(Minghui.org) Ich begann 1998, Falun Dafa zu praktizieren, geriet jedoch in eine Krise, als die Kommunistische Partei Chinas ein Jahr später begann, Falun Dafa zu verfolgen. Etwa fünf oder sechs Jahre hörte ich mit dem Praktizieren auf und nahm es erst wieder auf, kurz bevor meine Familie nach Korea auswanderte.
Seit ich 2009 der Tian Guo Marching Band in Korea beigetreten bin, sind nun schon 17 Jahre vergangen. Am Anfang sagte mir ein Mitpraktizierender, dass die Schwierigkeit nicht darin liege, eine Snare Drum (Schnarrtrommel) zu spielen, sondern darin, sie ununterbrochen zu spielen. Nachdem ich viele Stürme überstanden hatte, verstand ich die Bedeutung dieser Worte besser. Im Folgenden werde ich einige meiner Kultivierungserfahrungen mit der Marching Band schildern.
Die koreanische Tian Guo Marching Band wurde von einem Musikprofi geleitet, die technischen Anforderungen an ihre Mitglieder waren entsprechend hoch. Da ich ein gutes Gehör für Musik habe und eine solide Grundausbildung, bestand ich problemlos die strenge Aufnahmeprüfung für die Band und trat dem Snare-Drum-Team bei.
Meine Tochter befand sich gerade in einem Prozess der Karma-Beseitigung, als ich gebeten wurde, am nächsten Tag an einer Parade teilzunehmen. Während andere Trommlerinnen mir gratulierten, war in meinem Kopf nur Chaos. Doch dann plötzlich verspürte ich ein Gefühl meiner Mission und wurde ganz ruhig, als ob nichts anderes mehr wichtig wäre.
Seitdem habe ich an jeder Parade der Tian Guo Marching Band teilgenommen. Vor jeder Parade wärme ich mich durch Üben auf und sende aufrichtige Gedanken aus, um alle Faktoren zu beseitigen, die die Marching Band und meine Bemühungen, den Meister bei der Rettung von Menschen zu unterstützen, beeinträchtigen könnten. Während der Parade konzentriere ich mich darauf, das Fa zu rezitieren und aufrichtige Gedanken auszusenden, um einen reinen Geisteszustand aufrechtzuerhalten.
Einmal hatte ich auf einer asiatischen Fa-Konferenz die Gelegenheit, mit der taiwanischen Tian Guo Marching Band zusammen zu üben. Ich war tief beeindruckt von ihrer strengen Teamarbeit und ihren hervorragenden Spielkünsten. Ihre Instrumente waren stets sauber angeordnet und alle Mitglieder trugen die Uniform der Band. Bestimmte Personen waren dafür verantwortlich, Passanten vom Zug fernzuhalten. So wirkte der Umzug sehr heilig und würdevoll.
Später wurde ich zur Leiterin des Snare-Drum-Teams ernannt. Ich war überglücklich und bereit, hart für das Team zu arbeiten. Aber gerade als mein Kultivierungszustand gefestigt schien, trat plötzlich eine große Prüfung auf.
Neben der Tian Guo Marching Band beteiligte ich mich auch noch an verschiedenen anderen Projekten wie der Medienarbeit, der Erklärung der wahren Umstände und Telefonaten nach China. Ich war jeden Tag sehr beschäftigt und eilte oft von einer Veranstaltung zur nächsten. Mitpraktizierende lobten meine fleißige Kultivierung. Darüber wurde ich selbstzufrieden und arrogant – und wurde vom Bösen ausgenutzt.
Eines Tages wäre ich bei einer Kundgebung vor dem chinesischen Konsulat fast ohnmächtig geworden und konnte mich nur noch aufrecht halten, indem ich mich an einer Mitpraktizierenden festhielt. Anschließend bekam ich schwere Symptome von Krankheitskarma. Ich hatte große Schmerzen und fühlte mich, als würde jede Zelle meines Körpers getötet. Ich wusste nicht, wo ich in meiner Kultivierung einen Fehler gemacht hatte, war äußerst schwach und rang jeden Tag mit dem Tod.
Dann hatte ich den gedanken, der Meister würde mir helfen, solange ich mich fleißig kultivierte. Und so hörte ich auf, nach den Problemen zu suchen, und behandelte mich selbst wie eine neue Praktizierende, die gerade mit der Kultivierung begonnen hat. Allerdings störten die bösartigen Faktoren meine Kultivierung weiterhin heftig. Während ich das Fa lernte, fühlte ich mich, als wäre ich in einem nahezu komatösen Zustand – mein Kopf war nicht klar. Manchmal hatte ich das Gefühl, einen dicken Stahlhelm zu tragen, und hörte meine eigene Stimme wie aus weiter Ferne, wenn ich das Fa rezitierte.
Morgens ging ich oft hinaus, um das Fa zu lernen und aufrichtige Gedanken auszusenden, egal ob es regnete oder die Sonne schien. Beim Gehen hörte ich ununterbrochen das Fa. Dennoch war ich deprimiert und verzweifelt. Um mich zu ermutigen, arrangierte der Meister, dass ich in dem kleinen Park, in dem ich oft das Fa lernte, über den schneebedeckten Sträuchern ganze Büschel von Udumbara-Blumen sehen konnte.
Wann immer ich mich etwas besser fühlte, nahm ich an den Paraden der Marching Band teil. Als einmal eine Parade gerade zur Hälfte vorbei war, bekam ich plötzlich Brustbeklemmungen und Atemnot. Ich hatte Angst, dass ich Dafa in Verruf bringen könnte, wenn ich mitten in der Parade ohnmächtig würde. Deshalb ließ ich die Angst vor einer lebensbedrohlichen Situation los – und gewann dann allmählich meine Kraft zurück.
Wegen meines Gesundheitszustandes meditierte ich den Großteil der Zeit, in der die Band spielte. Ich rezitierte das Fa mit halb geöffneten Augen, bis die Musik endete. Auf diese Weise kehrte ich allmählich zur Normalität zurück. Ich benötigte etwa ein Jahr, um das Krankheitskarma zu beseitigen.
Nachdem meine Familie 2011 nach Kanada gezogen war, trat ich der Trommel-Gruppe der Torontoer Tian Guo Marching Band bei. Viele der Gruppenmitglieder kamen aus Hongkong und Taiwan. Die Atmosphäre war warmherzig und fröhlich und ich integrierte mich schnell in die neue Gruppe. Die Band in Toronto war technisch nicht so anspruchsvoll wie die in Asien, aber ihre Musik war sehr inspirierend und kraftvoll.
Bald schon sah ich mich mit überwältigenden Verpflichtungen in den Bereichen Medien, Familie und Unterricht konfrontiert. Ich hatte keine Zeit, die neuen Techniken und Musikstücke zu üben, die der neu eingestellte Lehrer der Gruppe beibrachte. Infolgedessen ließ meine Kultivierung nach und meine Gesundheit litt darunter. Später versuchte ich zu üben, wann immer ich konnte, aber ich konnte mit den anderen Trommlerinnen einfach nicht mithalten. Ich fühlte mich so schlecht, dass ich fast aus der Gruppe ausgestiegen wäre, um dieser Situation zu entkommen.
Meine Mitspielerinnen bemühten sich sehr, mich zum Bleiben zu bewegen. Eine von ihnen vergoss sogar Tränen, während sie zu mir sprach. Mir wurde klar, dass ich mich zu sehr darum kümmerte, mein Gesicht zu wahren, und darüber scheinbar meine Mission vergessen hatte. Auch wenn ich beim Trommeln nicht gut genug war, konnte ich dennoch mit den Menschen über Falun Dafa sprechen. So hielt ich mit der Ermutigung und Hilfe meiner Teamkolleginnen durch.
Als sich meine Kultivierung wieder verbesserte, entdeckte ich meine Schwächen. Fleiß bedeutet nicht, viel zu tun oder sehr beschäftigt und herausragend zu sein, sondern es geht um die innere Haltung. Ich ermahnte mich selbst, friedlich und ausgeglichen zu sein, Extreme zu vermeiden, Entscheidungen zu treffen und ein Gleichgewicht zwischen Projekten, Familienleben und Kultivierung zu finden. So nahm ich mir mehr Zeit für das Üben und holte allmählich auf.
Trommler benötigen während der Paraden viel körperliche Kraft. Sobald die Parade beginnt, müssen sie ohne Unterbrechung spielen. Gegen Ende fühlen sich die Trommeln immer schwerer an. Die meisten Menschen in meinem Alter sind bereits im Ruhestand, aber ich bin in der Lage, mehrere Stunden lang in einer Parade zu trommeln. Das ist ein Beweis für die Kraft von Dafa.
Ich habe die Kraft von Dafa bei zwei meiner Veranstaltungen erlebt. Eine fand bei der Calgary Stampede Parade statt. Ich hatte auf der Arbeit Überstunden gemacht, um die Zeit auszugleichen, die ich mir für die Parade freigenommen hatte. Als ich am Abend vor der Parade in Calgary ankam, war ich erschöpft. Zudem schlief ich auf einem harten Betonboden und bekam nur sehr wenig Schlaf. Am nächsten Morgen war ich extrem müde. Das Wetter war sehr heiß und die Parade-Route ziemlich lang. Als die Parade vorbei war, war ich völlig erschöpft. Danach mussten wir mit unseren Trommeln zu einem weit entfernten, festgelegten Ort gehen. Jeder weitere Schritt wurde zu einer Herausforderung. Ohne Dafa hätte ich das nicht geschafft.
Eine weitere Begebenheit ereignete sich während einer großen Parade im Rahmen der New Yorker Fa-Konferenz. Das Wetter war außergewöhnlich heiß. Aufgrund bösartiger Einmischungen bewegte sich der Umzug nur sehr langsam, sodass es mehr als drei Stunden dauerte, bis wir das Ende erreichten.
Doch die Trommlerinnen und Trommler mussten ununterbrochen spielen, was meine körperliche Kraft über die Grenzen trieb. Ich wagte nicht, zu trinken oder mich auszuruhen, weil die Kameras der Medien uns ständig filmten. Ich war kurz davor zusammenzubrechen. Plötzlich kamen mir Gedanken zu meiner Mission in den Sinn, die mir das Gefühl gaben, dass mein Leben immer noch einen Wert hatte. Bald darauf löste sich die Müdigkeit auf, als wäre mein Körper durch Dafa gereinigt worden.
Ein Mitpraktizierender sagte einmal: „Das Trommeln der Snare Drum ist nicht schwer. Die Herausforderung besteht darin, sie ununterbrochen zu spielen.“
In dem Artikel „Fa-Unterweisung auf der New Yorker Fa-Konferenz 2010“ lehrt uns der Meister:
„Ganz gleich, um welches Projekt, welche Angelegenheit es geht, wenn du es nicht machst, dann kannst du es lassen, aber wenn du es machst, sollst du es unbedingt gut machen. Wenn man anfängt, soll man es zu Ende bringen.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in New York 2010, 05.09.2010)
Sobald eine Parade beginnt, führt die Tian Guo Marching Band sie immer bis zum Ende durch – unabhängig vom Wetter. Dies ist eines ihrer besonderen Merkmale, das viele Menschen beeindruckt. Die Fähigkeit der Bandmitglieder, das Fa beharrlich zu bestätigen, hängt eng mit ihrem Kultivierungszustand zusammen. Ich stelle fest, dass meine Reinheit und Heiligkeit nun ganz anders ist als zu der Zeit, als ich der Band beitrat.
Ich erinnere mich, wie ein Dirigent der taiwanischen Tian Guo Marching Band erzählte, was er geträumt hatte: Alle Tian Guo Marching Bands der Welt würden auf dem Tian’anmen-Platz eine Parade abhalten, während der Meister selbst dirigiert und eine Trompete in der Hand hält. Ich sehne mich nach dem Tag, an dem dieser Traum Wirklichkeit wird.
Danke, Meister! Danke, Mitpraktizierende!