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53-Jähriger aus Sichuan stirbt nach jahrzehntelanger Verfolgung

23. Juni 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Sichuan

(Minghui.org) Liu Yingxu, ein 53-jähriger Ingenieur aus der Stadt Chengdu, Provinz Sichuan, ist im Mai 2026 an den Folgen eines Schlaganfalls verstorben. Mit seinem Tod endete die jahrzehntelange Verfolgung, die er wegen des Praktizierens von Falun Dafa erleiden musste.

Liu hatte im November 1994 während seines Studiums an der Technischen Universität Chongqing angefangen, Falun Dafa zu praktizieren. Bald darauf war er von einer Nierenentzündung, Hepatitis und den Spätfolgen einer Gehirnerschütterung geheilt. Nach seinem Studienabschluss erhielt er eine Anstellung als Assistenzingenieur im Werk „Dongfang Turbine“ in der Stadt Mianzhu, Provinz Sichuan.

Im Juli 1999 leitete die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) eine landesweite Kampagne gegen Falun Dafa ein. Drei Monate später reiste Liu nach Peking, um sein Recht auf Glaubensfreiheit einzufordern. Er wurde verhaftet und rund 40 Tage lang in Peking festgehalten, bevor man ihn nach Mianzhu zurückbrachte. Am 30. Dezember 1999 wurde er zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt und am darauffolgenden Tag in das Arbeitslager Xinhua in Mianzhu überstellt.

Während Liu seine Haftstrafe im Arbeitslager ableistete, entließ ihn sein Arbeitgeber. Nach seiner Freilassung im Oktober 2000 fand er eine neue Anstellung, wurde jedoch am 4. Juni 2001 an seinem Arbeitsplatz verhaftet. Im Juli 2001 wurde er für eine zweijährige Haftstrafe in das Arbeitslager Xinhua eingewiesen, die um zehn Tage verlängert wurde, weil er an seinem Glauben festhielt. Nach Ablauf der Haftzeit wollte die Polizei ihn direkt in eine Gehirnwäsche-Einrichtung bringen, verzichtete jedoch darauf, als seine Eltern heftig dagegen protestierten.

Liu verrichtete Gelegenheitsarbeiten in Chengdu und wurde am 14. November 2007 abermals festgenommen. Drei Tage später wurde er in die Gehirnwäsche-Einrichtung Xinjin verlegt. Am 31. Mai 2008 erfolgte seine Überstellung in die Gehirnwäsche-Einrichtung Jinniu. Am 20. Juni 2008 gelang es ihm, zu fliehen.

Nach einer weiteren Festnahme Ende Oktober 2008 wurde Liu von Polizisten geschlagen und getreten; zudem wurden ihm unbekannte Substanzen gespritzt. Er trat in den Hungerstreik und kam 21 Tage später frei.

Liu war nicht das einzige Mitglied seiner Familie, das wegen seines Glaubens ins Visier genommen worden war. Seine Eltern wurden mehrmals gezwungen, in der Gehirnwäsche-Einrichtung bei ihm zu bleiben. Das Ehepaar musste sich Falun Dafa-diffamierende Videos anschauen und wurde angewiesen, seinen Sohn „umzuerziehen“. Einmal kniete seine Mutter vor ihm nieder und flehte ihn an, seinen Glauben aufzugeben. Ein anderes Mal musste sie bis ein Uhr Videos ansehen, die Falun Dafa dämonisierten. Sie konnte dem psychischen Druck kaum noch standhalten und war kurz davor, sich aus dem Fenster zu stürzen. Dennoch drohten die Wärter, sie und ihren Mann so lange in der Gehirnwäsche-Einrichtung festzuhalten, bis ihr Sohn seinem Glauben abschwören würde.

Unter Druck gesetzt trennte sich Lius Verlobte von ihm. Seine Verwandten distanzierten sich von ihm, aus Angst, von der KPCh in die Sache verwickelt zu werden. In seinen letzten Jahren wurde Liu zudem häufig von der Polizei schikaniert. Die Polizei übte sogar Druck auf seine Arbeitgeber aus, ihn zu entlassen. Bei Zugreisen wurde er mehrfach verhört, nachdem Sicherheitskontrollen ihn als Falun-Dafa-Praktizierenden identifiziert hatten. Wenn er in einem Hotel eincheckte, folgte ihm die Polizei dorthin, um ihn zu befragen.

Zeitweise verrichtete Liu Gelegenheitsarbeiten in der Stadt Qionglai in der Provinz Sichuan. Die örtliche Polizei verlangte von ihm die Telefonnummer seines Vermieters. Zudem ließen sie die Bäume vor seiner Wohnung fällen, welche die Sicht der Überwachungskameras beeinträchtigt hatten. Die Polizei setzte auch seinen damaligen Arbeitgeber unter Druck, ihn zu entlassen, und veranlasste den Sicherheitsdienst an seinem Arbeitsplatz dazu, ihn heimlich zu fotografieren.

Später kehrte Liu nach Chengdu zurück. Infolge der unerbittlichen Verfolgung verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zusehends. Im April 2026 wurde er ins Krankenhaus eingeliefert und erlitt einen Monat später einen Schlaganfall. Kurz darauf verstarb er.

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