Bei der Medienarbeit nach innen suchen und die Verantwortung für das Ganze übernehmen

(Minghui.org) Seit einiger Zeit sah ich Probleme bei der Medienarbeit. Das veranlasste mich, tiefgründig zu überlegen, wie wir uns in der Fa-Berichtigungszeit solide kultivieren und die Verantwortung für die Gesamtheit übernehmen können. Ich möchte mich an dieser Stelle einmal mit allen darüber austauschen.

Ich mache Tonaufnahmen für die Sendungen nach China. Je mehr ich dabei involviert war, desto mehr Probleme hatte ich. Zum Beispiel schrieben einige Sprecher und Sprecherinnen sich nicht nach den Anforderungen ein; sie erschienen oder gingen nicht pünktlich; bei der Aufnahme unterschrieben sie nicht gemäß den Anforderungen und die Prüfer hörten sich die Tonaufnahmen nicht sorgfältig an. Manche nahmen gar kein gegenseitiges Prüfen vor, wodurch es Fehler in den Sendungen gab. Manche Sprecher oder Sprecherinnen korrigierten ihre eigenen Aufnahmen nicht einmal. Wenn sie auf die Fehler hingewiesen wurden, reagierten sie nicht auf die Hinweise. 

Auch in den editierten Skripten gb es viele Fehler. Zum Beispiel waren die Sätze nicht flüssig, Worte waren falsch verwendet, die Erklärungen der Sprichworte waren gänzlich auf den Kopf gestellt oder die Zahlen waren falsch übersetzt bzw. falsch geschrieben.

Am Anfang wies ich ständig geduldig auf die Probleme hin. Aber da die Probleme immer wieder auftauchten, hatte ich allmählich eine Abneigung dagegen und beschwerte mich. Mit der Zeit war ich unausgeglichen und voller Kritik. Ich geriet in die Schiene „richtig“ oder „falsch“ und in die Sache selbst.

Weil ich im Außen suchte, sah ich nur die Probleme der anderen und vernachlässigte die Frage, wie ich mich selbst als Kultivierende verhalten sollte. Stattdessen behauptete ich, dass ich die Verantwortung für das Ganze übernommen hätte. Erst vor kurzem litt der für das Projekt Verantwortliche unter Symptomen von Krankheitskarma. Da besann ich mich und überlegte, wie man sich während der Fa-Berichtigungszeit solide kultivieren sollte.

Der Meister lehrt uns:

„Ihr sollt auch verstehen, dass ‚Selbstverständlichkeit‘ nicht existiert und es Gründe für ‚Notwendigkeit‘ gibt.“ (Li Hongzhi, Fa erläutern, 05.07.1997, in: Essentielles für weitere Fortschritte I)

„Es wäre gut, wenn sie das, was sie bei anderen gesehen haben, umdrehen, um in sich selbst nachzusehen.“ (Li Hongzhi, Ein Dialog mit der Zeit, 03.07.1997, in: Essentielles für weitere Fortschritte I)

Ich begann, ruhig nach innen zu suchen. Überraschend fand ich viele Anhaftungen. Zum Beispiel das versteckte Ego, um mich zu bestätigen; den Neid, der dazu führte, dass ich die anderen geringschätzte. Ich hatte auch noch die Anhaftung, dass ich schnell gereizt war und nach Profit strebte und ich wollte nicht den Kürzeren ziehen. Ich hatte auch menschliche Anschauungen, dass man Verantwortung und Rechte klar definieren sollte, und ich hatte feste Vorstellungen, wie man die Dinge erledigen sollte. Ich beharrte so stark auf solchen menschlichen Gesinnungen und Grundsätzen, dass ich die Praktizierenden danach beurteilte, ob sie sich „richtig“ oder „falsch“ verhielten.

Der Meister lehrt uns:

„Deshalb könnt ihr das wahre Antlitz des Kosmos nicht sehen, wenn ihr nicht auf das, was ihr in der Gesellschaft der gewöhnlichen Menschen erkannt habt, verzichtet.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in der Schweiz, 04 - 05.09.1998)

„Alles, woran du festhältst, sind gerade deine Hindernisse und die Pässe, auf die du bei der Kultivierung stoßen wirst. In Wirklichkeit sind sie auch deine eigenen Schwierigkeiten. Ich benutze sie, um die Schlösser deines Eigensinns aufzuschließen, damit du das wahre Antlitz sehen kannst und deine Gedanken erhöht werden können.“ (ebenda)

Ich erkannte, dass alle diese Phänomen eine Reflektion meiner menschlichen Gesinnungen waren. Sie hinderten mich daran, die Probleme in der Gesamtheit zu verstehen und zu tolerieren sowie mit der ganzen Einheit gut zu kooperieren. Wir kultivieren uns gemäß Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht gemeinsam. Wenn ich nur sachlich auf die Probleme hinwies und ohne Güte, dann beruhte mein Verhalten nicht wirklich auf dem Fa.

Ich sandte aufrichtige Gedanken aus, um solche Gesinnungen und Anhaftungen ganz und gar zu beseitigen. Gleichzeitig setzte ich meine Erkenntnis um. Ich achtete auf meine eigenen Gedanken. Wenn ich schlechte Gedanken und negative Gefühle hatte, sagte ich mir, dass ich ruhig bleiben und mich nicht dadurch bewegen lassen sollte. Ich sollte erst mein eigenes Verhalten berichtigen. Auch sollte ich keinen einzigen negativen und pessimistischen Gedanken haben, z.B. dass ich keine Wahl hätte. Die aufgetretenen Probleme sollte ich einfach lösen, falls ich dazu in der Lage bin. Wenn ich sie nicht lösen kann, dann sollte ich es an die Koordinatorin weitergeben und sie um Unterstützung bitten. Wenn es ihr gerade nicht passt, und sie mir sagt, dass ich die entsprechende Person selbst kontaktieren soll, dann sollte ich auch kooperieren, ohne mich zu beschweren.

Ich schenkte auch den Live-Sendungen mehr Aufmerksamkeit. Sobald ein Programm fertig aufgenommen war, hörte ich die Live-Sendung und lernte die gute Seite der Sprecher und Sprecherinnen. Gleichzeitig achtete ich auch auf den Inhalt des Programms und informierte mich über die aktuellen Geschehnisse.

Nebenbei besuche ich täglich die Minghui-Website. Ich informiere mich über den Kultivierungszustand der Praktizierenden in China. Wenn ich die Erfahrungsberichte lese, vergleiche ich sie sofort mit mir selbst. Ich fordere mich auf, die kleinen Zeiten zwischendurch zu nutzen, um die täglichen Nachrichten in und außerhalb Chinas zu lesen. Auf diese Weise gehe ich neben meiner täglichen Arbeit immer noch mit der Zeit, verstehe die Entwicklung der Geschehnisse und erkenne Fortschritte in den Berichten der Medien.

Allmählich merkte ich, dass ich nicht mehr so gereizt war und nach außen suchte, wenn ich wieder Probleme sah. Im Gegenteil versetzte ich mich an die Stelle der anderen Praktizierenden. Zum Beispiel las ich, dass in einem Bericht anstatt 325 Billionen 32.5 Billionen stand. Bei der Korrektur war ich ganz ruhig. Ich dachte nicht mehr darüber nach, warum der Editor oder der Haupteditor so und so … stattdessen hatte ich Verständnis dafür. Ich merkte, bei unseren Medien bemühen sich sowohl die in Teilzeit als auch die in Vollzeit arbeitenden Praktizierenden sehr. Sie haben nicht einmal genügend Zeit zum Essen und zum Schlafen. Wir alle haben ein gemeinsames Ziel, dafür sind wir gekommen. Ich erinnerte mich auch daran, dass manche junge Praktizierende auf ihre eigene Karriere und eine rosa Zukunft verzichtet haben und voll und ganz in die Medienarbeit eingestiegen sind. Ich bewunderte sie aus tiefstem Herzen: „Es ist gar nicht so einfach, sich so zu entscheiden. Sie sind wirklich großartig!“

Während dieser Phase kam ich einmal früher als sonst zur morgendlichen Übungsgruppe. Da sah ich zwei, drei Praktizierende, die Zeitungen und Plastiktüten aufsammelten und die Umgebung reinigten, damit alle bei den Übungen eine saubere Umgebung hatten. Da wurde mir so warm ums Herz und ich war sehr dankbar.

Es erinnerte mich an unsere Medien. In der Gründungszeit war es sehr schwierig und mühsam gewesen. Man sorgte sich, ob wir überhaupt in der menschlichen Gesellschaft Fuß fassen könnten. Wie konnten wir eine gute Wirkung erzielen? Heute ist diese Phase vorbei, wir sind immer reifer geworden. Die Praktizierenden haben für uns so eine Plattform geschaffen. Jetzt bin ich auch ein Teil davon. Ich brauche nur das gut zu machen, was ich machen soll, und gut mit anderen zu kooperieren. Ich habe tiefgründig erkannt, wie schwierig es war, die Medien bis heute so weit zu bringen. Wir sollten diese von uns erschaffene Umgebung wirklich besonders schätzen.

Nachdem ich meine menschlichen Gesinnungen und Anschauungen losgelassen hatte, beruhigte ich mich. Ich konnte mich gut konzentrieren und meine Laune stieg wieder. Ich wurde nicht mehr bewegt, wenn ich das Phänomen der anscheinend wahren Probleme sah. Dann merkte ich, dass es auch nicht mehr so viele Problemen gab. Es ist wirklich so, dass die Umgebung sich entsprechend unserer Gedanken verändert.

Der Meister lehrt uns:

„Da jeder einige Eigensinne auf bestimme Dinge hat, glaubt jeder, dass er in der menschlichen Gesellschaft einen wahren Grundsatz erkannt hätte, so hält er daran fest und erhält damit sein Menschenleben aufrecht. Eigentlich sage ich euch, egal was für Grundsätze du unter den gewöhnlichen Menschen erkannt hast, sind sie aus der Sicht der Lebewesen von allen Ebenen, die höher sind als die der Menschheit, falsch, weil die ganze menschliche Gesellschaft im Gegensatz zu ihnen stehen.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz im Westen der USA, 21-22.02.1999)

Als Praktizierende sollten wir das Problem so sehen und unseren Ausgangspunkt so setzen, dass wir gemäß dem Maßstab des Fa überlegen. Wir sollten jeder Zeit daran denken, dass wir Kultivierende sind, anstatt uns in konkrete Probleme zu verstricken. Wenn wir unsere Gedanken beherrschen, uns selbst und andere jeder Zeit mit Wahrhaftigkeit, Güte und Toleranz behandeln, dann haben wir aufrichtig gehandelt und die Verantwortung für die Gesamtheit übernommen.

Wenn ich etwas falsch erkannt habe, bitte ich um barmherzige Hinweise.