US-Außenministerium warnt vor Reisen nach China – Reisenden von Chinas Festland wird Einreise verweigert

(Minghui.org) „Die Zahl der Todesfälle liegt bei über 200. Das Außenministerium rät daher von Reisen nach China ab“, so ein Artikel der New York Times vom 30. Januar 2020. Am 31. Januar kündigte der Gesundheitsminister wegen des Coronavirus-Ausbruchs an, dass die USA Ausländern, die sich in den vergangenen 14 Tagen auf dem chinesischen Festland aufgehalten hätten, die Einreise verweigern werde.

Die USA bewertet Reisen nach China mit Stufe 4 Rot, der höchsten Vorsichtsstufe, die den gefährlichsten Situationen vorbehalten ist.

Der Artikel der New York Times gab noch weitere Aktualisierungen bekannt.

WHO erklärt weltweiten Gesundheitsnotstand – Länder stornieren Flüge von und nach China

Am 30. Januar 2020 erklärte auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen „Public Health Emergency of International Concern“ (Allgemeiner Gesundheitsnotstand von internationaler Besorgnis) über den Ausbruch und erkannte damit die ernsthafte Gesundheitsbedrohung durch das Virus außerhalb Chinas an.

Angesichts der offiziellen Erklärung können Länder nun entscheiden, ob sie ihre Grenzen schließen, Flüge streichen, Personen bei der Ankunft auf Flughäfen überprüfen oder andere Maßnahmen ergreifen, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Nach Angaben der New York Times erklärte die Pilotengewerkschaft von American Airlines am 30. Januar, dass sie versuche, die Fluggesellschaft über eine Klage dazu zu bringen, den gesamten Flugverkehr zwischen den Vereinigten Staaten und China einzustellen. Als Begründung führte sie die „Bedrohung für die Sicherheit der Passagiere und der Flugbesatzung“ an.

In einer Mitteilung erklärte die Gewerkschaft Allied Pilots Association, dass sie ihre Mitglieder anweise, Anfragen auf Flüge nach China abzulehnen.

Gleichzeitig kündigte United Airlines eine neue Welle von Annullierungen an, die bis Ende März Hunderte von Flügen betreffen. Sie wird die Zahl der täglichen Flüge von ihren US-Knotenpunkten nach Peking, Hongkong und Shanghai von zwölf auf vier reduzieren. Die Kürzung ist eine Reaktion auf die rückläufige Nachfrage.

Die USA ist nicht das einzige Land, das Flüge von und nach China gestrichen hat.

Nur Stunden nach der WHO-Erklärung gab der italienische Premierminister Giuseppe Conte bekannt, dass Italien alle Flüge von und nach China anulliert habe, weil das Land seine ersten Fälle des Coronavirus zu bestätigen hatte.

Auch Russland setzte die meisten Flüge nach China aus. Die Regierung erklärte den Notstand und schloss seine 4.200 km lange Grenze zu China.

Der russische Premierminister Michail Mischustin ordnete die Schließung von 16 der etwa 25 Grenzübergänge an der chinesischen Grenze an. Damit soll die Ausbreitung der Infektion aus dem südöstlichen Nachbarland verhindert werden. In der Zwischenzeit forderte das russische Außenministerium die Russen auf, alle Reisen nach China zu verschieben, und setzte die Ausstellung von elektronischen Visa für chinesische Bürger aus.

Rasche Verbreitung des Coronavirus außerhalb Chinas

Nach Angaben der New York Times breitet sich das Coronavirus außerhalb Chinas rasch aus.

In den USA wurde am 30. Januar der erste Fall einer Übertragung gemeldet. Der Patient ist der Ehemann einer Frau, die nach der Rückreise aus Wuhan als erster Fall in Chicago gemeldet wurde. Sie wurde ins Krankenhaus eingeliefert, aber es scheint ihr gut zu gehen. Ihr Ehemann, der nicht nach China gereist war, begann vor kurzem Symptome aufzuweisen und wurde sofort im Krankenhaus isoliert. Labortests haben nun bestätigt, dass er mit dem Coronavirus infiziert ist.

Nach Angaben der chinesischen Regierung und der WHO wurden am 29. und 30. Januar 2020 in China fast 2.000 neue Fälle registriert, wodurch sich die weltweite Zahl auf fast 9.800 erhöht hat. Die überwiegende Mehrheit der Fälle befinden sich innerhalb Chinas. 98 Fälle wurden in 18 anderen Ländern bestätigt. Viele Experten schätzten, dass diese Zahlen deutlich zu niedrig angesetzt sind.

Nachdem auch Tibet seinen ersten bestätigten Fall gemeldet hat, sind nun alle Provinzen und Gebiete Chinas von dem Ausbruch betroffen.

Bis zum 30. Januar waren in Thailand 14 Infektionen gemeldet worden, in Japan sind die Fälle auf elf angestiegen. In Hongkong und Singapur sind es jeweils zehn, in Taiwan acht, in Australien, Malaysia und Macao jeweils sieben, in Frankreich und den Vereinigten Staaten sechs, in Südkorea, Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten jeweils vier, in Kanada drei, in Vietnam und Italien jeweils zwei und in Indien, den Philippinen, Nepal, Kambodscha, Sri Lanka und Finnland jeweils ein Fall.

Der erste Patient in Indien war ein Student der Universität Wuhan, der vor kurzem in den Südstaat Kerala zurückgekehrt war. Die indischen Behörden sagten, dass ankommende Passagiere, die China bereist hätten, nun schon an zwanzig Flughäfen kontrolliert würden.Vor einer Woche waren es nur sieben.

Die in Taiwan, Deutschland, Vietnam, Japan und Frankreich registrierten Fälle betrafen Patienten, die nicht in China gewesen waren. Außerhalb Chinas gibt es bisher keine gemeldeten Todesfälle.

Der Ausbruch veranlasst ausländische Unternehmen, vermehrt China zu verlassen

Die ausgeweitete Abriegelung der chinesischen Städte hat auch die Wirtschaft schwer getroffen. Wilbur Ross, der US-Handelsminister, sagte am 30. Januar 2020, dass der Ausbruch des Coronavirus Arbeitgeber dazu veranlassen könnte, Arbeitsplätze in die Vereinigten Staaten oder nach Mexiko zurückzuverlagern.

Ross zitierte den Ausbruch von SARS und des afrikanischen Schweinevirus und meinte, dass die Häufigkeit von Krankheiten in China zu einem Faktor für Unternehmen werden würde, das Land zu verlassen und ihre Unternehmen nach Nordamerika zu verlagern.

Bürger von Wuhan entsetzt, wie die KP mit dem Ausbruch umgeht

Nach Angaben der New York Times wuchsen Wut und Enttäuschung in Wuhan, dem Zentrum des Ausbruchs, als die überlasteten Krankenhäuser der Stadt um dringende Hilfe bei der Wiederauffüllung der schwindenden Vorräte baten.

Das Videomaterial des Senders CCTV zeigte ein Inspektionsteam der Zentralregierung, das Beamte in Huanggang in die Mangel nahm wegen der Anzahl der Betten, die sie für Patienten des Coronavirus bereitgestellt hatten. Huanggang ist etwa 80 km von Wuhan entfernt. Bei dem Anschein nach grundlegenden Fragen stotterten die beiden örtlichen Gesundheitsbeamten herum. Ungewöhnlich in seiner unverblümten Darstellung der unzureichenden Reaktion der Regierung wurde der Überwachungsbericht schnell auf chinesischen Social Media-Websites mit dem Hashtag „eine Frage, drei keine Ahnung“ verbreitet.

Offiziellen Angaben zufolge sind die medizinischen Vorräte in Zentralchina gefährlich knapp, obwohl Nachschub in großen Mengen aus der ganzen Welt geliefert wird. Die Universität für Wissenschaft und Technik Huazhong in Wuhan schrieb auf Weibo, einer Social-Media-Plattform, dass die Stadt 240.000 Masken, 25.000 Schutzkittel und 4.000 medizinische Brillen von ihrer Gruppe ehemaliger Studenten in Deutschland erhalten habe. Die chinesische Gemeinde in Singapur schickte 75.000 medizinische Masken.

Die online gestellten Fotos zeigten, wie die Krankenhausangestellten, von denen viele noch in Schutzkleidung waren, vor Erschöpfung über ihren Schreibtischen und auf dem Boden zusammengesackt waren.

Seit die zentralchinesische Stadt Wuhan letzte Woche offiziell abgeriegelt wurde, haben die meisten Geschäfte geschlossen. Nur wenige Autos fahren auf den Straßen und die meisten Menschen bleiben aus Angst zu Hause.

Wenn die Bürger von Wuhan nach draußen gehen, dann meist nur in Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte und Apotheken. Viele beschwerten sich über Preiserhöhungen und äußerten die Befürchtung, dass eine längere Schließung die Lebensmittelversorgung lahm legen könnte. Ärmere Menschen in der Stadt Wuhan und auch auf dem Land würden noch stärker unter einer Verknappung der Versorgung leiden.

„Wenn wir keine Produkte einführen können, werden sie teurer, oder wir müssen vielleicht sogar schließen“, sagte Zuo Qichao, der Stapel von Gurken, Rüben und Tomaten verkauft. Während er sprach, beschuldigte ihn eine Frau, den Preis für Rüben ungerechtfertigterweise erhöht zu haben.

„Jeder Landkreis und jedes Dorf hier in der Umgebung errichtet jetzt Absperrungen, weil sie sich über diese Krankheit Sorgen machen“, berichtete Zuo Qichao.

Die Kommunistische Partei gibt der Politik Vorrang vor dem Leben

In Taiwan wächst die Wut darüber, dass China es diese Woche abgelehnt hat, etwa 300 Taiwaner aus Wuhan evakuieren zu lassen, obwohl es den Vereinigten Staaten, Japan und anderen Ländern die Erlaubnis dazu erteilt hatte.

„China gibt der Politik den Vorrang vor dem Leben“, sagte Kolas Yotaka, Sprecherin der taiwanischen Regierung. Sie erklärte, viele Taiwaner, die eine Evakuierung aus Wuhan anstreben würden, seien Touristen oder Geschäftsreisende. Andere seien Bürger der Stadt, die an chronischen Krankheiten leiden würden.

Yotaka forderte die chinesische Regierung auf, grundlegende Menschlichkeit zu zeigen und ihrer Bitte so bald wie möglich nachzukommen.

Als Teil seiner Kampagne zur diplomatischen Isolierung Taiwans hat China das Land daran gehindert, in internationalen Gremien wie der Weltgesundheitsorganisation vertreten zu sein. Das hat die Taiwaner in dieser Woche ebenfalls verärgert. Denn sie versuchen gerade, sich zusammen mit der ganzen Welt auf die Möglichkeit einer sich verschlimmernden Epidemie vorzubereiten.