Das „strebende Herz“ erkennen und beseitigen

(Minghui.org) Durch die Kultivierung habe ich erkannt, dass alle meine Gedanken in irgendeiner Weise mit Streben zu tun haben. Es ging dabei um Geld, Ruf und Emotionen. Ich wollte etwas und dachte darüber nach, wie ich es bekommen könnte. So ein strebendes Herz ist schwer zu entdecken, weil es tief verwurzelt ist.

Nachdem ich nach innen geschaut hatte, stellte ich fest, dass ich den Meister jeden Tag um viele Dinge gebeten hatte – im Beruf, im Privatleben oder bei der Kultivierung. Ich war schockiert. Sobald ich auf irgendwelche Schwierigkeiten traf, bat ich den Meister um Hilfe. War das nicht gleichbedeutend damit, den Meister zu bitten, sich für mich zu kultivieren? Wenn der Meister mir nicht helfen kann, habe ich dann nicht böse Geister hergebeten? Das war schon seit Jahren so. In meiner Wohnung hängt ein Bild des Meisters an der Wand. Ich dachte, dadurch wäre meine Familie und ich vor Bösem geschützt. Ich hatte dieses Streben als „an den Meister und das Fa glauben“ gedeutet. Wie niedrig meine Xinxing doch war!

Ungeduld

Ich schätze die Zeit für die Kultivierung und versuche meine ganze Zeit für die drei Dinge einzusetzen. Sobald es um Hausarbeiten oder triviale Probleme im Alltag geht, werde ich ungeduldig. In meinen Gedanken waren alle Banalitäten im alltäglichen Leben Störungen. Vor allem wenn es um Kleinigkeiten ging, war ich aufgewühlt und sehr ungeduldig. Dies führte wiederum zu Groll und Konkurrenz mit anderen. Danach konnte ich mich lange Zeit nicht beruhigen. Diese Ungeduld dauerte viele Jahre, weshalb ich viele Male in meiner Kultivierung gestolpert bin. Jetzt weiß ich, dass dahinter Egoismus und Selbstsucht steckten. Ich habe immer gedacht, dass das, was ich tat, das Wichtigste war.

In Wirklichkeit hatte ich die Essenz der Kultivierung nicht verstanden, also die Angleichung an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht und dass ich andere berücksichtigen musste. Nur wenn man an andere denkt, kultiviert man sich wirklich. Wenn man an andere denkt, wird das Herz weit und jeder Hass verschwindet. Das Herz wird voller Güte und Barmherzigkeit sein. Man wird sich angenehm fühlen und alles wird rund laufen, die Ungeduld wird auch verschwinden. Mir wurde klar, dass das der wahre Zustand eines Kultivierenden ist.

Freude am Leiden der anderen

Jeder weiß, dass es schlecht ist, sich am Leiden anderer zu freuen. Ursache ist der Neid. Ich habe den Schaden erfahren, den es mit sich bringt. Ich mag es wirklich nicht. Da es auch bei meiner Kultivierung ein Problem war, wollte ich es beseitigen, aber es war schwierig. Manchmal glaubte ich, es nicht kontrollieren zu können. Der Grund war, dass ich es immer so behandelt hatte, als sei es eine schlechte Gesinnung von mir, die ich loszuwerden versuchte. Deshalb war es so schwer. Eigentlich bin das nicht ich, also kann ich es auch nicht kontrollieren. Als mir klar wurde, dass es die Erscheinungsform eines Dämons ist, war ich erschüttert. Mir kamen die Tränen. Ich sah den Dämon, und er hatte Angst. Das war nicht ich. Er beruht auf einem anderen Lebewesen, einem Dämon mit Neid. Als mir das bewusst wurde, war das Lebewesen verängstigt, weil es wusste, dass es vernichtet werden würde. Ich zeige es hier auf und werde jeden Tag aufrichtige Gedanken aussenden, bis es vollkommen entfernt ist.

Böse Geister beseitigen

Früher dachte ich, wenn ich aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) austrete, bin ich vom bösen Geist der Partei befreit. Dabei habe ich nicht einmal die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei gelesen. Meine Erfahrungsberichte die ich in den letzten Jahren bei Minghui.org eingesandt hatte, wurden nie veröffentlicht. Ich war enttäuscht und dachte: „Ich schreibe gut und habe mich viele Jahre kultiviert. Warum werden meine Artikel nicht akzeptiert?“ Selbst wenn ich Mitpraktizierenden beim Schreiben von Artikeln geholfen hatte, wurden sie auch nicht akzeptiert. Ich fand die Geschichten der Mitpraktizierenden sehr berührend. Doch warum hatte ich sie nicht gut geschrieben?

In den vergangenen Jahren habe ich viele Erfahrungsberichte gelesen und war oft zu Tränen gerührt. Die einfache Sprache und die klaren Worte zeigten die Nachsicht der Dafa-Jünger und ihren Fleiß in der Kultivierung. Es ist die Essenz, die das Herz der Leser berührt.

Langsam sah ich den Unterschied zwischen ihren Artikeln und meinen – der Unterschied bestand in der soliden Kultivierung.

Obwohl ich mich 20 Jahre lang kultiviert hatte und dachte, dass ich barmherzig sei, konnten es die Menschen nicht spüren. Wieder musste ich weinen. Als ich mich beruhigt hatte, schaute ich nach innen und stellte fest, dass ich tief von der Indoktrination der bösartigen Partei beeinflusst war. Schon als kleines Kind hatte ich unbewusst unter der Gehirnwäsche der Partei viele Gewohnheiten gebildet. Ich dachte, dass ich gütig wäre und eine Grundlage der traditionellen Kultur hätte. Demzufolge hatte ich nicht einmal die Neun Kommentare gelesen. Tatsächlich war ich weit davon entfernt, den Maßstab von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu erreichen. In meinen Gedanken, Worten und Verhalten gab es viele Elemente der Täuschung durch die bösartige Parteikultur, Boshaftigkeit und Konkurrenzdenken. Nun möchte ich diese Elemente aufzeigen und sie mit aufrichtigen Gedanken komplett beseitigen.

Täuschung: Was ich sage ist nicht immer das, was ich denke. Ich möchte ehrlich mit den Menschen reden, aber ich bin oft besorgt, dass ich sie verletzen könnte, sodass ich mich selbst schütze.

Ich nehme meine Worte nicht ernst. Einmal erklärte ich den Menschen an einer Bushaltestelle die wahren Umstände über die Verfolgung. Jemand fragte mich, auf welchen Bus ich wartete. Ich antwortete beiläufig. Gleich danach kam der Bus. Ich musste den Bus nehmen, weil ich es gesagt hatte. Nach zwei Stationen stieg ich aus.

Wenn ich mit einer Gruppe gewöhnlicher Menschen spreche, sage ich oft beiläufig Dinge, um ihren Lügen zu entsprechen und vergesse dabei, dass ich eine Kultivierende bin.

Boshaftigkeit: Ich war sehr neidisch und schaute oft auf andere herab. Außerdem versuchte ich, andere Leute zu kontrollieren. Wenn ich wütend war, beschuldigte ich andere in einem harschen Tonfall, wodurch sich meine Dämon-Natur zeigte. Ich beschwerte mich über Leute, wenn die Art wie sie die Dinge erledigten, nicht mit meiner Handlungsweise überstimmte.

Konkurrenzdenken: Ich unterbrach andere oft und stritt mit ihnen. Im alltäglichen Leben wollte ich immer gewinnen. Ich dachte, andere sollten auf mich hören, weil ich in allem gut war und immer recht hatte. Und so weigerte ich mich, meine Fehler zuzugeben und mich zu entschuldigen. Während meiner Kultivierung nutzte ich diese wetteifernde Mentalität auch, um meine Anhaftungen zu beseitigen. Ich hasste es, wenn das Ergebnis dürftig oder meine Gedanken nicht standhaft waren. Dieser Hass ist eine Manifestation menschlicher Gedanken.

Unter dem Einfluss der Parteikultur machte ich auch Fehler. Als ich versuchte, Menschen zum Austritt aus der Partei zu überreden, oder das sie meine Worte annahmen, sagte ich ihnen oft, dass ich früher auch Parteimitglied gewesen war. Ich sagte dann zum Beispiel: „Sie und ich sind früher eingetreten, weil wir gute Arbeiter waren.“ Manchmal hatte ich dabei sogar das Gefühl, dass es eine Ehre war, ein Mitglied zu sein! Ich war Mitglied gewesen, weil ich außergewöhnlich war und ich war ausgetreten, weil die Partei Falun Gong verfolgt und ich nicht mit ihr untergehen wollte. Es schien, als hätte ich gedacht, dass die Partei zuvor gut war, aber später schlecht wurde. Ich sagte den Parteimitgliedern sogar: „Selbst wenn ein guter Mensch jemanden tötet, wird er bestraft.“ Dieser Satz zeigt, dass ich unbewusst dachte, dass die Partei gut war. Ich war von dem bösen Geist der Partei getäuscht worden und sah nicht, dass die bösartige Natur der Partei der Dämon ist, den die alten Mächte nutzen, um die Menschheit zu zerstören. Die ständige Betonung auf meinem Parteieintritt, gab dem bösen Geist Energie und die Möglichkeit, in meinem Feld zu existieren. Ich musste solche Gedanken vollständig loswerden.

Gefühlen nicht folgen

Gewöhnliche Menschen folgen im Alltag ihren Emotionen. Alle ihre Emotionen, einschließlich Freude und Bitternis, entspringen dem Wunsch nach einem guten Ruf, Geld und Gefühlen.

Es ist schwierig, Anhaftungen zu beseitigen, wenn man seinen Gefühlen folgt. An der Oberfläche kann es sein, dass man zwar ständig versucht, seine Anhaftungen loszuwerden, aber man kann die Prüfungen nicht wirklich bestehen. Erst wenn man den Grund versteht, warum man diese Anhaftungen loswerden muss und wie man sie loswird, kann man du sie ablegen.

Mir war klar, dass ein Kultivierender nicht den Emotionen folgen soll, und dass das Herz eines Kultivierenden nicht bewegt sein sollte. Ein Kultivierender sollte keine solchen Gedanken haben, zum Beispiel etwas zu mögen oder nicht, wir sollten an nichts hängen. In diesem Raum sollten wir nach nichts streben oder zu vermeiden versuchen, sondern nur dem natürlichen Lauf folgen. Wenn wir unseren Emotionen folgen, entwickeln wir Vorstellungen und verstärken unsere Anhaftungen.

Unsere Kultivierung hängt mit dem Schicksal der Lebewesen zusammen

Ich habe eine schreckliche Szene gesehen, wie die Lebewesen beseitigt werden. Menschen in altertümlicher Kleidung standen in der Reihe und weinten. In den vorderen Reihen waren Frauen und Kinder, in der Mitte Ältere. Die Reihen waren so lang, dass ich ihr Ende nicht sehen konnte. Die Gruppe ging zu einem Fluss. Nach einer kurzen Pause begannen sie, in den Fluss hinab zu steigen und verschwanden im Wasser. Niemand hatte sie gezwungen, aber die Menschen blieben nicht stehen. Sie weinten alle. Ich hörte eine männliche Stimme sagen: „Weil sie sich nicht gut kultiviert hat, müssen viele ihrer Lebewesen beseitigt werden.“ Der Moment war wirklich schmerzhaft. Ich weinte und wachte dann auf.

Diese Szene hatte ich bereits vor vielen Jahren gesehen. Ich verstand es so, dass mein Kultivierungszustand mit vielen Leben zusammenhing. Ich würde sie verraten, und wenn ich mich nicht gut kultivierte, würden sie der Zerstörung entgegengehen.

Wer kultiviert sich?

Eine lange Zeit habe ich mir selbst die Schuld gegeben, wenn ich Dinge nicht gut machte. Ich rief meinen Namen und beschimpfte mich: „Warum hast du es nicht gut gemacht? Du hättest dies und jenes machen sollen.“ In den letzten Jahren habe ich erkannt, dass das unangemessen war, weil es schien, dass jemand sich für mich kultivieren würde. Wenn ich mit mir sprach, warum nannte ich mich selbst „du“? Wer ist es in diesem Leben, der mich „du“ nennt? Mir wurde klar, dass dieser Gedanke mich daran hinderte, mein wahres Selbst zu sehen. Es hatte mich viele Jahre lang getäuscht.

Ich erinnere mich daran, dass der Meister uns gesagt hat, dass wir uns selbst kultivieren sollen, und:

„Wer praktiziert, der bekommt Kultivierungsenergie“ (Zhuan Falun 2012, S. 470)

Die Worte sind einfach, aber der Sinn ist sehr tiefgründig. Wie können wir uns kultivieren, wenn wir uns selbst nicht sehen? Ich sehe jetzt wirklich, dass das Nebenbewusstsein tatsächlich mit mir im selben Körper existiert.

Der Meister sagt uns:

„Die alten Mächte haben für alle Dafa-Schüler eine Reihe von ihren Dingen arrangiert, wenn also ein Dafa-Schüler nicht den Erfordernissen des Meisters entspricht, muss er den Arrangements der alten Mächte folgen.“ (Klar sein, 8.5.2004, in: Essentielles für weitere Fortschritte III)

„... ganz egal, um welche Kultivierungsmethode es in der Vergangenheit auch ging, stets wurde der Nebenurgeist kultiviert“ (Fa-Erklärung in Manhattan, 26.03.2006)

Die Weisheit der alten Mächte ist begrenzt. Im Fa wurde uns erklärt, dass der Meister unser Hauptbewusstsein erretten möchte. Der Meister sagt uns ständig, dass wir im Inneren suchen und uns selbst kultivieren sollen.

Wenn ich mich diese Tage ermutigen möchte, denke ich: „Mein Hauptbewusstsein kontrolliert meine Gedanken und meinen Körper. Ich sollte es gut machen und den Anforderungen des Meisters folgen.“ Ich verstärke diese Gedanken, wenn ich das Fa lerne, aufrichtige Gedanken aussende und die Übungen mache. Allmählich habe ich mich gefunden. Ich habe angefangen mein wahres Selbst zu kultivieren und kann jetzt auch Veränderungen in meiner Kultivierung sehen.