Falun Dafa Minghui.org www.minghui.org AUSDRUCK

Seit einem Monat inhaftiert – bereits mehrfach verhaftet worden

28. Juli 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Hebei

(Minghui.org) Eine 63-jährige Frau aus Tangshan in der Provinz Hebei befindet sich weiterhin in Haft, nur weil sie Falun Gong praktiziert.

Zhang Xiujuan schlief tief und fest, als sie in der Nacht zum 9. Juni 2026 durch lautes Klopfen an ihrer Tür geweckt wurde. Sie öffnete die Tür nicht sofort, doch das Klopfen wurde immer lauter. Besorgt um die nächtliche Ruhe ihrer Nachbarn öffnete sie schließlich die Tür und sah mehrere uniformierte und zivile Beamte hereinstürmen. Sie zeigten einen Durchsuchungsbefehl vor und begannen, ihre Wohnung zu durchsuchen.

Die Polizei beschlagnahmte über 20 Falun-Gong-Bücher und mehr als 2.000 Yuan Bargeld. Zhang wurde in die Erste Haftanstalt der Stadt Tangshan gebracht, wo sie seither festgehalten wird. Ihr Ehemann, der nach einem Schlaganfall pflegebedürftig ist, befindet sich nach ihrer Verhaftung in einer verzweifelten Lage.

15 weitere Falun-Gong-Praktizierende aus der Region wurden zwischen dem 9. und 11. Juni 2026 ebenfalls verhaftet.

Vor dieser jüngsten Verfolgung war Zhang wiederholt Zielscheibe von Repressalien aufgrund ihres Glaubens.

Zwei Reisen nach Peking, um sich für Falun Gong einzusetzen

Am 21. Juli 1999, einen Tag nach Beginn der Verfolgung, reiste Zhang nach Peking, um sich für Falun Gong einzusetzen. Nach ihrer Rückkehr wurde sie in ihrer Arbeitsstätte, der Textilfabrik in Tangshan, über zehn Tage gegen ihren Willen festgehalten. Sie wurde im September 1999 und im Februar 2000 jeweils für über einen Monat inhaftiert. Außerdem belegte man sie mit einer Geldstrafe von über 1.000 Yuan (etwa 120 Euro).

Am 24. April 2000 reiste Zhang erneut nach Peking. Sie wurde verhaftet und zum Verbindungsbüro der Stadt Tangshan in Peking gebracht. Der Leiter des Verbindungsbüros schlug ihr heftig ins Gesicht und legte ihr und mehr als zehn anderen Praktizierenden Handschellen an. Noch in derselben Nacht wurde sie zurück nach Tangshan gebracht und in die Haftanstalt des Bezirks Guye überstellt.

Am nächsten Tag verhörte sie der Ausbilder Wang Guohong von der Polizeistation Xixinlou. Er schlug ihr neunmal ins Gesicht. Am Nachmittag holte sie jemand von ihrer Fabrik ab, und ein Abteilungsleiter schlug ihr zweimal ins Gesicht. Anschließend fesselte er sie in einem Fabrikbüro an ein Bett. Am folgenden Tag (26. April 2000) wurde sie in die Erste Haftanstalt der Stadt Tangshan gebracht. Zweimal wies Abteilungsleiter Wang Yuhe die Insassen an, sie mit Handschellen und Fußfesseln zu fesseln. Einmal dauerte diese Tortur fünf Tage, und sie erhielt in dieser Zeit weder Essen noch Trinken.

Am 17. September 2000 wurde Zhang von der Fabrik in das Erste Arbeitslager der Provinz Hebei gebracht. Wärter Du fesselte ihr Hände und Füße, um sie an den Falun-Gong-Übungen zu hindern. Er zwang sie außerdem, sich auszuziehen, um zu überprüfen, ob sie Falun-Gong-Materialien versteckt hatte. Aus Protest trat sie für elf Tage in Hungerstreik. Am 27. Oktober 2000 wurde sie auf Kaution freigelassen.

2001 auf offener Straße verhaftet und erneut in ein Arbeitslager gebracht

Am 6. Juli 2001 wurde Zhang gegen 21:00 Uhr auf der Straße von einem Beamten der Polizeistation Xijiatao angehalten. Er fragte sie, ob sie Falun Gong praktiziere, und beschuldigte sie, Falun-Gong-Flugblätter an öffentliche Wände geklebt zu haben. Er befahl ihr, mit zur Polizeistation zu kommen. Als sie sich weigerte, schlug er ihr mit einem Elektroschocker auf den Kopf. Ein weiterer Beamter kam hinzu und schlug sie zu Boden. Ein Streifenwagen wurde gerufen. Etwa vier weitere Beamte kamen und trugen sie zum Streifenwagen.

Der stellvertretende Polizeichef Li Baotian schlug Zhang mehr als zehn Mal ins Gesicht und sperrte sie in einen Käfig. Drei oder vier Stunden später kam Liu Zheng, ein Abteilungsleiter vom Büro 610 des Bezirks Guye, und schlug ihr zweimal ins Gesicht. Er ließ sie die ganze Nacht in Handschellen. Am nächsten Tag wurde sie in die Haftanstalt des Bezirks Guye gebracht.

Eine Wärterin namens Wang Lei schlug Zhang über zehn Minuten lang mit einem Gummischlauch. Ihr rechtes Bein war danach stark geprellt und heilte erst zwei Wochen später ab. Wang wies auch die Mitgefangene Liu Yan an, Zhang zu schlagen. Fünf Tage lang konnte sie danach nichts essen.

Auf Anweisung von Liu wurden Zhang und über zehn weitere Falun-Gong-Praktizierende am 13. Juli 2001 in Handschellen gelegt und durch die Straßen geführt.

Liu wurde am 15. Oktober 2001 in das Erste Arbeitslager der Provinz Hebei verlegt, wo sie eine unbestimmte Haftstrafe verbüßen sollte. Ihr wurde der Schlaf entzogen und sie wurde gezwungen, Materialien zu studieren, die Falun Gong verleumdeten. Sie wurde am 2. April 2002 freigelassen.

Zehn Monate in einer Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten (2002–2003)

Am 2. November 2002 drangen mehr als zehn Personen der Polizei von Tangshan, des Büros 610, der Polizei des Bezirks Guye und der Textilfabrik Tangshan in Zhangs Wohnung ein. Fünf Männer schlugen und traten sie, bis ihr Mann sie anschrie, aufzuhören.

Sie weigerte sich, mit ihnen zu gehen, doch sie zerrten sie in ihren Streifenwagen. Polizeihauptmann Liu von der Polizei Tangshan verhörte sie auf der Polizeiwache Linxi. Er schlug ihr mehr als zehn Mal ins Gesicht. Dadurch war ihre Nase gequetscht, ihre linke Wange hatte eine Platzwunde, und ihr Gesicht war geschwollen.

Anschließend fesselte Liu sie mit Handschellen an einen Eisenstuhl. Ein anderer Beamter wickelte die Drähte eines handbetriebenen elektrischen Schlagstocks um ihre beiden kleinen Finger und stopfte ihr einen Lappen in den Mund. Dann kurbelte er den Schlagstock wiederholt an. Bei jeder Umdrehung schrie sie vor Schmerz und schwitzte stark. Der Beamte lachte über ihre Schreie. Nach den Stromschlägen waren ihre Finger gebrochen.

Zwei Nächte lang wurde sie abwechselnd von Polizisten in Dreiergruppen bewacht, die sie nicht schlafen ließen. Sie traten ihr auf den Kopf, wodurch ihr viele Haare ausfielen. Ihr Gesicht und ihre Hände waren geschwollen. Zeitweise verlor sie das Bewusstsein.

Zhang wurde in der Nacht des 4. November 2002 zur Polizeistation Lindong gebracht. Zwei Tage später brachte ein Sicherheitsbeamter ihrer Fabrik sie zur Rechtserziehungsschule der Stadt Tangshan (eine Gehirnwäsche-Einrichtung). Sie weigerte sich, Videos anzusehen, die Falun Gong verunglimpften, und wurde gefoltert.

Am 14. April 2003 zerrten Wang Zhijie und Meng Tielin sie über den Boden. Wang trat sie fünf- oder sechsmal mit seinen Lederschuhen. Er schlug ihr auch heftig auf den Kopf. Meng ohrfeigte sie zweimal heftig ins Gesicht.

Am 14. September 2003 wurde Zhang von Wang und Zhang Yaning aus ihrer Zelle in ein Büro gezerrt. Zhang Yaning schlug ihr achtmal heftig ins Gesicht, wodurch sie zwei Platzwunden an den Lippen erlitt. Sie blutete und konnte zwei Tage lang nichts essen. Auch der Schlaf wurde ihr zeitweise entzogen.

Während ihrer zehn Monate in der Gehirnwäsche-Einrichtung wurden ihr fast 3.000 Yuan (etwa 360 Euro) an Lohn einbehalten.

2008 zum Untertauchen gezwungen und 2010 verhaftet

Am 20. Februar 2008 hielten mittags vier Polizeiwagen vor Zhangs Wohnhaus. Sie war nicht zu Hause. Die Beamten brachen die Wohnung auf und beschlagnahmten ihren Computer, Drucker und Papierschneider. Nachdem sie von der Razzia erfahren hatte, konnte sie nicht mehr in ihr Zuhause zurück.

Am 28. August 2010 wurde Zhang auf einem Jahrmarkt in Qian’an (das unter der Verwaltung der Stadt Tangshan steht) zusammen mit einer anderen Falun-Gong-Praktizierenden festgenommen, als sie sich mit Besuchern über Falun Gong unterhielt. Die Beamten der Polizeistation Taipingzhuang schleiften die beiden bis zur Wache. Beide verloren dabei einen Schuh.

Anschließend wurde Zhang in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht. Am 29. August 2010 stürzte sie nach 1 Uhr nachts aus dem vierten Stock. Sie erlitt schwere Verletzungen an Becken und Oberschenkelknochen. Einige ihrer Zähne fielen aus. Mund und Augen waren geschwollen, ihre Arme wiesen Prellungen auf.

Stunden später eilte ihre Tochter ins Volkskrankenhaus von Qian’an und fragte die Polizei, warum ihre Mutter aus so großer Höhe gestürzt sei. Die Beamten behaupteten, sie sei selbst gestürzt. Die Tochter vermutete, dass die Misshandlungen durch die Polizei ihre Mutter zu diesem Sprung getrieben hatten.

Festnahme 2016

Zhang wurde am 6. Juni 2016 festgenommen, als sie auf einem Jahrmarkt mit Besuchern über Falun Gong sprach. Beamte der Polizeistation Yangliuzhuang übergaben sie der Polizeibehörde des Kreises Luan. Sie wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt freigelassen.

Frühere Berichte:

Stadt Tangshan, Provinz Hebei: Aktualisierte Informationen zu den Massenfestnahmen von Falun-Gong-Praktizierenden im Juni 2026

Provinz Hebei: Elf Falun-Dafa-Praktizierende innerhalb von drei Tagen in der Stadt Tangshan festgenommen

Dutzende von Falun Gong-Praktizierenden aus der Stadt Tangshan verhaftet

Eine Analyse der kriminellen Natur des Gehirnwäscheapparates der Kommunistischen Partei Chinas - Teil III