Familie 18 Jahre Folter und Schikanen ausgesetzt

(Minghui.org) Die Behörden des Landkreises Laishui, Provinz Hebei inhaftierten mehrmals eine einheimische Frau. Sie wurde in einem Zwangsarbeitslager gefoltert, bis sie ins Koma fiel und nicht mehr für sich selbst sorgen konnte. In den letzten 21 Jahren zwang man sie zu Gehirnwäschesitzungen und durchsuchte immer wieder ihre Wohnung.

Diese Gräueltaten geschahen, weil Meng Qinglian Falun Dafa [1] praktiziert, wie auch ihr Ehemann Cao Jiwei. Auch er wurde wiederholt inhaftiert und gefoltert. Seine Mutter, die ständig um die Sicherheit des Paares besorgt war, wurde auch von der Polizei schikaniert und bedroht. Die seelische Belastung forderte ihren Tribut an ihrer Gesundheit: Sie starb 2012.

Mit Falun Dafa beginnen

Meng und ihr Mann fingen 1996 mit dem Praktizieren von Falun Dafa an. Davor hatte sie oft Erkältungen und Husten. Sie hustete manchmal so stark, dass sie nachts nicht schlafen konnte. Aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustands war sie zudem ständig schlecht gelaunt. Nachdem sie mit dem Praktizieren von Falun Dafa angefangen hatte, wurde Meng wieder gesund, glücklicher und anderen gegenüber rücksichtsvoller.

18 Jahre lang immer wieder inhaftiert und gefoltert

Nachdem die Verfolgung von Falun Dafa begonnen hatte, wurde Meng von Beamten der Stadt Zhaogezhuang dreimal in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht. Dazu erpressten sie 200 Yuan (25 Euro) von ihr. Sie durchsuchten mehrfach ihre Wohnung, beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher und belästigten Meng und ihre Familie.

Im Oktober 1999 sperrten die Beamten sie für sieben Tage ein. Da ihr Mann außerhalb der Stadt arbeitete, war ihre Tochter allein zu Hause.

Polizisten verhafteten Meng im Jahr 2000 vier Mal. Die erste Verhaftung erfolgte im Frühjahr, als die Polizisten Meng und Cao festnahmen, weil sie mit anderen über die Verfolgung gesprochen hatten. Sie wurden im Gefängnis des Landkreises Laishui eingesperrt. Meng musste sich Videos ansehen, in denen Falun Dafa verleumdet wurde.

Die Wärter fesselten sie so fest, dass das Seil in ihr Fleisch schnitt und der Druck auf ihre Schultern unerträgliche Schmerzen verursachte. Sie schlugen sie mit Schaufeln, Schlagstöcken und Schuhen. Zusätzlich zu den Schlägen zwangen die Wärter Meng dazu, lange Zeit auf unebenem Untergrund zu stehen, zu laufen oder zu knien. Die Folter dauerte sechs Monate, bis ihre Familie sich 6.600 Yuan (825 Euro) geliehen und eine Kaution für sie und ihren Mann hinterlegt hatte. Das Paar war zu diesem Zeitpunkt bereits verschuldet, da die Behörden häufig Geld von ihnen erpresst hatten.

Die zweite und dritte Verhaftung fand am 20. Juli beziehungsweise am 1. Oktober statt. Beide Male wurde Meng tagelang inhaftiert.

Ende November verhaftete der örtliche Polizeichef Meng erneut und ließ sie am 27. Dezember 2000 in ein Gefängnis bringen. Polizisten fesselten sie und klebten ihr den Mund zu. Sie zwangen sie und mehrere andere Praktizierende, auf der Straße zu gehen. Sie sollten gedemütigt werden, bevor ihre strafrechtliche Inhaftierung vor über 1.000 Menschen angekündigt wurde.

In der Haftanstalt wurde Meng vier Tage lang mit Handschellen gefesselt und in Ketten gelegt. Jede ihrer Bewegungen, einschließlich der Toilettenbenutzung, wurde von männlichen Wärtern genau beobachtet. Sie bekam wenig zu essen und erhielt nie das Geld, das ihre Familie ihr schickte. Die Wärter befahlen ihr auch, ohne Bezahlung künstliche Blumen herzustellen.

Im April 2001 protestierte Meng mit einem Hungerstreik gegen die Misshandlungen. Eine Woche später ließen die Behörden ihren Bruder kommen, der sie nach Hause holen sollte.

Schon am nächsten Tag nahmen die Beamten der Stadt sie wieder in Gewahrsam und sperrten sie willkürlich im Rathaus ein. Die Beamten brachten auch ihre Schwiegermutter und ihre Tochter hinzu und setzten Meng mit der Frage unter Druck: „Was wollen Sie, Ihre Familie oder Falun Dafa?“ Meng antwortete nicht.

Beamte der Stadt erpressten 2.400 Yuan (300 Euro), darunter 2.000 Yuan (250 Euro) „Unterrichtsgebühr“ und 400 Yuan (50 Euro) für Lebensmittel von ihrer finanziell angeschlagenen Familie. Meng weigerte sich immer noch, ihren Glauben aufzugeben und trat erneut in einen Hungerstreik. Drei Tage später brachten die Beamten der Stadt sie ins Krankenhaus von Baijian, wo sie mit zwangsernährt wurde. Während der Zwangsernährung wurde sie getreten und geschlagen. Sie war mit Wunden übersät und erlitt ein Kopf- und Brusttrauma. Anschließend brachte man Meng zurück ins Rathaus, wo die Misshandlungen bis zu ihrer Flucht sechs Monate später anhielten.

Am 27. Dezember 2001 brachen ein Dutzend Stadtbeamte und Polizeibeamte in Mengs Wohnung ein. Sie brachten sie erneut zum Rathaus, wo sie sie brutal schlugen und ihr Kopf und Ohren mit Zigaretten verbrannten. Einige Tage später wurde sie entlassen. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits zu schwach, um sich selbst versorgen zu können.

Am 23. April 2002 kam ein Beamter der Stadt mit zwei Dutzend Beamten und verhaftete Meng und ihren Mann in ihrer Wohnung. Sie schlugen ihren Mann. Ihm riss eine Sehne im Bein. Sie verbrannten sein Gesicht und seinen Hals mit Zigaretten. Die Narben sind heute noch zu sehen.

Nachdem das Paar einige Tage später freigelassen worden war, schikanierte der Dorfsekretär die beiden jeden Tag zu Hause und befahl ihnen, Falun Dafa aufzugeben und zu verleumden. Er drohte damit, das Paar in eine Gehirnwäsche-Einrichtung zu bringen, wenn sie sich nicht daran hielten. Um einer weiteren Verfolgung zu entgehen, beschlossen sie schließlich, ihre Wohnung zu verlassen. Ihr kleines Kind brachten sie bei einer Verwandten unter.

Polizisten verhafteten Meng im Mai 2004. Ihr vorübergehender Wohnsitz wurde durchsucht und persönliche Gegenstände im Wert von mehr als 50.000 Yuan (ca. 6.000 Euro) beschlagnahmt. Die Polizei verhörte sie ohne Unterbrechung drei Tage lang.

Danach brachten Polizisten Meng in das Gefängnis in Baoding, wo sie eintönige Arbeiten wie die Herstellung von Fingerschutzkappen verrichten musste. Sie protestierte gegen ihre Verfolgung mit einem Hungerstreik. Sie wurde zwangsernährt und in das Zwangsarbeitslager in Balizhuang verlegt, wo sie noch schlimmer misshandelt wurde. Als ein Gefängnisarzt ihr während einer brutalen Zwangsernährung mit Nadeln in Bein, Gesicht und Handfläche stach, verlor sie viel Blut.

Die Wärter schockten Meng einmal mit Elektrostäben, weil sie sich weigerte, die Gefängnisuniform zu tragen. Als sie ein anderes Mal ihren Glauben verteidigte, schlugen sie ihr auf den Scheitel.

Um sie zwangsernähren zu können, führten die Wärter ihr einen Schlauch durch die Nase in den Magen ein und ließen ihn 19 Tage lang darin. Jedes Mal wurde ihr eine übermäßige Menge an Nahrung in den Magen eingeführt. Die schmerzhafte Folter führte dazu, dass sie das Bewusstsein verlor. Sie erhielt intravenöse Injektionen, und zwar so grob, dass ihre Arme innerhalb von neun Tagen mit Nadelstichen übersät waren. Nach dreimonatiger Folter wurde sie Ende August 2004 entlassen.

Um einer weiteren Verfolgung zu entgehen, zog Meng in die Stadt Zhuozhou. Polizisten fanden sie und verhafteten sie im August 2005. Im Gefängnis von Zhuozhou trat sie erneut in einen Hungerstreik. Während sie zwangsernährt wurde, führten die Wärter ihr wiederholt die Magensonde ein und zogen sie aus ihren Nasenlöchern und der Luftröhre heraus. Sie blutete stark aus Mund und Nase, auch die Magensonde war mit Blut verschmiert.

Ein Gefängnisarzt stach in Mengs Fußsohle, wodurch sie inkontinent wurde. Als sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde, fesselten Polizisten sie mit Handschellen und Fußfesseln an das Bett. Wann immer ein junger Polizeibeamter im Dienst war, stach er ihr mit einem Stock in Nasenlöcher und Ohren.

Aus Angst, dass sie im Krankenhaus sterben könnte, versorgten die Behörden Meng mit Sauerstoff und schickten sie nach Hause. Sie war zwei Monate lang bettlägerig und konnte sich zwei Jahre lang nicht selbst versorgen.

Als die Polizei in Laishui ihren Ehemann Cao am 21. Februar 2007 verhaftete, begaben sich Meng und andere Familienmitglieder zur Polizeiwache und forderten seine Freilassung. Die Polizei drohte ihnen mit Verhaftung, sodass Meng beschloss, den Polizeichef bei sich zu Hause aufzusuchen. Auf dem Weg dorthin holten Beamte in Zivil sie ein und schlugen sie zu Boden.

Sie und ihre Schwester wurden zwei Wochen lang eingesperrt.

Im April 2008 durchsuchten Polizisten die Wohnungen von Meng und ihrer Schwiegermutter und verhafteten ihre Schwiegermutter. Ihre Falun-Dafa-Bücher, ihr Fernseher und andere persönliche Gegenstände wurden beschlagnahmt. Meng und ihr Mann verließen die Wohnung und versteckten sich drei Monate lang. Während dieser Zeit schikanierten die Behörden ihre Eltern und Schwiegereltern fast täglich.

Als am 12. Juni 2010 niemand zu Hause war, stürmten bewaffnete Polizisten in Mengs Wohnung. Sie durchsuchten die Wohnung und verhafteten eine Nachbarin, die zufällig vorbeikam. Die Nachbarin wurde verhört und auch ihre Wohnung wurde durchsucht. Die Polizisten durchsuchten die Wohnung von Mengs Eltern und verhörten ihren Vater stundenlang. Am nächsten Tag verhafteten die Polizisten einen Freund von Mengs Eltern und schikanierten den Arbeitgeber des Freundes. Die endlosen Schikanen brachten Meng und ihren Mann dazu, ihre Wohnung erneut zu verlassen.

Am 6. September 2017 belästigten drei Polizeibeamte Meng ein weiteres Mal zu Hause.

Frühere Berichte:

Cao Jiwei from Laishui County, Hebei Province, Arrested; His Family Members Are Abused by the Police When they Try to See Him

Hebei Province: Falun Dafa Practitioner Cao Jiwei Injured by Torture - Wife Placed in Detention


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.