Todesmeldung: Älterer Mann stirbt nach wiederholten Festnahmen

(Minghui.org) Ein Bürger der Stadt Mianyang in der Provinz Sichuan war anderthalb Jahre wegen seines Glaubens an Falun Dafa [1] inhaftiert. Ein Jahr nach seiner Freilassung verstarb er.

Ein Foto von Wang Huaifu aus dem Jahr 2016

Wang Huaifu war am 10. Dezember 2016 verhaftet worden, als er Kalender mit Informationen über Falun Dafa verteilte. Am 10. März 2017 stand er vor dem Bezirksgericht von Youxian und wurde später zu anderthalb Jahren und einer Geldstrafe von 2.000 Yuan (ca. 260 Euro) verurteilt.

Als Wang am 25. August 2017 in das Gefängnis von Jiazhou eingeliefert wurde, war er bereits in einem schlechten Gesundheitszustand. Während seiner Haft war er zwei Mal für insgesamt vier Monate im Krankenhaus.

Dort erhielt er täglich intravenöse Injektionen unbekannter Drogen, die erst vier Tage vor seiner Entlassung beendet wurden. Die Behörden nahmen aus unbekannten Gründen über zwanzig Blutproben von ihm.

Zwischen seinen beiden Krankenhausaufenthalten war er im Gefängnis, wo er weiter misshandelt wurde. Er spuckte Blut und sein Gesundheitszustand verschlechterte sich weiter. Er musste dennnoch unbezahlte Arbeit leisten, bis er wieder ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Als Wang am 10. Juni 2018 nach Hause zurückkehrte, war er abgemagert und dem Tode nah. Er starb am 16. Juli 2019 – mit 71 Jahren.

Vorgeschichte

Wang arbeitete vor seiner Rente im Getreideversorgungszentrum in Mianyang. Im April 1998 begann er Falun Dafa zu praktizieren. Dadurch verbesserte sich seine Gesundheit und er wurde ein friedlicherer Mensch.

Da er seinen Glauben nicht aufgab, kam er ein Jahr lang in ein Zwangsarbeitslager und er wurde drei Mal zu Gefängnisstrafen von insgesamt siebeneinhalb Jahren verurteilt.

Ein Jahr Zwangsarbeit

Am 28. September 2003 wurde Wang an seinem Arbeitsplatz zum ersten Mal verhaftet. Sie brachten ihn für ein Jahr in das Zwangsarbeitslager Xinhua in der Stadt Mianyang.

Erste Haftstrafe

Um der Verfolgung zu entgehen, blieb Wang seiner Heimat fern. Am 23. Mai 2007 wurde er erneut verhaftet. Am 12. November 2007 verurteilte ihn das Bezirksgericht Youxian zu drei Jahren Haft.

Als die Insassen des Gefängnisses Guangyuan bei ihm Falun-Dafa-Bücher fanden, schlugen sie ihm in das Gesicht.

Die Wärter wiesen die Häftlinge an, ihn zu foltern und behaupteten, sie könnten ihn „einfach einäschern, wenn er stirbt“.

Die Häftlinge ließen ihn zwei Tage lang nicht schlafen. Sie beschimpften ihn und er musste auf einem kleinen Schemel sitzen. Ein Häftling packte seinen Kopf und schlug ihn gegen die Wand.

Wang wurde am 22. Mai 2010 aus dem Gefängnis entlassen. Zwei Monate später wurde er erneut verhaftet und für zwei Monate in der Gehirnwäsche-Einrichtung Chaoyang festgehalten.

Zweite Haftstrafe

Als Wang am 13. Juni 2011 mit Leuten über Falun Dafa sprach, wurde er zum vierten Mal verhaftet. Noch am selben Abend brachten sie ihn in die Gehirnwäsche-Einrichtung Mianyang.

Im Gefängnis musste er unbezahlte Arbeit leisten und er war verschiedenen Misshandlungen ausgesetzt. Das Essen, das er bekam, war schimmelig.

Wang wurde später zu einer weiteren Haftstrafe von drei Jahren verurteilt und in das Gefängnis Wumaping gebracht.

Die Wärter ließen ihn täglich über fünf Stunden stehen oder sitzen, ohne dass er sich bewegen durfte. Ein Häftling schlug ihm einmal heftig ins Gesicht, weil er dem Tempo des „Gänsemarsches“ nicht folgen konnte. Danach verlor er für lange Zeit sein Gehör.

Bei einer anderen Gelegenheit zwangen ihn die Wärter, in der sengenden Sonne zu sitzen. Er hatte sich geweigert, Lieder zu singen, die das kommunistische Regime lobten. In der Nacht darauf wurde er des Schlafes beraubt und er musste die ganze Nacht ohne sich zu bewegen still sitzen. Wenn er seine Augen schloss, schlugen ihn die Häftlinge und beschimpften ihn.

Obwohl Häftlinge, die älter als 65 sind, keine unbezahlte Arbeit mehr leisten müssen, wurde Wang dazu gezwungen. Er wurde sehr schwach und konnte nach langen Stunden intensiver Arbeit nicht mehr gehen. Auch konnte er seine Arme nicht mehr heben und hatte Schmerzen am ganzen Körper. Wenn er das tägliche Soll nicht erfüllen konnte, ließen ihn die Wärter stundenlang stehen,.

Wang wurde am 15. Juni 2014 aus dem Gefängnis entlassen.

Zwei Festnahmen und Inhaftierungen innerhalb von drei Monaten

Am 6. März 2015 wurde Wang erneut verhaftet. Er wurde der Polizei gemeldet, weil er im Bus mit Leuten über Falun Dafa gesprochen hatte. Die Polizei durchsuchte seine Wohnung und verhörte ihn. Er blieb 15 Tage lang inhaftiert.

Am 25. Juni 2015 wurde Wang wieder festgenommen und für weitere 15 Tage im Untersuchungsgefängnis Mianyang festgehalten.

Die Polizei fesselte seine Hände für zehn Minuten mit Handschellen hinter den Rücken. Seine Hände schwollen stark an und waren verletzt.

Frühere Berichte:
74-jähriger Praktizierender bekommt im Gefängnis dubiose Medikamente zwangsverabreicht

73-year-old Sichuan Man Illegally Tried for His Belief

Ein Rentner aus Sichuan beschreibt, wie er gefoltert wurde

Severe Persecution of Falun Gong Practitioners at Guangyuan Prison, Sichuan Province


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und verbreitete sich rasant. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.