Ein wahrer Held: Die Geschichte von Yuan Jiang (Teil 1) (Fotos)

(Minghui.org)

Inhaltsverzeichnis

1. Ein herausragender Absolvent der Tsinghua Universität
2. Ein freiwilliger Helfer in Nordwest China
3. Die landesweite Verfolgung beginnt
4. Gefoltert
5. Eine wundersame Flucht
6. Der Tod eines Helden
7. Andauernde Verfolgung

 

Am 29. Oktober 2001 führten 3000 Polizisten in Lanzhou, der Hauptstadt der Provinz Gansu eine intensive Fahndung nach einer gesuchten Person durch. Überall in der 2500 Jahre alten Stadt im Nordwesten Chinas mit zwei Millionen Einwohnern, konnte man Sirenen hören. Jede Kreuzung und jedes Hotel wurden überprüft und jeder Bus und Bahnhof wurden überwacht. Später wurde die Suche auf nahe gelegene Städte ausgedehnt. Die Polizisten hatten einen Auftrag – findet Yuan Jiang um jeden Preis.

Wer war Yuan Jiang? Ein berüchtigtes Verbrechergenie? Nein, Yuan Jiang war nur ein Intelektueller und einer von vielen Falun Gong Praktizierenden, die in China verfolgt wurden.

Die Verfolgung von Falun Gong erreichte 2001 einen Höhepunkt und Yuan Jiang wurde verhaftet. Nachdem er zwei Monate lang hart gefoltert wurde, entkam er auf wundersame Weise, obwohl er schwer verletzt war.

Warum brachen die Polizei und das Regime derart in Panik aus und hatten solche Angst, sodass sie ihn um jeden Preis finden wollten? Hier ist Yuan Jiangs Geschichte von Anfang an.

1. Ein herausragender Absolvent der Tsinghua Universität

Yuan Jiang wurde 1972 in eine Familie Intellektueller geboren. Sein Vater war Professor und im Präsidium des Fachbereichs Physik an der Pädagogischen Universität Nordwest in Lanzhou. Seine Mutter war Grundschullehrerin. Er hat drei ältere Schwestern. Yuan war ein begabter Schüler und arbeitete sehr hart. Er gewann einen Provinzpreis in einem Physikwettbewerb in der Oberschule. Nach der Oberschule wurde er an der besten Schule für Ingenieure in China – der Tsinghua Universität (auch bekannt als Qinghua Universität) – angenommen.

Yuan war seit seiner Jugend krank. Er bekam mit 17 Epikarditis und musst ein Jahr mit der Schule aussetzen. An der Universität war er alkohol- und nikotinabhängig, was seine Gesundheit verschlechterte.

Im Jahr 1993 besuchte er zufällig einen Falun Gong Vortrag, was sein Leben vollständig veränderte. Alle seine Krankheiten wurden ohne Behandlung geheilt und er hörte auf zu rauchen und zu trinken. Nicht nur seine Gesundheit wurde wiederhergestellt, sondern auch sein Geist war erquickt. Danach bemühte er sich, den Grundsätzen von Falun Gong - Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht - in seinem täglichen Leben zu folgen.

2. Ein freiwilliger Helfer in Nordwest-China

Nach seinem Abschluss bekam er eine Stelle bei einer großen Firma, einer Tochtergesellschaft des Telekommunikationsbüros von Lanzhou. Da er selbstlos, ehrlich, freundlich, fähig und fleißig war, war er unter seinen Kollegen und Vorgesetzten hoch angesehen. Er wurde schnell zum stellvertretenden Leiter der Firma befördert.

Yuan Jiang

Jeden Morgen ging er zum Campus der Pädagogischen Universität Nordwest, um die Falun Gong Übungen zu praktizieren. Am Anfang war es nur er und ein Banner. Aber immer mehr Menschen kamen dazu. Innerhalb von zwei Jahren gab es mehr als 1.000 Praktizierende an dieser Übungsstätte.

Die wundervollen Vorteile von Falun Gong für Körper und Geist und sein positiver Einfluss auf die Gesellschaft verbreiteten sich durch Mundpropaganda. Immer mehr Übungsstätten tauchten auf. Die sanften Bewegungen und schöne Musik konnte man bald in der ganzen Stadt sehen und hören.

Um neuen Praktizierenden zu helfen, in der Praxis voranzukommen, gründete Yuan das Betreuungszentrum in Lanzhou und zwei weitere, eins in der Stadt Xi'ning und eins in der Stadt Yinchuan, den Hauptstädten der beiden nordwestlichen Provinzen Qinghai und Ningxia. Er wurde die Kontaktperson dieser drei Zentren.

Falun Gong Vorträge sind kostenlos. Materialen zu drucken und Räume für die Vorträge zu mieten, ist jedoch teuer. Alle die bei den Betreuungszentren arbeiteten, gaben freiwillig etwas dazu. Yuan, ein hochrangiger Spezialist, der ein einfaches Leben ohne Auto und Haus führte, gab jedes Jahr große Summen für die Zentren.

Als freiwilliger Betreuer spendete Yuan Jiang nicht nur, um Falun Gong in den nordwestlichen Gebieten zu verbreiten, sondern tat auch sein Bestes, um den Ruf von Falun Gong zu schützen.

Im Juli 1998 veröffentlichte die größte Zeitung in Gansu, Gansu Daily, einen Artikel, der Falun Gong verleumdete. Yuan Jiang sprach mit dem Verleger und den Redakteuren und berichtete von seinen eigenen Erfahrungen, wie er vom Praktizieren von Falun Gong profitiert hatte. Seine Aufrichtigkeit und Geschichte bewegten die Angestellten der Zeitung sehr, sie änderten ihre Einstellung bezüglich Falun Gong. Die Zeitung veröffentlichte später eine Entschuldigung.

Falun Gong war in der Gesellschaft verankert und die Zahl der Praktizierenden in Nordwest China stieg schnell.

3. Die landesweite Verfolgung beginnt

Die unglaubliche Popularität von Falun Gong in China machte die Führer der Kommunistischen Partei eifersüchtig. Jiang Zemin, damals der kommunistische Diktator Chinas, hatte Angst vor Falun Gong, da es eine Gefahr für seine Macht darstellte. Am 20. Juli 1999 starteten er und seine Gefolgsleute die landesweite Verfolgung von Falun Gong.

Jeder Aspekt der Gesellschaft wurde genutzt, um Falun Gong zu verfolgen und zu diffamieren. Falun Gong Kontaktpersonen in Betreuungszentren wurden im ganzen Land am selben Tag verhaftet.

Yuan war keine Ausnahme. Er und seine Freunde wurden im Lanzhou Hotel, welches rund um die Uhr streng überwacht wurde, inhaftiert. Sie wurden gezwungen, Materialien zu lesen und anzusehen, die Falun Gong verleumdeten. Die Gehirnwäsche dauerte sechs Monate, bevor sie freigelassen wurden.

Yuans Arbeitgeber kündigte ihm die Position des stellvertretenden Leiters. Da er jedoch ein so wichtiger Angestellter war, wurde ihm die Position des Leiters der Technologieabteilung zugewiesen. Er musste sich jedoch einmal wöchentlich bei der Polizeiwache melden.

Im Januar 2001 verhaftete die Polizei Yuan wieder und brachte ihn in eine Gehirnwäsche-Einrichtung.

Gehirnwäsche-Einrichtungen, auch bekannt als „Schwarze Gefängnisse“, wurden überall in China etabliert, um Falun Gong-Praktizierende zu verfolgen. Yuan musste seine Heimat verlassen, um weiterer Verfolgung zu entgehen. Er reiste durch China, war obdachlos und erklärte den Menschen die Wahrheit über die Hintergründe von Falun Gong in friedlicher Ablehnung der Verfolgung.

4. Gefoltert

Am 30. August 2001 wurde Yuan in einem Bus in der Nähe von Dunhuan in der Provinz Gansu verhaftet. In dieser Zeit überprüfte die Polizei peinlich genau die Ausweise von Bus-Reisenden im Gansu Korridor. Sie wollten Praktizierende davon abhalten, nach Peking zu kommen, um für Falun Gong zu appellieren. Die Überprüfung der Identität war auch ein Weg, um Praktizierende zu verhaften.

Yuan hatte keinen Ausweis dabei. Die Polizei erkannte ihn als gesuchte Person und eine wichtige Kontaktperson von Falun Gong in den nordwestlichen Provinzen. Die Neuigkeit von seiner Verhaftung erfreute die Polizeiabteilung der Provinz Gansu sehr. Sie sahen seine Verhaftung als Weg zu Beförderungen und finanziellen Belohnungen.

Was Yuan danach geschah, war grausam. Er wurde in einem Internierungslager in Dunhuang aufgehängt und brutal geschlagen. Später wurde er in das Internierungslager Si'ergou im Bezirk Xigu in Lanzhou gebracht. Die Polizisten erkannten bald, dass physische Folter bei Yuan Jiang nicht funktionierte. Er weigerte sich, seinen Glauben an Falun Gong aufzugeben.

Folternachstellung: Aufgehängt und geschlagen

Für die chinesische Polizei ist physische Folter, insbesondere Schläge, der „normale“ Ansatz, um Gefangene zum Aufgeben zu zwingen. Sie wollten jedoch nicht die volle Verantwortung übernehmen, falls Yuan an den Schlägen starb, so versuchten sie seinen früheren Arbeitgeber zu involvieren.

Das Telekommunikationsbüro gab den Forderungen nach und stellte einen Garten hinter dem Baitashan Berg in der Stadt Lanzhou zur Verfügung. Er liegt acht Kilometer außerhalb der Innenstadt und ist umgeben von bewaldeten Bergen. Das Wetter wurde kälter und es gab dort keine Besucher, daher war es der ideale Platz für die Polizei, um Yuan zu foltern. Sie zogen schnell ein und nahmen zwei Wagenladungen Folterinstrumente mit.

Die Polizei wollte von ihm Informationen, zum Beispiel was er getan hatte, als er sein Zuhause verließ, welche Städte er besucht hatte, wen er kontaktiert hatte und wo sie andere Falun Gong- Kontaktpersonen finden könnten. Sie taten alles was sie konnten, um ihn zu foltern, bekamen aber nichts aus ihm heraus. Laut einem Insider sah Yuan an der Oberfläche zwar schwach aus, aber sein Mut und seine Zähigkeit beeindruckten sogar die Polizei.

 

(Fortsetzung von Teil 2 folgt, sie enthält die Kapitel 5-7)