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74-Jähriger aus Sichuan ​​fünf Jahre lang wegen seines Glaubens an Falun Gong interniert gewesen

18. August 2026

(Minghui.org) Die fünf Jahre lange Haft eines 74-jährigen Mannes aus der Stadt Guanghan in der Provinz Sichuan endete am 21. März 2026. Er war aufgrund seines Glaubens an Falun Gong zu dieser Haftstrafe verurteilt worden.

Chen Zongguo, von Beruf Elektriker, begann 1998, Falun Gong zu praktizieren. Bald darauf verschwanden seine Magenbeschwerden und sein Rheuma. Nachdem das kommunistische Regime im Juli 1999 mit der Verfolgung von Falun Gong begonnen hatte, hielt er unbeirrt an seinem Glauben fest und geriet dadurch ins Visier der Behörden der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh).

Am 18. März 2021 gegen 14 Uhr drangen etwa 40 bis 50 Beamte der Polizeidienststelle der Stadt Pengzhou und der ihr unterstellten Polizeiwache der Gemeinde Mengyang in Chens Wohnung in der Gemeinde Xiangyang ein und nahmen ihn fest. Sein 99-jähriger Vater war zu diesem Zeitpunkt gerade verstorben. Die Festnahme traumatisierte Chens 88-jährige Mutter.

Die Polizisten beschlagnahmten in der Wohnung 67 Falun-Gong-Bücher, einen Computer, ein Laminiergerät, eine Papierschneidemaschine, Abspielgeräte, mehrere Drucker sowie Bargeld in Höhe von fast 25.000 Yuan (etwa 3.225 Euro). Sie brachten Chen zur Polizeiwache der Stadtgemeinde Mengyang. Auch seine Frau wurde von der Polizeiwache der Stadtgemeinde Xiangyang (Stadt Guanghan) kurzzeitig festgehalten und dazu befragt, mit welchen anderen Praktizierenden ihr Mann in Kontakt gestanden habe. Sie verweigerte die Antwort und erhielt daraufhin einen Schlag ins Gesicht.

Es ist unklar, warum die Stadt Pengzhou, die der Stadt Chengdu untersteht, in den Fall involviert wurde, da Chen in der Stadt Guanghan wohnte, die zur Verwaltung der Stadt Deyang gehört. Einem Insider zufolge lag der Grund vermutlich darin, dass er den Einwohnern in Pengzhou beim Installieren von Satellitenschüsseln geholfen hatte. Diese ermöglichen den Empfang unzensierter Nachrichten aus dem Ausland, die über die Verfolgung von Falun Gong berichten.

Chen wurde am 19. März 2021 in das Umerziehungslager Xinjin in der Stadt Chengdu gebracht. Dort verhörte ihn die Polizei und verlangte zu erfahren, woher er die Drucker und anderen Materialien bezogen habe. Er weigerte sich, diese Fragen zu antworten. Die Polizei wies professionell geschulte Schergen an, ihn zwei Tage in Folge zu schlagen. Anschließend konnte Chen nicht mehr stehen und wurde in seine Zelle zurückgetragen.

Um den 24. März 2021 verlegte man ihn in die Haftanstalt der Stadt Pengzhou und im April 2022 überführte man ihn in die Haftanstalt der Stadt Chengdu. Das Stadtgericht Pengzhou verhandelte seinen Fall am 21. Juni 2022 und verurteilte ihn am Ende der Anhörung zu einer fünfjährigen Haftstrafe sowie einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Yuan (etwa 1.290 Euro). Der Vorsitzende Richter Wang Li, die Richter Li Yin und Xiong Yi sowie der Protokollführer Pan Jialin unterzeichneten das Urteil.

Am 6. Dezember 2022 wurde Chen in das Gefängnis Jiazhou in der Stadt Leshan eingewiesen. Während seiner Haftzeit war er nacheinander in der sechsten, vierten und achten Abteilung untergebracht. Er musste Zwangsarbeit verrichten und wurde von den Wärtern gezwungen, Materialien zu lesen, die Falun Gong verleumdeten.

Am 21. März 2026 wurde er aus der Haft entlassen.

Frühere Berichte:

Nach einem Jahrzehnt ohne festen Wohnsitz verhaftet und in Isolationshaft gehalten (Provinz Sichuan)

Police in a Small Sichuan Town Arrest Four Falun Gong Practitioners in Nine Days