(Minghui.org) Sun Xiuhua und ihr Mann waren bekannte Hochzeitsausrichter in Baiqi, Stadt Shulan, Provinz Jilin. Sie betrieben ein florierendes Geschäft und führten ein wohlhabendes Leben. Nachdem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) jedoch 1999 die Verfolgung ihres Glaubens an Falun Dafa eingeleitet hatte, brach ihr Geschäft zusammen. In den folgenden Jahren wurden sie wiederholt verhaftet und inhaftiert. Suns Gesundheitszustand verschlechterte sich zunehmend. Anfang März 2026 verstarb sie im Alter von 64 Jahren.

Ein Jahr Zwangsarbeit

Kurz nach Beginn der Verfolgung im Juli 1999 reiste Sun nach Peking, um für ihr Recht auf das Praktizieren von Falun Dafa zu appellieren. Am 17. November 1999 wurde sie festgenommen und 15 Tage lang auf dem Polizeirevier von Shulan festgehalten. Da sie an ihrem Glauben festhielt, brachte man sie anschließend in ein Seniorenheim in Baiqi, wo sie weitere 13 Tage lang festgehalten wurde, bevor sie in ein örtliches Gefängnis verlegt wurde.

Am 27. Dezember 1999 wurde Sun erneut in ein Gefängnis gebracht und blieb dort einen Monat lang in Untersuchungshaft. Anschließend verurteilten die Behörden sie zu einem Jahr Zwangsarbeit. Im Februar 2000 wurde sie in das Frauenarbeitslager Heizuizi eingeliefert. Sie und andere zu Unrecht inhaftierte Praktizierende rezitierten die Lehre von Falun Dafa, um gegen die Verfolgung zu protestieren. Die Wärter fesselten sie und klebten ihnen den Mund zu. Nach Ablauf ihrer Haftstrafe wurde Sun weitere 12 Tage lang festgehalten, bevor man sie freiließ.

Auf der Polizeiwache geschlagen

Am 9. Juli 2003 wurde Sun von Li Zhuo von der Staatssicherheitsabteilung der Stadt Shulan und Liu Xuebing von der Polizeistation Fate festgenommen. Sie brachten sie zur Polizeistation Baiqi, wo sie geschlagen wurde, bis sie das Bewusstsein verlor. Als sie wieder zu sich kam, sah sie eine große Blutlache auf dem Boden, und mehrere ihrer Vorderzähne waren locker.

Am Nachmittag desselben Tages wurde Sun zur Polizeistation Shulan gebracht. Bei einem Fluchtversuch sprang sie aus dem dritten Stock und erlitt mehrere Knochenbrüche. Sie wurde sieben Tage lang auf der Intensivstation behandelt, bis sich ihr Zustand stabilisierte.

Wiederholt schikaniert und festgenommen

Schikanen während der politischen Versammlungen

Während der jährlichen Plenarsitzungen des Nationalen Volkskongresses und des Nationalkomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes im März 2004 beauftragte die Lokalregierung von Baiqi einen Beamten damit, jeden Falun-Dafa-Praktizierenden zu überwachen. Ziel war es, zu verhindern, dass Praktizierende nach Peking reisen, um sich zu beschweren. Konnten Praktizierende nicht ausfindig gemacht werden, wurden stattdessen ihre Familienangehörigen schikaniert.

Ma Chuanzhi, Leiter der Polizeistation Baiqi, suchte Sun am 4. März 2004 zweimal in ihrer Wohnung auf. Als die Familie sich weigerte, die Tür zu öffnen, schlugen die Polizisten die Fenster ein und drangen gewaltsam ein. Da Suns Mann, Xu Hongyu, nicht zu Hause war, suchten die Beamten weiter nach ihm. Schließlich wurde Xu im Haus eines anderen Praktizierenden festgenommen. Er wurde zur Vernehmung auf die Polizeistation Baiqi gebracht und am Abend wieder freigelassen.

Zwangsarbeit des Mannes

Sun und Xu zogen später nach Meishan in der Provinz Sichuan, um dort ihr Geschäft neu aufzubauen. Am 18. November 2004 wurden sie jedoch erneut festgenommen. Sun wurde einen Monat lang im Kreis Renshou inhaftiert, während Xu zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde.

Beim Transport von Xu vom Gefängnis in Meishan in das Zwangsarbeitslager Xinhua drohte ihm ein Polizist: „Hältst du immer noch an Falun Gong fest? Ich werde dich ruinieren, deinen Ruf zerstören und dafür sorgen, dass du ein elendes Leben führst.“

Im Arbeitslager wurde Xu wiederholt gefoltert, weil er Falun Dafa nicht abschwor. Zu den Misshandlungen gehörten Schlafentzug, eingeschränkter Toilettengang, langes Stehen und intensive Gehirnwäsche.

Weil Xu am 1. Oktober 2006 „Falun Dafa ist gut“ rief, setzten die Wärter mehr als 40 Minuten lang Elektroschocks gegen ihn ein, und zwar mit über zehn Elektrostäben. Anschließend fesselten sie ihn über einen Monat lang an einen Metallstuhl und entzogen ihm den Schlaf. Seine Haftzeit wurde zudem um drei Monate verlängert.

Anhaltende Schikanen und Gefängnisstrafe des Mannes

Nachdem das Paar nach Shulan zurückgekehrt war, wurden sie weiterhin von der örtlichen Polizei schikaniert. Beamte der Polizeistation der Gemeinde Fate belästigten Sun am 16. August 2017 in ihrer Wohnung und fotografierten sie ohne ihre Zustimmung.

Am Abend des 18. Juli 2018 führten Dong Qiming und Zhang Xuetao, Leiter der Staatssicherheitsabteilung von Shulan, eine Gruppe von Beamten an, die mehrere örtliche Praktizierende festnahmen und deren Wohnungen durchsuchten. Mindestens 13 Praktizierende, darunter auch Xu, waren betroffen.

Xu wurde später zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft sowie zu einer Geldstrafe von 3.000 Yuan (etwa 360 Euro) verurteilt. Während seiner Haft im Gefängnis Gongzhuling wurde er von den Wärtern mit Elektrostäben im Gesicht und am Hals misshandelt, wodurch diese Bereiche stark anschwollen. Außerdem zwangen ihn die Wärter stundenlang in eine Zwangsjacke, sodass er beinahe erstickte.

Zweijährige Haftstrafe

Sun wurde zuletzt am 17. Juli 2020 in Heyuan, Provinz Guangdong, festgenommen, als sie ihren Sohn und ihren neugeborenen Enkel besuchte. Zhang Xuetao, stellvertretender Leiter der Staatssicherheitsabteilung von Shulan, Polizeichef Yang sowie eine weitere Frau reisten dorthin und arbeiteten mit der örtlichen Polizei zusammen, um sie festzunehmen.

Sun wurde nach Shulan zurückgebracht und im Gefängnis von Jilin inhaftiert. Später verurteilten die Behörden sie zu zwei Jahren Haft. Während ihrer Inhaftierung in einem unbekannten Gefängnis wurde sie intensiver Gehirnwäsche unterzogen und gegen ihren Willen gezwungen, Falun Dafa abzuschwören. Nach ihrer Entlassung befand sie sich in einem verwirrten Zustand.

Nach ihrer Rückkehr nach Hause litt Sun unter erheblichen finanziellen Schwierigkeiten und konnte sich nur schwer erholen. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich weiter, und im Januar 2026 wurde sie kurzzeitig ins Krankenhaus eingeliefert. Sie erholte sich nicht mehr und verstarb Anfang März 2026.