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Neue Details zur Folter einer 64-Jährigen aus Jilin, die 2026 im Arbeitslager starb

25. März 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Jilin, China

(Minghui.org) Minghui.org berichtete bereits über den Tod einer Frau im März 2026 in Shulan, Provinz Jilin. Sie war jahrelang wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verfolgt worden. Im Folgenden ist ein weiterer Bericht über Sun Xiuhuas Zeit in einem Arbeitslager von 1999 bis 2000.

Sun Xiuhua reiste im September 1999, zwei Monate nach Beginn der Verfolgung, nach Peking, um für das Recht auf das Praktizieren von Falun Dafa zu appellieren. Sie wurde zurückgebracht und zu einem Jahr Zwangsarbeit im Frauenarbeitslager Heizuizi verurteilt.

Bei ihrer Einweisung wurde Sun einer körperlichen Untersuchung unterzogen, einschließlich Blut- und Urintests. Anschließend brachte man sie in das Büro des Vierten Teams, wo eine Gruppe von Insassinnen sie beobachtete. Die Insassinnen zwangen sie, über längere Zeit in der Hocke zu verharren, bevor sie schließlich in eine Zelle geführt wurde. Von einer Mitpraktizierenden erfuhr sie später, dass überall Überwachungskameras installiert waren und es Falun-Dafa-Praktizierenden strikt verboten war, die Übungen auszuführen.

Am nächsten Morgen machte Sun trotzdem die Übungen. Daraufhin wurde sie in einen Raum im fünften Stock gezerrt, wo zwei Mithäftlinge sie traten und schlugen, auch ins Gesicht. Kurz darauf verlor sie das Bewusstsein. Als sie wieder zu sich kam, waren die beiden dabei, ihren Kopf wie einen Ball zu treten – dann wurde sie erneut ohnmächtig. Nachdem sie wieder erwacht war, befahlen ihr die beiden, aufzustehen, und brachten sie zurück in ihre Zelle im vierten Stock. Dort zwangen sie sie, sich mit Nase, Bauch und Zehen gegen die Wand zu pressen.

Trotz der Folter machte Sun die Übungen und rezitierte die Falun-Dafa-Lehre, wann immer sie konnte. Auch andere inhaftierte Praktizierende schlossen sich ihr an. Eines Tages leitete sie während einer Versammlung die Rezitation der Lehre und wurde daraufhin den Wärtern gemeldet.

Zhang Yumei, die für die Verfolgung der Praktizierenden zuständig war; Li Xiaohua, die den Workshop leitete, und Teamleiter Guan trafen kurz darauf ein, jeder mit einem Elektrostab in der Hand. Guan fragte, wer mit der Rezitation begonnen hatte, und Sun hob die Hand. Einige andere Praktizierende hoben ebenfalls die Hände. Alle wurden barfuß in ein Büro gebracht und mit Elektrostäben gefoltert.

Während eines weiteren Treffens machte Sun die Falun-Gong-Übungen, woraufhin sich mehrere Dutzend weitere im vierten Team inhaftierte Praktizierende anschlossen. Daraufhin befahl Zhang allen, sich im Flur mit dem Gesicht zur Wand aufzustellen. Anschließend schlug sie ihre Hände mit einem Elektroschocker. Als sie erschöpft war, zwang sie die Praktizierenden, auf einem Bein zu stehen und die Arme hinter dem Rücken zu heben. Wer den anderen Fuß absetzte, wurde an Händen und Kopf geschlagen und später zusätzlich mit Elektroschockern misshandelt.

Zhang erlaubte den Praktizierenden erst um Mitternacht, in ihre Zellen zurückzukehren.

Eines Winterabends machte Sun erneut die Falun-Dafa-Übungen. Li packte sie an den Haaren und zerrte sie in den Waschraum. Li drückte ihren Kopf unter den Wasserhahn und drehte das kalte Wasser auf, um ihre Haare zu durchnässen. Dann entkleidete Li sie und zwang sie, sich an ein offenes Fenster zu hocken.

Sun durfte erst im Morgengrauen in ihre Zelle zurückkehren. Als sie darum bat, die Toilette benutzen zu dürfen, ordnete Guan stattdessen an, dass ihre gesamte Zelle zur Strafe die Küche reinigen müsse. Als sie gegen Mittag fertig waren, waren Suns Füße stark angeschwollen, und sie konnte sich nur noch mühsam fortbewegen. Guan ließ sie daraufhin ins Büro kommen und fügte ihr mit einem Elektroschockgerät Misshandlungen am Bauch, unter den Armen, an den Handflächen, im Gesicht, am Hals und im Intimbereich zu. Zuvor hatte sie Sun die Kleidung ausgezogen. Anschließend musste Sun weiterhin nackt in der Hocke verharren. Kurz darauf hörte sie zwei Männer sprechen, woraufhin Guan ihr befahl, ihre Kleidung zu greifen und in ihre Zelle zurückzulaufen. An diesem Tag durfte sie die Toilette nur zur Mittagszeit aufsuchen; infolge der Elektroschocks war sie jedoch nicht in der Lage zu urinieren. Unter Tränen berichtete sie den anderen von der erlittenen Folter.

Die Körperstellen, an denen sie Elektroschocks erlitten hatte, schwollen stark an. Auch ihr Gesicht und ihr Hals wurden steif. Als die Schwellungen allmählich zurückgingen, platzten die durch die Schocks verursachten Blasen auf und sonderten Eiter und blutige Flüssigkeit ab, die an ihrer Kleidung haftete. Schon die leichteste Berührung der Blasen verursachte ihr unerträgliche Schmerzen.

Die Folter geht weiter

Am 4. Februar 2000 (dem Vorabend des chinesischen Neujahrs) wünschten Sun und sieben weitere Praktizierende dem Begründer von Falun Dafa ein frohes Fest, indem sie meditierten. Viele weitere Praktizierende schlossen sich ihnen an. Da kam die Sektionsleiterin Lian zusammen mit anderen auf sie zu und schockten die Meditierenden mit Elektrostäben im Gesicht und an den Armen.

Lian fragte, wer meditiert habe, worauf sich insgesamt 27 Praktizierende meldeten sich. Sie zwang sie, reglos und aufrecht zu sitzen; jede noch so kleine Bewegung wurde mit Schlägen bestraft.

Am fünften Tag hielten nur noch Sun und vier weitere Praktizierende standhaft durch und weigerten sich, gegen ihren Willen ihrem Glauben abzuschwören. Sie wurden in eine Ecke geführt. Die anderen vier Praktizierenden waren zu diesem Zeitpunkt bereits bewusstlos, wurden aber trotzdem weiter geschlagen.

Schließlich wurden alle fünf in ihre Zellen zurückgebracht. Sun ließ sich von der wiederholten Folter nicht einschüchtern und praktizierte weiterhin die Falun-Dafa-Übungen, wann immer es ihr möglich war. Einmal steckte ihr ein Wärter einen Elektrostab in den Mund. Trotzdem erklärte sie, Falun Dafa weiterhin zu praktizieren.

Schließlich wurde sie von den Wärtern in Einzelhaft gesperrt und durfte dort die Falun-Dafa-Übungen machen und die Lehre lesen. Man bat sie sogar, ihnen beim Nähen ihrer Kleidung zu helfen (sie war früher Näherin gewesen).

Sun beobachtete einmal, wie einige Praktizierende zur Zwangsernährung in das interne Krankenhaus gebracht wurden. Daraufhin trat sie in Hungerstreik, um diese Praktizierenden zu unterstützen. Auch sie wurde zwangsernährt – mit einer Mischung aus Maismehl und Salzwasser. Sie leistete heftigen Widerstand, sodass die Paste ihr aus der Nase austrat und sie beinahe daran erstickte. Schließlich brachen die Wärter die Zwangsernährung ab.

Nach dem Vorfall um das chinesische Neujahr wurde Suns Haftzeit um drei Monate verlängert.

Früherer Bericht:

Todesmeldung: Frau aus Jilin stirbt vier Jahre nach zweijähriger unrechtmäßiger Haftstrafe