Zwei Geschichten meiner wahren Kultivierung im Alltag

Von der 8. Internet-Konferenz zum Erfahrungsaustausch für Praktizierende in China

(Minghui.de) Grüße an den verehrten Meister! Grüße an die Mitpraktizierenden!

Ich möchte einige meiner Kultivierungserfahrungen mit meinen Mitpraktizierenden teilen.

Ich kultiviere mich in meinem familiären Umfeld

Mit meinen 59 Jahren erledige ich die gesamte Arbeit zu Hause, wie einkaufen, kochen, waschen, Hausreinigung und so weiter. Mein Mann wurde vor einigen Jahren entlassen und ist seither arbeitslos. Er spielt den ganzen Tag Mahjong. Einmal scherzte ich mit ihm und sagte: „Du hast Glück, du tust nichts und bist von mir abhängig.“ Als er das hörte, sprang er vom Sofa auf, warf seine Zeitung zu Boden und schrie mich an. Er tat so als wollte er mich schlagen. Ich war schockiert, aber ich konnte es ertragen weil es der Wahrheit entsprach: Mit seinen über 50 Jahren ist er seit acht Jahren arbeitslos. Warum suchte er sich keine Arbeit? Immer wieder half ich ihm, eine Arbeit zu finden, doch er hatte immer dieselben Ausreden, entweder war die Entlohnung zu gering oder die Arbeitsstelle zu weit entfernt von zuhause. Um nicht arbeiten zu müssen hatte er immer eine Ausrede parat. Ich fragte mich: „Habe ich immer noch den Eigensinn des persönlichen Gewinns? Möglicherweise schuldete ich ihm noch etwas aus meinen früheren Leben.“ Ich wusste auch, dass es etwas Gutes ist, Schwierigkeiten zu erleiden. Um etwas Geld zu sparen kaufte ich meine Lebensmittel, die ich täglich benötigte, in einem Supermarkt, der etwas billiger war. Wenn mein Mann mit dem Essen fertig war, ging er, ohne sein Geschirr abzuräumen, fernsehen. Noch ärgerlicher war es für mich, als er von mir 8000 Yuan verlangte, um seinem Freund seine Mahjong Spielschulden zurück zu zahlen. Als ich sein trauriges Gesicht sah, machte mich das noch wütender und zugleich auch ängstlich.

In jener Nacht konnte ich nicht einschlafen. Es ist ein Prinzip des Kosmos, seine Schulden zurückzahlen zu müssen. War mein Herz wegen der Schulden bewegt? Oder zielte dieser Umstand auf einen Eigensinn von mir ab? Der Meister sagte:

„….als ein Kultivierender sollte man unbedingt auf die Art und Weise eines Kultivierenden und mit den Gedanken eines Kultivierenden denken, man darf auf keinen Fall mit den Gedanken der gewöhnlichen Menschen denken. Alle Fragen, die dir begegnen, sind keinesfalls einfache Fragen, nichts ist zufällig und all dies sind keine Fragen der gewöhnlichen Menschen, sie haben bestimmt mit der Kultivierung und deiner Erhöhung zu tun“ (Li Hongzhi, Fa Erklärung in Los Angeles City, 25.02.2006)

Vom Fa her erleuchtete ich, dass die Familie auch eine Kultivierungsumgebung ist, also muss dies auch mit meiner Erhöhung zu tun haben. Ich erinnerte mich, dass der Meister von uns verlangt, immer zuerst an Andere zu denken und so wurde mir klar, dass die Person, die meinem Mann das Geld geliehen hatte, möglicherweise besorgt sein könnte, ob sie es wieder zurückbekäme. Nachdem ich mir das überlegt hatte, ging ich sofort zur Bank und hob 8000 Yuan ab. Ich gab meinem Mann das Geld, damit er seine Schulden bezahlen konnte.

Als er gegangen war, weinte ich. Damit ich andere großzügig behandeln kann, gönne ich mir fast nichts. Ich musste den Eigensinn nach Glück und materiellen Dingen loslassen. Nachdem ich ihm das Geld gegeben hatte, erinnerte ich mich daran, wie oft er mich in der Vergangenheit schlecht behandelt hatte, speziell dann, wenn er sein Temperament nicht zügeln konnte und mich anschrie. All diese Erinnerungen kamen mir immer wieder in den Sinn.

Obwohl ich nicht mit ihm stritt, konnte ich diese Sachen im Herzen nicht loslassen. Diese 8000 Yuan ließen mich Verlust und Gewinn loslassen. Der Meister sagte:

„Ihr wisst, wenn einer die Ebene des Arhats erreicht hat, nimmt er sich nichts zu Herzen, egal was ihm begegnet, alles unter den gewöhnlichen Menschen nimmt er sich überhaupt nicht zu Herzen und bleibt immer fröhlich. Egal wie sehr er den Kürzeren gezogen hat, er bleibt fröhlich, es ist ihm egal. Wenn du das wirklich erreichen kannst, hast du die anfängliche Fruchtposition eines Arhats schon erreicht.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun, Lektion 9, Erleuchtung, Seite 334)

Wollen wir uns nicht um eine Ebene höher als die Arhat-Ebene kultivieren? Wenn wir etwas verlieren, gibt es dafür nicht einen Grund?

Wenn ich ihn kritisierte, explodierte er. Habe ich nicht dasselbe Problem? Ich schaute in mir nach und stellte fest, dass ich auch diesen Eigensinn hatte. Seine Reaktion mir gegenüber brachte meine eigene Mentalität zum Vorschein. Wenn er nicht so heftig reagiert hätte, wäre ich nicht in der Lage, mein eigenes Problem zu erkennen.

Eigentlich war er der Ruhigere von uns beiden, denn ich tendierte dazu, andere zu belehren und zu kontrollieren. Wenn er mich kritisierte, konnte ich es nicht ertragen. Ich war eine Person mit zwei Gesichtern, denn zu Hause verhielt ich mich nicht wie eine Praktizierende. Jedoch vor anderen, speziell vor Dafa-Jüngern, sah es so aus, als wäre ich sehr fleißig und im Einklang mit Dafa. Die Anderen dachten, dass ich mich gut kultiviert hätte, denn ich ließ sie das durch meine Angebernatur und Selbstbestätigung glauben. Ich sah meine Familie als meine Kultivierungsumgebung an.

Nachdem ich diese schlechte Mentalität entdeckt hatte, verbesserte sich mein Familienleben und jetzt respektieren wir einander. Wenn wir einen Konflikt haben, sagt zuerst mein Mann, dass es seine Schuld sei und auch ich meine, dass es meine Schuld ist. Dafa ist wirklich wunderbar. Sobald du dich selbst gut kultivierst, verändert sich deine Umgebung. Auch seine Haltung Dafa gegenüber hat sich stark verändert. Wenn jemand etwas Schlechtes über Dafa sagt, zeigt er auf diese Person und entgegnet: „Halt die Klappe! Kennst du Falun Gong? Wenn nicht, dann rede keinen Unsinn!“

Wenn man seine Ebene durch konsequentes Fa-Lernen erhöht hat, wird sich alles verändern. Es stimmt, dass man es ohne Trachten bekommt. „Kultivierung hängt von einem selbst ab, Kultivierungsenergie hängt vom Meister ab.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun, Lektion 1, Warum wächst die Kultivierungsenergie trotz Praktizierens nicht, Seite 26)

Eines Tages sagte mein Sohn zu mir, dass er Dafa lernen wolle. Ich gab ihm das Zhuan Falun und sofort las er das Buch eifrig. Vor dem 20. Juli, als er noch in der Grundschule war, nahm ich ihn zu einer Fa-Lerngruppe mit. Später kultivierte er sich auch.

Meine Zähne

Ein Vorderzahn fiel mir aus und so ging ich eine Privatzahnklinik um ihn ersetzen zu lassen. Als der Arzt die Krone einsetzen wollte, sah er, dass mein Zahnfleisch entzündet und geschwollen war. Rund um meine freiliegenden Nerven befand sich Eiter und Blut. Aus Angst mich zu gefährden, wollte er mir die Krone nicht einsetzen. Ich sagte aber zu ihm: „Ich praktiziere Falun Gong. Ich bin eine Praktizierende und deswegen wird alles in Ordnung sein, sobald ich zuhause angekommen bin und meine Übungen gemacht habe.“ So erzählte ich ihm über die Wunder von Dafa, aber trotzdem wollte er mir die Krone nicht einsetzen. Er meinte, sobald im Inneren eine Entzündung vorhanden ist, könnte, wenn er den Zahn mit der Krone verschlossen hätte, die Entzündung sogar das Gehirn beeinträchtigen.

Ich bestand darauf, dass er mir die Krone einsetzte. So hatte der Doktor keine Chance und sagte: „Unterschreiben Sie, das ist ihr eigenes Risiko!“ Ich antwortete: „Keine Sorge!“ Sobald ich zu Hause angekommen war, lernte ich das Fa.

Lange Zeit fehlte meinem Zahn nichts und es gab auch keine Schwellungen oder Schmerzen. Deshalb dachte ich, dass dies wegen meines guten Kultivierungszustandes wäre und mein Angeberherz kam zum Vorschein. Doch Tatsache war, dass ich, nachdem ich von der Klinik nach Hause gekommen war, Fieber und starke Zahnschmerzen bekam. Ich lag im Bett und rezitierte „Lunyu“ bevor ich einschlief. Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war alles in Ordnung. Es war eigentlich der Meister, der für mich litt und ich dachte, dass ich mich gut kultiviert hätte. Nach und nach wurde ich in meiner Kultivierung nachlässiger und begann dieses und jenes essen zu wollen. Es gab viele Dinge, die ich früher wegen meiner Zahnschmerzen nicht essen konnte, aber nun konnte ich alles essen. Eines Tages wurde mir am ganzen Körper kalt. Ich hatte so starke Zahnschmerzen, dass ich meine Augen nicht mehr öffnen konnte. Ich dachte dass es am nächsten Tag besser werden würde. Am nächsten Tag hatte ich mit einer ehemaligen Klassenkameradin eine Verabredung zum Schwimmen. Ich wollte sie nicht mit einem geschwollenen Gesicht treffen, da ja alle wissen, dass ich Falun Gong praktiziere. So würde ich Schande für Dafa bringen. Ich konnte in jener Nacht nicht einschlafen. Obwohl ich mich mit zwei Decken zudeckte, war mir immer noch kalt. Mein Zahn tat mir so weh, dass ich meinen Mund nicht mehr schließen konnte und deshalb sabberte ich auch noch. Am nächsten Morgen sah ich in den Spiegel und sah dass mein ganzes Gesicht geschwollen war und außerdem konnte ich meinen Mund nicht mehr öffnen, aber trotzdem ging ich zum Schwimmbad. Als mich meine Klassenkameradin sah, fragte sie, was geschehen sei. Gegen zwei Uhr nachmittags wurde die Schwellung schlimmer und ich bekam Fieber. Ich konnte nicht einmal mehr meine Füße sehen. Alle waren erschrocken und wollten mich ins Krankenhaus bringen. Ich sagte: „Das ist nicht nötig, ich werde nach Hause gehen. Unterhaltet euch weiterhin gut“. Ich ertrug die Schmerzen und ging nach Hause und verdeckte mit meinen Händen das Gesicht. Als ich in den Spiegel sah, stellte ich fest dass meine Nase entstellt und mein Unterlid nach außen gedreht war, auch mein Mund war stark geschwollen. Ich zog meine Lippen mit den Fingern auseinander und sah, dass sich mein Zahnfleisch wegen eines Abszesses nach außen gedreht hatte.

Ich hielt mir den Mund mit meinen Händen und hatte Angst vor dem Inhalieren, da es enorme Zahnschmerzen hervorrufen würde. Ich rief den Meister in meinen Herzen und konnte nicht mehr zu weinen aufhören. Ich sollte die Barmherzigkeit vom Meister wegen dieser unbedeutenden Angelegenheit nicht ausnutzen. Nachdem ich die Krone bekommen hatte, wollte ich alles, was ich sah, essen. Nachdem ich das Mittagessen gekocht hatte, überlegte ich, was ich zu Abend kochen könnte. Ich versuchte mich in verschiedenen Rezepten. Ich verschwendete meine Zeit mit Einkaufen, Kochen und Essen und vergaß, dass ich eine Praktizierende bin. Der Meister möchte, dass wir uns beeilen, die drei Dinge zu tun, aber ich ließ mich gehen und so wurde meine Lücke von den alten Mächten ausgenutzt.

Sofort setzte ich mich hin und sandte aufrichtige Gedanken aus, um die Störungen und die Verfolgung der alten Mächte zu vernichten. „Meister, Ihre Jüngerin hat falsch gehandelt. Von jetzt an, werde ich mich korrigieren sobald ich meinen Fehler gefunden habe.“ Ich fühlte mich am nächsten Morgen nach dem Aufwachen schon viel besser. Mein Gesicht schwoll ab und meine Nase und meine Augen sahen normal aus. Mein Ehemann sagte: „Ich bin wirklich erstaunt. Die Krankheit ist schnell gekommen und auch schnell wieder vergangen. Gestern war alles noch so schrecklich, aber heute ist wieder alles normal.“

Darüber hinaus hatte ich eine stark angeberische Mentalität. Ein Zahn fiel aus aber ein Neuer wuchs an seiner Stelle. Ich dachte das käme davon, weil ich mich so gut kultiviert hatte. Ich sagte den anderen immer wieder, dass Dafa weit über allem was normal ist steht und nichts unmöglich ist, solange man sich selbst gut kultiviert hat. Ich erzählte ihnen, dass bei mir sogar ein neuer Zahn gewachsen war, obwohl ich schon über 50 Jahre alt bin. Wenn mich dann andere lobten, fühlte ich mich sehr glücklich und schwelgte in Selbstzufriedenheit. Nicht lange danach fiel ein weiterer Zahn heraus und ein neuer begann zu wachsen. Ich berührte oft die Spitze des neuen Zahnes und wollte dass er schneller wuchs. Jedoch verschwand er wieder im Zahnfleisch. Ich erkannte, dass ich meinen Eigensinn ablegen musste. Kultivierung ist ernsthaft. Wir sind hier, um das Fa und nicht uns selbst zu bestätigen. Wenn ein einziger Gedanke nicht in Ordnung ist, werden Probleme entstehen.

Das sind einige meiner Kultivierungserfahrungen. Ich weiß, dass ich noch weit entfernt bin von den Anforderungen des Meisters. Wir müssen fleißiger sein und den Meister unterstützen und unser historisches Gelübde erfüllen.