(Minghui.org) Eine pensionierte Lehrerin erlitt 2022 einen Schlaganfall, wenige Monate nachdem sie wegen der Ausübung von Falun Dafa zu drei Jahren Haft verurteilt und ihre Pension einbehalten worden war. Aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustands verweigerte das Gefängnis ihre Aufnahme, doch die Polizei schikanierte sie weiterhin zu Hause, um zu prüfen, ob sie nicht doch haftfähig wäre. Sie starb am 21. August 2025 im Alter von 87 Jahren.
Han Guiyun, pensionierte Lehrerin an der Gesundheitsschule der Stadt Yingkou in der Provinz Liaoning, erfreute sich dank des Praktizierens von Falun Dafa lange Zeit guter Gesundheit. Erst die Verfolgung gegen sie verschlechterte ihren Gesundheitszustand und führte schließlich zu ihrem Tod.
Han wurde am 31. Mai 2019 in einem Park festgenommen, nachdem sie angezeigt worden war, weil sie mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatte. Die Polizei durchsuchte ihre Wohnung und ließ sie gegen 1 Uhr nachts gegen Kaution frei. Fünf Beamte erschienen am 18. Juni 2019 an ihrer Tür und brachten sie zur Polizeistation Wutaizi, um die Kautionsdokumente zu unterzeichnen.
Nach ihrer Anhörung vor dem Bezirksgericht Zhanqian am 10. März 2021 brachte die Polizei Han zu einer körperlichen Untersuchung. Dabei wurde festgestellt, dass sie einen gefährlich hohen Blutdruck hatte. Zudem musste sie sich übergeben, sodass sie vom örtlichen Untersuchungsgefängnis in diesem Zustand nicht aufgenommen wurde.
Am 12. März suchten ein Polizeibeamter und zwei Mitarbeiter des Wohnungskomitees Han auf und schikanierten sie. Sie erklärten ihr, dass sie nur eine geringe Strafe erhalten und weiterhin 60 Prozent ihrer Rente beziehen könne, wenn sie eine Erklärung unterschreibe, in der sie verspreche, Falun Dafa nicht mehr zu praktizieren. Weigere sie sich jedoch, würde ihre gesamte Rente ausgesetzt. Han erwiderte, dass sie die Erklärung nicht unterschreiben werde. Daraufhin gingen die Beamten wieder.
Ende April versuchte die Polizei erneut, Han in Gewahrsam zu nehmen. Aufgrund ihres hohen Blutdrucks, mit dem sie infolge der anhaltenden Schikanen durch die Polizei bereits seit einem Jahr zu kämpfen hatte, verweigerte die Haftanstalt jedoch erneut ihre Aufnahme.
Richter Wang Feng verurteilte Han am 3. Juni; das Urteil wurde ihr am 2. Juli 2021 verkündet. Zu den „Beweisen“, die gegen sie angeführt wurden, zählten unter anderem, dass sie seit 1996 Falun Dafa praktizierte und zu Hause entsprechende Materialien besaß. Der Richter ordnete außerdem an, dass sie die Geldstrafe von 10.000 Yuan (rund 1.400 Euro) innerhalb von zehn Tagen nach Zustellung des Urteils zahlen müsse. Darüber hinaus kündigte er an, in einem gesonderten Bescheid den Zeitpunkt festzulegen, zu dem sie ihre Haftstrafe antreten sollte. Han legte beim Mittleren Volksgericht der Stadt Yingkou Berufung ein, doch das Gericht bestätigte das ursprüngliche Urteil.
Polizei und Gerichtsangestellte schikanierten Han vor, während und nach ihrem Prozess wiederholt in ihrer Wohnung. Die endlosen Schikanen belasteten sie so sehr, dass sie schließlich nicht mehr aufrecht stehen konnte und unter starken Rückenschmerzen litt.
Am 21. Februar 2022 erlitt Han einen Schlaganfall und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Da die Behörden ihre monatliche Rente von 4.600 Yuan (rund 580 Euro) seit Juli 2021 einbehielten, konnte sie sich die weitere Behandlung nicht leisten und wurde etwa drei Wochen später entlassen. Zwischen Juli 2021 und ihrem Tod im August 2025 wurden ihr insgesamt 230.000 Yuan (rund 29.092 Euro) an Rentenzahlungen vorenthalten.
Da Han auf der rechten Körperseite gelähmt war, war sie auf die Pflege ihres Sohnes angewiesen. Aufgrund des enormen psychischen Stresses verlor sie einen Großteil ihrer Zähne und konnte nur noch flüssige Nahrung zu sich nehmen. Sie erkannte Menschen oft nicht, hatte Schwierigkeiten, sich klar auszudrücken, und litt unter Hörproblemen.
Hans Gesundheitszustand verschlechterte sich im Laufe der Jahre weiter. Am 21. August 2025 verstarb sie.
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