(Minghui.org) Zou Hualan, 75, aus Chongqing wurde kürzlich zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt, weil sie Falun Gong praktiziert. Zou hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.
Zou wurde am 6. März 2026 an einer Bushaltestelle festgenommen, nachdem Yang Guoqiang, der stellvertretende Sekretär der örtlichen Gemeinde, sie gemeldet hatte. Sie hatte zuvor mit ihm über Falun Gong gesprochen. Beamte der Polizeiwache der Gemeinde Gelan durchsuchten sie, fanden jedoch keinerlei Informationsmaterialien zu Falun Gong. Sie meldeten den Fall an die Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Changshou.
Als Beamte der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Changshou am 7. März um 1 Uhr morgens eine Razzia in Zous Wohnung durchführten, fanden sie keinerlei Falun-Gong-Materialien. Um sie strafrechtlich verfolgen zu können, sichteten sie zahlreiche Überwachungsvideos und entdeckten drei Aufnahmen, auf denen Zou im Gespräch mit anderen Personen zu sehen war. Sie behaupteten, sie habe für Falun Gong geworben, und übergaben ihren Fall an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Changshou.
Da die Polizei bei Zou zu Hause keine Falun-Gong-Materialien fand, legte sie stattdessen 14 Karten mit QR-Codes vor – die Links zu Websites enthielten, welche die Internetzensur umgehen –, die bei der Festnahme eines anderen Praktizierenden, Li Chunyuan, am 21. Juli 2025 beschlagnahmt worden waren. Zou wurde daraufhin beschuldigt, diese verbreitet zu haben.
Die Staatsanwaltschaft erließ am 18. März einen förmlichen Haftbefehl gegen Zou und übergab den Fall später an die Staatsanwaltschaft des neuen Bezirks Liangjiang – eine der örtlichen Staatsanwaltschaften, die speziell für die Bearbeitung von Falun-Gong-Fällen zuständig sind. Staatsanwalt Zhang Shiyang von dieser Behörde erhob Anklage gegen sie und leitete den Fall an das Gericht des Bezirks Liangjiang weiter.
Für den 26. Juni war eine Anhörung angesetzt, doch es ist unklar, ob sie tatsächlich stattgefunden hat. Am 18. August verurteilte der Richter Zou zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten. Sie hat Berufung eingelegt.
Vor dieser jüngsten Verfolgungswelle war Zhou, eine pensionierte Mitarbeiterin der Landmaschinenfabrik Changshou, insgesamt fast elf Jahre ihrer Freiheit beraubt. Dreimal wurde sie für insgesamt fünf Jahre und zwei Monate in Arbeitslager gebracht (Juli 1999 bis März 2001, November 2001 bis November 2003 sowie August 2006 bis Februar 2008). Hinzu kamen zwei Gefängnisstrafen von insgesamt fünf Jahren (Juli 2017 bis Juli 2019 sowie November 2019 bis November 2022). Darüber hinaus wurde sie von September 2012 bis Mai 2013 in einer örtlichen Haftanstalt festgehalten.
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