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Berufung abgewiesen – Ältere Frau aus Shandong wegen ihres Glaubens im Gefängnis

18. Juni 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Shandong

(Minghui.org) Am 10. Mai 2026 wurde eine Einwohnerin der Stadt Shouguang, Provinz Shandong, in das Frauengefängnis derselben Provinz eingeliefert. Dort soll sie eine Haftstrafe von 3,5 Jahren verbüßen, nur weil sie Falun Dafa praktiziert.

Ren Chunlians Leidensweg begann mit ihrer Festnahme am 25. November 2022 durch Beamte der Staatssicherheitsabteilung der Stadt Shouguang und der Polizeistation Jitai. Sie beschlagnahmten ihren Computer, ihren Drucker, ihre Falun-Dafa-Bücher und 1.000 Yuan Bargeld. Ren wurde beschuldigt, einen Tag davor Falun-Dafa-Plakate aufgehängt zu haben. Sie wurde zwei Tage lang auf der Polizeiwache Jitai festgehalten und anschließend aufgrund der COVID-19-Beschränkungen freigelassen und unter Hausarrest gestellt.

Am 1. August 2023 nahmen Beamte der Polizeiwache Jitai Ren erneut fest und brachten sie zur ärztlichen Untersuchung in ein örtliches Krankenhaus. Zunächst weigerte sich die Haftanstalt der Stadt Weifang aufgrund ihrer schlechten Gesundheit, sie aufzunehmen (Weifang ist für Shouguang zuständig). Ren wurde gegen Kaution freigelassen.

Etwa im Februar 2024 erhob die Staatsanwaltschaft der Stadt Shouguang Anklage gegen sie und leitete den Fall an das örtliche Gericht weiter.

Ren wurde am 22. April 2025 von Dong Zhihua und weiteren Beamten der Polizeistation Jitai festgenommen. Obwohl sie die vorgeschriebene ärztliche Untersuchung mehrmals nicht bestand, gelang es der Inlandsgefängnisbehörde von Shouguang dennoch, sie in die Haftanstalt der Stadt Weifang einweisen zu lassen.

Rens Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Haftanstalt. Sie wurde ins Krankenhaus Weifang gebracht und alle paar Tage untersucht. Dabei wurden Gallensteine und ein Schatten auf ihrer Lunge festgestellt. Sie wurde gezwungen, verschiedene Medikamente einzunehmen, ohne dass ihr deren Zweck erklärt wurde.

Im Juli 2025 ging der von Rens Tochter beauftragte Anwalt zur Polizeistation Jitai, um die Polizei über ihren Gesundheitszustand zu informieren und ihre Freilassung gegen Kaution zu fordern. Der Beamte Dong, der Ren festgenommen hatte, sagte, er habe den Fall an seine Kollegen in der Staatssicherheitsabteilung der Stadt Shouguang übergeben.

Rens Tochter und ihr Anwalt begaben sich zur Staatssicherheitsabteilung der Stadt Shouguang und erfuhren, dass der stellvertretende Direktor Zhang Linfeng für ihren Fall zuständig sei. Der Anwalt rief Zhang an und forderte Rens Freilassung gegen Kaution, damit sie medizinisch behandelt werden könne. Zhang verlangte einen schriftlichen Antrag und legte auf.

Rens Tochter und ihr Anwalt begaben sich ebenfalls zur Staatsanwaltschaft von Shouguang und informierten den zuständigen Staatsanwalt Sang Zijun über Rens Gesundheitszustand. Sang erklärte, eine Freilassung von Ren zur medizinischen Behandlung sei ausgeschlossen.

Als Rens Tochter nichts von Zhang hörte, rief sie ihn zwei Tage später an. Zhang unterbrach sie und sagte, er bearbeite den Fall „gesetzeskonform“ und sie solle sich keine Hoffnungen auf eine Freilassung ihrer Mutter gegen Kaution machen. Er legte auf und ging auch bei ihrem nächsten Anruf nicht ans Telefon.

Ren stand am 16. und 27. Oktober 2025 vor dem Stadtgericht Shouguang und wurde am 2. Februar 2026 zu dreieinhalb Jahren Haft und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan (etwa 2.400 Euro) verurteilt. Sie legte Berufung beim Mittleren Gericht der Stadt Weifang ein, welches das ursprüngliche Urteil bestätigte.

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