(Minghui.org) Eine 75-jährige Frau aus Chongqing muss sich wegen ihres Glaubens an Falun Dafa vor Gericht verantworten.

Zou Hualan wurde am 6. März 2026 gegen 10 Uhr an einem Busbahnhof festgenommen. Sie hatte mit dem stellvertretenden Gemeindesekretär Yang Guoqiang über Falun Dafa gesprochen, dieser hatte sie dann angezeigt. Beamte der Polizeistation Gelan durchsuchten sie, fanden aber keine Informationsmaterialien zu Falun Dafa bei ihr. Sie meldeten den Fall der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Changshou.

Beamte dieser Polizeibehörde durchsuchten Zous Wohnung am 7. März 2026 um 1 Uhr nachts. Auch sie fanden nichts. Zur Anklageerhebung werteten sie Überwachungsvideos aus und identifizierten drei Clips, die Zou im Gespräch mit anderen Personen zeigten. Sie behaupteten, Zou propagiere Falun Dafa, und übergaben ihren Fall der Staatsanwaltschaft des Bezirks Changshou.

Die Staatsanwaltschaft erließ am 18. März 2026 einen Haftbefehl gegen Zou und übergab den Fall vermutlich an die Staatsanwaltschaft des neuen Bezirks Liangjiang, eine der für Falun-Dafa-Fälle zuständigen Staatsanwaltschaften.

Mehrere Anwälte erklärten sich bereit, Zou zu vertreten, als ihre Familie sie kontaktierte. Diejenigen, die nicht beauftragt wurden, ermutigten ihre Familie, sich bei rechtlichen Fragen an sie zu wenden. Einer von ihnen rief ihre Söhne an, um seine Bewunderung für Zou auszudrücken, da sie ihren Glauben bewahrt und nichts Illegales getan habe.

Der schließlich mit der Vertretung von Zou beauftragte Anwalt traf sich mit ihr in der örtlichen Haftanstalt. Er teilte ihrer Familie mit, dass sie während des fast zweistündigen Besuchs gelächelt habe und ruhig geblieben sei.

Vor ihrer jüngsten Verfolgung war Zhou, eine pensionierte Angestellte der Landmaschinenfirma Changshou, fast elf Jahre inhaftiert. Sie überstand drei Zwangsarbeitsstrafen von insgesamt fünf Jahren und zwei Monaten (Juli 1999 – März 2001; November 2001 – November 2003; und August 2006 – Februar 2008) sowie zwei Haftstrafen von insgesamt fünf Jahren (Juli 2017 – Juli 2019; und November 2019 – November 2022). Darüber hinaus war sie von September 2012 bis Mai 2013 in einer örtlichen Haftanstalt inhaftiert.

Güte berührte die Familie

Als Zou im November 2022 ihre zweite Haftstrafe verbüßt hatte, holten Mitarbeiter des örtlichen Bürgerkomitee und der Polizeistation sie ab. Nach Erledigung einiger Formalitäten brachten sie sie nach Hause. Ihre Schwiegertochter empfing sie an der Tür und weinte, als sie sah, wie abgemagert sie nach drei Jahren im Gefängnis war.

Eine Mitarbeiterin des Straßenkomitees war von der Szene berührt. Sie wunderte sich, wie Zous Schwiegertochter ihr gegenüber so liebevoll sein konnte, da die Propaganda des kommunistischen Regimes Falun-Dafa-Praktizierende als kalt und distanziert gegenüber ihren Familien dargestellt hatte. Zou antwortete, Falun Dafa lehre die Menschen, gut zu sein. Sie habe keine leiblichen Kinder, behandle aber ihre beiden Stiefsöhne wie ihre eigenen. Nachdem diese erwachsen geworden und verheiratet waren, behandelte sie deren Frauen wie ihre eigenen Töchter. Ihre Schwiegertöchter wiederum behandelten sie wie ihre eigene Mutter.

Zous Rente wurde nach ihrer Verurteilung auf etwas über 700 Yuan (ca. 84 Euro) im Monat gekürzt. Sie legte Berufung ein, und die Leistungen wurden später auf 3.000 Yuan (ca. 360 Euro) im Monat erhöht. Während sie nur 700 Yuan im Monat erhielt, leerte ihre jüngere Schwester mithilfe von Kontakten zu einer Freundin, die bei der Bank arbeitete, Zous Bankkonto. Diese Schwester war spielsüchtig und hatte einst wegen Spielschulden ihr Haus verloren. Zous Stiefsöhne und Schwiegertöchter drängten sie, sich von ihrer Schwester loszusagen. Sie tat dies jedoch nicht und kümmerte sich weiterhin um ihre Schwester.

Knochenbrüche in einem Monat verheilt

Im November 2025 besuchte Zou eine Freundin, die an schwerer rheumatoider Arthritis litt. Während ihres Gesprächs musste die bettlägerige Freundin auf die Toilette. Zou versuchte ihr aufzuhelfen, stürzte dabei aber selbst.

Am nächsten Tag ging Zou ins Krankenhaus, wo mehrere Brüche im unteren Rückenbereich und ein ausgerenkter Lendenwirbel diagnostiziert wurden. Der Arzt verordnete Bettruhe und empfahl ihr die Benutzung eines Rollstuhls.

Zou praktizierte die Falun-Dafa-Übungen und erholte sich innerhalb einer Woche fast vollständig. Einen Monat später kam sie zur Nachuntersuchung ins Krankenhaus. Ihr Arzt war erstaunt, dass ihre Brüche vollständig verheilt waren.

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