Falun Dafa Minghui.org www.minghui.org AUSDRUCK

Todesmeldung: 63-Jährige aus Jilin stirbt weniger als vier Jahre nach ihrer Haft

15. August 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Jilin, China

(Minghui.org) Eine 63-jährige Frau aus der Stadt Yanji in der Provinz Jilin ist am 24. Juni 2026 verstorben, nachdem sie jahrelange Verfolgung aufgrund ihres Glaubens an Falun Gong erlitten hatte.

Cui Qunying

Cui Qunying, geboren im Oktober 1962, war seit ihrer Kindheit kränklich. Ihre Magenbeschwerden verursachten häufig starke Schmerzen, Erbrechen und Durchfall. Zudem litt sie unter einer Schilddrüsenüberfunktion, einer Lungenerkrankung und weiteren Krankheiten. Sämtliche Symptome verschwanden, nachdem sie 1997 mit dem Praktizieren von Falun Gong begonnen hatte. Auch entwickelte sie sich zu einem besseren Menschen: Sie pflegte ihre bettlägerige Mutter über zehn Jahre lang sowie ihre Schwiegereltern bis zu deren Tod. Sie bot an, das Kind ihrer jüngsten Schwester bei sich zu Hause zu betreuen. Als niemand Zeit hatte, den kranken Schwiegervater ihrer mittleren Schwester im Krankenhaus zu besuchen, übernahm sie dies ohne Zögern. Ihre Verwandten und Nachbarn sagten oft über sie, sie sei „die Beste der Besten unter den guten Menschen“.

Nachdem die Kommunistische Partei Chinas im Juli 1999 eine landesweite Kampagne zur Auslöschung von Falun Gong gestartet hatte, hielt Cui an ihrem Glauben fest und wurde wiederholt zur Zielscheibe von Verfolgungsmaßnahmen.

Die Polizeibehörde der Stadt Longjin nahm Cui Ende 1999 fest, als sie auf dem Weg nach Changchun (der Hauptstadt der Provinz Jilin) war, um sich für Falun Gong einzusetzen. Sie wurde 15 Tage lang festgehalten.

Im Dezember 2000 reiste Cui nach Peking, um für Falun Gong zu appellieren, und wurde auf dem Platz des Himmlischen Friedens festgenommen. Sie weigerte sich, ihre Identität preiszugeben; daraufhin wurde sie mit Elektrostäben misshandelt, ins Gesicht geschlagen und gezwungen, sich nackt auszuziehen und stundenlang so auszuharren. Während ihrer Menstruation verweigerte ihr die Polizei Toilettenpapier und Hygieneartikel.

Später wurde Cui zu anderthalb Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Im Frauenarbeitslager des Bezirks Daxing in Peking nahmen ihr die Wärter eine große Menge Blut ab. Zudem zwangen sie sie, Videos anzusehen, in denen Falun Gong verleumdet wurde. Nach ihrer Freilassung verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand zusehends; sie erkrankte an Diabetes und Herzproblemen, und ihre Gallenblase musste entfernt werden.

Cui erlangte ihre Gesundheit wieder, nachdem sie im Jahr 2007 das Praktizieren von Falun Gong erneut aufgenommen hatte.

Im Jahr 2014 drangen etwa acht Beamte der Staatssicherheitsabteilung der Stadt Yanji und der Polizeiwache Chaoyangchuan durch die Fenster in Cuis Wohnung ein. Als ihr Mann nach Hause kam, fand er ein völliges Chaos vor. Er verurteilte das rechtswidrige Vorgehen der Beamten, woraufhin sich ein Polizeivorgesetzter bei ihm entschuldigte.

Am 12. April 2017 besuchte Cui ihre Schwester, als Beamte der Polizeiwache Yilan eindrangen und beide festnahmen. Die Polizei hatte es auf die Schwestern abgesehen, weil beide Strafanzeige gegen den damaligen Parteivorsitzenden Jiang Zemin, der die Verfolgung von Falun Gong einleitete, erstattet hatten.

Die Polizei durchsuchte Cuis Wohnung, ohne einen Durchsuchungsbefehl vorzuzeigen. Ihre Falun-Gong-Bücher, ihr Computer, ihr Laptop sowie weitere Wertgegenstände wurden beschlagnahmt. Sie wurde für 15 Tage in Gewahrsam genommen.

Erneute Verhaftung trotz Tuberkulose

Cui wurde am 3. April 2021 erneut verhaftet und am darauffolgenden Tag in Strafhaft genommen, obwohl eine vorgeschriebene ärztliche Untersuchung Tuberkulose bei ihr festgestellt hatte. Am 10. August wurde sie zu anderthalb Jahren Haft sowie einer Geldstrafe von 2.000 Yuan (etwa 258 Euro) verurteilt und am 17. September 2021 in das Frauengefängnis der Provinz Jilin überstellt. Einzelheiten zu ihrer Festnahme und Verurteilung im Jahr 2021 sind den entsprechenden Berichten zu entnehmen.

Da Cui sich weigerte, Erklärungen zur Aufgabe von Falun Gong zu verfassen, wurden ihr Besuche durch Familienangehörige verweigert.

Im Februar 2022 rief ein Gefängniswärter ihre Familie an und forderte sie auf, 2.000 Yuan für sie einzuzahlen, ohne jedoch den Grund dafür zu nennen. Als der Wärter sie am 24. Mai erneut anrief, teilte er mit, dass Cui einen Schlaganfall erlitten habe und zudem an Tuberkulose erkrankt sei. Er behauptete, der Schlaganfall sei bereits vor ihrer Inhaftierung aufgetreten, doch ihr Zustand habe sich inzwischen verschlechtert.

Cuis Familie fragte sich, warum sie überhaupt ins Gefängnis gebracht worden war, wenn sie – wie behauptet – bereits zuvor einen Schlaganfall erlitten hatte. Falls die Erkrankung erst nach ihrer Inhaftierung aufgetreten war: Was könnte die Ursache dafür gewesen sein? Der Wärter weigerte sich, weitere Auskünfte zu erteilen.

Entlassung 2022 mit Schlaganfallsymptomen, Diabetes, schwerer Anämie und Knochenmarkkrebs

Cuis Haftzeit endete am 3. Oktober 2022. Anstatt der Familie zu gestatten, sie direkt am Gefängnis abzuholen, ließen die Wärter sie an einer Autobahnausfahrt warten. Sie brachten Cui dorthin und informierten die Angehörigen darüber, dass sie weiterhin unter Schlaganfallsymptomen, Diabetes, schwerer Anämie und Knochenmarkkrebs litt.

Cuis Familie berichtete, dass Cui nicht mehr gehen konnte und unter Ödemen sowie Gedächtnisverlust litt. Sie war oft verwirrt und weinte viel. In lichten Momenten erzählte sie ihrer Familie, dass die Wärter sie häufig festgehalten hätten, um ihr Spritzen und Bluttransfusionen zu verabreichen oder sie zur Einnahme von Tabletten zu zwingen.

Cui konnte ihren rechten Arm nicht mehr heben und nicht einmal mehr eine Reisschale halten. Später bemerkte ihre Familie an ihren Händen, Füßen, am Bauch und sogar in der Haut an den Augenwinkeln nadelspitzgroße schwarze, stachelartige Auswüchse. Ihre Angehörigen vermuten, dass dies auf die Injektion unbekannter Medikamente zurückzuführen war.

Schließlich war Cui völlig pflegebedürftig. Ihre jüngste Schwester übernahm die Pflege, da Cuis Mann und ihr Sohn durch die Verfolgung so stark traumatisiert waren, dass beide im Laufe der Jahre Symptome eines Schlaganfalls, Diabetes und Herzerkrankungen bekommen hatten. Insbesondere Cuis Sohn musste häufig im Krankenhaus behandelt werden.

Cui verstarb am 24. Juni 2026, weniger als vier Jahre nach ihrer Entlassung aus der Haft.

Frühere Berichte:

Trotz lebensbedrohlichem Zustand – Behörden verweigern ärztliche Behandlung und Familienbesuche

Provinz Jilin: Inhaftierte Frau darf keine Familienbesuche erhalten