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Auflistung von Strafanzeigen gegen Jiang Zemin, die am 19. und am 20. September 2015 in Kopie bei Minghui eingegangen sind

15. Oktober 2015

(Minghui.org) Viele Falun Gong-Praktizierende machen gegenwärtig von ihrem Recht Gebrauch, Jiang Zemin wegen der Initiierung der Verfolgung von Falun Gong anzuzeigen. Großen Schaden und unermessliches Leiden mussten sie in den vergangenen 16 Jahren erfahren. Die Anzahl der Strafanzeigen gegen das ehemalige chinesische Staatsoberhaupt nehmen weiterhin zu.

Die Minghui-Website erhält täglich von vielen Praktizierenden Kopien ihrer Strafanzeigen gegen Jiang. Wir präsentieren in diesem Beitrag Auszüge aus fünf der Strafanzeigen, die am 19. und 20. September 2015 bei Minghui eingegangen sind.

Die Strafanzeigen wurden an das Oberste Volksgericht und die Oberste Volksstaatsanwaltschaft gemailt, die verpflichtet sind, alle Strafanzeigen, die von Bürgern eingehen, zu bearbeiten. Das hatte vor kurzem das Oberste Volksgericht selbst festgelegt.

1. Sun Guanzhou

Beruf: Professor am Lehrerkolleg in der Stadt YuzhouHeimatort: Stadt Yuzhou, Provinz HenanHauptfakten der Verfolgung: Am 3. März 2008 schickte die Staatssicherheitsabteilung sechs Beamte zu Herrn Suns Haus. Er war gerade beim Essen, als sie ankamen. Um sich Zugang zu verschaffen, behaupteten die Beamten, dass sie einen Computervirus untersuchen würden. Als sie eingelassen wurden, durchsuchten sie die Wohnung und beschlagnahmten Suns Computer, Bücher von Falun Dafa und andere persönliche Dinge.

Er wurde verhaftet und starb sieben Tag später.

Suns Familie wurde am 6. März informiert, dass es ihm nicht gut gehe und sie brachten ihn ins Krankenhaus. Der Arzt meinte, Herr Sun solle aufgrund seiner schlechten Gesundheit nicht in Haft bleiben. Seine Familienangehörigen forderten eindringlich, dass er zur Behandlung im Krankenhaus bleiben dürfe, doch das wurde abgelehnt.

Daraufhin fragte seine Familie den Beamten Geng Songtao, ob Herr Sun freigelassen werden könne. Geng wollte zuerst 50.000 Yuan (7.000 Euro) und reduzierte dann auf 25.000 Yuan (3.500 Euro). Suns Frau konnte jedoch nur 5.000 Yuan (700 Euro) aufbringen. Geng erklärte ihr, dass das nicht genug sei, damit er freigelassen werde.

Am 9. März erhielt Suns Frau einen Anruf und wurde gebeten, zum Krankenhaus zu kommen. Als sie ankam, sah sie den kalten leblosen Körper ihres Mannes.

Früherer Bericht: Mr. Sun Guanzhou Dies after only Seven Days in Custody in Henan Province (Photo)http://en.minghui.org/html/articles/2008/3/19/95479.html

Details zu Frau Sun Guanzhous Strafanzeige in chinesischer Sprache:http://www.minghui.org/mh/articles/2015/9/19/教师进修学校教师被迫害致死-妻子控告江泽民-315620.html

2. Yang Baochun

Beruf: ArbeiterHeimatort: Stadt Handan, Provinz HebeiHauptfakten der Verfolgung: Yang Baochun ging 1999 nach Peking, um für das Recht, Falun Gong zu praktizieren, zu appellieren. Er wurde festgenommen und in ein Zwangsarbeitslager gebracht, wo er zwei Jahre gefangen gehalten wurde.

Im Winter 2000 warf ein Wärter seine Baumwollschuhe auf das Dach, weil er Herrn Yang sah, wie er die Übungen von Falun Gong in seiner Zelle machte. Er befahl ihm, hinauszugehen und barfuß im Schnee zu stehen. Als er wieder hinein durfte, schüttete ihm der Wärter heißes Wasser auf seine Füße, wodurch er Blasen bekam, die sich infizierten. Die Infektion breitete sich rasch auf seine Beine aus. Nach einiger Zeit brachte man ihn zur Behandlung ins Krankenhaus, doch es war zu spät. Die Infektion war lebensbedrohlich geworden und sein rechter Fuß musste amputiert werden.

Die Wärter wollten behaupten, dass Herr Yang verrückt geworden sei und sich das Bein selbst verletzt habe. Weniger als zwei Wochen nach der Amputation und mit noch offenen Wunden brachten sie Herrn Yang in die Nervenklinik Ankang.

Der dortige Direktor spritzte öfter unbekannte Medikamente in Yangs Fuß. Danach fühlte er sich sehr schwach und teilnahmslos. Er sabberte unkontrollierbar. Seine Zunge wurde dick und er konnte nicht klar sprechen.

Herr Yang wurde außerdem mit Elektrostäben geschockt und geschlagen. Nachdem seine Frau 2004 eine große Summe Geld bezahlt hatte, ließ man ihn schließlich frei, er wurde jedoch weiterhin 24 Stunden am Tag von seinen Kollegen von der Sicherheitsabteilung seiner Firma überwacht.

Am 17. Februar 2008 gegen 23:00 Uhr kamen der Direktor der Nervenklinik Ankang und fünf bis sechs Ärzte in seine Wohnung und brachten ihn gewaltsam zurück in die Klinik. Nach einer langen Zeit, in der er Drogen verabreicht bekam, begann er unter Symptomen einer psychischen Erkrankung zu leiden. Am 20. Januar 2009, als ihn seine Familie nach Hause brachte, merkten sie, dass Herr Yang psychisch krank war. Voller Schmerz und Verzweiflung mussten sie ihn zur Nervenklinik zurückbringen.

Derzeitige Situation: Im September 2015 ist Yang Baochun seit über fünf Jahren in der Nervenklinik.

Frühere Berichte:Die Geschichte von Herrn Yang Baochun: Wie die KPCh psychiatrische Kliniken zur Verfolgung von Falun Dafa-Praktizierenden einsetzthttp://de.minghui.org/html/articles/2012/5/29/69303.html

Yang Baochun verlor aufgrund von Folterungen sein rechtes Bein und wurde mehrmals in der Psychiatrie eingesperrthttp://de.minghui.org/html/articles/2008/3/15/45515.html

Details der Strafanzeige in chinesischer Sprache:http://www.minghui.org/mh/articles/2015/9/20/被药物摧残成精神病人-杨宝春家人控告首恶江泽民-315989.html

3. Han Kai

Beruf: UnbekanntHeimatort: Stadt Tieling, Provinz LiaoningDatum der Strafanzeige: 8. Juli 2015Hauptfakten der Verfolgung: Han Kai wurde für zwölf Jahre in die Heimatlosigkeit getrieben, um die Schikanen und eine Verhaftung zu vermeiden. Seine Frau wurde im Februar 2008 zu Tode gefoltert und sein Sohn zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, als er auf der Universität war.

1999 kam Herr Han für ein Jahr in ein Zwangsarbeitslager, weil er nach Peking gegangen war, um für das Recht, Falun Gong zu praktizieren, zu appellieren. Sein Mobiltelefon im Wert von 2.700 Yuan (380 Euro), sein Ausweis und seine Hausschlüssel wurden beschlagnahmt.

Herrn Hans Frau stirbt durch die Verfolgung

Herrn Hans Frau, Sun Shuzhen, wurde 2000 zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt, weil sie nach Peking gegangen war, um für Falun Gong zu appellieren.

Im Mai 2001 wurde sie erneut verhaftet, als sie in ihre Heimatstadt ging, um nach ihrem verletzten Vater zu sehen. Die Polizei wollte sie zwingen, ihnen den Aufenthaltsort ihres Mannes zu verraten. Sie erklärte ihnen, dass sie es nicht wisse.

Die Polizisten drehten ihren Arm auf den Rücken, bis er brach. Anschließend stieß man sie in ein Polizeiauto. Aufgrund der Schmerzen fiel sie in Ohnmacht. Ein Beamter trat sie fest und meinte, sie würde schauspielern. Am folgenden Tag benutzte die Polizei eine Bohrmaschine, um in ihre Wohnung einzubrechen. Sie durchsuchten sie und beschlagnahmten 4.000 Yuan (555 Euro).

Während ihrer Haft im Gefängnis schockte ein Wärter Suns Beine mit einem Elektrostab und trat auf sie ein. Jahre später wurde ihr Hafturlaub zur medizinischen Behandlung gewährt. Ihre Beine waren immer noch verwundet und schmerzten.

„Weil ich den Forderungen der Wärter nicht nachkam, durfte mich meine Familie nicht besuchen. Deshalb hatte ich kein Geld, um mir Toilettenpapier im Gefängnis zu kaufen. Ich musste das Verpackungspapier der Müllsäcke behalten und dieses benutzen. Manchmal musste ich von der Toilette aufstehen, bevor ich fertig war“, schrieb sie in einer Beschwerde vor vielen Jahren.

„Ich vermisste die Zeit, in der die Gefängniswärter neue mit Baumwolle gefütterte Kleidung ausgaben. Sie verteilten sie alle vier Jahre. Ich hätte auch alte Kleidung benutzt, aber weil ich meinen Glauben nicht aufgab, bekam ich nicht einmal alte. So trug ich nur meine Thermowäsche, die ich trug, als ich ins Gefängnis kam, und verbrachte den Winter in dieser leichten Kleidung (bei minus 29 bis minus 35 Grad Celsius in kältesten Zeiten). Ich hatte keine Socken, deshalb musste ich barfuß den Schnee wegschaufeln. Die Haut an meinen Füße brach auf und blutete. Ich musste auf einem Holzbrett ohne Decke schlafen.

Hungrig und ausgelaugt brach ich eines Tages zusammen, dennoch verlangte die Wärterin, dass ich meine Arbeit machte. Ich erklärte ihr, dass ich nicht könnte. Daraufhin schlugen mich die Wärter mit einem Holzstock. Zwei Tage später brach ich erneut zusammen. Mein Herz schlug fast nicht mehr, die Hälfte meines Körpers war taub und ich war inkontinent. Ich war dem Tode nahe. Alarmiert von meinem sich verschlechternden Zustand wollten die Wärter nicht verantwortlich sein, wenn ich dort sterbe, deshalb genehmigten sie mir am 29. März 2005 Hafturlaub zur medizinischen Versorgung.

Auch meine Familie wurde schikaniert. Die Polizei kam regelmäßig zu meinen beiden Schwägerinnen, um sie zu belästigen. Einmal früh morgens brachen sie in die Wohnungen meiner Schwiegereltern, meiner Schwägerin und meines Bruders ein. Meine Mutter starb durch die Belastung und die Sorge um mich. Mein Vater starb drei Monate nach meiner Mutter. Mein Bruder, erst 48 Jahre alt, starb kurz nach meinem Vater.“

Frühere Berichte:Sun Suzhen aus der Stadt Tieling, Provinz Liaoning, wurde zu Tode verfolgt (Foto)http://de.minghui.org/html/articles/2008/3/9/45351.html

Sun Suzhen Persecuted to Death in Liaoning Province Women's Prison in 2005http://en.minghui.org/html/articles/2006/5/5/72888.html

Details der Strafanzeige in chinesischer Sprache:

http://www.minghui.org/mh/articles/2015/9/20/妻子含冤离世-儿子被非法判刑-辽宁韩凯控告元凶-315985.html

4. Jiang Hede

Beruf: GeschäftsmannHeimatort: Stadt Laixi, Provinz ShandongDatum der Strafanzeige: 8. Juli 2015Hauptfakten der Verfolgung: Im August 2001 durchsuchten die Beamten der Polizeiwache Binhelu Jiangs Geschäft. Sie beschlagnahmten drei Kassettenrekorder, alle seine Bücher von Falun Dafa und 2.000 Yuan.

In Haft und in der Gehirnwäsche-Einrichtung gefoltert

Herr Jiang schrieb in seiner Strafanzeige: „Im August 2001 brachten sie mich in das Untersuchungsgefängnis Laixi, nur weil ich Falun Gong praktizierte. Die Wärter befahlen den Insassen, mich zu treten und zu schlagen. Die Insassen traten mit den Absätzen ihrer Schuhe gegen meinen Rücken. Sie ergriffen meinen Augapfel mit ihren Fingern und stießen ihr Knie in meinen Bauch. Auch wickelten sie eine Nylonschnur um meine Ohren und Finger und zogen fest, wodurch sie die Haut abzogen.

Im September 2001 kam ich in die Gehirnwäsche-Einrichtung und bekam nur ein kleines Brötchen zum Essen. Die Toilette durfte ich nicht benutzen. Wenn ich danach fragte, setzte sich ein Insasse auf mich, wodurch meine volle Blase schmerzte. Ich musste mich zwei Mal in meine Hose erleichtern. Man fesselte meine Hände und hängte mich auf, so dass die Füße den Boden nicht berührten. Die extremen Schmerzen brachten mich zum Schwitzen.

Die Insassen zwangen mich die ganze Zeit zu knien und sie ließen mich nicht schlafen. Weil ich so lange in der Hocke war, schmerzten meine Fersen sehr und ich konnte nicht gehen. Eines Nachts im November forderten die Insassen, dass ich ihnen helfe, einen anderen Praktizierenden aufzuhängen, doch ich weigerte mich. Deshalb wurde ich über Nacht an einen Baum gebunden. Ich trug nur ein Shirt und eine Thermohose ohne Gummiband. Ich zitterte in der eisigen Kälte und meine Hose fiel herunter. So verblieb ich bis zum Morgen. Am folgenden Tag musste ich wieder draußen stehen.

Wegen der brutalen und heftigen Folter kehrten meine Krankheiten zurück. Ich war schwach und knochendürr und konnte weder sitzen noch stehen. Die Wärter bekamen Angst, dass sie für meinen Tod verantwortlich gemacht würden, deshalb ließen sie mich frei.“

Zwei Jahre Zwangsarbeit

Im April 2004 wurde Herr Jiang erneut in seinem Geschäft verhaftet und nach 15 Tagen Haft zu zwei Jahren Zwangsarbeitslager verurteilt.

In seiner Strafanzeige schrieb er: „In ihrem Versuch, mich zum Aufgeben meines Glaubens zu zwingen, überwachten mich vier Insassen und ein Wärter rund um die Uhr. Ich durfte nicht schlafen. Wenn ich einschlief, schlugen sie mir mit einem Holzlineal ganz fest auf den Kopf. Sie schlugen mir auf den Kopf, bis er blutete.

Eines Tages befahlen mir fünf Wärter, Teile des chinesischen Gesetzes abzuschreiben, doch ich weigerte mich. Ich hatte kein Gesetz verletzt und wollte das nicht machen. Danach schockten sie mich mit einem Elektrostab, bis die Batterie leer war. Außerdem zwangen sie mich, Falun Gong verleumdende Videos anzuschauen.“

Details der Strafanzeige in chinesischer Sprache:http://www.minghui.org/mh/articles/2015/9/20/遭酷刑九死一生-山东莱西市姜合德控告江泽民-315947.html

5. Zhang Zhihua

Beruf: Tee-HerstellungsexperteHeimatort: Stadt Macheng, Provinz HubeiHauptfakten der Verfolgung: Zhang Zhihua wurde Dutzende Male wegen des Praktizierens von Falun Gong verhaftet und eingesperrt. Zwei Mal kam er in eine lokale Gehirnwäsche-Einrichtung. Seine Wohnung wurde durchsucht. Zum Schluss verurteilte man ihn zu einem Jahr Zwangsarbeit.

Während seiner Haft musste er von 5:00 Uhr bis 23:00 Uhr Zwangsarbeit verrichten. Auch zwang man ihn, jeden Tag lange Zeit auf einem kleinen Stuhl zu sitzen und Falun Gong verleumdende Videos anzuschauen.

Im Mai 2000 brach der Polizist Lu Zaolin in seine Wohnung ein und durchsuchte sie. Er beschlagnahmte seine Bücher von Falun Dafa, einen Kassettenrekorder, einen Videorekorder und andere Gegenstände. Seine Familie musste 4.700 Yuan (650 Euro) bezahlen.

Wegen der wiederholten Verhaftungen musste Herr Zhang sein Geschäft unterbrechen und verlor in den vergangenen zehn Jahren mindestens 500.000 Yuan (70.000 Euro) Einkommen.

Details der Strafanzeige in chinesischer Sprache:http://www.minghui.org/mh/articles/2015/9/19/遭绑架十多次-湖北麻城市制茶专家控告江泽民-315621.html

Hintergrund

Jiang Zemin begann 1999 im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong. Er setzte sich über die übrigen Mitglieder des Ständigen Komitees des Politbüros hinweg. In seiner Position als Chef der Kommunistischen Partei zwang er ihnen seinen Willen auf und begann mit der Verfolgung.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 16 Jahren zum Tod vieler Falun Gong-Praktizierender geführt. Viele wurden wegen ihrer Organe getötet. Weitaus mehr wurden gefoltert. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind direkt für den Beginn und die Weiterführung der Verfolgung verantwortlich.

Unter seiner persönlichen Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein Sicherheitsorgan auf Parteibasis, das „Büro 610“ genannt wird. Diese Organisation setzt sich bei der Umsetzung der Direktive, die Jiang Zemin für die Verfolgung ausgegeben hatte, über die Polizeikräfte und das Rechtssystem hinweg. Die Direktive lautete: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie körperlich!“

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu stellen. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun dieses ihnen zustehende Recht aus und zeigen den ehemaligen chinesischen Staatspräsidenten an.