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Todesmeldung: Nach vierjähriger Haft pflegebedürftig, drei Jahre später tot

10. September 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Sichuan, China

(Minghui.org) Als Deng Weiyong am 10. Mai 2022 aus einer vierjährigen Haftstrafe wegen des Praktizierens von Falun Gong entlassen wurde, war er inkontinent, litt unter Gedächtnisverlust und wies den IQ eines Kleinkindes auf. Der in der Stadt Chengdu, Provinz Sichuan, ansässige Mann blieb auf den Rollstuhl angewiesen, war handlungsunfähig und verwirrt. Er verstarb drei Jahre später, am 27. September 2025, im Alter von 57 Jahren.

Deng Weiyong vor der Verfolgung

Deng Weiyong nach der Verfolgung

Seit die Kommunistische Partei Chinas im Juli 1999 die Verfolgung von Falun Gong anordnete, wurde Deng – geboren am 11. November 1967 – aufgrund seines Glaubens wiederholt ins Visier genommen. Zwischen 1999 und 2001 wurde er mehrfach festgenommen. Nach einer weiteren Festnahme am 7. Februar 2002 wurde er zu zweieinhalb Jahren Zwangsarbeit verurteilt kam ins im Zwangsarbeitslager Xinhua. Am 26. Mai 2003 wurde er freigelassen.

Im Zeitraum vom 5. bis zum 17. Mai 2017 wurde Deng wiederholt schikaniert. Die Polizei befragte ihn dazu, ob er ausgegangen sei, um Informationsmaterialien über Falun Gong zu verteilen. Am 13. Mai 2017 postierten sich zwei Beamte den ganzen Tag über vor seinem Wohnhaus. Am darauffolgenden Tag unterbrach die Hausverwaltung seine Stromversorgung für fünf Stunden.

Deng wurde zuletzt am 5. Mai 2018 festgenommen. Am 26. Dezember 2019 wurde er zu einer vierjährigen Haftstrafe sowie einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (etwa 1.300 Euro) verurteilt und im Juni 2020 in das Jiazhou-Gefängnis in der Stadt Leshan überführt. Seine Familie durfte ihn nur gelegentlich per Videoanruf sehen.

Die letzten acht Monate seiner Haftzeit verbrachte Deng in drei verschiedenen Krankenhäusern, nachdem er am 1. September 2021 während einer Folterprozedur das Bewusstsein verloren hatte. Am 3. Oktober 2021 verschlechterte sich sein Zustand lebensbedrohlich. Als seine Familie ins Krankenhaus eilte, patrouillierten mehr als 60 Polizeibeamte vor dem Gebäude. In der Notaufnahme bewachten über 20 weitere Beamte Deng. Sie warteten darauf, dass er seinen letzten Atemzug tat, und waren bereit, die Familie daran zu hindern, seinen Leichnam mitzunehmen. Sie untersagten der Familie, ihm etwas ins Ohr zu flüstern, da sie jedes Wort des Gesprächs überwachen wollten.

Deng war an ein Krankenhausbett gefesselt – sowohl an den Hand- als auch an den Fußgelenken – und an einen Infusionstropf angeschlossen. Seine Familie bemerkte eine genähte Wunde an seiner Stirn, an der noch Blutspuren sichtbar waren. Er hatte dunkle Augenringe und ein blaues Auge auf der linken Seite, das wahrscheinlich von einem Faustschlag stammte. Auch an seinen Armen klebte getrocknetes Blut. Sein linkes Hosenbein hatte ein Loch, und auf seiner Hose befanden sich einige eingetrocknete Blutflecken. Seine Beine waren sehr dünn und gerötet. An seinen Fußsohlen war kaum noch unversehrte Haut zu sehen; wie seine Hände waren auch sie von dicken Schwielen und Blutspuren gezeichnet.

Obwohl Deng zu diesem Zeitpunkt erst 54 Jahre alt war, wirkte er wie ein Mann von siebzig oder achtzig Jahren. Er schlief, als seine Familie das Zimmer betrat. Sie weckten ihn und bemerkten, dass er immer wieder über Durst klagte, selbst nachdem er mehrere Gläser Wasser getrunken hatte. Fünf seiner Angehörigen durften das Zimmer betreten, doch er erkannte nur seinen älteren Bruder wieder. Seine eigene Frau erkannte er nicht.

Der diensthabende Gefängniswärter behauptete zwar, man habe jemanden losgeschickt, um Essen für Deng zu besorgen, doch ihm wurde nie etwas gebracht. Zudem untersagte der Wärter Deng, die von seiner Familie mitgebrachten Speisen zu sich zu nehmen.

Dengs Familie beantragte seine Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung, doch der Antrag wurde wiederholt abgelehnt. Er überlebte und wurde am 4. Oktober 2021 in das Krankenhaus der Gefangenenstation am Flughafen des Bezirks Shuangliu in Chengdu verlegt. Seinen Angehörigen wurde daraufhin mitgeteilt, er leide an Schizophrenie und erhalte antipsychotische Medikamente. Als ehemaliger Soldat war er stets bei guter Gesundheit gewesen und hatte nie an psychischen Erkrankungen gelitten. Seine Familie vermutete, dass die neue Diagnose entweder eine Taktik war, um ihm nervenschädigende Medikamente zu verabreichen, oder eine Folge der entsetzlichen Folter, die er hatte erleiden müssen.

Etwa Mitte Januar 2022 wurde Deng in das Jintang-Krankenhaus verlegt, wo er die letzten Monate seiner Haft verbrachte. Am 28. Februar 2022 wurde seine Familie benachrichtigt, dass aufgrund seiner Schizophrenie eine Mitteilung über seinen kritischen Gesundheitszustand ausgestellt worden war. Am Nachmittag desselben Tages durfte die Familie ein Videotelefonat mit ihm führen. Sie sahen, dass er weder stehen noch gehen konnte und auf einen Rollstuhl angewiesen war. Als er den Mund öffnete, waren sie schockiert festzustellen, dass er keine Zähne mehr hatte. Er trug eine Mütze; die Familie vermutete, dass diese dazu diente, mögliche Wunden am Kopf zu verbergen. Er wirkte benommen und verwirrt und seine Sprache war verwaschen.

Dengs Haftzeit endete am 10. Mai 2022. Als seine Familie ihn im Jintang-Krankenhaus abholte, konnte er nicht gehen und war weiterhin bewegungsunfähig. Sein jüngerer Bruder trug ihn aus dem Polizeiwagen.

Auch nach seiner Freilassung litt Deng weiterhin unter Gedächtnisverlust und kognitiven Beeinträchtigungen. Seine Familie berichtete, sein IQ entspreche dem eines Kleinkindes. Er war körperlich völlig geschwächt und konnte nicht ruhig sitzen; zudem war er inkontinent.

In den vergangenen mehr als zwei Jahren brachten seine Angehörigen ihn in über zehn Krankenhäuser, wobei Behandlungskosten in Höhe von Hunderttausenden Yuan anfielen. Bei ihm wurden insgesamt 16 verschiedene Krankheiten diagnostiziert, darunter Schlaganfall, Epilepsie und Diabetes. Sein Haar lichtete sich und ergraute. Zudem war er meist verwirrt und murmelte bisweilen vor sich hin.

Im Schlaf rief Deng oft: „Nehmt mir die Handschellen und Fußfesseln ab und löst das Seil! Schlagt nicht mit dem Stein auf mein Knie! Ich will die Tabletten nicht nehmen!“

Trotz der Behandlung zeigte sich bei Deng kaum eine Besserung, und die Polizei suchte ihn weiterhin mehrmals auf, um ihn zu schikanieren. Schließlich verstarb er am 27. September 2025.

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