(Minghui.org) Eine 57-jährige Einwohnerin der Stadt Lanzhou, Provinz Gansu, wurde in das Frauengefängnis der Provinz Sichuan eingeliefert. Yuan Xiuyings Berufung gegen eine Haftstrafe von 2,5 Jahren wegen ihres Glaubens an Falun Dafa war abgelehnt worden.
Die jüngste Verfolgung begann 2023 außerhalb ihrer Provinz, als Yuan in ihren Heimatort im Kreis Daying in der Provinz Sichuan reiste, um ihren Vater zu pflegen. Dabei wurde sie von der örtlichen Polizei rund um die Uhr überwacht. Nachdem ein Verwandter ein Paket an die Adresse ihres Vaters geschickt hatte, erhielt er zwei oder drei Stunden später einen Anruf von der Polizei Daying. Der Anrufer gab an, eine Volkszählung durchzuführen, stellte ihm jedoch Fragen hinsichtlich des an Yuan adressierten Pakets.
Am Abend des 14. August 2025 bestieg Yuan in Lanzhou einen Zug nach Chengdu in der Provinz Sichuan. Sie hatte sich gerade hingesetzt, als drei Beamte auftauchten. Einer von ihnen war An Lin von der Polizeistation Xiaoxihu. Sie forderten die Praktizierende auf, aus dem Zug auszusteigen.
Yuan weigerte sich. Eine halbe Stunde später traf Hauptmann Sun von der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Qilihe ein. Er teilte ihr mit, dass sie nicht nach Chengdu reisen dürfe, da dort vom 7. bis 17. August 2025 die Weltspiele 2025 stattfanden. Ihr blieb nichts anderes übrig, als ihr Zugticket auf einen späteren Zeitpunkt umzubuchen.
Am 15. August 2025 erhielt Yuan kurz nach 7 Uhr einen Anruf von der Pflegekraft ihres 93-jährigen Vaters. Diese berichtete, dass er gestürzt sei. Yuan rief daraufhin den Beamten An an. Nach Rücksprache mit einem Vorgesetzten teilte An ihr mit, dass es ihr zwar erlaubt sei, nach Daying zu fahren, ihr die Einreise nach Chengdu jedoch untersagt sei.
Am frühen Morgen des 16. August 2025 eilte Yuan zu ihrem Vater. Er fiel ins Koma und verstarb, ohne das Bewusstsein wiederzuerlangen.
Anfang September 2025 fuhren Polizeibeamte von Daying zusammen mit Beamten der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Qilihe nach Lanzhou, um Yuan aufzuspüren. Sie wurde schließlich Ende Oktober 2025 festgenommen, zurück nach Daying gebracht und in die Haftanstalt von Suining eingeliefert.
Am 4. März 2026 erhob das Gericht des Landkreises Daying Anklage gegen Yuan und verurteilte sie zu einer 2,5-jährigen Haftstrafe. Der genaue Zeitpunkt der Urteilsverkündung ist nicht bekannt. Yuan legte beim Gericht Suining Berufung ein, das jedoch das Urteil bestätigte. Anschließend wurde sie in das Frauengefängnis der Provinz Sichuan überstellt.
Bereits vor dieser jüngsten Verfolgung war Yuan wegen ihres Glaubens mehrfach ins Visier genommen worden. Ihr Arbeitgeber, die Minbai-Gruppe der Stadt Lanzhou, entließ sie. Nach einer Festnahme am 18. Juli 2017 wurde sie neun Tage lang in Ketten und Fußfesseln gehalten. Später wurde sie zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach ihrer Freilassung am 18. Dezember 2019 wurde sie von der örtlichen Polizei weiterhin zu Hause schikaniert.
Frühere Berichte:
57-Jährige von Gericht in der Provinz Sichuan zu Haft verurteilt
Eine Wirbelfraktur – so grausam hatte man die Falun-Gong-Praktizierende gefesselt
Gansu Women Expose Abuse at Detention Center
Two Gansu Women Remain Detained Despite Return of Cases to Police by Procuratorate