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Todesmeldung: 63-Jährige aus Chongqing stirbt nach jahrelanger Haft

27. April 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in Chongqing, China

(Minghui.org) Eine 63-jährige Frau aus dem Bezirk Jiangbei in Chongqing starb am 3. April 2026, nachdem sie jahrzehntelange Verfolgung aufgrund ihres Glaubens an Falun Dafa erduldet hatte.

Qin Li, geboren am 1. März 1963, litt an Pharyngitis, Rhinitis, Nasenpolypen, Duodenitis, Pyelonephritis und Schilddrüsenüberfunktion. Ihre Hände zitterten und ihre Augen traten hervor. Kurz nachdem sie 1996 Falun Dafa zu praktizieren begonnen hatte, verschwanden all diese Symptome.

Auch nachdem das chinesische kommunistische Regime im Juli 1999 eine landesweite Kampagne gegen Falun Dafa gestartet hatte, hielt Qin an ihrem Glauben fest. In den darauffolgenden Jahren wurde sie mehrfach verhaftet, dreimal in einer Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten und zu zwei Gefängnisstrafen sowie zu einer Haftstrafe in einem Arbeitslager verurteilt.

Im Jahr 2003 festgenommen, zu acht Jahren Haft verurteilt

Nachdem sie von ihrem Arbeitgeber, der Gießerei des Bezirks Jiangbei, entlassen worden war, fand Qin eine Anstellung bei einem Immobilienunternehmen. Am 26. Februar 2003 wurde sie festgenommen, als sie einem Kunden eine Mietimmobilie zeigte.

Sie wurde in einer Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten und verschiedenen Misshandlungen ausgesetzt, darunter Schlafentzug und das erzwungene Stehen auf einem hohen Stuhl. Infolge des Stresses ergraute ihr Haar über Nacht; sie war damals erst 40 Jahre alt.

Monate später wurde Qin zu acht Jahren Haft im Frauengefängnis von Chongqing verurteilt. Einige Jahre nach Beginn ihrer Haftstrafe erkrankte ihr 49-jähriger Mann und verstarb. Ihr wurde nicht gestattet, an seiner Beisetzung teilzunehmen. Die gemeinsame 17-jährige Tochter musste die Beerdigung ihres Vaters allein organisieren.

Zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt – Festnahme im Jahr 2011

Nachdem Qin 2009 (zwei Jahre vorzeitig) freigelassen worden war, begann sie, zu Hause Nachhilfeunterricht zu geben, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Am 26. Dezember 2011 wurde sie während des Unterrichts erneut verhaftet und in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht. Im April 2012 verurteilte man sie zu einem Jahr Zwangsarbeit, entließ sie jedoch bereits am 19. April wieder, da das System der Arbeitslager abgeschafft werden sollte.

2014 erneut verhaftet und zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt

Am 11. November 2014 reiste Qin in den Kreis Fengdu (unter der Gerichtsbarkeit von Chongqing), um an der Beisetzung eines Verwandten teilzunehmen. Am folgenden Tag wartete sie am Bahnhof von Fengdu auf ihren Zug für die Heimreise, als Sicherheitsbeamte ihren als auffällig markierten Personalausweis überprüften und feststellten, dass sie eine Falun-Dafa-Praktizierende war. Sie wurde zurück nach Chongqing gebracht und in eine Gehirnwäsche-Einrichtung eingewiesen. Am 7. Dezember 2014 verlegte man sie in die Haftanstalt des Bezirks Jiangbei.

Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Jiangbei erließ am 9. Januar 2015 einen formellen Haftbefehl gegen Qin und erhob Anklage, ungeachtet der Bitte ihres Anwalts, das Verfahren einzustellen. Am 15. Juni 2015 stand sie im Bezirk Jiangbei vor Gericht und wurde am 24. Juli 2015 zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Ihre Berufung wurde im November desselben Jahres zurückgewiesen, woraufhin sie in das Frauengefängnis Chongqing eingeliefert wurde.

Die Verurteilung war ein schwerer Schlag für ihre Großmutter, die auf ihre Pflege angewiesen gewesen war. Die 102-jährige Frau verstarb im April 2016, ohne dass Qin sie ein letztes Mal sehen durfte. Auch ihre Eltern – insbesondere ihr bereits etwa achtzigjähriger Vater – litten während ihrer Haftzeit unter gesundheitlichen Problemen.

Im Frauengefängnis von Chongqing wurde Qin von den Wärtern Tang Anzhi und Li Xiaojuan gefoltert. Infolge dessen litt sie unter Beschwerden an Leber, Gallenblase und Darm.

Aussetzung der Rente und ständige Schikanen in den letzten Lebensjahren

Nach ihrer Freilassung im Mai 2018 musste Qin mehrfach stationär behandelt werden; eine der Operationen dauerte über elf Stunden. Die örtliche Sozialversicherungsbehörde setzte ihre Rente aus und gewährte ihr lediglich einen monatlichen Lebensunterhaltszuschuss in Höhe von 800 Yuan (ca. 96 Euro).

Zudem setzten Polizei und Mitarbeiter des Wohnviertelkomitees ihre Schikanen gegen Qin fort, die bei ihrer Mutter Li Zhangqiong lebte.

Li, die ebenfalls Falun Dafa praktiziert, wurde im Jahr 2000 zu anderthalb Jahren und im Jahr 2003 zu vier Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Im Jahr 2011 erhielt sie erneut eine einjährige Zwangsarbeitsstrafe, weil sie mit Menschen über Falun Dafa gesprochen hatte. Diese durfte sie jedoch unter Hausarrest verbüßen.

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