Tod vor 14 Jahren - Beamte unter Verdacht, Frau Lin Lingmei ermordet zu haben (Provinz Heilongjiang) (Fotos)

(Minghui.org) Frau Lin Linmai, eine Falun Gong-Praktizierende aus dem Bezirk Boli, Provinz Heilongjiang, starb im Mai 2000 in Peking, wo sie für das Recht, Falun Gong zu praktizieren, protestierte. Beamte behaupteten, sie habe Selbstmord begangen; doch wir vermuten, dass dies nicht die wahre Ursache ihres Todes ist. Aus diesem Grund wird der Fall jetzt, 14 Jahre nach ihrem Tod, wieder aufgerollt. Allzu viele Fakten über die seit 14 Jahren andauernde Verfolgung von Falun Gong durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) sind bekannt. Deshalb sollten die Behauptungen der chinesischen Beamten nicht für bare Münze genommen werden.

13. Mai 2000: Lin Lingmei und Lin Lifen werden festgenommen

Frau Lin und ihre jüngere Schwester Lin Lifen gingen am 11. Mai 2000 nach Peking um für das Recht, Falun Gong zu praktizieren, zu appellieren. Am 13. Mai praktizierten sie auf dem streng bewachten Platz des Himmlischen Friedens die Übungen des Falun Gong, wurden entdeckt und von der Polizei festgenommen.

Um Praktizierende, die für Falun Gong appellieren wollten, abzuschrecken, schrieb die KPCh vor, dass alle bei diesen Appellen verhafteten Praktizierenden von örtlichen Beamten zurück in ihre Heimat gebracht und bestraft werden mussten.

Die Polizei in Peking schaffte es, die beiden Schwestern zu identifizieren und brachte sie in das Pekinger Büro der Stadt Qitaihe, Heilongjiang, das sich im Hotel Jingqi befand. Man hielt sie im Raum 308 fest. Die Beamten fesselten sie an ein Bett mit Eisenrahmen und schlugen brutal auf sie ein. Man überwachte sie den ganzen Tag lang und die Lichter blieben rund um die Uhr an.

Die Polizisten der Stadt Qitaihe kamen am Nachmittag des 14. Mai nach Peking und nahmen Lin Lifen mit zurück, nicht jedoch Frau Lin Lingmei. Sie unterstünde nicht der Jurisdiktion von Qitaihe, behaupteten die Polizisten. Doch stattdessen forderten sie das Forstamt des Bezirks Boli, ihren Arbeitgeber, auf, sie zurückzubringen. Deshalb verließen die Beamten Peking und ließen Frau Lin im Pekinger Büro von Qitaihe zurück.

Tod am 14. Mai 2000 wird als Selbstmord hingestellt

Danach rief das Pekinger Büro von Qitaihe das Forstamt des Bezirks Boli an, damit diese Frau Lin zurückbrächten. Das Amt schickte ein paar Beamte nach Peking, die bei ihrer Ankunft Sightseeing betrieben. Als sie im Pekinger Büro von Qitaihe ankamen, erklärte man ihnen, dass Frau Lin gestorben sei. Anschließend informierten sie Lins Familie, dass sie Selbstmord begangen hätte. Sie sei aus dem Fenster des Hotels gesprungen.

Die Szene ihres Todes war schrecklich. Sie war mit gefesselten Händen und dem Gesicht nach oben am Rücken von einem Zaunpfahl des Hotelhofes aufgespießt. Laut einem beglaubigten Zeugen war Frau Lin vom Polizisten Bi von der Abteilung für Politik und Sicherheit der Polizeibehörde Qitaihe grausam geschlagen worden. Sie hatte versucht, aus dem Gebäude zu entkommen, indem sie aus dem Fenster sprang und war dabei auf einen Zaunpfahl unterhalb des Fensters gefallen, und die scharfe Spitze hatte ihren Rücken aufspießt. Sie blieb mehr als zehn Stunden nach ihrem Tod am Zaun hängen.

Als die Familie ihren Körper sah, fanden sie auf der inneren Seite ihres Oberschenkels einen Schnitt, der genäht worden war. Ihre Unterarme wiesen Verletzungen auf. An ihrem Hals gab es einige rote Flecken, auf ihrem unteren Rücken eine Wunde und einige Nadeleinstiche auf ihrem Handgelenk.

Die Beamten verhielten sich ausweichend, als die Familie nach der Ursache ihres Todes fragte. Sie forderten die Familie auf, eine Erklärung zu unterschreiben, dass sie Selbstmord begangen hätte und dass sie der sofortigen Einäscherung ihres Körpers zustimmten.

Nach der Bestattung wurde die Sterbeurkunde von der Polizeibehörde Peking Yuanwu an den Stadtteil Woken, Bezirk Boli, ausgehändigt. Darin stand, dass Frau Lin am 15. Mai 2000 Selbstmord begangen habe, indem sie aus dem Fenster gesprungen war. Das Ausstellungsdatum war der 18. Mai 2000. Die Bestattungsurkunde besagte, dass Frau Lin am 14. Mai 2000 starb und ihr Körper am 18. Mai 2000 im städtischen Krematorium im östlichen Peking eingeäschert worden war.

Körper wies keine Zeichen eines Aufpralls auf

Falun Gong fordert seine Praktizierenden auf, alles Leben zu schätzen und verbietet strikt das Töten oder auch Selbstmord in jeder Form. Frau Lin hatte gesagt, dass sie sich als Falun Gong-Praktizierende niemals selbst töten würde, egal was ihr zustoßen würde.

14 Jahre nach ihrem Tod sind die Menschen immer noch im Unklaren über die Ursache ihres Todes. Wie konnte sie mit gefesselten Händen und streng überwacht aus einem Fenster springen? Aus welchem Grund sollte sie – wie von den Beamten behauptet – Selbstmord begangen haben? Warum gab es keine bildlichen oder filmischen Aufzeichnungen von dem Vorgang ihres Sterbens? Warum gab es an ihrem Körper keine Verletzungen, die auf einen Fall von einem Gebäude und dem Aufprall auf dem Boden hinwiesen? Warum machte das Krankenhaus keine offiziellen Aufzeichnungen über seine Diagnose? Warum wurde der Raum 308 nach ihrem Tod renoviert und warum verbargen sie das Bett mit Eisenrahmen, an dem Frau Lin angekettet gewesen war?

Es ist die Pflicht der Beamten, eine wahre Aufzeichnung davon zu liefern, was in der Nacht zum 14. Mai 2000 im Raum 308 des Pekinger Büro von Qitaihe geschah.

Foto von Lin Lingmei

Zur Person Lin Lingmeis

Frau Lin wurde am 7. Januar 1971 im Dorf Xingsheng, Stadtteil Woken, Bezirk Boli, Provinz Heilongjiang geboren. Sie war ein intelligentes und sensibles Kind. Mit Anfang zwanzig heiratete sie. Ihr Mann war Angestellter des Forstamtes Hongxing, das sich tief in den Bergen des Bezirks Boli befand. Sie hatte eine Tochter.

1998 begann Frau Lin, Falun Gong zu praktizieren. Sie schätzte die anleitenden Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht. Sie konnte gut mit Missgeschicken umgehen. Viele Leute bewunderten sie wegen ihrer Beharrlichkeit. Außerdem war es leicht, mit ihr auszukommen und sie wehrte sich nicht, wenn jemand ihr Unrecht zufügte.

Frau Lin starb im Alter von 30 Jahren und hinterließ ihre damals zehnjährige Tochter.