Eigene Fehler nicht auf Praktizierende in Schwierigkeiten projizieren

(Minghui.org) Manchmal sind Praktizierende nicht in der Lage, Schwierigkeiten zu überwinden. Einige leiden unter Krankheitssymptomen oder verhalten sich anormal; andere haben Unfälle oder verletzen sich. Wieder andere befinden sich in familiären Schwierigkeiten, die sie nur schwer überwinden können.

Ich habe erkannt: Egal wie es sich zeigt, diese Dinge werden von tiefliegenden Faktoren verursacht.

Der Meister sagt:

„Das ist die Fa-Berichtigung des Kosmos, in der Menschenwelt zeigt sich lediglich das Verhalten der niedrigen Lebewesen durch den Sturm der Fa-Berichtigung im gigantischen Himmelssystem. Was können die Menschen gegen die Gottheiten schon unternehmen? Wenn es keine äußerlichen Faktoren geben würde, was würden die Menschen denn wagen, gegen die Gottheiten zu unternehmen? Was sich auch in der Gesellschaft der Menschheit zeigt, ist lediglich durch die Steuerung höherer Lebewesen verursacht worden.“ (Li Hongzhi, Bei der Fa-Berichtigung werden keine menschlichen Gesinnungen benötigt, aber die aufrichtigen Gedanken, 19.09.2004, in: Essentielles für weitere Fortschritte III)

Nun möchte ich gerne meine jüngsten Erlebnisse mit euch teilen.

Die Praktizierende Liu verhielt sich seltsam. Andere Praktizierende meinten, dass es immer schwieriger würde, mit ihr zusammenzuarbeiten. Sie beschwerte sich häufig darüber, dass ihre Gefühle verletzt seien. Ein Projektleiter rief mich an und bat mich, ihr zu sagen, dass sie aus dem Projekt aussteigen sollte, weil ihr Verhalten Störungen verursachen würde.

In der Nacht zuvor hatte ich geträumt, dass eine Person von einer Klippe gestürzt und gestorben sei. Das Seil, an dem sie sich festgehalten hatte, war plötzlich abgerissen. Ich dachte jedoch, dass die Faktoren, die sie verfolgten, die Ursache für ihr Verhalten waren. Deshalb sagte ich zu dem Projektleiter: „Lass mich zuerst mit ihr sprechen.“

Bei dem Gespräch konnten wir uns nicht offen austauschen. Die störenden Faktoren hinter ihr störten mich und ich wurde unruhig. Es fiel mir schwer, gütig zu sein. Dann erkannte ich, dass ich ihr die Schuld gab – da wusste ich, dass ich in mir selbst suchen musste.

Als ich nach innen schaute, spürte ich, dass ihr Verhalten ein Spiegel meines eigenen Kultivierungszustandes war. Ich erkannte meine Fehler und so stellte mich der Meister vor eine weitere Prüfung.

Am nächsten Tag half ich bei einem anderen Projekt mit. Dort traf ich die Praktizierende Wang. Vor einigen Jahren wurde mir gesagt, dass ihr Verhalten störend sei, deshalb dachte ich wieder daran, als ich sie sah. Sie behandelte mich auch nicht besonders gut.

Wir dürfen uns nicht den alten Mächten angleichen

Ich erkannte, dass unser Konflikt ein Arrangement der alten Mächte war. Doch ganz gleich was die Praktizierende getan hat, sie befindet sich noch in der Kultivierung. Wir machen alle Fehler. Andererseits ist es uns erlaubt, unsere Fehler zu korrigieren. Die alten Mächte aber nutzen unsere Fehler aus, um uns anzugreifen. Sobald ich negative Gedanken über Wang habe, bin ich bereits dabei, mich den alten Mächten anzugleichen. Anschließend beseitigte ich alle diese negativen Gedanken.

Unabhängig davon, wie die anderen über Wang dachten, wusste ich, dass ich meine Gedanken ändern musste. Vielleicht würde ich nie wieder die Gelegenheit haben, sie zu treffen. Die Gedanken der Praktizierenden haben Energie. Wenn so viele negative Gedanken auf sie einströmen und sie niederdrücken, könnte sie sich vielleicht wirklich so verhalten, wie die Leute annehmen.

Als ich Wang das nächste Mal traf, konnte ich einen friedlichen Zustand bewahren, anstatt sie zu beurteilen. Vielleicht spürte sie meine Veränderung, weil ich mich von einem friedlichen und barmherzigen Energiefeld umgeben fühlte.

Später als ich Liu sah, sagte ich: „Danke, dass du mir geholfen hast! Du hast mich mein eigenes Verhalten erkennen lassen. Wenn ich dir beim letzten Mal Probleme gemacht habe, war es meine Schuld.“ Tränen stiegen ihr in die Augen und sie sagte: „Danke!“

Andere Praktizierende waren bereit, Liu zu helfen. Einige lernten das Fa mit ihr und andere halfen ihr bei der Hausarbeit. Nun strahlt ihr Gesicht und sie kann wieder in dem Projekt mitarbeiten.

In diesem Prozess habe ich nichts anderes getan als mich selbst zu kultivieren.

Die Praktizierende Zhang entwickelte Krankheitssymptome und wurde in die Notaufnahme des Krankenhauses gebracht. Einige Praktizierende begleiteten sie. Die Zeit verging, aber es gab keine Anzeichen auf Besserung. Da die Praktizierenden noch andere Aufgaben zu erfüllen hatten, besuchten sie sie nicht mehr. Später wurde sie entlassen.

Ich besuchte sie jeden Abend zu Hause, um mit ihr das Fa zu lernen. Als ich ihr half, ihre Fehler zu finden, erkannte ich, dass ich selbst das Fa mehr lernen musste. In dem Prozess zeigte sich auch meine eigene Dämon-Natur.

Später verließ ich die Stadt, um Shen Yun zu promoten. Ich sagte zu Zhang: „Lass uns mit unserem Fa-Lernen weiter machen.“ Als wir eines Tages telefonierten, rang sie um Atem. Sie deutete an, dass sie mit dem Gedanken spiele, ins Krankenhaus zu gehen. Ich sagte, dass es ihre Entscheidung sei. Danach fragte ich mich, ob sie sich in ihrem gegenwärtigen Zustand weiter kultivieren sollte.

Damals hatten sie viele Praktizierende schon aufgegeben. Ich dachte, dass ich keine solchen Gedanken haben sollte, und sandte aufrichtige Gedanken aus, um die störenden Faktoren hinter ihr zu beseitigen.

Als ich sie am nächsten Tag anrief, war es, als ob nichts geschehen war. Sie fragte sogar: „Warum hast du so früh angerufen?“

Plötzlich erkannte ich, dass das eine Prüfung für mich war. Die Kultivierung ist wirklich erstaunlich. Jeder Gedanke und jede Handlung ist wichtig und bietet uns die Chance, uns zu verändern.

Der Meister sagt:

„Bei der Kultivierung werden eben die Gedanken der Menschen kultiviert, man soll sich von den Gedanken her verändern. Der Grad, zu dem deine Gedanken gereinigt worden ist, stellt deine Fruchtposition dar. “ (Li Hongzhi, Antworten auf die Fragen bei der Erklärung des Fa in Zhengzhou)

Mein Verständnis in Bezug auf Praktizierende, die sich in Schwierigkeiten befinden, ist, dass wir unsere Fehler nicht auf sie projizieren sollten. Stattdessen sollten wir es als eine Chance betrachten, nach innen zu schauen. Wir müssen aufrichtige Gedanken aussenden, um unsere versteckten Anhaftungen zu beseitigen, gemeinsam mit ihnen das Fa zu lernen, und sie nicht anders als die anderen behandeln. Das zeigt nicht nur, dass es uns wichtig ist, es kann ihnen auch dabei helfen, sich nicht mehr auf ihre Schwierigkeiten zu konzentrieren.

Wir helfen den Lebewesen mit Barmherzigkeit, warum haben wir keine Barmherzigkeit für Mitpraktizierende? Das bestätigt auch die Großartigkeit von Dafa.