Todesmeldung: Frau stirbt nach zwei Jahrzehnten Haft und Schikanen (Provinz Heilongjiang)

(Minghui.org) In den vergangenen 22 Jahren wurde Kong Fanying immer wieder festgenommen, inhaftiert und schikaniert, weil sie ihren Glauben an Falun Dafa aufrechterhielt.

Kong zog mehrmals um, um sich vor der Polizei zu verstecken, doch konnten Polizisten sie immer kurz darauf ausfindig machen und schikanierten sie erneut. Das letzte Mal, als Polizisten Kong im Juni 2021 schikanierten, war sie handlungsunfähig und konnte nicht mehr sprechen. Die Schikanen forderten ihren Tribut an ihrer ohnehin schon angeschlagenen Gesundheit. Kong erkrankte bald darauf und wurde am 8. Juli 2021 ins Krankenhaus eingeliefert. Sie starb am 10. Juli um 20:00 Uhr. Sie war 67 Jahre alt.

Selbst einen Monat nach ihrem Tod riefen die Behörden immer noch bei ihrem Ehemann an und forderten ihn auf, ihr zu sagen, sie solle sich im Büro des örtlichen Wohnkomitees melden.

Verhaftet, weil sie sich für das Recht, Falun Dafa zu praktizieren, stark machte

Kong Fanying war aus der Stadt Jiamusi, Provinz Heilongjiang. Sie arbeitete früher in einer örtlichen Leinenfabrik. Als sie 1995 anfing, Falun Dafa zu praktizieren, war sie voller Energie und rücksichtsvoll anderen gegenüber. Wenn sie ihre eigenen Aufgaben bei der Arbeit erledigt hatte, nutzte sie ihre freie Zeit, um ihren Kollegen zu helfen. Wenn ihre Kollegen krank waren, vertrat sie diese ohne Lohnzuschlag.

Als das kommunistische Regime die Verfolgung angeordnet hatte, ging Kong nach Peking, um das Recht auf das Praktizieren von Falun Dafa einzufordern. Im Juni 2000 wurde sie am Bahnhof von Jiamusi von Ma Deren von der Polizeibehörde Yama verhaftet, der ihr aufgelauert hatte. Sie wurde 30 Tage lang festgehalten und musste 300 Yuan (ca. 41 Euro) zahlen, bevor sie freigelassen wurde.

Im Oktober 2000 reiste Kong erneut nach Peking. Dieses Mal wurde sie nicht verhaftet, als sie friedlich auf dem Platz des Himmlischen Friedens protestierte. Aber kaum war sie wieder zuhause, erschienen Polizisten und verhafteten sie. Auf der Polizeiwache verhörten sie Kong und forderten sie auf, eine Erklärung abzugeben, in der sie versprechen sollte, nicht mehr nach Peking zu reisen und nicht mehr zu praktizieren. Da sie sich weigerte, sperrte die Polizei sie in einer Haftanstalt ein.

Kong ging in den Hungerstreik, um gegen die Verfolgung zu protestieren. Am vierten Tag des Hungerstreiks wurde sie in ein Zwangsarbeitslager gebracht; dort wollten sie jedoch die Praktizierende in einem solch schlechten Gesundheitszustand nicht aufnehmen. Die Polizei weigerte sich weiterhin, Kong freizulassen, und brachte sie zurück in die Haftanstalt.

In der Zelle des Gefängnisses war es feucht und schmutzig, und Kong bekam am ganzen Körper Krätze.

Im Dezember 2000 ging Kong erneut in den Hungerstreik und wurde am 2. Januar 2001 freigelassen. Insgesamt war sie 81 Tage lang festgehalten worden. Die Polizei versuchte, von ihrem Ehemann 3.000 Yuan (ca. 410 Euro) zu erpressen. Da er gerade seinen Arbeitsplatz verloren hatte und Kongs eigenes Gehalt ausgesetzt worden war, musste er sich 1.800 Yuan (ca. 250 Euro) leihen, um die Polizei zu bezahlen.

Fünfzehn Tage, nachdem Kong wieder zu Hause war, verstarb ihre Mutter. Da sie immer noch von der schweren Krätze geplagt wurde und nachts nicht schlafen konnte, hatte sie große Mühe, an der Beerdigung ihrer Mutter teilzunehmen. Stunden nach der Einäscherung des Leichnams ihrer Mutter kamen der Polizeibeamte Li Xiaodong und der Mitarbeiter des Wohnkomitees Yang Laoliu. Sie forderten sie auf, eine Erklärung zum Verzicht auf Falun Dafa zu schreiben. Erneut weigerte sie sich. Der Polizeibeamte Li schikanierte Kong viele Jahre lang weiter und hielt auch ihren Ausweis zurück, was ihr in ihrem täglichen Leben enorme Unannehmlichkeiten bereitete.

Eine Schüssel mit „Bio“-Brei

Kong wurde 2002 bei einer Polizeirazzia erneut verhaftet. Die Polizisten durchsuchten jeden Winkel ihrer Wohnung und beschlagnahmten einige gedruckte Informationsmaterialien über Falun Dafa.

Auf der Polizeiwache Jiaxi verhörten die Polizisten Kong abwechselnd und forderten sie wieder auf, Falun Dafa abzuschwören. Als sie in die Haftanstalt gebracht wurde, sah sie, wie Polizisten ihren Mann schlugen. Zwei Beamte hielten ihm die Arme hinter seinem Rücken fest und ein Dritter würgte ihn. Ihr Mann schrie: „Die Polizei schlägt Menschen!“

Kong wurde abgeführt, bevor sie etwas sagen konnte. Als sie in der Haftanstalt ankam, trat ihr früheres Herzleiden, das durch das Praktizieren von Falun Dafa geheilt worden war, wieder auf. Sie war schwach und hatte Schmerzen.

Als Kong aus Protest gegen die Verfolgung in den Hungerstreik ging, wies der Arzt der Haftanstalt vier männliche Häftlinge an, sie mit Gewalt zu ernähren. Der Arzt benutzte ein Metallwerkzeug, um ihr den Mund aufzubrechen, wodurch sich mehrere Zähne lockerten. Ihr Körper zuckte unkontrolliert, als sie zwangsernährt wurde. Als der Arzt die Ernährungssonde herauszog, brach sie auf dem Boden zusammen und erbrach alles, was man ihr eingeführt hatte.

Nach mehreren Tagen des Hungerstreiks befand sich Kong in einem kritischen Zustand. Dennoch weigerten sich die Wärter, sie freizulassen, und veranlassten die Insassen, sie abwechselnd in zwei Stunden Schichten rund um die Uhr zu überwachen.

Kong gab den Hungerstreik später auf. An dem Nachmittag, an dem sie sich entschloss, etwas zu essen, brachte ihr ein Arzt namens Zhang eine Schüssel mit Brei. Zhang sagte, er habe ihn speziell für sie zubereitet und er enthalte Bio-Körner. Da Kong den Brei nicht aß, machte sich die Insassin, die sie überwachen sollte, darüber her und aß alles auf.

Kurze Zeit später erlitt diese Insassin einen Nervenzusammenbruch. Trotz des kalten Wetters zog sie sich bis auf ihren BH aus und saß dann auf dem Flur, ohne sich zu bewegen oder etwas zu sagen. Erst da erkannte Kong, dass der Arzt ihr eine giftige Substanz in den Brei getan hatte.

Da ihre Zähne durch die Zwangsernährung stark geschädigt waren, hatte Kong große Schwierigkeiten beim Essen. Außerdem musste sie sich während der Mahlzeiten immer wieder übergeben. Als sich ihr Zustand nicht besserte, wurde sie entlassen. Sie war einen Monat lang festgehalten worden und musste außerdem noch 300 Yuan bezahlen.

Am 20. Juni 2007 versuchten Polizisten erneut, Kong zu verhaften, aber sie weigerte sich, ihnen die Tür zu öffnen, und so zogen sie schließlich ab.

Festnahme im Jahr 2013

Jemand zeigte Kong an, als sie am Abend des 6. November 2013 in der Nähe des Büros eines Wohnkomitees Falun-Dafa-Materialien verteilte. Der junge Mann, der sie anzeigte, versuchte dreimal, sie vom Fahrrad zu ziehen. Als sie zu Boden gefallen war, hielt er sie an ihrer Kleidung fest und ließ sie nicht mehr los. Kong erlitt eine Herzattacke, als die Polizisten eintrafen. Sie brachten Kong auf das Polizeirevier Jiaxi, durchsuchten ihre Tasche und verhörten sie. Danach brachten die Polizisten sie nach Hause und durchsuchten ihre Wohnung.

Zurück auf der Polizeiwache musste Kong sich auf einen kalten Stuhl an einer Wand setzen. Eine Stunde später hatte sie Nierenprobleme und musste an diesem Abend mehr als zehn Mal auf die Toilette gehen. Außerdem hatte sie starke Schmerzen im Rücken und in der Beckengegend. Sie war nicht in der Lage, sich aufzusetzen, und die Schmerzen hielten sie die ganze Nacht wach.

Am nächsten Morgen, als Kong von dem Polizeibeamten Dou Jinfeng verhört wurde, ergriff der Beamte Tian Wenbin ihre Hand und zwang sie, das Vernehmungsprotokoll und mehrere andere Dokumente zu unterschreiben, ohne ihr zu erlauben, sie zu lesen.

Kong litt unter anhaltenden Rückenschmerzen und konnte weder sitzen noch stehen. Ihre Familie musste 2.000 Yuan (ca. 278 Euro) an die Polizei zahlen, damit sie freigelassen wurde.

Weitere Schikanen

Durch die ständigen Festnahmen, Inhaftierungen, Folterungen und Erpressungen lebte Kong zwei Jahrzehnte lang in Angst. Sie zog mehrmals um, um sich vor der Polizei zu verstecken, aber diese spürte sie immer wieder auf und verfolgte sie erneut.

Am 24. Februar 2020 erlitt Kong einen Schlaganfall und lag 13 Tage lang auf der Intensivstation. Nach dem Schlaganfall war sie gelähmt und erhielt einen weiteren Monat lang Physiotherapie in einem Rehabilitationszentrum. Als sie Mitte Mai entlassen wurde, war sie immer noch auf einen Rollstuhl angewiesen und hatte auch Schwierigkeiten zu sprechen.

Im Juni suchte Sekretär Zhao vom Wohnkomitee Kongs Mann auf und forderte ihn auf, in ihrem Namen eine Erklärung zu unterschreiben, dass sie auf Falun Dafa verzichtet. Von den Behörden eingeschüchtert, sah sich ihr Mann zur Unterschrift gezwungen, während ein Beamter namens Ma ihn zudem auch noch auf Video aufnahm.

Nach diesem Vorfall zog Kong erneut um. Doch im August erhielt sie einen weiteren Anruf vom früheren Wohnkomitee.

Im Juni 2021 wurde Kong erneut von zwei Polizeibeamten und einer nicht identifizierten Frau belästigt. Sie saß im Rollstuhl, und konnte auch nicht sprechen. Die Polizisten machten ein Foto von ihr und gingen wieder.

Kong war nach der letzten Belästigung sehr verzweifelt. Sie verlor erheblich an Gewicht und wurde am 8. Juli ins Krankenhaus eingeliefert. Zwei Tage später verstarb sie.

Mehr als einen Monat nach ihrem Tod rief ein Gemeindearbeiter ihren Ehemann erneut an und wies ihn an, ihr zu sagen, sie solle sich beim Wohnkomitee melden.