich erlebt habe. Gleichzeitig schrieb ich Briefe an Mitarbeiter der zuständigen Behörden, in denen ich die Verfolgung offenlegte. Oberflächlich schienen sie meine Erklärungen zu akzeptieren, aber meinen Rentenantrag bearbeiteten sie nicht. Der zuständige Mitarbeiter meiner Arbeitseinheit sagte mir, er würde seine Stelle verlieren, wenn er meine Rente genehmigen würde. Schließlich teilten sie mir mit, dass sie meinen Rentenantrag unmöglich bewilligen könnten.
Da ich nicht wusste, wie ich am besten vorgehen sollte, wandte ich mich an das von Praktizierenden betriebene Justizforum und bat sie um Auskunft: Wie kann man das chinesische Rechtssystem nutzen, um die Verfolgung aufzudecken und gleichzeitig die wahren Umstände zu erklären?
Ich hatte nur wenig rechtliche Kenntnisse und verstand nicht einmal die grundlegenden juristischen Begriffe. Deshalb übermittelte ich dem Forum meine Briefe, die ich im Zusammenhang mit meinem Rentenantrag verfasst hatte, und bat sie um Hinweise. Sie erinnerten mich daran, den Anforderungen des Meisters zu folgen und mich auf den Prozess anstatt auf das Ergebnis zu konzentrieren. Für diesen Rat war ich sehr dankbar. Und so beschloss ich, meinen Fokus zu ändern: Entscheidend war nicht, meine Rente zu bekommen, sondern die Lebewesen zu erretten. Der gesamte Verfahrensablauf war eine Gelegenheit, mit Menschen in Kontakt zu kommen und ihnen die wahren Umstände über Falun Dafa zu erklären.
Ich erinnerte mich wieder, dass ich nach meiner Entlassung aus dem Gefängnis, den Mitarbeitern des Komitees für Politik und Recht und meiner Arbeitseinheit persönlich die wahren Umstände erklären wollte. Aber ich schaffte es nicht, auf den Punkt zu kommen. Die Gespräche wurden häufig durch Telefonanrufe oder Besucher unterbrochen. Daher beschloss ich, Briefe zu schreiben, anstatt persönlich mit ihnen sprechen.
Als ich mit dem Schreiben begann, war ich ruhig und friedlich. Es fiel mir leicht, über die Schönheit der Kultivierung von Falun Dafa sowie über meine eigenen Erfahrungen der Verfolgung zu schreiben. Schwieriger war es, aus rechtlicher Sicht darzulegen, dass das Praktizieren von Falun Dafa gesetzlich erlaubt ist und dass die Verfolgung gegen das Gesetz verstößt. Deshalb besuchte ich die Minghui-Website und las Erfahrungsberichte anderer Praktizierender zu diesem Thema.
Der erste Artikel, der mir ins Auge fiel, trug den Titel: „Die Verfolgung von Falun Gong in China ist illegal.“ Als ich ihn las, war ich sehr dankbar. Ich legte meine Hände in die Heshi-Geste und sagte zum Meister: „Meister, das ist genau das, was ich gesucht habe – eine rechtliche Darstellung, warum die Verfolgung illegal ist. Danke, Meister! Danke, Dafa!“
Es dauerte nicht lange, da war der 16-seitige Brief fertig. Ich las ihn mehrfach durch und hatte das Gefühl, dass er gut ausgearbeitet war. Es wurde erklärt, dass das Praktizieren von Falun Dafa sowohl die körperliche Gesundheit als auch die Moral verbessert und den Menschen, der Gesellschaft sowie dem Land zugutekommt. Aus rechtlicher Sicht erläuterte er, dass das Praktizieren von Falun Dafa gesetzlich erlaubt ist, während die Verfolgung von Falun Dafa gegen geltendes Recht verstößt und eine Straftat darstellt. Der Brief las sich, als hätte ihn jemand mit juristischem Hintergrund verfasst. Ich wusste, dass es nur mit Hilfe des Meisters möglich gewesen war. Nun verstand ich auch die Bedeutung von „Die Dafa-Jünger sind ein Körper“ besser.
Doch bevor ich den Brief abschicken wollte, bekam ich auf einmal Angst, ich könnte dafür erneut verfolgt werden. Durch das Fa-Lernen wurde mir klar, dass die Errettung der Lebewesen die Mission eines Falun-Dafa-Praktizierenden ist und ich den Brief abschicken musste. Nach dem Absenden war ich tagelang nervös und immer wieder kam die Angst in mir hoch. Ich beruhigte mich, lernte das Fa und sandte verstärkt aufrichtige Gedanken aus, um die Störungen in unserer Region zu beseitigen.
Eines Tages kamen ein Mitarbeiter des Komitees für Politik und Recht und ein Vertreter meiner Arbeitseinheit zu mir nach Hause. Sie sagten mir, dass sie meinen Brief gelesen hätten. Einer von ihnen sagte: „Du hast es gewagt, ihn zu schreiben! Ich wollte ihn gar nicht lesen.“ Erst in diesem Moment konnte ich die Angst vollständig ablegen. Meine aufrichtigen Gedanken, mich der Verfolgung zu widersetzen, kamen aus dem Fa, von meiner Kultivierung und von dem vom Meister arrangierten Kultivierungsweg.
Mit der Unterstützung der Mitpraktizierenden aus dem Forum reichte ich beim Amt für Personalwesen und Soziale Sicherheit (HRSSB) meinen Antrag auf gesetzliche Rente ein und fügte eine Kopie meines Briefes mit den Fakten bei. Außerdem sandte ich Kopien dieser Unterlagen an Beamte der zuständigen Regierungsstellen, von der Zentralregierung bis hin zu den lokalen Behörden. Zwei Monate vergingen, ohne dass ich eine Antwort erhielt. Darauf reichte ich beim Amt für Verwaltungsüberprüfung einen Antrag auf Wiederaufnahme ein. Es dauerte nicht lange und schon erhielt ich von meinem Arbeitgeber eine Mitteilung über die Annahme meines Rentenantrags.
Mit dem Gesetz unsere Rechte geltend zu machen, ist auch eine Gelegenheit, den Menschen zu erklären, dass das Praktizieren von Falun Dafa legal ist und dass die Verfolgung illegal ist. Mit Hilfe der Mitpraktizierenden reichte ich zusätzlich eine Strafanzeige gegen die Polizisten ein, wegen der über Jahre hinweg begangenen Verbrechen gegen mich. Ferner verlangte ich von den zuständigen Abteilungen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Darüber hinaus forderte ich noch die Rückgabe von persönlichen Gegenständen, die von der Polizei unrechtmäßig beschlagnahmt wurden. Um die Verfolgung umfassend aufzudecken, schickte ich die Materialien auch an alle relevanten Behörden, von der Zentralregierung bis zu den lokalen Behörden, einschließlich Polizeistationen sowie Straßen- und Gemeindekomitees.
Kurz nachdem ich die Strafanzeigen eingereicht hatte, kam einer der Angezeigten zu mir nach Hause, um mich zu belästigen. Er schien Angst zu haben, dass ich weitere rechtliche Schritte gegen ihn unternehmen würde. Durch mein Vorgehen wurde die Verfolgung weithin offengelegt, die beteiligten Beamten der Strafverfolgungsbehörden wurden abgeschreckt und davon abgehalten, ihr Fehlverhalten fortzusetzen. Gleichzeitig erhielten die Menschen die Gelegenheit, die Wahrheit über Falun Dafa zu erfahren. Danach traten die zuständigen Mitarbeiter der Behörden nicht mehr so arrogant auf und belästigten mich nicht mehr so stark wie früher.
Im gesamten Verlauf konnte ich meine Güte kultivieren und allen Hass und Groll loslassen. Ich erkannte, dass es bei dieser Verfolgung nicht einfach um Menschen geht, die andere Menschen verfolgen. Die Täter werden von bösartigen Faktoren in anderen Räumen gesteuert. Sobald diese beseitigt sind, wird sich auch die Situation an der Oberfläche verändern.
Während des Prozesses richtete ich mein Augenmerk darauf, die Verfolgung aus rechtlicher Sicht aufzudecken, die Fakten über Falun Dafa und die Verfolgung zu erklären und Lebewesen zu erretten. Mein Ziel war es, anderen zu helfen und nicht nur meine Rente zu erhalten, meine persönlichen Gegenstände zurückzubekommen oder Menschen zu bestrafen. Mein Wunsch war, mit meinen Erklärungen, Anträgen und Beschwerden einfach noch mehr Menschen zu erreichen und die wahren Umstände umfassender zu erklären.
Falun-Dafa-Praktizierende in China werden seit 26 Jahren brutal verfolgt. Es gibt aber immer noch viele Menschen, die die Hintergründe dieser Verfolgung nicht kennen. Wenn wir jedoch die Menschen aus rechtlicher Sicht informieren und ihnen sagen: „Das Praktizieren von Falun Dafa ist legal, die Verfolgung von Falun Dafa ist illegal“, können wir die Verfolgung eindämmen. Sobald die Menschen die Wahrheit kennen, haben sie die Möglichkeit, ihre Zukunft selbst zu wählen.